Frauenweihe?

Diakonatsweihe für Frauen?

Unter Papst Franziskus fühlen sich die Modernisten und Liberalen im Aufschwung begriffen, und versuchen daher nonstop unter dem Deckmantel der Barmherzigkeit antikatholische Praktiken in der Kirche anzustreben und einzuführen, so z.B. die Weihe von Frauen zu Diakoninnen. Letztlich wird das Priestertum der Frau angestrebt, dann die Bischofsweihe. Die Angleichung an die Welt greift um sich, mehr als je zuvor seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil. So schrieb vor Jahren ein Modernist in einem katholischen Internetforum, dass die Bibel beweisen würde, dass es in der frühen Kirche zur Zeit der Apostel geweihte Diakoninnen gegeben hätte, da sie in Röm 16,1 eine solche bezeichnen würde:

Ich empfehle euch unsere Schwester Phöbe, Diakonin der Gemeinde von Kenchreä”

Natürlich können Modernisten und Liberale mit diesem Betrug Bibelunkundige täuschen, aber nicht die Bibelkundigen. Der Betrug beginnt hier nämlich damit, dass das in Röm 16,1 geschriebene griechische Wort „diakonon“ mit „Diakonin“ im heutzutage gemeinten Sinn übersetzt wird. Damit will man auf betrügerische Weise suggerieren, dass der Apostel Paulus diesen Begriff im heutigen Sinn verwendet und somit eine geweihte Diakonin gemeint hätte. Dieses griechische Wort bedeutetete jedoch einfach nur „Dienierin“ (der Gemeinde von Kenchreä). Darüber, dass diese Dienerin (Phöbe) geweiht gewesen wäre, steht im Neuen Testament nichts. Das wird von Modernisten und Liberalen der Heiligen Schrift einfach gedanklich hinzugefügt (vgl. Offb 22,18). Jesus sagte, was die christliche Dienerschaft betrifft:

Ihr wisst, dass die Herrscher der Völker den Herren spielen über sie und die Großen sie ihre Macht spüren lassen. Nicht so soll es sein unter euch; sondern wer groß sein will unter euch, der sei euer Diener (diakonos), und wer der Erste sein will, der sei euer Knecht, so, wie der Menschensohn nicht gekommen ist, sich bedienen zu lassen, sondern zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösepreis für viele.” (Mt. 21,25-28)

Nach diesen Worten soll jeder gläubige Christ Diener (diakonos) des anderen sein. Das ist das allgemeine Diakonat der Gläubigen, welchem „unsere Schwester Phöbe“ in ganz besonderer Weise nachging, indem sie der Gemeinde von Kenchreä auf besondere Weise gedient hat. Ihr Dienst könnte beispielsweise darin bestanden haben, dass sie ihr Haus zur Feier der Heiligen Messe und zu Glaubens- und Gebetszusammenkünften zur Verfügung stellte, da es damals noch keine Kirchen und kirchlichen Einrichtungen gab. Dass Phöbe geweihte Diakonin gewesen sei, ist somit modernistische Phantasie. Das wird noch wie folgt biblisch belegt: Obwohl nach den Worten des Herrn alle Christen diakonos sein sollen, wurden nach Apg 6,1-6 von diesen diakonos ausschließlich Männer für das besondere, geweihte Diakonat angefordert, nicht auch Frauen:

Als in jenen Tagen die Zahl der Jünger anwuchs, kam es zu Beschwerden der Hellenisten über die Hebräer, weil bei der täglichen Versorgung ihre Witwen zurückgesetzt wurden. Da riefen die Zwölf die ganze Jüngerschaft zusammen und sprachen: “Es geht nicht an, dass wir das Wort Gottes hintansetzen und den Dienst (diakonein) für die Tische übernehmen. Darum, Brüder, sucht unter euch sieben Männer aus, die ein gutes Zeugnis haben, erfüllt sind von Geist und Weisheit; die werden wir bestellen für diese Aufgabe.” (Apg. 6,1-3)

Und alsdann fand die Diakonatsweihe der ausgesuchten Männer statt:

Dieser Vorschlag gefiel der ganzen Versammlung, und sie wählten Stephanus …, Philippus, Prochorus, Nikanor, Timon, Parmenas, und Nikolaus … Die stellten sie den Aposteln vor, und diese beteten und legten ihnen die Hände auf.” (Apg. 6,5-6)

