Filioque-Streit | Wer hat Recht?

DAS FILIOQUE


 

Das Filioque ist ein lateinischer Zusatz zur Erklärung des Glaubensbekenntnisses von Nizäa-Konstantinopel über den Hervorgang des Heiligen Geistes, der in der ursprünglichen Fassung von 381 nicht enthalten ist. In der westlichen Kirche wird er jedoch seit dem 5. Jahrhundert in trinitätstheologischen Formulierungen verwendet, genießt seit dem 13. Jahrhundert sogar dogmatischen Rang und wird heute von römisch-katholischen und evangelischen Christen bekannt; die alt-katholischen Kirchen lehnen den Filioque-Zusatz dagegen ab. Das Filioque ist neben dem Papstprimat der wichtigste theologische Streitpunkt, der eine Wiedervereinigung der römisch-katholischen Kirche und der orthodoxen Kirchen nach deren fast tausendjährigem Schisma verhindert.
Quelle: Wikipedia.de



UM WAS GEHT ES GENAU?


 

Filioque bedeutet „und (aus) dem Sohn“. Konkret handelt es sich um folgende Stelle:

„[…] et in Spiritum Sanctum,
Dominum et vivificantem,
qui ex Patre Filioque procedit […]“

„[…] und [wir glauben] an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht […]“

Im griechischen Urtext, heißt es jedoch nur:

„[…] καὶ εἰς τὸ Πνεῦμα τὸ Ἅγιον,
τὸ κύριον, τὸ ζωοποιόν,
τὸ ἐκ τοῦ Πατρὸς ἐκπορευόμενον […]“

„[…] und an den Heiligen Geist,
den Herrn, den Lebendigmacher,
der aus dem Vater hervorgeht […]“

 

DIE BEGRÜNDUNG


Der hl. Geist geht aus dem Vater und dem Sohn als einem einzigen Prinzip durch eine einzige Hauchung hervor. -Begründung aus der hl. Schrift. 1. Der hl.Geist ist nach der Lehre der hl.Schrift nicht bloß der Geist des Vaters (Mt 10,20 : Der Geist eures Vaters ist es,der in euch redet.. vgl. Joh 15,26 ; 1 Kor 2,11f), sondern auch der Geist des Sohnes (Gal 4,6 : Gott sandte den Geist seines Sohnes in eure Herzen. ), der Geist Jesu (Apg 16,7: der Geist Jesu gestattete es ihnen nicht.), der Geist Christi (Röm 8,9: Wenn aber jemand den Geist Christi nicht hat,so gehört er ihm nicht an.),Der Geist Jesu Christi (Phil 1,19: durch die Hilfeleistung des Geistes Jesu Christi ). Wenn die Bezeichnung GEIST DES VATERS eine Ursprungsbeziehung zum Vater ausdrückt, wie auch die Griechen zugeben,dann muss in analoger Weise auch die Beziehung GEIST DES SOHNES eine Ursprungsbeziehung zum Sohn ausdrücken. 2. Der hl.Geist wird nicht bloß vom Vater (Joh 14,16-26), sondern auch vom Sohn gesandt. Joh 16,7; Lk 24,49; Joh 20,22. Die Sendung nach außen ist gewissermaßen die Fortsetzung des ewigen Hervorgangs in der Zeit. Aus der Sendung kann man darum auf den ewigen Hervorgang schließen. Dem Senden entspricht das ewige Hervorbringen, dem Gesandtwerden das ewige Hervorgebrachtwerden. Da nach dem Zeugnis der hl.Schrift der hl.Geist vom Vater und dem Sohn gesandt wird,so ist daraus zu folgern,dass er vom Vater und vom Sohn hervorgebracht wird. 3. Der hl.Geist empfängt sein Wissen vom Sohn. Joh 16,13f: Alles,was er hört,wird er reden… jener wird mich verherrlichen; denn er wird aus dem Meiningen nehmen und es euch verkünden.” Das hören und empfangen des Wissens kann bei einer göttlichen Person nur so verstanden werden,dass sie das göttliche wissen und sie damit identische göttliche Wesenheit von Ewigkeit her von einer anderen göttlichen Person durch Wesensmitteilung empfängt. Da der hl.Geist sein Wissen vom Sohn empfängt,muss er vom Sohn ausgehen,wie der Sohn, der sein Wissen vom Vater empfängt (Joh 8,22f),vom Vater ausgeht. Der hl. Augustin bemerkt zu der stelle:” von jenem wird er es hören,von dem er ausgeht. Hören ist für ihn Wissen, Wissen aber Sein ” (in Ioan. Tr.99,4) Das der hl.Geist vom Vater und vom Sohn wie von einem einzigen Prinzip und durch eine einzige Hauchung ausgeht, ergibt sich aus Joh 16,15:,, Alles,was der Vater hat, ist mein,, Wenn der Sohn auf Grund seiner ewigen Zeugung vom Vater alles besitzt, was der Vater der besitzt, ausgenommen die Vaterschaft und die Ursprunglosigkeit, welche nicht mittelbar sind, dann muss er auch die Hauchungkraft und damit das Prinzipsein in bezug auf den hl.Geist besitzen. Der hl. Thomas von Aquin führt in seiner Summa Theologicae I. an.. Der heilige Geist geht vom Sohne aus. 

“Und er zeigte mir einen Strom mit dem Wasser des Lebens, schimmernd wie Kristall, der vom Throne Gottes und des Lammes hervorkam. In der Mitte ihres Platzes und des Stromes zu seinen beiden Seiten steht ein Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte trägt, jeden Monat gibt er seine Frucht, die Blätter des Baumes aber dienen zur Heilung der Völker.”


Offb 22:1-2

Was symbolisiert das “Wasser des Lebens“? Den Heiligen Geist!

Menü