Fegfeuerlehre in der Bibel

Die Lehre vom Fegefeuer ist seit Apostelzeiten an in der katholischen Kirche von Generation zu Generation mündlich überliefert, ist daher Teil der christlichen Lehre und findet sich daher auch im Neuen Testament – “daher” deshalb, weil das Neue Testament von Katholiken geschrieben wurde und daher einen kleinen Teil der mündlichen Überlieferung, der kirchlichen Tradition, wiedergibt. Und so wird uns vom Katholiken Matthäus mitgeteilt, was Jesus Christus selbst über das Fegfeuer als Ort gesagt hat:

“Verständige dich mit deinem Gegner ohne Zögern, solange du noch mit ihm auf dem Weg bist, damit dich nicht der Gegner dem Richter und der Richter dem Gerichtsdiener übergibt und du in den Kerker geworfen wirst. Wahrlich, du kommst nicht heraus von dort, bis du den letzten Heller bezahlt hast.” (Mt. 5,25-26)

Hier spricht Christus vom persönlichen Gericht, das direkt nach dem Ableben erfolgt. Der Richter ist Gott, und die Gerichtsdiener sind Engel, die Gott als dem Richter dienen. Es gibt im Himmel also Engel, die von Gott zum Gerichtsdienst bestimmt sind. Christus lehrt uns, dass wir Menschen nach unserem Ableben vor Gott, den Richter, treten, der über uns und unsere Taten richten wird. Ein Teil der Seelen, so der Herr, würde von Gott so gerichtet werden, dass sie von Engeln “in den Kerker geworfen” werden, aus dem sie “wahrlich … nicht heraus” kommen, als bis sie “den letzten Heller bezahlt” haben, also bis sie dort ihre Sünden abgebüßt haben.

Es ist also nicht der Himmel, da man dort ja nichts mehr abzahlt. Eine Hölle kann jedoch auch nicht gemeint sein, da man aus ihr ja nicht mehr heraus kommt. Christus suggeriert hier aber ganz klar, dass man schon noch aus diesem Kerker heraus kommt – zwar nicht bevor man alles bezahlt hat, aber letztlich eben schon!

Der Herr spricht hier also von einem Kerker-Ort im Jenseits, aus dem die gerichtete Seele nach der abgebüßten Gefängnisstrafe wieder heraus kommt, um dann in die ewige Freiheit, in den Himmel, entlassen zu werden. Christus spricht hier also nicht von der Hölle, weil man, anders als aus jenem Kerker-Ort, aus der Hölle ewig nicht heraus kommt (vgl. Jud. 6.7). Und genau diesen vom Herrn genannten Kerker-Ort in der geistigen Welt, aus dem die dort verweilenden Seelen wieder herauskommen, und den die Protestanten willkürlich leugnen und somit von der christlichen Lehre abweichen, bezeichnet die Kirche “Fegfeuer”, “Reinigungsort” und “Läuterungsort”.

Während unser Herr Jesus Christus vom Fegfeuer als dem Ort der vorübergehenden Gefängnisstrafe spricht, spricht der hl. Apostel Paulus vom Wesen dieses geistigen Ortes:

“Einen andern Grund kann zwar niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. So aber jemand auf diesen Grund bauet Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stoppeln, so wird eines jeglichen Werk offenbar werden; der Tag wird‘s klar machen. Denn es wird durchs Feuer offenbar werden, und welcherlei eines jeglichen Werk sei, wird das Feuer bewähren. Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebauet hat, so wird er Lohn empfangen. Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, aber so wie durchs Feuer.” (1 Kor. 3,11-15)

Paulus spricht hier vom “Tag”. Das ist die damalige Kurzform von “Tag des Herrn”, womit in biblischen Zeiten der Gerichtstag bezeichnet wurde. Im Kontext bezeichnet “Tag” an dieser Stelle den persönlichen Gerichtstag nach dem Ableben, bei dem, so Paulus, jeder Einzelne, der auf Christus “Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stoppeln” gebaut hat, also in der heiligmachenden Gnade gestorben ist, von Gott, dem Richter, ob seiner Werke gerichtet wird. Paulus erklärt weiter:

“Wird .. jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, aber so wie durchs Feuer.”

