Eucharistie

Einführung

Es gibt in der Welt nichts Größeres und Erhabeneres als Jesus Christus, unseren Gott und Retter, im Allerheiligsten Altarsakrament. Deshalb sind wir Katholiken, die wir in der Heiligen Messe – durch das Beichtsakrament gereinigt – seinen Leib und sein Blut empfangen, die seligsten Menschen der Welt. Denn was gibt es in der Welt größeres, erhabeneres, schöneres und segensreicheres als Jesus Christus zu empfangen und so mit ihm vereinigt und verbunden zu werden:

„Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist er nicht die Vereinigung mit dem Blut Christi? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht die Vereinigung mit dem Leib Christi?“ (1 Kor. 10,16)

In der Heiligen Schrift gibt es nun zehn Stellen, die direkt von der Eucharistie sprechen:

Mal. 1,11
Joh. 6,26-59
Mt. 26,26ff.
Mk. 14,22ff.
Lk. 22,19f.
Apg. 2,42
Apg. 20,7
1 Kor. 10,16-22
1 Kor. 11,20ff.
1 Kor. 11,26-34.

Nach Mal. 1,11 und Joh. 6 wird die Eucharistie vom Herrn angekündigt, nach Mt. 26,26ff., Mk. 14,22ff., Lk. 22,19f. und 1 Kor. 11,23ff. wird sie von ihm eingesetzt und nach Apg. 2,42 und 20,7 und 1 Kor. 10,16-22 in der katholischen Kirche praktiziert.

Nach den Einsetzungsberichten Mt. 26,26ff., Mk. 14,22ff., Lk. 22,19f. und 1 Kor. 11,23ff. nahm Jesus Brot, segnete es, brach es und sprach: „Nehmt und esst, das ist mein Leib …“. Ebenso nahm er den Kelch mit dem Wein, dankte und gab ihn den Aposteln mit den Worten: „Trinkt alle daraus, das ist mein Blut …“ Protestantische Lehrer und ihre Gläubigen akzeptieren diese Worte des Herrn nicht und behaupten, sie seien nicht wörtlich, sondern symbolisch zu verstehen; d.h. das Brot symbolisiere den Leib Christi und der Wein symbolisiere sein Blut. Weil also das Brot nicht zum Leib Christi und der Wein nicht zu seinem Blut würde, sei die Heilige Eucharistie abscheulicher Götzendienst, den wir Katholiken praktizieren würden.

Um ihre Position gegen die Heilige Eucharistie zu begründen, haben sich die protestantischen Lehrer verschiedene Argumente unter biblischem Anschein ausgedacht – unter biblischem Anschein deshalb, damit es so erscheint, als seien diese Argumente biblisch. Auf diese Weise versuchen sie zu verschleiern, dass sie von ihnen selbst stammen, sie also keine Relevanz haben.

Hier liste ich alle diese Argumente auf und widerlege sie mit der Heiligen Schrift, und zwar mit dem Ziel, die Heilige Eucharistie zu verteidigen und sie als von Gott gestiftet zu beweisen, und des Weiteren Katholiken biblische Argumente für Gespräche und Diskussionen mit Protestanten in die Hand zu geben, wankende Katholiken im Glauben an die Eucharistie zu stärken und Protestanten guten Willens zur Eucharistie hinzuführen.

 

Die protestantische Position – Eine bloße Menschenmeinung

Protestantische Lehrer behaupten, dass die eucharistischen Worte Jesu „das ist mein Leib“, „das ist mein Blut“, die er bei der Einsetzung der Heiligen Eucharistie gesprochen hat, symbolisch zu verstehen wären. Das hat zur Folge, dass die einen ihnen gedanklich das Wort „symbolisch“ hinzufügen – „das ist (symbolisch) mein Leib“, „das ist (symbolisch) mein Blut“ -, und die anderen das griechische Wort „estin“ nicht mit „ist“, sondern mit „bedeutet“ übersetzen: „das bedeutet mein Leib“, „das bedeutet mein Blut“.

