Der Papst

Papsttum – Nachfolger Petrus


Glaubten die ersten Christen daran, dass Petrus einen Nachfolger hatte?
Wenn ja, wie können wir diese Spur zurückverfolgen?
Die Kirchenväter geben uns hier sagenhafte Informationen!

Quelle; www.unifr.ch/bkv/

Clemens v.Rom (+100n.Ch); 
„1.Brief des Clemens an die Korinther, Kap 44; Auch unsere Apostel wussten durch unseren Herrn Jesus Christus, dass Streit entstehen werde um die Bischofswürde. 2. Aus diesem Grunde setzten sie auch, da sie eine genaue Kenntnis hiervon zum voraus erhalten hatten, die oben Genannten ein und gaben ihnen dazu Auftrag, dass, wenn sie entschlafen wären, andere erprobte Männer ihren Dienst übernähmen. 3. Die also von jenen oder hernach von anderen ausgezeichneten Männern unter Zustimmung der ganzen Gemeinde eingesetzten (Bischöfe), die das Hirtenamt [S. 55] Christi in Demut untadelig, ruhig, uneigennützig verwaltet haben, die lange Zeit hindurch von allen ein gutes Zeugnis erhalten haben, diese von ihrem heiligen Amte abzusetzen, ist nach unserer Ansicht ein Unrecht. 4. Denn es wird für uns keine kleine Sünde sein, wenn wir Männer, die tadellos und heiligmäßig ihre Opfer dargebracht haben, aus ihrem Bischofsamte vertreiben. 5. Selig sind die Presbyter, die ihren Lebensweg bereits durchlaufen und eine vollkommene, an Früchten reiche Auflösung erreicht haben; denn sie müssen nicht fürchten, dass man sie verdrängt von dem für sie festbestimmten Platze. 6. Wir müssen es nämlich erleben, dass ihr einige, die einen guten Wandel führten, vertrieben habt aus dem heiligen Dienste, dem sie durch tadellose Verwaltung alle Ehre gemacht hatten.“

1.Dekretal-Brief des Clemens an den Apostel Jakobus; …„Simon”, als Grundstein der Kirche vom Herrn „Petrus“ zubenannt, sprach, als er sein Ende herannahen fühlte, in der Mitte der Brüder stehend und mich bei der Hand ergreifend, in Gegenwart der ganzen Kirche Folgendes: Höret mich, o meine Brüder und Mitdiener (Christi), da, wie ich von meinem Herrn und Meister Jesus Christus, der mich gesandt hat, belehrt bin, der Tag meines Tod bevorstehet; (c. 1) „diesen Clemens ordinire ich euch zum Bischofe, dem allein ich den Stuhl meiner Predigt und meiner Lehre übergebe, weil er von Anfang bis zu Ende mein steter Begleiter gewesen und daher die Wahrheit meiner ganzen Predigt kennen gelernt hat, von dem ich vor Allen weiß, daß er Gott ehret, die Menschen liebt, daß er keusch, lernbegierig, mäßig, gütig, gerecht, geduldig sei und Unrecht auch von denen, welche in Gottes Wort unterrichtet werden, zu ertragen verstehe.”2 Deßhalb übertrage ich ihm die mir vom Herrn übertragene Gewalt, zu binden und zu lösen, auf daß Alles, was er aus Erden beschlossen hat, beschlossen sei auch im Himmel. Denn er wird binden, was zu binden ist, und lösen, was gelöst werden kann, wohl kennend die Richtschnur der Kirche. Ihn also höret, daß ihr wisset, daß „wer immer den Lehrer der Wahrheit betrübt, gegen Christus sündiget und Gott den Vater Aller erzürnt, weßhalb er auch des Lebens verlustig werden wird.”

1.Dekretal-Brief des Clemens an Jakobus;…Denn das ganze Kirchenwesen ist einem großen Schiffe ähnlich, welches Leute aus verschiedenen Orten und Gegenden, die alle in die eine Stadt des mächtigen Königs ziehen wollen, durch ein sturmbewegtes Meer trägt. Als der Herr dieses Schiffes gelte euch Gott, und es bedeute Christus den Steuermann, der Lootse ist der Bischof, die Matrosen entsprechen den Priestern, die Bootsleute den Diakonen, die Schiffsrechner den Katecheten, den Passagieren die Gesammtheit der Brüder; der Abgrund des Meeres ist die Welt, die widrigen Winde sind die Versuchungen, Verfolgungen, Gefahren, die mancherlei Bedrängnisse; die Stürme vom Lande, welche aus Schluchten oder Thälern herwehen, entsprechen den Predigten der Irrlehrer und falschen Propheten; die Felsklippen und Risse den hochgestellten Richtern mit ihren schrecklichen Drohungen; die trügerischen Buchten und die Küsten voll Raubthiere gleichen den unvernünftigen und an der Wahrheit der Verheissungen zweifelnden Menschen; die Heuchler aber sollen den Seeräubern gleich geachtet werden
Soll aber das Schiff der Kirche [S. 127] sicher in den Hafen einlaufen, so muß auf demselben Einheit und Ordnung sein, d. h. die Kirche muß eine wohlgegliederte Verfassung unter einem sichtbaren Oberhaupte haben; dieses sichtbare Oberhaupt der Kirche, „Herr und Bischof der hl. Kirche”

