Zwölf Strategien der Bibelfälscher

Die protestantischen Christen sind derzeit, im Jahr 2020, schon in über 47.000 Glaubensgemeinschaften plus Millionen Einzelgänger zerspalten und zersplittert. Der Grund sind die entsprechend vielen widersprüchlichen „biblischen“ Lehren, die sie vertreten.

Es ist, wenn man genau hinschaut, so, dass die zahlreichen protestantischen Lehrer einfach nur Menschenlehren propagieren. Um nun diesen Menschenlehren eine Daseinsberechtigung zu verschaffen, passen sie mit allen möglichen Tricks die Bibel an ihre Lehren an, um sie auf diese Weise als biblisch und somit als wahr zu behaupten. In 12 Punkten zeige ich nun auf, wie das bei ihnen funktioniert:

1. Sie übersetzen Bibelstellen, die ihren einzelnen protestantischen Menschenlehren nicht entsprechen, bewusst falsch in die jeweiligen eigenen Sprachen. Beispiel: Manche protestantische Lehrer, die nach eigenem Wunschdenken die Heilsnotwendigkeit der Taufe leugnen, übersetzen das griechische Wort „kai“ in Joh 3,5 bewusst falsch mit „ebendieser“, anstatt richtig mit „und“, um mittels dieser Bibelfälschung die in diesem Vers bezeugte Heilsnotwendigkeit der Wassertaufe scheinbiblisch zu widerlegen. So machen sie aus dem biblischen „Wasser und Geist“ einfach nach ihrer eigenen Vorstellung und Lehre „Wasser, ebendieser Geist“, um auf diese Weise, mit dieser Bibelfälschung, das natürliche Wasser aufzuheben und so daraus die Geisttaufe zu machen.

2. Sie fügen einzelnen Bibelstellen, die nicht ihren Lehren entsprechen, einfach Wörter hinzu, die dort nicht vorhanden sind. Beispiel: Die protestantischen Lehrer, die Luthers Irrlehre „Allein aus Glauben“ vertreten, fälschen die Bibelverse Röm 3,28, Röm 5,1, Gal 3,24 und Eph 2,8, indem sie dort willkürlich das Wort „allein“ hinzufügen, so dass dort nicht mehr von „aus Glauben“, sondern von „aus Glauben allein die Rede ist. Auf diese Weise verpassen sie ihrer Sola-Fide-Lehre einen biblischen Anschein, um ihr eine Daseinsberechtigung zu verschaffen. Das ist so, wie wenn jemand richtig sagt: „Das Wasser ist lebensnotwendig!“, und ein Fälscher daraus macht: „Das Wasser allein ist lebensnotwendig!“ Paulus zeigt jedoch lediglich nur die eine Seite der Medaille auf. Die andere Seite derselben Medaille sind die christlichen Werke, die wiederum von Jakobus hervorgehoben werden.

3. Sie stellen einzelne biblische Sätze um, und zwar so, dass solche umgestellten Sätze ihre eigene Lehre stützen oder vermitteln und katholische Lehren aufheben. Beispiel: In Röm 9,5 wird die katholische Lehre von der Gottheit Christi wie folgt wiedergegeben: „… der Christus dem Fleische nach, der über allem ist, Gott, gepriesen in Ewigkeit. Amen.“ (Röm. 9,5) Weil dies der Lehre einiger protestantischer Glaubensgemeinschaften widerspricht, wonach Christus nicht Gott sei, stellen ihrer Lehrer den biblischen Satz wie folgt um und fügen noch ein Wort hinzu (unterstrichen), damit’s dann auch hundertprozentig passt: „… der Christus dem Fleische nach abstammt: Gott, der über allem ist, sei gesegnet/gepriesen immerdar. Amen.“

4. Sie entfernen aus der Bibel Wörter, ja sogar ganze Sätze und Abschnitte, wenn diese ihren protestantischen Lehren nicht entsprechen. Beispiel: Manche Anti-Trinitarier unter den protestantischen Lehrern entfernen aus Mt 28,19 den zweiten Teil, weil er die katholische Trinitätslehre bestätigt, andere protestantische Lehrer entfernen aus dem Matthäus-Evangelium die Verse 16,18-19, weil sie das päpstliche Lehramt bestätigen, andere aus dem Markusevangelium Mk 16,14-20, weil dieser Abschnitt die Heilsnotwendigkeit der Taufe und charismatische Gaben bezeugt, und wieder andere die Verse Joh 20,22-23, weil sie das Beichtsakrament bezeugen. Um also über diese Worte Gottes nicht weiter diskutieren zu müssen, machen sie mit ihnen einen kurzen Prozess!