Der von Gott, dem Richter, gerichtete gestorbene Christ, der auf Christus “Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stoppeln” gebaut hat, wird also zwar gerettet, weil er in der heiligmachenden Gnade von dieser Welt geschieden ist, aber Schaden erleiden, indem er gerettet wird “wie durchs Feuer”. Das ist das Fegfeuer, durch das eine von Gott gerichtete Seele nach dem Ableben hindurchgehen muss, um gereinigt und so für den Himmel, in den nichts Unreines hinein kann, bereitet zu werden.

Als der hl. Apostel Paulus in seinem von mir oben zitierten Korinther-Text die Fegfeuerlehre eingebracht hat, wurde sie ihm, als er diese Zeilen schrieb, nicht soeben eingegeben, so als ob diese Lehre den anderen Aposteln und Christen bis dahin unbekannt gewesen wäre, sondern er gab hier lediglich nur das wieder, was schon allen Christen damals bekannt war, also was zuvor schon Lehre der Kirche war. Hier zeigt sich, dass die Urkirche keine protestantische, ohne Fegfeuerlehre, war, sondern eine katholische, mit Fegefeuerlehre. Paulus brachte die kirchliche Lehre vom Fegfeuer in seinem Brief nur deshalb ein, um den Katholiken in Korinth nochmal ausdrücklich bewusst zu machen, dass der noch unvollendete Christ wird durch’s Fegfeuer hindurch müssen.

Während also nach Mt. 5,25-26 Christus von der Örtlichkeit des Fegfeuers spricht, spricht der Apostel Paulus vom Wesen dieses Ortes. In diesem Kerker-Ort, dem Fegfeuer, geht man “wie durchs Feuer”, und erleidet dadurch Schaden, von dem Paulus spricht.

Die katholische Kirche hält als Pfeiler und Fundament der Wahrheit weiterhin an dieser christlichen Lehre fest, während die Protestanten diese christliche Lehre ablehnen. Das heißt, dass sie die christliche Lehre nicht besitzen, denn fehlt in der Lehre auch nur ein einziges Element, so ist diese Lehre nicht mehr die christliche, die von Gott geoffenbarte. Vertritt somit jemand eine solche Lehre, so ist er, weil er die christliche Lehre nicht hat, kein wirklicher Christ:

“Seht euch vor, dass ihr nicht verliert, was ihr erarbeitet habt, sondern vollen Lohn empfangt! Jeder, der davon abgeht und nicht in der Lehre Christi bleibt, hat Gott nicht. Wer in der Lehre bleibt, der hat den Vater und den Sohn.” (2 Joh. 8-9)

Wer also die christliche Lehre hat, natürlich die ganze, wie wir Katholiken, der hat den Vater und den Sohn, also Gott; wer aber, wie die Protestanten, nicht in der Lehre, natürlich der ganzen, bleibt, sondern von ihr abgeht, der hat Gott, den Vater und den Sohn, nicht. Und da derjenige den Sohn, der zum Vater führt, nicht hat, so ist dieser kein wirklicher Christ. Somit sind die Protestanten, weil sie unter anderem die Fegfeuerlehre als Teil der christlichen Lehre leugnen und so von der christlichen Lehre abgehen, keine wirklichen Christen!

Doch zurück zum Thema:

“Wie durch’s Feuer”

Protestanten wenden ein, um nicht ans Fegefeuer zu glauben, dass es bei Paulus ausdrücklich “wie durch’s Feuer” heißt, und nicht “durch’s Feuer”, so dass bei dieser Vorgangsbeschreibung Feuer nicht buchstäblich an dem gläubigen Verstorbenen zerren würde. Es gäbe daher für keinen Gläubigen nach dem Tode eine vorübergehende Feuerstrafe, also keine Strafe in einem Fegfeuer, welches die katholische Kirche gedanklich konstruiert habe. Das ist Unfug, welcher zeigt, dass die Protestanten nichts von der Bibel verstehen.

Wenn der hl. Apostel Paulus in seinem Text von wie durch’s Feuer” spricht, dann ist das dem biblischen Sprachgebrauch nach gleichbedeutend mit “durch’s Feuer”. Um nur ein Beispiel als Beleg zu nennen:

Im Philipperbrief heißt es über Christus:

“… wurde … im Äußern erfunden wie ein Mensch.” (Phil. 2,7)

Obwohl Christus “im Äußern erfunden” wurde “wie ein Mensch, war er doch ein Mensch:

“… der Mensch Christus Jesus …” (1 Tim. 2,5)

Wenn also Paulus von wie durch’s Feuer” spricht, dann ist das gemäß dem biblischen Sprachgebrauch gleichbedeutend mit “durch’s Feuer”. Das heißt: Der verstorbene unvollendete Christ geht nach seinem Ableben “durch’s Feuer”, um gerettet zu werden, d.h. um ins ewige Leben einzugehen!