Div. Clemensbriefe; Die hochheilige römische und apostolische Kirche hat nicht von den Aposteln, sondern vom Herrn unserem Erlöser selbst den Primat und die oberste Gewalt über alle Kirchen und die ganze Heerde des christlichen Volkes erhalten, wie er selbst dem hl. Apostel Petrus sagte: 3 „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen; und dir werde ich die Schlüssel des Himmelreiches geben, und was immer du wirst auf Erden gebunden haben, das wird auch im Himmel gebunden sein; [S. 35] und was du wirst auf Erden gelöst haben, das wird auch im Himmel gelöst sein.“ In derselben römischen Stadt wurde auch als Genosse der seligste Apostel Paulus herbeigezogen, das Gefäß der Auserwählung, welcher an einem Tage und zu derselben Zeit mit einem herrlichen Tode, mit Petrus unter dem Fürsten Nero kämpfend, gekrönt wurde, und Beide haben die hl. römische Kirche geheiligt und über alle übrigen Städte der ganzen Welt durch ihre Gegenwart und ihren ehrwürdigen Triumph gesetzt. Und obwohl für Alle das unaufhörliche Gebet aller Heiligen bei Gott verrichtet wird, so hat doch der seligste Apostel Paulus den Römern eigenhändig mit folgenden Worten versprochen:4 „Gott ist mein Zeuge, dem ich in meinem Geiste durch das Evangelium seines Sohnes diene, daß ich ohne Unterlaß euer stets in meinen Gebeten gedenke.“ Der erste Sitz also ist durch Gottes Gnade der der römischen Kirche, welche (wie erwähnt) die heiligsten Petrus und Paulus durch ihr Martyrium geheiligt haben (c. 3). Der zweite Sitz ist der in Alexandrien durch den Namen des hl. Petrus von Marcus, dessen Schüler und Evangelisten, geheiligte, weil er selbst zuerst in Ägypten, von Petrus (dahin) gesandt, das Wort der Wahrheit verkündigte und sein glorreiches Martyrium erhielt; ihm folgte der ehrwürdige Abilius (c 4). Der dritte Sitz desselben d. i. des hl. Apostels Petrus aber in Antiochien wird in Ehren gehalten, weil er daselbst, bevor er nach Rom kam, wohnte und den Ignatius zum Bischofe eingesetzt hat und hier zuerst der Name der Christen als des neuen Volkes entstanden ist.“

Ignatius von Antiochien (+110);
Brief an die Smyrnäer; Alle sollt ihr dem Bischof gehorchen wie Jesus Christus dem Vater, und auch dem Presbyterium wie den Aposteln; die Diakonen aber ehret wie Gottes Anordnung. Keiner tue ohne den Bischof etwas, das die Kirche angeht. Nur jene Eucharistie gelte als die gesetzmäßige, die unter dem Bischof vollzogen wird oder durch den von ihm Beauftragten. 2. Wo immer der Bischof sich zeigt, da sei auch das Volk, so wie da, wo Jesus Christus ist, auch die katholische Kirche ist. Ohne den Bischof darf man nicht taufen noch das Liebesmahl feiern; aber was immer er für gut findet, das ist auch Gott wohlgefällig, auf dass alles, was geschieht, sicher sei und gesetzmäßig.