5. Des Weiteren haben sie ganze Bücher, die ihren Lehren widersprechen, dreist aus der Bibel, die Christus und seine Apostel verwendeten (Septuaginta), entfernt: Judit, Tobit, 1 Makkabäer, 2 Makkabäer, Baruch, Weisheit Salomons, Jesus Sirach und die Anhänge zum Buch Ester und zum Buch Daniel. Luther wollte sogar die neutestamentlichen Bücher Hebräer, Jakobus, Judas und Offenbarung aus der Bibel verbannen, weil sie seinen protestantischen Ansichten und Lehren widersprechen, hielt sich dann aber doch damit zurück. Es ist aber allein schon diabolisch, es überhaupt im Sinn gehabt zu haben! So etwas würde ein katholischer Katholikt nichteinmal denken!

6. Des Weiteren radieren sie, wenn biblische Lehren und Fakten ihren eigenen Lehren nicht entsprechen, das Alte Testament aus der Bibel, z.B. wenn dort belegt wird, dass Gott den von ihnen abwertig so bezeichnen „Prunk“ will, oder wenn dort belegt wird, das heilige Bilder vor Gott erlaubt sind, oder wenn es darum geht, dass das Alte Testament durchaus ein von Gott erlaubtes Sprechen zu „Toten“ kennt, und und und. In Diskussionen habe ich daher immer wieder erlebt, wie protestantische Lehrer dann nur noch das Neue Testament gelten lassen. Diese Christen, die das AT auf besagte Weise aus der Bibel rausschmeißen, vertreten dann nicht mehr „Sola Scriptura“, sondern „Sola Neues Testament“. Auch hier, wie bei Punkt 4 und 5 oben, kommt somit Offb 22,19 voll zur Geltung!

7. Wenn bestimmte Bibelstellen nicht in ihr protestantisches Konzept passen, dann benutzen sie andere Bibelstellen, um mit diesen Bibelstellen die anderen aufzuheben – so als ob die Heilige Schrift gegen sich selbst verwendet werden könnte. Beispiel: Jesus Christus erklärt nach Joh 6,55: „Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank.“ Um diese Worte des Herrn aufzuheben, weil sie die Heilige Eucharistie bezeichnen, stellen manche das Wort des Herrn Joh 15,15 entgegen: „Ich bin der wahre Weinstock“, und argumentieren: „So, wie Jesus kein Weinstock ist, so ist sein Fleisch keine Speise und sein Blut kein Trank.“ Mit dieser Argumentation können alle biblischen Aussagen über Christus, etwa, dass er ein König, der Sohn Gottes und der Messias ist, vollständig aufgehoben werden. Er sei also weder König, noch der Messias, noch der Sohn Gottes, weil er kein Weinstock ist.

8. Wenn biblische Textpassagen mit ihren protestantischen Lehren nicht übereinstimmen, dann interpretieren oder denken die protestantischen Lehrer einfach etwas in diese Textpassagen hinein, was in ihnen überhaupt nicht vorkommt, oder sie deuten sie einfach entsprechend ihren eigenen Lehren um. Beispiel: Die Sola-Fide-Lehrer unter den protestantischen Christen denken sich in Jak 2,14-26 hinein, dass dort lediglich gesagt würde, dass wahrer Glaube automatisch zu guten Werken führe, die Werke aber zum Heile nichts beitrügen, wohingegen der gesamte Jakobusabschnitt sagt, dass der Glaube ohne Werke tot ist (Jak. 2,26) und man durch Glaube und Werke gerechtfertigt wird, und nicht durch Glauben allein (Jak. 2,24).