Keine Ortsangabe

Des Weiteren wenden Protestanten, was den eingangs zitierten Korinthertext betrifft, ein, dass dort keine Ortsangabe genannt würde. Es würde also zwar vom Schadenerleiden gesprochen, und von einer Hindurchrettung “wie durch’s Feuer”, aber ein Ort würde nicht genannt werden. Folglich gäbe es kein Purgatorium.

Hier wird also die Nichterwähnung eines Ortes als Verneinung eines Ortes begriffen. Nach dieser protestantischen Bibelinterpretationsweise dürfte dann Maria, die Gottesmutter, nie empfangen und geboren worden und nie gestorben sein, weil die Bibel nirgendwo von ihrer Empfängnis und Geburt und ebenso wenig von ihrem Tod spricht. Dieser protestantischen Bibelinterpretationsweise zufolge ist Maria eine Göttin. Der Protestantismus argumentiert sich einen wahren Irrsinn zusammen!

Wir stellen also fest: Die Bibel sagt an dieser Stelle weder, dass es für das Schadenerleiden und für die Hindurchrettung durch’s Feuer keinen Ort gäbe, noch, dass es einen gäbe. Sie lässt diesen Sachverhalt buchstäblich offen. Dennoch lässt die besagte Korinther-Stelle die Annahme nicht zu, dass Paulus an keinen besonderen jenseitigen Ort gedacht hätte, wenn er vom Schadenerleiden und von einer Hindurchrettung “wie durch’s Feuer” spricht. Denn der jeweilige betroffene Verstorbene wird sich schließlich an irgend einem jenseitigen Ort befinden, an dem er den Schaden erleidet und “wie durch’s Feuer” hindurchgerettet wird. Und dieser Ort ist weder der Himmel, noch die Hölle. Es gibt also außerhalb des Himmels und außerhalb der Hölle einen Ort, an dem der in Christus Gerettete durch’s Feuer gerettet wird und Schaden erleidet. Und dieser Ort ist jener Kerker-Ort, den Christus genannt hat, das Purgatorium!

Paulus nimmt an, dass der verstorbene Onesiphorus noch nicht im Himmel ist

In 2 Tim. 1,16-18 spricht der hl. Apostel Paulus von einem verstorbenen Christen namens Onesiphorus. Ihm, dem Verstorbenen, wünscht er:

“Der Herr lasse ihn Erbarmen finden vor dem Herrn an jenem Tage!” (1,18)

Bei “jenem Tage” handelt es sich um den Tag des Jüngsten Gerichts. Paulus wünscht dem Verstorbenen, dass dieser am Tag des Jüngsten Gericht vor dem Herrn, dem Richter, Erbarmen findet. Paulus geht also davon aus, dass sich der Verstorbene noch nicht im Himmel befindet, da jener sonst beim Jüngsten Gericht Erbarmen finden würde. Paulus geht aber auch nicht davon aus, dass sich der Verstorbene in der Hölle befindet, da er ihm das Erbarmen sonst nicht hätte wünschen können, da man aus der Hölle ewig nicht herauskommt. Das heißt: Paulus’ ging davon aus, dass sich der Verstorbene außerhalb der Hölle und außerhalb des Himmels befindet, also an einem Ort, an dem er für den Himmel bereitet wird. In Verbindung mit Mt. 5,25-26 handelt es sich dabei um den Kerker-Ort, an dem man nach 1 Kor. 3,15 durchs Feuer geht, um geläutert und so für den Himmel gereinigt und bereitet zu werden. Das ist das Purgatorium!