Beide Handlungen – die gedankliche Hinzufügung des Wortes „symbolisch“ und die Übersetzung des Wortes „estin“ mit „bedeutet“ – beruhen also auf der Annahme, der Herr habe seine eucharistischen Worte symbolisch gemeint. Das Problem, das sich hierbei für diese protestantischen Lehrer ergibt, ist, dass die Heilige Schrift die Worte an keiner Stelle als symbolisch erklärt, sondern sie so stehen lässt, wie sie gesprochen wurden. Das heißt, die Bibel selbst verleiht ihnen keine symbolische Bedeutung! Daraus ergibt sich, dass die protestantische Annahme der symbolischen Bedeutung nicht biblisch, sondern ein Konstrukt ist, auf dem die beiden Handlungen beruhen, diese also keine biblische Basis haben. Anders verhält es sich mit der katholischen Verwendung der Worte Christi bzw. mit den katholischen Übersetzungen:

1.) Wir Katholiken fügen den Worten Christi in unseren Gedanken das Wort „symbolisch“ nicht hinzu, sondern lassen sie so stehen, wie sie in der Heiligen Schrift stehen. Denn Gottes Wort ist heilig und unantastbar. Wir haben großen Respekt und große Achtung vor ihm.

2.) Wir Katholiken orientieren uns, anders als besagte protestantische Lehrer und Übersetzer, bei der Übersetzung des Wortes „estin“ nicht an menschlichen Vorstellungen und Annahmen, sondern an der Heiligen Schrift selbst, der zufolge Jesus sprach:

„Ich bin das lebendige Brot … Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt … Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr nicht Leben in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm“ (Joh. 6,51-56)

Vor diesem biblischen Hintergrund übersetzen wir Katholiken das Wort „estin“ korrekt mit „ist“, und nicht mit „bedeutet“: „nehmt und esst, das ist mein Leib“, „Trinkt alle daraus, das ist mein Blut“.

Zur Rechtfertigung ihrer Ansicht, dass Jesu eucharistische Worte beim letzten Abendmahl symbolisch zu verstehen wären, hat man sich im Protestantismus zehn mir bekannte zentrale Argumente einfallen lassen. Diese will ich im Folgenden benennen und biblisch widerlegen.

 

Erste protestantische Behauptung gegen die Eucharistie

Manche protestantische Lehrer verweisen auf die Worte „dies ist mein Leib, der für euch hingegeben wird“, „dies ist mein Blut, das für euch und für viele vergossen wird“ und weisen darauf hin, dass der Herr hier sein in der Zukunft stattfindendes Opfer bezeichnet, in dem sein Leib hingegeben und sein Blut vergossen wurde. Weil dies zum Zeitpunkt des letzten Abendmahls also noch in der Zukunft lag, habe der Herr beim Abendmahl seinen noch nicht geopferten Leib zum Verzehr und sein noch nicht geopfertes Blut zum Trank seinen Aposteln nicht gegeben haben können, weshalb die Worte Jesu mit „das bedeutet mein Leib“, „das bedeutet mein Blut“ zu übersetzen wären.

Bei dieser Behauptung wird einfach vorausgesetzt, dass Gott, der außerhalb von Zeit und Raum ist, nicht in der Lage sei, Künftiges in die Gegenwart zu versetzen. Deshalb, weil er dazu nicht in der Lage sei, habe der Herr seinen Aposteln seinen auf Golgotha hingegebenen Leib und sein vergossenes Blut einen Tag zuvor beim letzten Abendmahl nicht geben können. Wir Katholiken hingegen orientieren uns nicht an dieser menschlichen/protestantischen Gottesvorstellung, wonach Gott nicht allmächtig sei, und aus diesem Grund nicht in der Lage sei, Künftiges in die Gegenwart zu versetzen, sondern an der Heiligen Schrift, die sagt: „Ist für den Herrn etwas unmöglich?“ (1 Mo. 18,14), und: „bei Gott ist kein Ding unmöglich“ (Lk. 1,37). Auf dieser biblischen Basis gehen wir davon aus, dass der Herr beim letzten Abendmahl den Aposteln seinen hingegebenen Leib und sein vergossenes Blut geben konnte und das gemäß seinen eigenen Worten auch getan hat.