Brief an die Römer; ..gemäß der Liebe Jesu Christi, unseres Gottes, die auch den Vorsitz führt am Orte des römischen Bezirkes, die Gottes würdig, ehrwürdig, preiswürdig, lobwürdig, des Erfolges würdig, keusch und Vorsteherin ist des Liebesbundes.., .. Hütet euch vor den schlimmen Pflanzen, die Jesus Christus nicht anbaut, weil sie keine Pflanzung des Vaters sind; nicht weil ich bei euch eine Spaltung gefunden hätte, vielmehr fand ich Reinigung. Denn alle, die Gott und Jesus Christus angehören, stehen auf Seiten des Bischofs; und alle, die Busse tun und zur Einheit der Kirche kommen, auch diese werden Gott angehören, damit sie das Leben haben gemäß Jesus Christus.“

Brief an die Magnesier; …Da ich nun in den genannten Personen die ganze [S. 128] Gemeinde im Glauben sah und lieb gewann, ermahne ich euch: Befleißiget euch, alles zu tun in der Eintracht Gottes, da der Bischof den Vorsitz führt an Stelle Gottes, die Presbyter an Stelle des Apostelkollegiums, und die Diakonen, die ich gar sehr liebe, mit dem Dienste Jesu Christi betraut sind, welcher von Ewigkeit beim Vater war und am Ende (der Zeiten) erschienen ist.
Daher ziemt es sich für euch, dem Willen des Bischofs entsprechend zu wandeln, wie ihr es auch tut. [S. 119] Denn euer ehrwürdiges Presbyterium, seines Gottes wert, ist so mit dem Bischof verbunden, wie die Saiten mit der Zither. Deshalb erklingt Jesu Christi Lied in eurer Eintracht und einmütigen Liebe. 2. Aber auch die einzelnen sollen einen Chor bilden, damit ihr in Eintracht zusammenstimmet, in Einigkeit die Melodie Christi auffasset und mit einer Stimme durch Jesus Christus dem Vater (lob)singet, auf dass er euch höre und aus euren guten Werken erkenne, dass ihr Glieder seid seines Sohnes. Es ist also gut, dass ihr in vollendeter Eintracht lebet, damit ihr auch an Gott allezeit Anteil habet.
Keiner lasse sich irreführen: Wer nämlich nicht innerhalb der Opferstätte ist, der kommt um das Brot Gottes. Wenn nämlich das Gebet eines einzigen oder zweier (Menschen) eine solche Kraft hat, um wieviel mehr das Gebet des Bischofs und der ganzen Gemeinde? 3. Wer also nicht zur Versammlung kommt, der ist schon von Hochmut besessen und hat sich selbst gerichtet. Denn es steht geschrieben: “Den Hochmütigen widersteht Gott”1. Hüten wir uns also davor, mit dem Bischof uns zu entzweien, damit wir im Gehorsam gegen Gott verharren. Und je mehr einer sieht, dass der Bischof schweigt (nicht tadelt), um so mehr Achtung soll er vor ihm haben; jeden nämlich, den der Herr des Hauses schickt zur Verwaltung seines Hauses, den müssen wir [S. 120] so aufnehmen wie den Sendenden selbst. Daher ist es klar, dass wir den Bischof so ansehen müssen wie den Herrn selbst. 2. Nun ist Onesimus selbst voller Lob über euer Wohlverhalten in Gott, dass ihr nämlich alle der Wahrheit gemäß lebet und sich keine Irrlehre unter euch eingenistet hat, sondern dass ihr auf keinen mehr höret als auf Jesus Christus, der die Wahrheit redet.“

Irenäus von Lyon (+200);
3.Buch gegen die Häresien, Kap 3; ..Die von den Aposteln in der ganzen Welt verkündete Tradition kann in jeder Kirche jeder finden, der die Wahrheit sehen will, und wir können die von den Aposteln eingesetzten Bischöfe der einzelnen Kirchen aufzählen und ihre Nachfolger bis auf unsere Tage.., …die von den beiden ruhmreichen Aposteln Petrus und Paulus zu Rom gegründet und gebaut ist, darlegen, wie sie durch die Nachfolge ihrer Bischöfe bis auf unsere Tage gekommen ist. So widerlegen wir alle, die wie auch immer aus Eigenliebe oder Ruhmsucht oder Blindheit oder Mißverstand Konventikel gründen. Mit der römischen Kirche nämlich muß wegen ihres besonderen Vorranges jede Kirche übereinstimmen, d. h. die Gläubigen von allerwärts, denn in ihr ist immer die apostolische Tradition bewahrt von denen, die von allen Seiten kommen..,

