Wie ich und ein Protestant gleichzeitig katholisch wurden

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Grüß Gott!

Ich heiße Stjepan Vucina. Ich war lange Zeit Anhänger der Falschoffenbarungen Jakob Lorbers und Wolfgang Zönnchens, so dass ich einen pseudochristlichen Glauben hatte. In dieser Zeit befasste ich mich sehr viel mit Prophezeiungen, und da die meisten Prophezeiungen katholisch waren, so fand ich einen positiven Bezug zur katholischen Kirche, deren Glauben ich wegen meines lorbianischen Glaubens aber nicht annehmen wollte. Einige Jahre hielt ich mich auch innerhalb des Protestantismus in freikirchlichen Gemeinden auf. Doch dort fand ich nur trockenen, oberflächlichen und toten Glauben vor, nichts Lebendiges, nichts Tiefes, nichts Schönes, nichts Feierliches, kahle Wände, einfach alles tot. Deshalb habe ich mich vom Protestantismus abgewandt, zum einen, weil das alles abstoßend auf mich wirkte, und zum anderen, weil ich mir dachte, so etwas Totes kann niemals von Gott sein!

In einem Teil meiner lorbianischen Zeit, zwischen 1997 und 2009, lebte ich in schwerer Sünde. Gottes erster Ruf zur Umkehr und Buße erging an mich und zugleich an meine damalige Freundin, die wie ich in schwerer Sünde lebte, dann durch eine eindringliche Vision, die sie hatte, als ich neben ihr lag. Sie sah einen tiefen finsteren Abgrund mit Feuerflammen, die kein Licht erzeugten, aus der Geschrei und Geheule unzähliger Seelen auf einmal erscholl. Diese Vision versetzte sie in furchtbaren Schrecken, und zwar so, dass sie mit mir Schluss machte, weil sie diese Vision mit mir in Verbindung brachte, weil ich ja an das lorbianische “Christentum” glaubte. Ich selbst beachtete diese Vision nicht, weil ich weiter in der Sünde leben wollte. Auch meine Ex-Freundin hat sie sich nicht zu Herzen genommen, weshalb sie noch heute in schwerer Sünde lebt.

Zwei Jahre später, 2005, hat mich Gott dann durch eine Vision, die er diesmal mir zukommen ließ, nochmals zur Umkehr und Buße und zugleich zum traditionellen katholischen Glauben und Glaubensleben gerufen. Doch ich wollte nicht, weil ich weiterhin in Sünde leben und den lorbianischen Irrglauben behalten wollte, und das, obwohl ich genau wusste, dass mich Gott gerufen hatte. Absolut nicht nachvollziehbar, dass ich das dann trotzdem nicht wollte. Aber so war es halt.

Dann unternahm Gott einen dritten Anlauf, und zwar durch einen Freund. Dieser Freund war Atheist und Linker. 2006 wurde er todkrank und drohte daher bald in die Hölle zu kommen. Er hatte nur noch wenig Zeit. Die Ärzte gaben ihm noch ca. zwei Jahre. Wie sollte er sich in dieser kurzen Zeit bekehren und gerettet werden? Doch ein Jahr später, 2007, geschah dann das Wunder; er hatte ein übernatürliches persönliches Erlebnis mit der Muttergottes, die er daraufhin zutiefst liebte. An der Hand der Muttergottes fand er dann zu ihrem Sohn, Jesus Christus, und durch Jesus zum Vater, dem er dann alle seine Sünden, die er als solche erkannte, und die ihm einfielen, beichtete. Und so wurde mein lieber Freund von der lieben Gottesmutter vor der Hölle gerettet. Doch trotzdem wollte ich nicht umkehren und Buße tun und katholisch werden.

Dann war ich Anfang April 2009 bei einem Protestanten zu Besuch, der irgendwann anfing, Papst Benedikt wegen seiner Aussage, dass die katholische Kirche die einzige Kirche Christi ist, anzugreifen: Was würde er sich einbilden, so etwas zu behaupten. Spontan, ohne zu überlegen, sagte ich: “Das stimmt! Er hat recht! Das steht in der Bibel!” Dieses Wort, das ich grade aussprach, hat uns so tief ins Herz getroffen, dass wir nach zweimonatiger ernsthafter und neutraler Bibelforschung den katholischen Glauben annahmen. Doch dann wurde er bald unsicher, geriet in Zweifel, weil er Angst hatte, vielleicht doch in einen Irrtum geraten zu sein. Deshalb lag er dann eines Morgens kniend und weinend vor Gott, und bat ihn, ihm doch mitzuteilen, ob das alles wirklich wahr ist; und kaum hatte er diese Worte ausgesprochen, bestätigte es ihm Gott durch ein übernatürliches Erlebnis, und dann fing er an, noch mehr zu weinen und zu schluchzen, weil er ja die katholische Kirche gehasst und Gott damit schwer beleidigt hat. Daraufhin begann er den Konvertiten-Unterricht, den ich hingegen nicht benötigte, weil ich bereits amtlich als Katholik geführt wurde.

Was also Gott durch die Höllenvision meiner Ex-Freundin, durch meine eigene Vision und durch die Bekehrung meines Freundes infolge der Intervention der Gottesmutter nicht erreicht hat, das hat er durch das Wort, das er durch mich gesprochen hat, erreicht und hat dann gleich noch einen Protestanten mitgenommen, der nun im katholischen Glauben weit glücklicher ist, als er es zuvor in seinem protestantischen Glauben war. Seit er katholisch ist, liebt er Jesus Christus noch viel mehr und inniger, als in seiner protestantischen Zeit, und hat daher eine viel nähere, tiefere und innigere Verbindung zu ihm, als jemals zuvor, und dies gefördert durch die Heilige Eucharistie und die Verehrung Mariens und der Heiligen. Und genau so verhält es sich auch bei mir! Gelobt sei Jesus Christus!

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