Eucharistie in der Bibel

1 Korinther 11, 23-29

Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!
Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis!
Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.
Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn.
Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken.
Denn wer davon isst und trinkt, ohne den Leib (des HERRN) zu unterscheiden, der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt.



Lasst uns diese Verse mal genauer betrachten. Für einen Katholiken ist es mehr als nur eindeutig, dass der HERR Jesus hier die wirkliche Anwesenheit seines Leibes und Blutes, in Gestalten von Brot und Wein definiert. Das, was wir Katholiken Eucharistie nennen. Um zu sehen, wie komplex diese Verse sind und was genau dahinter steckt, werden wir das ganze einmal analysieren.

1. Korinther 11,23
Denn ich habe vom HERRN empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, …

Schauen wir uns dazu erst einmal Matthäus 26,26-28 an.

Während sie nun aßen, nahm Jesus Brot, sprach den Segen, brach es und gab es den Jüngern mit den Worten: “Nehmet hin und esset, das ist mein Leib.”
Und er nahm einen Kelch, sagte Dank, gab ihnen und sprach: “Trinket alle daraus,
denn dies ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.

Hier sehen wir, dass der HERR Jesus das Brot „mein Leib“ nennt. Den Wein nennt der HERR „mein Blut“.

1. Korinther 11,27&29
Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn.
Denn wer davon isst und trinkt, ohne den Leib (des HERRN) zu unterscheiden, der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt.

Schauen wir uns dazu 1. Korinther 10, 16-17 genauer an, da wir hier eine Verbindung zu den Versen finden.

Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist er nicht Teilhabe am Blute Christi? Und das Brot, das wir brechen, ist es nicht Teilhabe am Leibe Christi?

Für Katholiken ist hier ganz klar, der LEIB und das BLUT Christi, sind vollkommen da. Lediglich die Gestalten von Brot und Wein sind vorhanden, sind aber selbst von der Substanz, ganz Leib und Blut Christi. Protestanten haben heute ein großes Problem mit dieser Sichtweise, obwohl Martin Luther selbst die Realpräsenz Christi im Abendmahl beteuerte, sahen es viele Reformatoren als falsch an und machten aus der Heiligen Eucharistiefeier, ein Gedächtnismahl. Mehr dazu HIER.

Die Bibel sagt noch mehr! In Lukas 22,20, oder 1.Korinther 11,25, spricht der HERR davon, dass der Kelch der neue Bund, in seinem Blut ist. Wir finden hier eine besonders wichtige Stelle im Alten Testament, genauer gesagt in 2. Mose 24,8.

Da nahm Mose das Blut, besprengte damit das Volk und sagte: Das ist das Blut des Bundes, den der HERR aufgrund all dieser Worte mit euch schließt.

So schloss Gott, den Bund mit dem Volk Israel. Mit echtem Blut, aus einem echten Opfer.
Die Bibel beschreibt, dass der HERR wahrhaftig geopfert wurde und wahrhaftig sein Blut ließ, erinnert stark an den alten Bund. Hinzu kommt, dass der HERR es noch deutlicher macht, indem Er davon spricht, dass wir Ihn essen müssen. In Johannes 6,54 finden wir deutliche Worte;

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag.
Hieraus muss man erkennen können, dass einzig und allein die Eucharistie Feier gemeint sein kann.

Ganz deutlich wird es im nächsten Vers;

Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank.
-Johannes 6,55

Der HERR Jesus ist hier überaus deutlich. Deutlicher geht es kaum. Obwohl die Eucharistie, so eindeutig in der Bibel zu finden ist, gibt es Einwende seitens Protestanten, die behaupten, der HERR hat solche ähnliche Äußerungen in einem anderen Bezug geäußert. Schauen wir uns dieses Gegenargument an, damit wir wissen, wie diese Sichtweise gerechtfertigt wird.

In Johannes 10,9 spricht der HERR; „Ich bin die Tür, wer durch mich hindurchgeht, wird gerettet werden,…
Oder in Johannes 8,12 spricht der HERR; „Ich bin das Licht der Welt.“

Jetzt wird folgendes versucht; Man meint, weil der HERR sich hier als „Tür“ und „Licht“ beschreibt, müsste man als Katholik ebenfalls annehmen, dass der HERR wirklich eine physische Tür ist, oder ein physisches Licht.

Diese Gegenargumente werden oft genutzt, doch es fällt sofort auf, dass diese Verse uns diese Ansicht nicht verdeutlichen möchten. Man kann diese Verse einfach nicht miteinander vergleichen, denn der HERR machte überaus deutlich klar, dass er WAHRHAFTIG Speise und Trank ist. Wenn wir also jetzt gleichermaßen den HERRN als eine physische Tür anerkennen sollen, muss doch eine gewisse Deutlichkeit in der Aussage zu finden sein, da es aber hier eben nur symbolische Begriffe sind, kann man dieses Gegenargument, als falsch bezeichnen.

Jer 31,31 f.
Ich werde einen neuen Bund schliessen mit Israels und Judas Haus, nicht wie den Bund, den ich mit ihren Vätern abgeschlossen, als ich sie bei der Hand ergriff und sie aus dem Ägypterlande führte. Mein Bündnis aber haben sie gebrochen, obwohl ich sie mir angetraut habe

Der HERR Jesus, das wahre Opferlamm, vergoss am Kreuz freiwillig sein Blut als das Opferblut des Neuen Bundes. Dieses Opfer nahm Jesus am Abend vor Seinem Tode vorweg, als Er unter den eucharistischen Gestalten Seinen Opferleib und Sein Opferblut gegenwärtig setzte und dabei die Worte sprach:

Mk 14,24 Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.

Warum ist es für uns so wichtig, ein eucharistisches Leben zu führen?

Johannes 14,6
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.

Durch die Eucharistie, gehen wir genau diesen Weg. Wir empfangen den HERRN leibhaftig. Den [einzigen] Weg zum Vater. Die Apostel verharrten im „Brot brechen“ – [Eucharistiefeier], am Sonntag, den ersten Tag der Woche.

Apostelgeschichte 2,42
42 Sie verharrten in der Lehre der Apostel, in der Gemeinschaft, im Brotbrechen und in den Gebeten.7 Als wir am ersten Tag der Woche zum Brotbrechen versammelt waren, …

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