3.Buch gegen die Häresien, Kap 1;…Von keinem andern als von denen, durch welche das Evangelium an uns gelangt ist, haben wir Gottes Heilsplan gelernt. Was sie zuerst gepredigt und dann nach dem Willen Gottes uns schriftlich überliefert haben, das sollte das Fundament und die Grundsäule unseres Glaubens werden. Frevelhaft ist die Behauptung, sie hätten gepredigt, bevor sie die vollkommene Kenntnis besessen hätten, wie jene zu sagen sich erkühnen, die sich rühmen, die Apostel verbessern zu können. Nicht eher nämlich zogen sie aus bis an die Grenzen der Erde, allen die frohe Botschaft zu bringen und den himmlischen Frieden den Menschen zu verkünden, als unser Herr von den Toten auferstanden war und sie alle die Kraft des Heiligen Geistes empfangen hatten, der über sie kam. Dadurch empfingen sie die Fülle von allem und die vollkommene Erkenntnis, und so besitzt auch jeder einzelne von ihnen das Evangelium Gottes, Matthäus verfaßte seine Evangelienschrift bei den Hebräern in hebräischer Sprache, als Petrus und Paulus zu Rom das Evangelium verkündeten und die Kirche gründeten. Nach deren Tode zeichnete Markus, der Schüler und Dolmetscher Petri, dessen Predigt für uns auf. Ähnlich hat Lukas, der Begleiter Pauli, das von diesem verkündete Evangelium in einem Buch niedergelegt. Zuletzt gab Johannes, der Schüler des Herrn, der an seiner Brust ruhte, während seines Aufenthaltes zu Ephesus in Asien das Evangelium heraus.“

Clemens von Alexandrien (+215);
1.Buch, Kap 1, S.11; Jene Lehrer aber, die die wahre, unmittelbar von den heiligen Aposteln Petrus und Jakobus, Johannes und Paulus stammende Überlieferung der seligen Lehre6 unversehrt bewahrten, indem immer ein Sohn sie von seinem Vater übernahm (nur wenige sind es, die ihren Vätern ähnlich sind),7 kamen in der Tat mit Gottes Hilfe auch zu uns, um jene von den Vätern ererbten und apostolischen Samenkörner (in uns) niederzulegen

Tertullian (+220);
Prozessreden gegen die Häretiker, Kap 32; ..Wenn dagegen einige Häresien die Kühnheit haben, sich in das apostolische Zeitalter einzudrängen und deswegen von den Aposteln überliefert erscheinen wollen, weil sie zur Zeit der Apostel existierten, so können wir erwidern: Gebt also die Ursprünge eurer Kirchen an, entrollt eine Reihenfolge eurer Bischöfe, die sich von Anfang an durch Abfolge so fortsetzt, daß der erste Bischof einen aus den Aposteln oder den apostolischen Männern, jedoch einen solchen, der bei den Aposteln ausharrte, zum Gewährsmann und Vorgänger hat. Denn das ist die Weise, wie die apostolischen Kirchen ihren Ursprung nachweisen; wie z. B. die Kirche von Smyrna berichtet, daß ihr Polykarp von Johannes aufgestellt, die römische ebenso, daß ihr Clemens von Petrus ordiniert worden sei…, ..
… In entsprechender Weise geben natürlich auch die übrigen Kirchen die Männer an, welche von den Aposteln zum Bischoftum bestellt, ihnen zu Überleitern des apostolischen Samens dienten. Die Häretiker sollten sich doch auch etwas der Art aussinnen! [S. 340] Was sollte ihnen denn nach ihren Gotteslästerungen noch unerlaubt sein?

Prozessreden gegen die Häretiker, Kap 22;….Ist dem Petrus etwas verborgen geblieben, ihm, welcher der Fels zum Aufbau der Kirche genannt wurde, der die Schlüssel des Himmelreichs erhielt und die Gewalt, im Himmel und auf Erden zu binden und zu lösen?“

Kranze des Soldaten, Kap 3;…So z. B., um von der Taufe auszugehen, wenn wir ins Wasser treten, geben wir zu gleicher Zeit, aber auch schon einige Zeit vorher, in der Kirche unter der Hand des Bischofs die Erklärung ab, daß wir dem Teufel, seiner Pracht und seinen Engeln widersagen.“

Über die Ehrbarkeit, Kap 1;…Der oberste Pontifex, das ist der Bischof der Bischöfe erklärt: “Ich vergebe auch die Sünden des Ehebruchs und der Hurerei denen, die Buße getan haben.“

Prozesseinreden, Kap 32;….Denn wie die Apostel untereinander keine abweichenden Lehren vortrugen, so wenig können auch die apostolischen Männer eine Lehre vorgebracht haben, welche zu jener der Apostel im Widerspruch stand. Es müßten denn etwa die Schüler der Apostel anders gepredigt haben1. Vor diese Instanz also werden sie von jenen Kirchen gerufen und gestellt werden, welche, obwohl sie keinen von den Aposteln oder apostolischen Männern, weil viel späteren Ursprungs – wie auch noch täglich welche gestiftet werden – als ihren Gründer anzugeben vermögen, dennoch, einmütig mit ihnen in demselben Glauben, für nicht weniger apostolisch gelten wegen der Blutsgemeinschaft der Lehre. So mögen also die Häresien, vor beide Instanzen3 geladen, beweisen, daß sie, sei es auf die eine, sei es auf die andere Weise, apostolisch sind.
…Und wenn du etwa glauben solltest, der Himmel sei auch jetzt noch verschlossen, so erinnere dich, daß der Herr die Schlüssel dazu hienieden dem Petrus und durch ihn der Kirche hinterlassen hat.., .. Sie(die Taufe)zu erteilen hat das Recht der oberste Priester, welches der Bischof ist, danach die Priester und Diakonen, jedoch nicht ohne Vollmacht vom Bischof wegen der der Kirche schuldigen Ehrerbietung.“