Während also die protestantische Übersetzung „das bedeutet mein Leib“, „das bedeutet mein Blut“ auf der menschlichen Vorstellung, Gott sei nicht jedes Ding möglich, basiert, basiert die katholische Übersetzung „das ist mein Leib“, „das ist mein Blut“ auf der katholischen Lehre, dass Gott jedes Ding möglich ist, er also in der Lage war, das Opfer von Golgotha sakramental in die Gegenwart zu versetzen, in die Zeit des letzten Abendmahls.

Das heißt: die protestantische Übersetzung „das bedeutet mein Leib“, „das bedeutet mein Blut“ basiert auf einer Irrlehre; die katholische Übersetzung „das ist mein Leib“, „das ist mein Blut“ auf der Wahrheit!

 

Zweite protestantische Behauptung gegen die Eucharistie

In einem Internetforum versuchte ein selbsternannter protestantischer Lehrer die Heilige Eucharistie damit zu widerlegen, dass er Jesus zitierte: „Ich bin der Weinstock“ (Joh. 15,5), um dann zu behaupten: So wie Jesus kein Weinstock ist, so wurde beim letzten Abendmahl auch das Brot nicht sein Leib und der Wein nicht sein Blut. So wie der Weinstock lediglich Jesus symbolisiert, so symbolisiert das Brot lediglich den Leib Christi und der Wein sein Blut.

Dieser protestantische Lehrer pickt sich hier also willkürlich einen Bibelvers heraus, und versucht mit ihm die eucharistischen Worte des Herrn aufzuheben. Das tut also nicht die Bibel, sondern er selbst. Es ist seine eigene Methode, die er sich – unter Missbrauch des Wortes Gottes – gegen die Heilige Eucharistie ausgedacht hat. Aus diesem Grund kann man das auch anders herum machen, wenn ich z.B. auf Jesu Aussage „Ich bin ein König“ (Joh. 18,37) verweise, um dann zu behaupten: So wie Jesus ein König ist, so wurde und wird auch das Brot sein Leib und der Wein sein Blut.

Somit sehen wir, dass sich diese protestantische Methode weder dazu eignet, die Heilige Eucharistie zu widerlegen, noch sie zu beweisen; denn sie ist nicht biblisch, sondern ein protestantisches Konstrukt, das somit keine Relevanz hat.

Noch etwas sehr wichtiges: Die obige protestantische Methode kann dazu verwendet werden, auch die Aussage Jesu: “Ich bin ein König” aufzuheben. Denn wenn Jesus kein Weinstock ist, dann ist er auch kein König. So sehen wir, wie gefährlich diese trickreiche protestantische Bibeldeutungsmethode ist.

 

Dritte protestantische Behauptung gegen die Eucharistie

Irgendwo las ich gegen die Heilige Eucharistie folgende protestantische Zeilen:

„Nachdem Jesus die Elemente ‘gesegnet’ hatte, wurden sie nicht tatsächlich in sein Fleisch und sein Blut verwandelt, denn Er war (im wörtlichen Sinne) ja immer noch da. Er entschwand nicht, um in Form von Brot und Wein wieder zu erscheinen.“

Auch das ist eine menschliche/protestantische Überlegung, ohne biblische Basis, weshalb sie keinen Wert hat. Wenn man nämlich willkürlich davon ausgeht, dass Jesus seine Worte symbolisch aufgefasst hat, was, wie bereits aufgezeigt, die Bibel nicht sagt, dann muss er, als er die Worte „das ist mein Leib“, „das ist mein Blut“ sprach, notgedrungen einmal da gewesen sein, und die Wandlung des Brotes und des Weines fand nicht statt. Wenn wir aber nicht von dieser willkürlichen und menschlichen Überlegung ausgehen (warum sollten wir auch?), sondern die Bibel, konkret Joh. 6,53-56, zugrunde legen, wonach das Fleisch Christi gegessen und sein Blut getrunken werden soll, dann war Christus, als er die Worte

„touto (dies) estin (ist seiend) to (der) soma (Leib) mou (meiner)“,

„touto (dies) gar (gewiss) estin (ist seiend) to (das) haima (Blut) mou (meines)

sprach, zweifach da, zum einen als historische Person und als Priester (vgl. Hebr. 2,17) und zugleich als das Opferlamm in seinen eigenen Priesterhänden, eben so, wie es in der Bibel steht! Und die Bibel kann man nicht mit eigenen Vorstellungen aufheben, wie in diesem Fall, nur um zum gewünschten Ergebnis zu kommen!

