Heiligenverehrung = Totenkult?

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Die Heiligen des Alten Bundes, z.B. der hl. Abraham oder der hl. Jesaja, und die Heiligen des Neuen Bundes, z.B. der hl. Apostel Johannes oder die hl. Bernadette Soubirous, waren Menschen, die Gott so sehr geliebt haben, dass sie zu seinem Wohlgefallen und zu seiner Ehre und Verherrlichung seinem Bild immer ähnlicher werden wollten und daher – gemäß 1 Thess 4,3.7 – nach der vollkommenen Heiligkeit gestrebt haben, die sie in ihrem irdischen Leben erreicht haben und so zur Vollendung gelangt sind. An ihnen hat sich das Wort der Schrift erfüllt:

“Ich bin mit Christus gekreuzigt; nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.” (Gal 2,20)

Sie sind in ihrer brennenden Liebe zu vollkommenen Tempeln Gottes geworden, die in vollkommener Heiligkeit, Reinheit, Schönheit und Erhabenheit erstrahlen. Sie waren und sind erfüllt mit Gott! Wer sie – Gottes heilige Tempel – erniedrigt und beleidigt, der erniedrigt und beleidigt Gott, da Gott in ihnen, seinen Tempeln, vollends wohnt, sie ganz erfüllt und sie liebt! Er ziert und ehrt sie durch sich selbst!

Deshalb lieben wir Katholiken sie in ganz besonderer Weise und lassen ihnen die Ehre zukommen, die ihnen als vollendete, heilige Diener und Tempel Gottes gebührt. Diese große Ehre, die Gott ihnen durch uns, durch unsere liebenden Herzen, zukommen lässt, ist ein Teil des großen Lohnes, den er ihnen schenkt.

Im Protestantismus ist das Gegenteil der Fall: Dort wird ihnen alle Ehre genommen; sie werden erniedrigt und klein und gering und bedeutungslos gemacht, und mit üblen Worten beschimpft. Deshalb sprechen viele dieser Protestanten, die sie ihre ganze Bosheit spüren lassen, von einem “Totenkult”, wenn sie die Heilgenverehrung meinen. Damit beschimpfen sie die Heiligen Gottes als “Tote” und Ihren und unseren Gott als einen “Gott von Toten” und widersprechen damit unserem vielgeliebten Herrn und Retter Jesus Christus, der gesagt hat:

“… was euch von Gott gesagt worden ist: ‘Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs’? Gott ist nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebendigen!” (Mt 22,32)

Schlimmer geht es also nicht, als unserem Herrn Jesus Christus zu widersprechen und Gott als “Gott von Toten” und deshalb seine Heiligen als “Tote” zu beschimpfen! Als wahre Christen wollen wir gläubigen Katholiken hier nicht mit einstimmen, weil wir nicht ihnen, sondern Christus, unserem Herrn, glauben. Nach Ihm sind wir nicht zu irgendeinem Gott des Todes und somit zu dessen Toten hingetreten, sondern zu Gott, zum Gott des Lebens, und somit zu dessen Lebendigen:

“Ihr seid vielmehr hingetreten … zu Gott … zu den Geistern der vollendeten Gerechten …” (Hebr 12,22-24)

Und in Offb 7,9-15 werden uns diese im Protestantismus als “Tote” beschimpften “Geister der vollendeten Gerechten”, zu denen wir Katholiken hingetreten sind, noch einmal besonders gut vor Augen gestellt:

“Darauf sah ich hin, und siehe, es war eine große Schar, die niemand zu zählen vermochte, aus jeder Nation und aus allen Sprachen; sie standen vor dem Thron und vor dem Lamm, angetan mit weißen Gewändern und mit Palmen in den Händen. Sie riefen mit lauter Stimme: ‘Das Heil unserem Gott, der auf dem Throne sitzt, und dem Lamme!’ … Da wandte sich einer von den Ältesten an mich und fragte: ‘Wer sind denn diese in ihren weißen Gewändern? Woher sind sie gekommen?’ Ich entgegnete ihm: ‘Mein Herr, du weißt es.” Und er sagte zu mir: ‘Es sind jene, die aus der großen Drangsal kommen; sie wuschen ihre Kleider und reinigten sich im Blute des Lammes. Darum sind sie vor dem Throne Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel, und der auf dem Thron sitzt, wird über ihnen wohnen.” (Offb. 7,9-15)