Div, Schriften des Tertullian;…Diejenigen, welche dieses Buch der Schrift nicht annehmen, die können auch nicht des Hl. Geistes sein, als solche, die noch nicht imstande sind, den den Schülern gesendeten Hl, Geist zu erkennen. Ebensowenig können sie dann aber auch behaupten, sie seien die Kirche6, da sie kein Mittel haben, um zu zeigen, wann [S. 329] dieser Leib7 gegründet worden und welches seine Wiege sei8. Daß sie keine Beweise für die von ihnen verteidigten Lehren haben, daran liegt ihnen gar nichts9; wenn nur zugleich den Widerlegungen10 der von ihnen vorgebrachten Lügen die Zulassung versperrt wird.

Hippolytus von Rom (+235); 
3.Canon über die Messordnung; ..O Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus, Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes,1 der in den Höhen wohnt und auf das Kleinste schaut,2 der Alles weiß, bevor es geschieht,3 der du der Kirche die Einrichtungen gegeben hast, durch dessen Befehl es geschieht, daß von Adam her ein gerechtes Geschlecht blieb nach Art dieses Bischofs, der den großen Abraham repräsentirt; der du die Fürstenthümer und Prälaturen eingesetzt hast: siehe herab auf deinen Diener N. und ertheile ihm deine Kraft und den wirksamen heiligen Geist, den du durch unsern Herrn Jesus Christus, deinen eingebornen Sohn, den heiligen Aposteln verliehen hast, welche die Kirche aller Orten zur Ehre und zum Ruhme deines heiligen Namens gegründet haben. Der du das Herz eines Jeden kennst, verleihe ihm, dein Volk ohne Sünde zu sehen und werth zu sein, deine große, heilige Heerde zu weiden. Bewirke auch, daß er ohne Wanken in seinen Sitten dem ganzen Volke vorleuchte. Bewirke auch, daß seiner Tugend Alle nacheifern und nimm seine Gebete und Gaben, die er dir bei Tage und bei Nacht darbringen wird, an und laß’ sie dir ein reiner Wohlgeruch sein. Verleihe ihm auch, o Herr, mit dem Bischofsamte einen milden Geist und die Gewalt, die Sünden zu vergeben, und die Macht, alle Banden der teuflischen Bosheit zu lösen und alle Krankheiten zu heilen, und vernichte alsbald den Satan unter seinen Füßen4 durch unsern Herrn Jesus Christus, durch den dir mit ihm und dem hl. Geiste Ehre in alle Ewigkeit. Amen. ..
… Darauf bringe der Diakon die Gabe, und der zum Bischofe Geweihte lege zugleich mit den Priestern auf die Gabe die Hände, indem er sagt: „Die Gnade des Herrn (sei) mit Allen.“ Das Volk antworte: „Und mit deinem Geiste.“ Er (der Celebrans) sage: „Laßt uns (die Herzen) erheben.“ Das Volk antworte: „Wir haben sie zum Herrn“ (erhoben). Er (der Celebrans) sage: „Laßt uns Dank sagen dem Herrn.“ Und das Volk antworte: „Es ist würdig und gerecht.“ Dann aber sage er (der Celebrans) das Gebet und vollende das Meßopfer.
Origenes (+254);
3.Buch gegen Celsus; Er sagt nämlich, “der Bischof müsse imstande sein, auch die Widersprechenden zu widerlegen”, damit er durch die Weisheit, die in ihm ist, die hohlen Schwätzer und Seelenverführer zum Schweigen bringe”