 

Vierte protestantische Behauptung gegen die Eucharistie

Andere protestantische Lehrer weisen darauf hin, dass Jesus sogleich nach der Einsetzung der Eucharistie gesagt habe:

„Ich sage euch aber: Von nun an werde ich nicht mehr trinken von dieser Frucht des Weinstocks bis zu jenem Tage, an dem ich davon neu mit euch trinke im Reiche meines Vaters.“ (Mt. 26,29; Mk. 14,25)

Anschließend sagen sie: Nachdem er den Kelch gesegnet hatte, nannte er das Getränk immer noch ‘das Gewächs des Weinstocks’, nicht wirkliches Blut. Da Jesus auch von dem Kelch trank, trank er dann sein eigenes Blut?

Tatsächlich spricht Jesus diese Worte unmittelbar nach der Einsetzung der Eucharistie, so dass man auf den ersten (protestantischen) Blick wirklich meinen könnte, dass keine Wandlung vollzogen wurde, eben weil Jesus von der „Frucht des Weinstocks“ spricht. Doch im Zusammenhang mit Jesu gesprochenen Worten

„touto (dies) gar (gewiss) estin (ist seiend) to (das) haima (Blut) mou (meines)

und

„he (das) gar (gewiss) sarx (Fleisch) mou (meines) alethes (wirklich) estin (ist seined) brosis (Speise) kai (und) to (das) haima (Blut) mou (meines) alethes (wirklich) estin (ist seiend) posis (Trank)

ist diese Interpretation nicht biblisch, sondern falsch.

Beachten wir, was der hl. Patriarch Jakob prophetisch über Jesus Christus sagte:

„(11)… Er wäscht im Weine sein Kleid und im Traubenblut sein Gewand. (12)Seine Augen sind dunkler als Wein, seine Zähne weißer als Milch.“ (1 Mo. 49,11-12)

Der zitierte Satz in Vers 11 besagt, dass Jesus Christus sein Kleid im Weine wäscht „und im Traubenblut sein Gewand.“ Das war Jesu Geißelung, der er sich hingegeben hat. Durch die Geißelung war sein Gewand blutgetränkt:

„Er ist umkleidet mit einem Gewand, das mit Blut getränkt ist, und sein Name heißt: ‚der Logos – das Wort – Gottes‘.“ (Offb. 19,13)

Und in 1 Mo. 49,12 heißt es, dass des Herrn Augen „dunkler als Wein“ wären. Das deutet auf seine Dornenkrönung hin, von der sein Blut von oben her über seine Augen floss.

Es fällt also auf, dass der Patriarch Jakob das Blut des Herrn als „Wein“ und „Traubenblut“ bezeichnet, was somit Jesu eucharistischen Worten entspricht:

„das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Ich sage euch aber: Von nun an werde ich nicht mehr trinken von dieser Frucht des Weinstocks bis zu jenem Tage, an dem ich davon neu mit euch trinke im Reiche meines Vaters.“

Es wird also deutlich, dass Jesus, der Herr, hier von seinem Blut als von der „Frucht des Weinstocks“ spricht, und nicht vom natürlichen Wein, da er ja selbst der Weinstock ist:

„Ich bin der Weinstock“ (Joh. 15,5)

Jesus, der der Weinstock selbst ist, gab seinen Aposteln also tatsächlich sein Blut (eucharistischen Wein) zu trinken, und nicht, wie protestantische Lehrer nach eigener Lehre behaupten, natürlichen Wein; und er selbst trank als hier agierender Priester sein eigenes (eucharistisches) Blut, und nicht natürlichen Wein.

 

Fünfte protestantische Behauptung gegen die Eucharistie

Andere protestantische Lehrer verweisen, um die eucharistischen Worte des Herrn aufzuheben, auf 5 Mo. 12,16 und Apg. 15,20: „Nur das Blut sollt ihr nicht genießen“, „sondern sie anweisen, sich zu enthalten … von Blut.“, und erklären, dass Christus aus diesem Grund seinen Aposteln niemals sein Blut zu trinken gegeben habe. Deshalb seien Jesu eucharistische Worte nicht wörtlich, sondern symbolisch aufzufassen.

