Sind Antimarianisten Glieder des Leibes Christi?

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Die Antimarianisten lehnen Maria, die Mutter des Herrn, und die Heiligen ab. Im Neuen Testament kommt der antimarianische Teil der Christenheit schon allein aus diesem Grund sehr schlecht weg! Das zeigt sich z.B. in 1 Kor 12,21, wo vom Leib Christi die Rede ist:

Das Auge vermag nicht zur Hand sagen: ‘Ich brauche dich nicht!’, oder wiederum das Haupt zu den Füßen: ‘Ich brauche euch nicht!’“

Das heißt, das kein einziges Glied des Leibes Christi zu einem anderen Glied des Leibes Christi zu sagen vermag: „Ich brauche dich nicht!“ Das ist einem Glied des Leibes Christi gemäß diesem Bibelvers absolut nicht möglich, was sich besonders bei uns Katholiken zeigt. Doch den Antimarianisten ist das möglich, wenn sie über Glieder des Leibes Christi – Maria und die Heiligen – sagen: „Wir brauchen sie nicht!“ Da es in 1 Kor 12,21 heißt, dass das einem Glied des Leibes Christi nicht möglich ist, diesen Personen das aber möglich ist, so bedeutet das, dass sie gemäß der Heiligen Schrift nicht zum Leib Christi gehören, eben weil einem Glied des Leibes Christi nicht möglich ist, solches zu sagen, was diese Personen sagen.

So sehen wir, wie das Neue Testament den antimarianischen Teil der Christenheit verneint und ablehnt! Wir gläubigen und uns heiligenden Katholiken hingegen sagen zu keinem Glied des Leibes Christi: „Ich brauche Dich nicht!“, zu keinem einzigen. Das ist uns absolut nicht möglich, weshalb wir auch zu den Gliedern des Leibes Christi Maria und den Heiligen gemäß 1 Kor 12,21 sagen: „Ich brauche Euch!“ Deshalb sind wir gläubigen und uns heiligenden Katholiken im Gegensatz zu den Antimarianisten Glieder des Leibes Christi! Das zeigt sich auch in 1 Kor 2,21:

„Darum rühme sich niemand der Menschen. Denn alles ist euer, sei es Paulus oder Apollos oder Kephas oder Welt oder Leben oder Tod oder Gegenwärtiges oder Zukünftiges, alles ist euer.“

ALLES, was Christi ist, ist unser, heißt es, also nicht nur Jesus Christus, sondern auch seine Mutter, seine Engel und seine Heiligen, zu denen wir folglich nicht sagen können: „Ich brauche euch nicht!“, sondern nur: „Ich brauche Euch!“

Weiteren Aufschluss darüber verleiht uns Offb 12, wo es in Vers 17 heißt:

Da wurde der Drache zornig über die Frau und machte sich auf, Krieg zu führen mit dem übrigen ihres Samens, mit denen, die Gottes Gebote erfüllen und festhalten am Zeugnis Jesu.“

Die wahren Christen, die zu keinem anderen Glied des Leibes Christi sagen können: „Ich brauche dich nicht!“, sind also die Kinder dieser in Offb 12 genannten Frau, die nach Offb 12,1-5 die Mutter Christi ist![1] Die wahren Christen sind also die Kinder Mariens, die sie, ihre Mutter, von ganzem Herzen lieben und nach 2 Mo 20,12 verherrlichen. Somit sind diejenigen, die Maria ablehnen, bekämpfen, angreifen, erniedrigen, klein und gering und bedeutungslos machen, und sie als Götzen oder gar als Hure, größte Sünderin, Dämon oder Teufel beschimpfen, ausgeschlossen. Diese Personen sind die Träger des in Offb 12,15 genannten Wasserstromes aus Satans Inneren, mit dem Satan Christi und unsere Mutter, seine Feindin, wegzuschwemmen versucht:

Und die Schlange schleuderte aus ihrem Rachen hinter der Frau Wasser her, gleich einem Strom, um sie vom Strom wegschwemmen zu lassen.“