Cyprian v. Carthago (+258);
33.Brief, Kap 1; Indem unser Herr, dessen Vorschriften wir zu fürchten und zu beobachten haben, die Würde des Bischofs und die Verhältnisse seiner Kirche ordnet, spricht und sagt er im Evangelium zu Petrus: „Ich sage dir: Du bist Petrus, und über diesem Felsen will ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen; und ich werde dir geben die Schlüssel des Himmelreichs, und was du binden wirst auf Erden, wird auch im Himmel gebunden sein, und was immer du lösen wirst auf Erden, wird auch im Himmel gelöst sein2.“ Danach verläuft im Wechsel der Zeiten und der Nachfolge im Amt die Einsetzung der Bischöfe und die Ordnung der Kirche in der Weise, daß die Kirche auf die Bischöfe gegründet und jede kirchliche Handlung durch eben diese Vorgesetzten geleitet wird. Nachdem dies durch göttliches Gesetz also bestimmt ist, muß ich mich darüber wundern, daß einige in kecker Vermessenheit sich einfallen ließen, in einem Tone an mich zu schreiben, wie wenn sie im Namen der Kirche sprächen, obwohl doch die Kirche aus dem Bischof und dem Klerus und allen standhaft Gebliebenen besteht. Denn ferne sei es, und die Barmherzigkeit des Herrn und seine unüberwindliche Macht möge es nimmermehr zulassen, daß die Zahl der Gefallenen sich als Kirche bezeichne, da geschrieben steht: „Er ist nicht der Gott der Toten, sondern der Lebendigen3.“ Ihnen allen zwar wünschen wir, daß sie zu neuem Leben erweckt werden, und daß sie wieder in ihren früheren Stand zurückversetzt werden, darum flehen wir seufzend in unseren Gebeten. Wenn jedoch einige Gefallene als die Kirche gelten wollen und wenn wirklich bei und in ihnen [S. 109] die Kirche besteht, was bleibt uns da noch anderes übrig, als daß wir an sie uns wenden mit der Bitte, uns gütigst in die Kirche zuzulassen? Demut und Ruhe und Ehrerbietung also geziemt sich für sie, die in der Erinnerung an ihr Vergehen Gott Genugtuung schuldig sind, und statt im Namen der Kirche Briefe abzufassen, sollten sie vielmehr wissen, daß sie an die Kirche schreiben.

59.Brief, Kap 14; ..zum Stuhle Petri und zur Hauptkirche, dem Ausgangspunkt der bischöflichen Einheit..“

Brief an Cornelius; ..Mag er sein, wer und wie er will: wer nicht in der Kirche Christi ist, ist kein Christ. Mag er sich auch brüsten und seine Philosophie oder Beredsamkeit mit noch so stolzen Worten preisen: wer weder an der brüderlichen Liebe noch an der kirchlichen Einheit festgehalten hat, der hat auch das verloren, was er früher gewesen war. Oder siehst du etwa in demjenigen einen Bischof, der zu einer Zeit, wo ein solcher innerhalb der Kirche von sechzehn Mitbischöfen bereits eingesetzt war, in seinem Ehrgeiz danach trachtet, durch Abtrünnige sich als falscher, außerhalb der Kirche stehender Bischof aufstellen zu lassen? Obwohl also von Christus die eine Kirche stammt, die über die ganze Welt hin vielfach sich gliedert, und ebenso nur die eine Bischofswürde, die auf eine große Zahl einmütiger Bischöfe sich verteilt, versucht jener dennoch trotz der göttlichen Überlieferung, trotz der geschlossenen und allenthalben engverknüpften Einheit der katholischen Kirche eine menschliche Kirche zu gründen und sendet seine neuen Apostel in alle möglichen Städte aus, um gewisse neue Grundlagen für seine Lehre zu [S. 190] schaffen.“

Div.Schriften von Cyprian; …Die Würde eines Bischofs aber könnte er auch dann nicht behalten, wenn er es früher schon geworden wäre, sich aber von der Körperschaft seiner Mitbischöfe und von der Einheit der Kirche lossagte; mahnt doch der Apostel, wir sollten uns gegenseitig selbst stützen, um nicht von der von Gott begründeten Einheit abzukommen, indem er sagt: „ . . . . einander stützend in der Liebe, eifrig darauf bedacht, zu bewahren die Einheit des Geistes in der Verbindung des Friedens1.“ Wer also weder die Einheit des Geistes noch die Verbindung des Friedens wahrt, sondern sich von dem Band der Kirche und den priesterlichen Amtsgenossen absondert, der kann weder die Gewalt noch die Würde eines Bischofs innehaben, da er weder an der Einheit noch an dem Frieden des bischöflichen Amtes festhalten wollte.“

…Diese Einheit müssen wir unerschütterlich festhalten und verteidigen, vor allem wir Bischöfe, die wir in der Kirche den Vorsitz haben, damit wir auch das Bischofsamt selbst als ein einziges und ungeteiltes erweisen. Niemand täusche die Gemeinde der Brüder durch eine Lüge, niemand fälsche die Wahrheit des treuen Glaubens durch treulose Entstellung ! Das Bischofsamt ist nur eines, an dem jeder einzelne nur unter Wahrung des Ganzen seinen Anteil hat.

