Von evangelisch zu katholisch

Ein langjähriger Freund von mir wurde in eine evangelische Familie hineingeboren. Doch weder von Seiten seiner Familie noch von Seiten der Evangelischen Kirche bekam er den Glauben vermittelt. Das einzige, was ihm die Evangelische Kirche vermittelt hat, waren soziale Projekte und soziales Engagement. Das war’s. Und so begab er sich über einige Jahrzehnte hindurch auf die Suche. Im Buddhismus meinte er dann, die Erfüllung gefunden zu haben. Doch irgendwann merkte er, trotz des Praktizierens des Buddhismus, dass das nur ein vorübergehendes Gefühl war. Auch kam er zum Islam. Die erste Zeit war er begeistert und wollte deshalb Moslem werden. Doch irgendwann kam er zur Besinnung und wandte sich vom Islam ab. Auch begab er sich zum Judentum und meinte dort seine Erfüllung gefunden zu haben, weshalb er Jude werden wollte. Doch die Rabbiner, die er dafür aufsuchte, lehnten ihn ab.

Nach etlichen Jahren traf er mich wieder. Inzwischen war ich katholischen Glaubens. Er wollte unbedingt wieder Kontakt mit mir haben. Deshalb waren wir viel zusammen. Ich drängte ihm meinen Glauben nicht auf. Das ist nicht meine Art. Denn dazu habe ich kein Recht. Doch er sah, wie ich meine Wohnung katholisch/christlich gestaltet hatte, unter anderem mit schönen Jesus-, Marien und Heiligenbildern, und die in seinem Herzen eine solche Wärme erzeugte, dass er sich in meiner Wohnung unwahrscheinlich wohl fühlte. Das war deshalb ab jetzt sein Lieblingsort, weshalb er mich alle paar Tage darum bat, mich besuchen zu dürfen, was ich ihm selbstverständlich gewährte. Er sah dann auch mein katholisches/christliches Glaubensleben und wie ich den katholischen/christlichen Glauben im Alltag umsetze. Das gefiel ihm sehr, weshalb er sich für den katholischen/christlichen Glauben immer mehr interessierte. Er las daraufhin viele katholische Bücher und ist dann so katholischen Glaubens geworden, in diesem er seither sehr glücklich ist. Und 2015 ist er dann konvertiert und ich durfte sein Firmpate sein.

Inzwischen lebt er im Sauerland in einem Heim für psychisch kranke Menschen. Er leidet nämlich seit vielen, vielen Jahren an innerer Unruhe und kann deshalb seinen Haushalt nicht führen. Dort ist er allerdings von der Heiligen Messe abgeschnitten, weil er von seinem gesetzlichen Betreuer zu wenig Geld bekommt, so dass er sich keine Fahrkarte leisten kann. Zwecks Beichte, Krankensalbung und Kommunion kommt daher ein Mal im Monat ein traditionell katholischer Priester von sehr weit her zu ihm. Dieser spendet ihm nicht nur die Beichte, die Krankensalbung und die Heilige Kommunion, sondern auch sehr viel Trost in seiner Krankheit, und ermuntert ihn immer wieder dazu, zu beten. Doch leider schafft er das aufgrund seiner inneren Unruhe nicht. Auch sonst kümmern sich Priester sehr viel um ihn. Er darf sie jederzeit anrufen, wenn er Trost und Stärkung benötigt. Er hat jetzt seine Suche beendet. Er hat gefunden, was er jahrzehntelang gesucht hat, seine Erfüllung in Jesus Christus infolge des katholischen Glaubens. Gelobt sei Jesus Christus!

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