Demzufolge gibt es ungeweihte diakonos und geweihte diakonos. Der Bibel zufolge gibt es unter den ungeweihten diakonos Männer und Frauen, und unter den geweihten diakonos ausschließlich Männer. Dies wird obendrauf im ersten Timotheusbrief unterstrichen:

Die Diakone sollen eines einzigen Weibes Mann sein und in rechter Weise Vorgesetzte sein den Kindern und dem eigenen Hause.” (1 Tim. 3,12)

Folglich war “unsere Schwester Phöbe” keine geweihte Diakonin, sondern eine ungeweihte, eine Frau, die in der Kirche das allgemeine Diakonat der Gläubigen in besonderer Weise praktizierte, indem sie der Gemeinde von Kenchräa diente.

Demzufolge kann die katholische Kirche auch heute keine Frauen zu Diakoninnen weihen, weil dies nicht in ihrer Vollmacht steht. Sie muss so handeln, wie die Apostel, indem sie, wie sie, nur Männer zur Diakonatsweihe zulässt. Dies wird sich daher in der Kirche auch niemals ändern, und damit werden die Modernisten und Liberalen klar kommen müssen! Würden sich deutsche Bischöfe darüber hinwegsetzen und Diakoninnen weihen, dann befänden sie sich in einem Schisma.

 

Priesterweihe für Frauen?

Genauso wie die Diakonenweihe wird von Modernisten und den Liberalen in der Kirche auch das Frauenpriestertum angestrebt. Dass sie dafür Bibelstellen bemühen würden, ist mir nicht bekannt, zumal das auch nicht ginge, weil die Bibel weder im Alten noch im Neuen Testament das Frauenpriestertum kennt. Im Alten Bund hat Gott gemäß den mosaischen Gesetzesbüchern ausschließlich Männer zu Priestern erwählt, nicht auch Frauen:

Lass deinen Bruder Aaron und seine Söhne aus der Reihe der Israeliten (Frauen und Männer) zu dir kommen; als Priester soll er mir dienen, also Aaron, Nadab und Abihu, Eleasar und Itamar, die Söhne Aarons.” (2 Mo. 28,1)

Das ist die typologische Vorausbezeichnung des Männerpriestertums im Neuen Bund, das Christus beim letzten Abendmahl eingesetzt hat, als er das Heilige Messopfer einsetzte:

Als es Abend geworden war, ließ er sich mit den Zwölfen zu Tische nieder … Während sie nun aßen, nahm Jesus Brot, sprach den Segen, brach es und gab den Jüngern mit den Worten: ‘Nehmt hin und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis.’ Und er nahm einen Kelch, sagte Dank, gab ihnen und sprach: ‘Trinkt alle daraus, denn dies ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Tut dies, sooft ihr davon trinkt, zu meinem Gedächtnis.”

Christus wirkte, als er hier das Heilige Messopfer einsetzte und zelebrierte, als Priester, der er nach Hebr 2,17 ist. Und da er, der Priester, zu seinen Aposteln sagte: “Tut dies zu meinem Gedächtnis.” und: “Tut dies, sooft ihr davon trinkt, zu meinem Gedächtnis.”, setzte er sie zum Altardienst ein, d.h. zu Priestern, also nur Männer, keine Frauen darunter!

Aus diesem Grund, weil Christus nur Männer zum Altardienst, zu Priestern, einsetzte, und keine Frauen, tut seine Kirche es ihm in seiner Nachfolge gleich. Sie kann als die Kirche des Herrn Jesus Christus keine Frauen zu Priesterinnen weihen, weil es Christus, ihr Herr, nicht getan hat. Sie kann und darf nicht etwas anderes tun, als das, was Christus, ihr Herr, getan hat. Sie hat von ihm, ihrem Herrn, keine Vollmacht dazu bekommen! Modernisten und die Liberalen hingegen erheben sich über den Herrn, indem sie es anders tun wollen, als er, womit sie sich als Antichristen entpuppen.