…Weil nun allein die Kirche das Wasser des Lebens hat und die Macht besitzt, den Menschen zu taufen und zu reinigen, so möge deshalb derjenige, der behauptet, auch bei Novatianus könne man getauft und geheiligt werden, zuerst zeigen und nachweisen, daß Novatianus in der Kirche ist oder der Kirche vorsteht! Denn es gibt nur eine Kirche und diese eine kann nicht zugleich innen und außen sein. Denn ist sie bei Novatianus, dann war sie nicht bei Cornelius; war sie aber bei Cornelius, der auf den Bischof Fabianus auf Grund rechtmäßiger Ernennung folgte und der von dem Herrn nicht nur durch die Ehre der Bischofswürde, sondern auch durch ein ruhmreiches Martyrium ausgezeichnet wurde, dann ist Novatianus nicht in der Kirche und kann auch nicht als Bischof angesehen werden, da er unter Mißachtung der Überlieferung des Evangeliums und der Apostel nicht etwa der Nachfolger eines anderen ist, sondern sich selbst zum Bischof gemacht hat. Denn wer nicht in der Kirche eingesetzt ist, der kann nimmermehr die Kirche besitzen oder innehaben.

…Siehe, eine andere Freude für uns ist es, daß du es in der Ausübung deines Bischofsamtes, obwohl du einstweilen von den Brüdern in Anbetracht der Zeitumstände getrennt bist, dennoch nicht an dir hast fehlen lassen, daß du die Bekenner häufig durch Briefe gestärkt, daß du sogar die nötigen Mittel aus deinen redlichen Bemühungen gespendet, daß du in allen Fällen immer sozusagen dich gegenwärtig gezeigt und auf keinem Gebiet deiner Obliegenheiten wie irgendein Ausreißer1 dich lahm erwiesen hast.
…Denn ein so schweres Verbrechen, das fast über den ganzen Erdkreis hin unglaubliche Verheerungen angerichtet hat, darf man, wie du selbst schreibst, nur mit Vorsicht und Mäßigung behandeln unter Beiziehung aller Bischöfe, Presbyter, Diakonen und Bekenner, sowie auch der standhaft gebliebenen Laien, wie du ebenfalls in deinem Briefe bezeugst.Denn auch Petrus, den der Herr als ersten auserkor [S. 330] und auf den er seine Kirche baute, hat keinen übermütigen Anspruch erhoben oder stolze Anmaßung gezeigt, als nachmals Paulus mit ihm über die Frage der Beschneidung rechtete.“

43.Brief, Kap 5; .. Es gibt nur einen Gott und einen Christus und eine Kirche und einen Stuhl, der auf Petrus durch das Wort des Herrn gegründet ist3. Ein anderer Altar kann nicht errichtet, ein neues Priestertum nicht eingesetzt werden außer dem einen Altar und dem einen Priestertum. Jeder, der anderweitig sammelt, der zerstreut nur4. Eine Fälschung, eine Gottlosigkeit, ein Frevel ist alles, was menschlicher Wahnsinn unter Verletzung der göttlichen Anordnung aufstellt“

Eusebius von Cäsarea (+340);
2.Buch, Kap 25; ..Wie berichtet wird, wurde Paulus eben in Rom unter Nero enthauptet und Petrus gekreuzigt. Dieser Bericht wird bestätigt durch die noch bis heute erhaltenen Namen Petrus und Paulus in den römischen Zömeterien sowie durch einen kirchlich glaubwürdigen Mann, namens Gaius, der unter dem römischen Bischof Zephyrinus lebte und in einem schriftlich überlieferten Dialog mit Proklus,2 dem Haupte der phrygischen Sekte, über die Stätte, wo die heiligen Leiber der genannten Apostel ruhen, sagt: „Ich kann die Siegeszeichen der Apostel zeigen. Du magst auf den Vatikan gehen oder auf die Straße nach Ostia, du findest die Siegeszeichen der Apostel, welche diese Kirche gegründet haben.“ Daß beide Apostel zu gleicher Zeit den Martertod erlitten haben, behauptet Dionysius, Bischof [S. 98] von Korinth, in einem Schreiben an die Römer.3 Er sagt: „Durch eure große Sorgfalt habt ihr die von Petrus und Paulus in Rom und Korinth angelegte Pflanzung miteinander verbunden. Denn beide haben in unserer Stadt Korinth die Pflanzung begonnen und uns in gleicher Weise in Italien gelehrt und zu gleicher Zeit den Martertod erlitten.“ Durch dieses Zeugnis möge meine Erzählung noch mehr beglaubigt werden.“