Dieser Wasserstrom aus Satans Inneren ist der Antimarianismus, mit dem Satan durch die Antimarianisten Maria innerhalb der Christenheit wegzuschwemmen versucht. Und so zeigt uns die Heilige Schrift, dass die Antimarianisten, die Maria wegzuschwemmen versuchen, nicht Teil ihres in 1 Mo 3,15 und Offb 12,17 prophezeiten Samens sind, sondern Teil des in 1 Mo 3,15 prophezeiten Samens der Schlange:

“Das sprach Gott, der Herr, zur Schlange: ‘… Feindschaft werde ich stiften zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen …”

Und so entpuppen sich alle Antimarianisten als außerhalb des Leibes Christi stehend. Ihre Jesus-Liebe, die sie predigen, ist nur eine Illusion; denn man kann nicht Christus lieben und gleichzeitig Glieder seines Leibes verachten, sie von ihm trennen und sie wegzuschwemmen versuchen. Das ist nicht möglich! Wer Jesus liebt, der liebt auch alle seine Glieder – seine Mutter, seine Heiligen … Wer Jesus annimmt, der nimmt auch seine Glieder an – seine Mutter, seine Heiligen … Wer zu Jesus sagt: „Ich brauche Dich!“, der sagt auch zu seinen Gliedern: „Ich brauche Euch!“ – zu seiner Mutter, seinen Heiligen … Alles andere ist aggressiver Protestantismus, welcher somit mit dem neutestamentlichen und somit wahren Christentum nichts zu tun hat! Er wird von der Heiligen Schrift, Gottes Wort, gänzlich abgelehnt!

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[1] Die Heilige Schrift identifiziert diese Frau wie folgt: 1. In der Offenbarung werden uns drei Frauen präsentiert: die Frau in Offb 12, die Frau auf dem scharlachroten Tier und die Frau des Lammes. Hier beobachten wir, dass in der Offenbarung jene Frauen, die keine Personen sind, umgehend als das bezeichnet werden, was sie symbolisch darstellen: die Frau auf dem scharlachroten Tier (Hure Babylon) ist eine irdische Siebenhügelstadt, die die Weltherrschaft erlangt; und die Frau des Lammes ist das himmlische Jerusalem. Nur die Frau in Offb 12 bekommt keine solche Zuweisung, weil sie ganz einfach das ist, was sie ist: eine weibliche Person, die den Knaben empfangen hat und schließlich gebiert, welcher alle Völker hirten wird mit eisernem Stabe. 2. Nach Offb 12,5 gebiert diese weibliche Person einen Sohn, der alle Völker hirten wird mit eisernem Stabe; und ihr Sohn, der alle Völker hirten wird mit eisernem Stabe, ist nach Offb 19,11-15 der Logos; und der Logos ist nach Joh 1,1-14 Jesus Christus, und Jesus Christus ist nach Mt 1,16 von Maria, seiner Mutter, empfangen und geboren worden, wie das in Offb 12,1-5 bezeugt ist. 3. Des Weiteren bezeichnet der Apostel Johannes in Offb 12,1 die schwangere himmlische Frau, die Christus empfangen hat und gebiert, als “großes Zeichen” und knüpft so an Jes 7,14 an, wo eben diese schwangere Frau wiederum als “Zeichen” bezeichnet wird, und der Apostel Matthäus diese Jesaja-Stelle in der schwangeren Maria erfüllt sieht (Mt 1,22-23). So enthüllt uns die Heilige Schrift, dass die Frau aus Offb 12 Maria, die Mutter unseres Herrn Jesus Christus, ist.

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Hat Jesus seine Mutter abgelehnt oder klein gemacht? –> Nein! – Hier meine Texte dazu:

Joh 2,4: Hat Jesus mit seiner Mutter nichts zu schaffen?: http://www.katholisch.com/joh-24-hat-jesus-mit-seiner-mutter-nichts-zu-schaffen/

Lk 11,27: Verneint Jesus die Seligkeit seiner Mutter?: http://www.katholisch.com/lk-1127-verneint-jesus-die-seligkeit-seiner-mutter/

Lk 11,27: Stellt Jesus seine Mutter auf dieselbe Stufe mit uns?: http://www.katholisch.com/lk-1127-stellt-jesus-seine-mutter-auf-dieselbe-stufe-mit-uns/

Zieht Jesus Maria Magdalena seiner Mutter vor?: http://www.katholisch.com/zieht-jesus-maria-magdalena-seiner-mutter-vor/

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