Wenn wir schon biblisch argumentieren, dann wollen wir das auch richtig tun; denn die Bibel bezieht sich ausdrücklich auf Tierblut, und nicht auf das kostbare Blut des Herrn, der kein Tier ist:

„Alles, was sich regt und lebendig ist, diene euch zur Nahrung; wie das Grünkraut gebe ich euch alles. Jedoch lebendiges Fleisch, mit seinem Blut noch verbunden, sollt ihr nicht essen.“ (1 Mo. 9,3-4)

„Der Herr redete zu Moses: ‚Sprich zu den Söhnen Israels: Keinerlei Fett von Rindern, Schafen und Ziegen dürft ihr essen! Das Fett von verendeten und zerrissenen Tieren darf zu jedem Zweck Verwendung finden, nur essen dürft ihr es nicht. Jeder, der das Fett von Tieren isst, von denen man dem Herrn ein Feueropfer darbringen kann, ist hinwegzutilgen aus seinen Volksgenossen. In allen euren Wohnstätten dürft ihr keinerlei Blut genießen, weder von Vögeln noch von Vierfüßlern. Wer nur immer etwas Blut genießt, der soll aus seinen Volksgenossen ausgetilgt werden.“ (3 Mo. 7,22-27)

„Gegen jeden vom Hause Israel und von den Fremden in seiner Mitte, der irgendwie Blut genießt, richte ich mein Antlitz und vertilge ihn aus seinem Volk. Denn das Leben des Leibes ist im Blut; ich habe es euch verliehen für den Altar, dass man euch damit Sühne verschafft; das Blut nämlich erwirkt durch die Seele, die in ihm lebt, Sühne. So habe ich den Israeliten geboten: Niemand von euch darf Blut genießen, auch nicht der Fremde in eurer Mitte. Wer immer von den Israeliten und den Fremden, die bei ihnen wohnen, ein Stück Wild erjagt oder Geflügel, das man essen darf, lasse dessen Blut auslaufen und bedecke es mit Erde! Denn das Leben alles Fleisches ist sein Blut. Darum gebiete ich den Israeliten: Von keinem Lebewesen dürft ihr das Blut genießen, weil das Leben alles Fleisches in seinem Blute liegt; jeder, der es genießt, soll ausgerottet werden.“ (3 Mo. 17,10-14)

„Indessen darfst du ganz nach Wunsch schlachten und Fleisch essen entsprechend dem Segensgruß, das der Herr, dein Gott, dir verleihen wird, in all deinen Ortschaften. Der Unreine wie auch der Reine dürfen davon essen wie von einer Gazelle oder vom Hirsch. Nur das Blut sollt ihr nicht genießen; auf die Erde sollt ihr es ausgießen wie Wasser!“ (5 Mo. 12,15-16)

Und sich auf dieses mosaische Gesetz beziehend heißt es in Apg. 15,19-20:

„Darum entscheide ich mich dafür, man solle denen, die aus den Heiden sich zu Gott bekehren, keine Lasten aufbürden, sondern sie anweisen, sich zu enthalten von der Befleckung durch Götzen, von Unzucht, von Ersticktem und von Blut.“

Die Bibel bezieht sich beim Blutverbot also ausschließlich auf Tierblut. Folglich steht nirgends in der Bibel, wir sollen uns vom kostbaren Blut Christi enthalten; stattdessen heißt es:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr nicht Leben in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank. “ (Joh. 6,53-55)

Deshalb steht in der Bibel nicht: „Trinkt alle daraus, das ist nicht mein Blut“, oder: „Trinkt nicht alle daraus, das ist mein Blut“, oder: „Trinkt alle daraus, das ist symbolisch mein Blut“, oder: „Trinkt alle daraus, das bedeutet mein Blut“, sondern: „Trinkt alle daraus, das ist mein Blut …“.