Es hat nun einen Grund, warum Gott sowohl im Alten wie auch im Neuen Bund nur Männer zum besonderen Priestertum vorsieht, und zwar nicht, weil er frauenfeindlich wäre, sondern weil gemäß seinem Wort Röm 5,18-19 durch Adam, den Mann, die Sünde in die Welt kam, und nicht durch Eva, die Frau! Aus diesem Grund musste die zweite göttliche Person Mann werden, um das wieder gutzumachen, was Adam, der Mann, verbrochen hat. So ist denn Christus, der neue Adam, der Mann, Opfer und Priester zugleich, um alles wieder gut zu machen, was Adam, der Mann, verbockt hat. Und in ihm, dem neuen Adam, dem Mann, können daher in seiner Nachfolge nur Männer Priester werden, und nicht auch Frauen, da nicht durch die Frau die Sünde in die Welt kam, sondern durch den Mann. Wäre die Sünde durch Eva, die Frau, in die Welt gekommen, dann wäre die zweite göttliche Person Frau geworden, und es gäbe dann nur Frauen im Priesteramt, nicht Männer.

Wer also nach dem Frauenpriestertum verlangt, der diskriminiert die Frau, da die Frau für den Einzug der Sünde in die Welt nicht verantwortlich ist, man sie aber wissentlich oder unwissentlich dafür verantwortlich macht.

 

Bischofsweihe für Frauen?

Aus besagtem Grund können auch, was das Bischofsamt betrifft, nur Männer dieses Amt ausführen, um in Christus, dem Mann, das, was der Mann verbrochen hat, wieder gut zu machen. Deshalb hat Christus zu seiner Nachfolge nur Männer für das Apostel- bzw. Bischofsamt erwählt, keine Frauen:

Er rief seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Gewalt über die unreinen Geister, um sie auszutreiben und jede Krankheit zu heilen und jedes Gebrechen. Die Namen der zwölf Apostel sind diese: Als erster Simon, genannt Petrus, und Andreas, sein Bruder; Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und Johannes, sein Bruder; Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner; Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus; Simon, der Kananäer, und Judas, der Iskariote, der ihn jedoch verriet.” (Mt. 10,1-4)

Da also Christus aus besagtem Grund für das Bischofsamt, das nach Apg 1,20 das Apostelamt ist, ausschließlich Männer erwählte, kann seine Kirche, die ihm untersteht, das nicht anders machen. Ihr Herr ist Christus, dem sie zu folgen hat, und nicht irgendwelche dahergelaufenen modernistischen und liberalen Streuner mit ihren frauenfeindlichen Phantasien, mit denen sie das Werk Christi zu zerstören suchen. Etwas anderes, als das, was Christus getan hat, konnte daher auch Papst Petrus nicht tun, weshalb er zur Apostelwahl nur Männer als Kandidaten aufstellen konnte:

So muss denn aus den Männern (nicht auch Frauen!), die mit uns zusammen waren in der ganzen Zeit, da der Herr Jesus ein- und ausging unter uns, von der Taufe des Johannes an bis zu dem Tag, da er von uns weg aufgenommen wurde, einer mit uns Zeuge seiner Auferstehung werden, und zwar einer von diesen hier.’ Sie stellten zwei vor; Joseph, genannt Barsabbas, mit dem Beinamen Justus, und Matthias.” (Apg. 1,21-23)

Frauen, wie z.B. Maria Magdalena, waren also als Wahlkandidaten ausgeschlossen, da sich der Papst an Christus, seinem Herrn, halten musste. Dasselbe betrifft den Apostel Paulus, der unter dem Papst stand, als er an Bischof Timotheus schrieb:

Glaubhaft ist das Wort: Wer nach einem Bischofsamte strebt, begehrt eine erhabene Aufgabe. Der Bischof soll … eines einzigen Weibes Mann … sein …” (1 Tim. 3,1-3)

Frauen kamen also für das Bischofsamt nicht in Frage. Und daran hält sich die katholische Kirche bis heute und wird es bis zum Ende der Tage weiterhin tun!

Zudem gab Christus den Aposteln nach Apg. 1,2 einen Auftrag, dem gemäß sie zu handeln hatten: Nur Männer für das Diakonat, nur Männer für das Priesteramt und nur Männer für das Apostel- bzw. Bischofsamt, eben weil nicht durch die Frau die Sünde in die Welt kam, sondern durch den Mann, und die zweite göttliche Person daher als Mann in die Welt kam, um das wieder gut zu machen, was der Mann, nicht die Frau, verbrochen hat!

 

Gab es Apostelinnen (Bischöfinnen)?