Vergebung in der “zukünftigen Welt”

Matthäus 12,32: “Auch dem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber etwas gegen den Heiligen Geist sagt, dem wird nicht vergeben, weder in dieser noch in der zukünftigen Welt.” (Einheitsübersetzung – Betonung hinzugefügt)

Kommentar 1
Auch diese Bibelstelle dient vielen als Hinweis auf ein Fegfeuer. Als Gegenargument wird oft verwendet, dass hier nicht von einem Fegfeuer die Rede ist. Was aber soll dieser Hinweis sonst bedeuten, dass Sünden in der zukünftigen Welt vergeben werden können, wenn es dort nicht die Möglichkeit einer Läuterung gibt?

Kommentar 2

Dieser Vers weist darauf hin, dass Sünden auch in der zukünftigen Welt vergeben werden können! Wenn jemand stirbt und in die Hölle kommt, wird ihm keine Sünde erlassen. Im Himmel gibt es nichts zu vergeben, da nichts Unreines hinein gelangt. Die einzig logische Schlussfolgerung ist daher, dass es einen dritten Ort gibt, an dem Sünden vergeben werden. Die Katholische Kirche nennt diesen Ort Fegfeuer. (Quelle: www.saintjoe.com)

Erzählt Jesus von einer Armen Seele im Fegfeuer?

Hat Jesus von einer Armen Seele im Fegfeuer gesprochen, als er die Geschichte von dem armen Lazarus und dem Reichen erzählte? Hier die Geschichte:

“Es war einmal ein reicher Mann; der kleidete sich in Purpur und feine Leinwand und hielt alle Tage glänzende Gelage. Ein Armer aber, mit Namen Lazarus, lag voller Geschwüre vor seiner Tür. Gern hätte er sich mit den Abfällen vom Tisch des Reichen gesättigt, aber niemand gab sie ihm. Sogar die Hunde kamen und leckten an seinen Geschwüren. Da starb der Arme und wurde von den Engeln in den Schoß Abrahams getragen. Aber auch der Reiche starb und wurde begraben. Als er in der Unterwelt, von Qualen gepeinigt, seine Augen erhob, sah er von fern Abraham und Lazarus auf seinem Schoß. Da rief er: >Vater Abraham! Erbarme dich meiner und sende Lazarus, damit er eine Fingerspitze ins Wasser tauche und meine Zunge kühle; denn ich leide große Qual in dieser Feuersglut. Bedenke, Kind, daß du dein Gutes in deinem Leben empfangen hast, Lazarus gleichermaßen das Schlechte. Jetzt wird er hier getröstet, du aber leidest Qualen. Zu alledem befindet sich zwischen uns und euch eine weite Kluft, so daß keiner von hier zu euch hinübergehen und keiner von dort herüberkommen kann, auch wenn er wollte. Dann bitte ich dich, Vater, sende ihn in mein Vaterhaus. Ich habe ja noch fünf Brüder, die soll er warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen. Sie haben Mose und die Propheten; auf die sollen sie hören! Nein, Vater Abraham! wenn aber einer von den Toten zu ihnen kommt, dann werden sie sich bekehren. Wenn sie nicht auf Mose und die Propheten hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht! ” (Lk. 16,19-31)

Alle Kommentaroren, deren Ausführungen ich zu dieser Geschichte gelesen habe, sind sich darüber einig, dass sich der Reiche in der Hölle befände. Gründe für diese Annahme sind die folgenden Aussagen in der Geschichte:

– “Als er in der Unterwelt, von Qualen gepeinigt, seine Augen erhob …”
– “… denn ich leide große Qual in dieser Feuersglut …”
– “… damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen …”
– (Abraham 🙂 “Zu alledem befindet sich zwischen uns und euch eine weite Kluft, so daß keiner von hier zu euch hinübergehen und keiner von dort herüberkommen kann, auch wenn er wollte.”

Die Unterwelt, die Feuersglut, die Qualen aufgrund der Feuersglut und die unüberbrückbare Kluft seien also deutliche Hinweise auf die Hölle. Doch dem ist nicht so. Denn auch der Prophet Samuel, der ein Gerechter war, befand sich nach seinem Tod in der Unterwelt, im Totenreich, weshalb ihn die Totenbeschwörerin von unten aufsteigen sah, nicht von oben (1 Sam. 28,3-14). Und Feuersglut gibt es nicht nur in der Hölle, sondern auch im Purgatorium, ebenso die Qualen, die sie verursachen (1 Kor. 3,11-15). Auch was das Fegefeuer betrifft, so können die Bewohner oberhalb des Fegefeuers nicht ins Fegefeuer und die noch zu reinigenden Bewohner des Fegfeuers nicht in den Himmel kommen. Wir sehen, so einfach ist das nicht, wie sich das manche vorstellen. Vor diesem Hintergrund bleibt es offen, ob sich der Reiche in der Hölle oder im Fegfeuer befindet. Doch für das Fegefeuer und gegen die Hölle sprechen folgende Punkte:

1.
Zunächst ist festzustellen, dass sich der Reiche liebevoll an den hl. Abraham wendet, da er ihn “Vater Abraham” nennt, und ihn um Linderung seiner Leiden bittet. Verdammte können das nicht, da sie grundsätzlich eine Abscheu gegen Gott und seine Heiligen haben und sie hassen.

2.
Abraham nennt den Reichen seinerseits liebevoll “Kind”, was ein Verdammter Christus zufolge nicht ist:
“Sie (die Pharisäer und Schriftgelehrten) antworteten ihm: ‘Unser Vater ist Abraham.’ Jesus sprach zu ihnen: ‘Wäret ihr Kinder Abrahams, würdet ihr auch Abrahams Werke tun. … Ihr tut die Werke eures Vaters.’ … ‘Ihr stammt aus dem Teufel als Vater und wollt nach den Gelüsten eures Vaters tun …” (Joh. 8,39-44)
Wäre der Reiche also Kind Satans und somit in der Hölle, dann wäre er nicht Kind Abrahams, und Abraham hätte ihn nicht mit “Kind” angeredet.

3.
Zudem empfindet der Reiche auch gegenüber seinen Brüdern Liebe und Zuneigung, da er deren Wohl wünscht, was in der Hölle nicht möglich ist, weil dort aufgrund der Gottesferne, also der Ferne von der Liebesquelle, kein Funke Liebe ist, sondern nur Hass auf alles und jeden.

Diese drei Punkte scheinen daher mit aller Deutlichkeit auf das Fegfeuer hinzuweisen, welches zur Unterwelt gehört und ebenso wie die Hölle ein Ort der Qual ist, in dem Feuersglut ist, und das für die Bewohner des Himmels unbetretbar ist.

Und so stellt sich die Frage:

Hat Jesus in dieser Geschichte von einer Armen Seele im Fegefeuer gesprochen, die von ihren lässlichen Sünden, die sie auf Erden begangen hat, gereinigt wird?

Judas Makkabäus – Seine Wohltaten für Arme Seelen

Bibel, 2 Makk. 12,38-45:

>>Judas (Makkabäus) kam nun mit seinem Heer in die Stadt Adullam. Da es gerade Wochenende war, heiligten sie sich der Sitte nach und brachten dort den Sabbat zu. Am folgenden Tag kamen die Leute des Judas … und holten sich die Leichname der in der Schlacht Gefallenen, um sie bei den Verwandten in den väterlichen Gräbern beizusetzen. Sie fanden aber bei allen Gefallenen unter den Kleidern Abbilder von den Götzen aus Jamnia, deren Gebrauch das Gesetz der Juden verbietet. Da war allen klar, dass sie wegen dieser Verfehlung gefallen waren. Alle priesen nun die Vorsehung des gerecht richtenden Herrn, der das Verborgene ans Licht bringt.

Sie wandten sich zu einem Sühnegebet und flehten, dass die geschehene Verfehlung vollkommen getilgt werden möge. … Er (Judas Makkabäus) veranstaltete unter den Kriegern eine Sammlung, die 2000 Drachmen einbrachte, und sandte sie nach Jerusalem, um ein Sündopfer darbringen zu lassen; eine Tat, die schön und ausgezeichnet war, weil er an die Auferstehung dachte. Hätte er nämlich nicht erwartet, dass die Gefallenen auferstehen, so wäre es überflüssig und töricht gewesen, für Tote zu beten. Weiter hatte er im Auge, dass jenen, die in Frömmigkeit zur Ruhe eingehen, der herrlichste Gnadenlohn aufbewahrt ist: ein heiliger und frommer Gedanke! Darum ließ er für die Gefallenen das Sühnopfer darbringen, damit sie von der Sünde erlöst würden.<<

>>>>>>>>> Beten auch Sie für die Armen Seelen im Fegefeuer, “damit sie von der Sünde erlöst würden”, wie der hl. Judas Makkabäus und seine Krieger!

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