 

Sechste protestantische Behauptung gegen die Eucharistie

Es wird auch im Hinblick auf die eucharistischen Worte des Herrn in Joh. 6 – „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat ewigen Leben“ – auf Joh. 2,19ff. verwiesen, wo der Herr zu den Juden sagt:

„Reißt diesen Tempel nieder, in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten.“

Man sagt dann: Obwohl Christus hier vom Tempel spricht und die Juden nach Joh. 2,20 darunter den Jerusalemer Tempel verstanden, meinte Jesus nach Joh. 2,21 nicht diesen Tempel, sondern seinen Leib:

„Er aber redete vom Tempel seines Leibes.“

Und so, wie nun die Juden darunter den Jerusalemer Tempel verstanden, so hätten sie nach Joh. 6 auch falsch verstanden, dass man das Fleisch Christi essen und sein Blut trinken müsse; aber so, wie Jesus nicht den Jerusalemer Tempel gemeint hat, so habe er auch mit dem Essen seines Fleisches und mit dem Trinken seines Blutes nicht das gemeint, was die Juden darunter verstanden haben, nämlich sein Fleisch zu essen und sein Blut zu trinken.

Auch diese Behauptung gegen die Heilige Eucharistie ist nicht biblisch, sondern ausgedacht; denn nirgendwo sagt die Bibel, dass die Juden Jesus bei seinen eucharistischen Worten in Joh. 6 falsch verstanden hätten, nur weil sie ihn auch bei seinen Tempel-Worten falsch verstanden haben. Diese These ist also unbiblisch, und hat daher keine Relevanz. Dennoch will ich sie biblisch widerlegen:

Die Bibel sagt ausdrücklich, dass der Herr mit dem Tempel seinen Leib gemeint hat:

„Er aber redete vom Tempel seines Leibes.“

Das heißt: So, wie der Leib Christi nach Joh. 2,21 wirklich Gottes Tempel aus Fleisch und Blut ist, so ist sein Fleisch wirklich eine Speise und sein Blut wirklich ein Trank:

„Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank.“ (Joh. 6,55)

So also, wie Jesus mit der Bezeichnung „Tempel“ seinen Leib aus Fleisch und Blut bezeichnet hat, so sagt er in Joh. 6,55 auch, dass sein Fleisch wirklich gegessen und sein Blut wirklich getrunken werden soll.

Wir sehen, dass Joh. 2,19ff. überhaupt keinen Beweis gegen die Heilige Eucharistie vorbringt, sondern einen Beweis gegen die bezeichnete protestantische These selbst, weshalb nach wie vor gilt: „das ist mein Leib“, „das ist mein Blut“.

 

Siebente protestantische Behauptung gegen die Eucharistie

Jesus sagte auf die Kritik seiner ungläubigen Jünger gegen seine eucharistischen Worte – „Was er sagt, ist unerträglich! Wer kann das anhören?“:

„Daran nehmt ihr Anstoß? Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn hinaufsteigen seht, dorthin, wo er zuvor war? Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und Leben. Aber es gibt unter euch etliche, die nicht glauben.“ (Joh. 6,61-64)

Das Wort des Herrn „das Fleisch nützt nichts“ wird von protestantischen Lehrern gerne dafür verwendet, den eucharistischen Worten ihre Bedeutung zu nehmen; denn wenn das Fleisch nichts nütze, wie Jesus sagt, dann bedeute das, dass sein eigenes Fleisch nichts nütze. Folglich habe Jesus in seiner eucharistischen Rede in Joh. 6 weder sein Fleisch noch sein Blut gemeint – obwohl er ja davon ausdrücklich spricht, und die Wahrhaftigkeit seiner Worte mit “wahrlich, wahrlich” beteuert.

Doch, dass Christi Fleisch nichts nütze, ist eine antichristliche Lehre, die sich diese protestantischen Lehrer konstruiert haben:

1.
Jesus sagt in Joh. 2,19ff., dass sein Leib der wahre Tempel Gottes ist, der nach Lk. 22,19 für unser Heil „hingegeben wird“. Und in 1 Petr. 2,24 lesen wir, dass Jesus an seinem Leib unsere Sünden ans Kreuz hinaufgetragen hat. Die Substanz seines Leibes ist sein Fleisch, und sein Fleisch, die Substanz seines Leibes, ist nach Hebr. 10,20 der Vorhang des neuen und wahren Tempels, des Leibes Christi. Ebenso verhält es sich mit Jesu Christi Blut in seinem Leib: nach Mt. 26,28 und Lk. 22,20 ist das Blut Christi das Blut des Neuen Bundes, „das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden“ (vgl. auch Hebr. 13,20; Offb. 1,5). Nach Lk. 22,20 befindet sich der Neue Bund im Blut Christi. Deshalb haben wir Christen nach Eph. 1,7 unsere Erlösung in Christus „durch sein Blut“, weshalb wir in Hebr. 9,14 ergänzend lesen: „wieviel mehr wird das Blut Christi … euer Gewissen reinigen von toten Werken, zum Dienst vor dem lebendigen Gott!“ – und in Hebr. 13,12: „um durch sein Blut das Volk zu heiligen“. Aus diesem Grund bezeichnet der hl. Apostelfürst Petrus in 1 Petr. 1,19 das Blut Jesu Christi als „kostbar“. Christi Leib und Fleisch und sein kostbares Blut nützten also und sind gemäß der Bibel heilsnotwendig!