In ihrer Frauenfeindlichkeit, wonach die Frau für das Unheil in der Welt verantwortlich sei, und nicht der Mann, versuchen Modernisten und die Liberalen das Werk Christi nun dadurch zu zerstören, dass sie sagen, dass es in der frühen Kirche Apostelinnen gegeben habe. Dies würde das 16. Kapitel des Römerbriefes belegen:

1. “Grüßt Prisca und Aquila, meine Mitarbeiter in Christus Jesus; sie haben für mein Leben ihre Nacken dreingesetzt; ihnen schulde nicht nur ich Dank, sondern auch alle Gemeinden der Heiden. Grüßt auch ihre Hausgemeinde.” (Röm. 16,3-5)

2. “Grüßt Andronikus und Junias, meine Verwandten und Migefangenen; ihr Ansehen ist groß unter den Aposteln …” (Röm. 16,7)

Zu 1

a) Bei Prisca und Aquila soll es sich um Frauen gehandelt haben. Doch nach Apg 18,2 waren Aquila (Mann) und Prisca (Frau) ein Ehepaar, das aus Rom geflüchtet war und schließlich in Korinth lebte.

b) Dass es sich bei den Beiden um Apostel (Bischöfe) gehandelt hätte, geht aus dem Text nicht hervor, auch aus den übrigen biblischen Texten, in denen sie bezeugt werden. Sie waren gemäß Apg 18 Paulus’ Mitarbeiter, die ihn auf seinen missionarischen Reisen begleitet hatten und ihn auch darüber hinaus unterstützten. Nach Apg 18,26 war das Ehepaar katechetisch tätig. In Rom hatten sie gemäß Röm 16,5 eine Hausgemeinde, d.h. sie stellten ihr Haus für Gläubige aus der Kirchengemeinde Roms für Glaubens- und Gebetszusammenkünfte zur Verfügung, und vielleicht auch zur Zelebrierung der Heiligen Messe.

Zu 2

Es wird behauptet, dass es sich bei “iounian” nicht um “Junias” (männlich), sondern um “Junia” (weiblich) gehandelt habe, die “unter den Aposteln” in großem Ansehen gestanden habe. “Iounian” sei also eine Apostelin gewesen. Demnach sei sie, entgegen Christus (Mt. 10,1-4) und den Aposteln (Apg. 1,21-23) zur Apostelin bzw. Bischöfin und somit zur Priesterin geweiht worden. Die Wahrheit ist, dass rein textlich gesehen, die griechische Akkusativform “iounian” sowohl weiblich als auch männlich aufgefasst werden kann. Auch ist textlich gesehen nicht klar ob “en tois apostolois” mit unter den Aposteln” oder bei den Aposteln” zu übersetzen wäre. Auch ist nichteinmal klar, ob “Apostel” hier im engeren oder im weiteren Sinn gemeint ist, d.h. ob Personen gemeint sind, die ein den 12 Aposteln gleichwertiges Apostelamt innehatten, wie Paulus, oder ob Personen gemeint sind, die einfach einen öffentlichkeitsrelevanten Dienst getan haben. Im letzteren Sinn ist z.B. die hl. Schwester Faustyna auch eine Apostelin, und zwar die Apostelin der Göttlichen Barmherzigkeit.

Legen wir die biblische Tatsache zugrunde, dass Christus nur Männer zu Aposteln erwählte (Mt 10,1-4) und der Papst gemäß dem Auftrag Christi nur Männer als Wahlkandidaten zum Apostelamt aufstellte (Apg 1,2.21-23), was ja aus theologischen Gründen anders gar nicht möglich war, weil nicht durch die Frau die Sünde und Tod in die Welt kamen, sondern durch den Mann, sowie die Tatsache, dass der Apostel Paulus es Frauen verbietet, öffentlich in der Gemeinde zu lehren, und er nach 1 Tim 3,1-3 nur Männer als Bischöfe zur Option stellt, dann handelte es sich bei “iounian” auf keinen Fall um eine Apostelin, die ein den 12 Aposteln gleichwertiges Apostelamt innegehabt hätte, wie Paulus. Sollte “iounian” tatsächlich eine Frau gewesen sein, dann ist sie höchstens einer bloßen Missions- und Evangelisationsarbeit nachgegangen, wie Prisca, mehr aber auch nicht.

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