Können die Heiligen uns hören, und wissen sie, was auf der Erde geschieht?

Protestanten lassen sich in ihrem Einfallsreichtum alles möglich einfallen, um die Anrufung der Heiligen ad absurdum zu führen. Dabei argumentieren sie keineswegs biblisch, sondern rein philosophisch. So z.B. behaupten manche von ihnen, dass die Heiligen im Himmel nicht wüssten, was auf der Erde geschieht, und desweiteren würden sie uns gar nicht hören. Deshalb sei eine Anrufung der Heiligen unsinnig! Dass die Heiligen uns nicht hören würden, und nicht wissen würden, was auf der Erde geschieht, steht nirgendwo in der Bibel, an keiner einzigen Stelle. Das denkt man sich nur so! Aber den Christen sollte nicht das interessieren, was andere denken, sondern das, was Gottes Wort sagt! Hier nun meine biblische Argumentation zu dieser protestantischen Philosophie, die ich unter ein Youtube-Video setzte:

Dass unsere Gebete die Heiligen erreichen, beweisen 2 Sam. 1,26 und 2 Sam. 3,34, wo der Prophet David zu zwei Verstorbenen redet, was er nicht getan hätte, wenn sie ihn nicht hätten hören können. In Sir. 48,4-11 spricht Jesus Sirach zu Elijas, der in den Himmel aufgenommen war, was er ebenfalls nicht getan hätte, wenn Elija ihn nicht hätte hören können. Auch die Tatsache, dass nach 1 Sam. 28 die Hexe von Endor im Auftrag König Sauls Samuel auf die von Gott verbotene okkulte Weise rief, und Samuel infolge ihrer Totenbeschwörung heraufkam, zeigt, dass Samuel im Totenreich die Hexe gehört hat. Auch Ps. 103,20 zeigt, dass die im Jenseits Lebenden die Stimme des auf Erden Betenden hören, da hier David zu den Engeln ruft. Es ist also absolut unbiblisch, zu behaupten, dass die Heiligen uns nicht hören würden, biblisch jedoch, dass sie uns hören. Und zum nächsten Aspekt: Das verstorbene Heilige sehr wohl wissen, was auf Erden zugeht, wird in 1 Sam. 28 belegt, wonach der verstorbene Samuel genau über irdische Umstände Bescheid weiß!

Des Weiteren wird letzteres auch im zweiten Makkabäerbuch bezeugt:

“Er (Judas Makkabäus) hatte folgendes gesehen: Ihm war der frühere Hohepriester Onias erschienen …; dieser Hohepriester breitete seine Hände aus und betete für das ganze jüdische Volk. In gleicher Haltung erschien sodann ein Mann mit grauem Haar, von herrlicher Gestalt … Onias begann zu reden und sprach: ‘Das ist der Freund seiner Brüder, der viel für das Volk und die heilige Stadt betet: Jeremia, der Prophet Gottes.’ Dann streckte Jeremia die rechte Hand aus und übergab ihm ein goldenes Schwert; dabei sprach er zu Judas Makkabäus: ‘Nimm das heilige Schwert, das Gott dir schenkt. Mit ihm wirst du die Feinde schlagen.“ (2 Makk. 15,12-16)

Hier wird deutlich, dass der verstorbene Priester Onias und der verstorbene Prophet Jeremias als Heilige im Jenseits genau wussten, was auf Erden mit den Juden geschah, dass sie von den Heiden schwer bedrängt wurden, weshalb Beide für das jüdische Volk beteten, damit Judas und seine Truppen über die Bedränger des Volkes siegen und dem Volk die religiöse Freiheit verschaffen.

Darüber hinaus sehen wir in Offenbarung 6,10, dass die heiligen Märtyrer durchaus wissen, dass ihre Mörder noch unbestraft auf Erden leben. Woher haben sie denn dieses Detail-Wissen, dass diese Leute noch auf der Erde wohnen und bisher noch keine Rache erfahren haben? Das zeigt auch, dass Offb. 6 sich nicht am Ende der Tage abspielt, sondern in der jetzigen Epoche.

Liebe Protestanten, es ist daher wirklich nicht fromm, Eure eigenen Gedanken als Wahrheit zu postulieren und diese einfach der Bibel hinzuzufügen. Das ist Bibelfälschung, mit der Ihr den Zweck verfolgt, sie in Eure Richtung zu lenken. Wenn Ihr also von “Sola Scriptura” sprecht, und die Schrift verbal und mit Euren Händen hoch haltet, so solltet Ihr selbst auch nach Euren eigenen Worten handeln, statt eigene Ideen und Gedanken über die Bibel zu stellen und sie ihr hinzuzufügen. Damit betrügt Ihr Euch nicht nur selbst, sondern damit macht Ihr Euch auch unglaubwürdig!

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