9. Bibelstellen werden einseitig betrachtet bzw. aus dem jeweiligen biblischen Kontext oder dem biblischen Gesamtkontext gerissen, weil sie nur so ins eigene protestantische Schema passen. Beispiel: Die protestantischen Lehrer behaupten auf der Basis einiger Bibelstellen in den Evangelien, dass Jesus Christus seine Mutter abgelehnt und somit entehrt habe: Mk 3,33-35, Lk 11,27-28 und Joh 2,4. Diese Bibelstellen werden aus dem biblischen Gesamtzusammenhang gerissen und in ihren (teilweise falschen) Übersetzungen für sich allein betrachtet, wodurch man dann zu diesem gewünschten protestantischen Ergebnis kommt, nach dem Christus seine Mutter entehrt und so gesündigt hätte. Stellen wir diese Bibelstellen jedoch in den gesamtbiblischen Kontext, nach dem Gott gebietet, die eigene Mutter zu verherrlichen (2 Mo. 20,12), und nach dem Jesus ohne Sünde war (Hebr. 4,15) und somit alle Gebote Gottes erfüllt hat (Mt. 5,17), dann stehen sie in diesem Kontext und bekommen so eine gegenteilige Bedeutung: Im Kontext des Gebotes Gottes 2 Mo. 20,12 und der biblisch bezeugten Tatsache, dass Christus ohne Sünde war (Hebr. 4,15) und somit alle Gebote Gottes erfüllt hat (Mt. 5,17), hat Er seine Mutter nie entehrt, sondern gemäß Gottes Gebot immer verherrlicht. Folglich sind besagte Bibelstellen anders zu verstehen, und nicht protestantisch-antimarianisch!

10. Biblische Aussagen werden, wenn sie nicht ins eigene protestantische Konzept passen, philosophisch ausgehebelt und zunichte gemacht. Beispiel: Die Heilige Schrift sagt an verschiedenen Stellen, dass Christus Gott ist. Da das in das Konzept der protestantisch-antitrinitarischen Lehrer nicht passt, philosophieren sie diese biblischen Aussagen weg, indem sie z.B. philosophieren: Wenn Christus Gott wäre, hätte er nicht von Satan versucht werden können (Mt. 4,1ff. ), folglich sei Christus nicht Gott. Ein anderes Beispiel: Die Heilige Schrift bezeichnet die Wassertaufe an verschiedenen Stellen als heilsnotwendig. Weil das protestantischen Lehrern nicht passt, so philosophieren sie: Materie, in diesem Fall das Wasser, hat keine Wirkkraft und könne daher zum Heile nichts beitragen, so als ob Gott nicht allmächtig wäre, um durch materielle Dinge Übernatürliches zu wirken.

11. Die protestantischen Lehrer sagen, dass, wenn etwas nicht in der Bibel steht (oder angeblich nicht steht), dies dann eine biblische Verneinung dessen sei. Beispiel: Nirgends im NT wäre bezeugt, dass die ersten Christen Bilder verehrt hätten. Aus diesem Grund hätten sie sie nicht verehrt; und deshalb sei die Bilderverehrung für die Christen verboten. Nun, im Neuen Testament steht auch nicht, dass Maria, die Muttergottes, geboren und gestorben ist. Bedeutet das also, dass Maria nicht geboren und gestorben ist?

12. Viele protestantische Lehrer wenden auch dieselbe Methode, die auch Satan gegenüber Jesus angewandt hat: In Mt 4 sehen wir, wie der Teufel Gottes Wort Ps 91,11f aus der Bibel herausnimmt, es in seinen eigenen gedanklichen Kontext hineinnimmt und es auf diese Weise un- und antibiblisch macht. Eine sehr beliebte Methode im Protestantismus, die enthüllt, woher sie stammt: von Satan höchstpersönlich.

Diese in 12 Punkten dargelegten antibiblischen Handlungen protestantischer Lehrer entlarven sie als Feinde der Heiligen Schrift, wobei sie nur zur Täuschung das lutherische Sola Scriptura propagieren, um dahinter ihre eigenen menschlichen Lehren und Traditionen zu verstecken, damit sie, dahinter versteckt, als solche nicht erkannt werden.

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