3.Buch, Kap 2; …Nach dem Martertod des Paulus und Petrus erhielt zuerst Linus den bischöflichen Stuhl der römischen Kirche.1 Paulus gedenkt seiner bei Anführung der Namen am Ende des von Rom aus an Timotheus gerichteten Briefes.“

2.Buch, Kap 24; …Im zwölften Jahre der Regierung Trajans starb der etwas weiter oben erwähnte Bischof der Kirche in Alexandrien. Als vierter Nachfolger der Apostel erhält die dortige bischöfliche Würde Primus. In Rom besteigt zu gleicher Zeit, nachdem Evaristus acht Jahre die Würde inne gehabt hatte, Alexander als fünfter Nachfolger von Petrus und Paulus den Bischofstuhl.“

Div,Schriften Eusebius; …Markus soll als erster in Ägypten das von ihm niedergeschriebene Evangelium gepredigt und in Alexandrien selbst als erster Kirchen gegründet haben. So groß war schon beim ersten Beginnen die Menge der daselbst gläubig gewordenen und in größter Enthaltsamkeit und strengster Entsagung lebenden Männer und Frauen, daß Philo ihr Leben, ihre Zusammenkünfte, ihre Mahlzeiten und die ganze übrige Lebensführung einer schriftlichen Darlegung würdigte. Philo soll unter Klaudius in Rom mit Petrus, als er damals den Bewohnern predigte, verkehrt haben.“

Chrisostomus (+407);
Kap 5; Was nämlich das Priestertum betrifft, so wird es zwar auf Erden verwaltet, nimmt jedoch den Rang himmlischer Einrichtungen 1 ein. Und das ganz mit Recht. Denn kein Mensch, kein Engel, kein Erzengel, keine andere geschaffene Macht, sondern der Paraklet selbst hat dieses Amt gestiftet und hat Menschen, die noch im Fleische leben, bevollmächtigt, den Dienst von Engeln zu verrichten. Darum muß der zum Priester Geweihte so rein sein, als ob er in den Himmeln selbst mitten unter jenen Engelsmächten stünde. Wohl flößten schon die Einrichtungen, die vor der Zeit der Gnade 2 vorhanden waren, Furcht und Schauern ein, so3 die Schellen, die Granatäpfel, die Steine auf der Brust und an den Schultern, der Kopfputz, die Kopfbedeckung, das wallende Gewand, das goldene Stirnblatt, das Allerheiligste mit seiner auffallenden Stille. Prüft man aber das, was die Gnade gebracht hat, so wird man finden, daß alles, was ehemals furcht- und schauererregend war, nur gering einzuschätzen ist und daß das Wort über das Gesetz sich auch hier bewahrheitet: “Was in diesem Bereiche herrlich war, ist nicht mehr herrlich wegen des überstrahlenden Glanzes”4. Denn wenn du siehst, wie der Herr geopfert 5 daliegt und wie der Priester vor dem [S. 141] Opfer 6 steht und betet und wie alle mit jenem kostbaren Blute gerötet werden: glaubst du da noch, unter Menschen zu sein und auf Erden zu weilen? Fühlst du dich da nicht vielmehr gleich in den Himmel entrückt? Wirfst du nicht jeden fleischlichen Gedanken der Seele von dir und schaust die himmlischen Dinge mit lauterem Herzen und reinem Gemüt?“

Bericht über Polykarp und Irenäus 1./2. Jh.n.Ch; 
„Da Irenäus an einer anderen Stelle Polykarp von den Aposteln unterrichtet sein lässt, Tertullian und Hieronymus berichten, er sei von dem Apostel Johannes, Eusebius, er sei durch die Apostel zum Bischof von Smyrna bestellt worden, so kann kein Zweifel bestehen, dass Irenäus in seinem Brief an Florinus den Apostel Johannes als Lehrer Polykarps nennt. Für das ruhmreiche Lebensende bieten die echten, auf Augenzeugen zurückgehenden Märtyrerakten, ein Schreiben der Kirche von Smyrna an die Gemeinde von Philomelium und an die gesamte Christenheit, wertvolle Angaben. In der Kirchengeschichte ist Polykarp bekannt durch seinen Aufenthalt in Rom (wohl Anfang des Jahres 155) und seine Verhandlungen, die er daselbst mit Papst Anizet (154/55 – 166/67) über mehrere strittige Punkte und vor allem über den Tag der Osterfeier führte.“

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