Die Heiligen Gottes, zu denen wir hingetreten sind, und die wir hier nicht tot, sondern lebendig sehen, haben zu ihren irdischen Lebzeiten ihre Kleider gewaschen und sich im Blute des Lammes gereinigt, d.h. sich bis zur Vollendung geheiligt, weshalb sie in Hebr 12,23 als “Geister der vollendeten Gerechten” bezeichnet werden. Von dieser Vollendung sind die besagten Protestanten aufgrund ihrer fleischlichen Gesinnung, in welcher sie für Gottes Heilige nur Hohn und Spott übrig haben, sehr weit entfernt!

Wir Katholiken wollen ihnen hingegen weiterhin die ihnen zustehende Ehre und Verherrlichung zukommen lassen, wie wir es von Anfang an getan haben:

Als Vorbild für das geduldige Ertragen des Leidens nehmt euch, Brüder, die Propheten, die im Namen des Herrn geredet haben. Seht, selig preisen wir sie, die geduldig ausgeharrt haben. Von der Geduld Hiobs habt ihr gehört und das Ende gesehen, das der Herr ihm bereitet hat; weil der Herr voll Erbarmen ist und voller Mitleid.”

Während sie von uns glücklich gepriesen werden, werden sie von jenen glücklich beschimpft – als “Götzen”, “Sünder”, “Ungerechte”, “Tote”, “irgendwelche Tote” und “irgendwelche Leute”!

Besonders unser hl. Hiob wird hier im Jakobusbrief unter den alttestamentlichen Heiligen hervorgehoben, und zwar deshalb, weil er sich in seiner Liebe zu Gott und zu seiner Verherrlichung über seine leidvolle Prüfungszeit hinaus bis zu seinem irdischen Ableben gänzlich vor der Befleckung der Sünde bewahrt hat. Er ist einer der unzähligen Heiligen Gottes, den wir Katholiken aus diesem Grund sehr lieben, verehren, erheben und glücklich preisen, während ihn besagte Protestanten zusammen mit den anderen Heiligen erniedrigen und klein und gering und bedeutungslos machen und unter sich Sünder stellen, und ihn als “Götzen”, “Sünder”, “irgendwelche Leute” und “Tote” beschimpfen und damit Seinen Gott schmähen und Ihn als “Gott von Toten” beschimpfen.

Somit beten diese Leute nicht den Gott von Lebendigen an, sondern den Gott von Toten, womit sie selbst bezeugen, dass sie nicht an Jesus Christus glauben, der den “Gott von Lebendigen” verkündet hat, sondern an einen anderen Jesus, einen Phantasie-Jesus, der einen Gott von Toten verkündet habe. Ist dann klar, dass diese Leute von der christlichen Heiligenverehrung als von einem “Totenkult” sprechen: Weil sie ihren Gott, den Gott des Todes, für Gott halten, der aber der Gott von Lebendigen ist.

Ihnen zufolge betreiben wir also einen “Kult um Tote” – die Verehrung von Toten, z.B. Abrahams oder Hiobs, welche den Gott des Todes als ihren Gott hätten, während wir Jesus Christus zufolge einen “Kult um Lebendige” betreiben – die Verehrung seiner Heiligen.

Hier stehen sich also zwei Positionen gegenüber, die Position dieser Protestanten, die Gottes Heilige, z.B. Abraham oder Hiob, als Tote beschimpfen, und Jesus Christus, der sie als Lebendige ehrt!

Wer also von den Heiligen Gottes als von “Toten” und von der Heiligenverehrung als von einem “Totenkult “spricht, ist somit gegen Jesus Christus positioniert! Da nützt auch kein Name “Jesus Christus” im Munde, denn dieser Jesus ist nicht der Verkünder des Gottes von Lebendigen, sondern des Gottes von Toten! 

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