Weil also die Bibel selbst erklärt, dass der Leib Christi und somit sein Fleisch und sein kostbares Blut zum Heile und zum Leben nützen und notwendig sind, so hat Jesus mit dem „nichtsnützigen Fleisch“ folglich nicht sein eigenes Fleisch gemeint, was ja für den Christen sowieso von vornherein klar ist, sondern etwas ganz anderes.

2.
Weil also das Fleisch und Blut Christi das Heil spenden, also nicht unnütz sind, so stellt sich die Frage, was Jesus nun mit seiner Aussage „das Fleisch nützt nichts“ gemeint hat. Wenn wir diese Worte im Kontext lesen, dann stellen wir fest, dass sie sich auf das fleischliche Denken der Juden beziehen, die nicht im Geist, sondern im Fleisch dachten, was dazu führte, Jesu eucharistischen Worten in Joh. 6, die „Geist und Leben“ sind, nicht zu glauben. Der hl. Apostel Paulus erklärte:

„Zu ihnen (den Ungehorsamen) gehörten auch wir alle einmal, als wir noch von den Begierden des Fleisches beherrscht wurden. Wir folgten dem, was das Fleisch und der böse Sinn uns eingaben, und waren von Natur aus Kinder des Zorns wie die anderen.“ (Eph. 2,3)

So auch jene Juden: Zunächst stellt Christus fest, dass sie an seinen eucharistischen Worten, die „Geist und Leben“ sind (Joh. 6,63), Anstoß nahmen (Joh. 6,61), und zwar, weil sie nicht glaubten (Joh. 6,64); und sie glaubten nicht, weil sie nicht im Geist waren, „der lebendig macht“, sondern im Fleisch, das zum Verstehen nichts nützt (Joh. 6,63). Das verstehen wir noch besser, wenn wir uns vor Augen führen, was Jesus zu Petrus sagte, als dieser ihn als den Sohn Gottes bekannte: „nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel“, und zwar durch den Heiligen Geist, der lebendig macht! Die Juden hingegen, die Jesus nicht glaubten, dachten und redeten im Fleisch, das nicht lebendig macht, als sie ungläubig über die eucharistischen Worte Jesu sagten: „Was er sagt, ist unerträglich! Wer kann das anhören?“ (Joh. 6,60)

Das ist es also, was Jesus mit „das Fleisch nützt nichts“ gesagt hat! Aber es ist eben auch das Fleisch jener protestantischen Lehrer und ihrer Gläubigen, dass sie nicht glauben lässt, was Jesus gesagt hat, sondern im Fleisch denken: „Was er sagt, ist unerträglich! Wer kann das anhören? Also fassen wir es symbolisch auf!“ – Doch, „mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank.“ (Joh. 6,55).

 

Achte protestantische Behauptung gegen die Eucharistie

In Joh. 6,52-56 spricht Jesus:

„Ich bin das lebendige Brot … Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt … Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr nicht Leben in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm“

Manche protestantische Lehrer verweisen nun, um diese eucharistischen Worte des Herrn aufzuheben, auf seine Worte in Joh. 6,40:

„Denn es ist der Wille meines Vaters, dass alle, die den Sohn sehen und an ihn glauben, das ewige Leben haben und dass ich sie auferwecke am letzten Tag.”

Alsdann behaupten sie, dass gemäß Joh. 6,40 Christi Fleisch nicht sein Fleisch und sein Blut nicht sein Blut wäre, sondern das Sehen bzw. das Erkennen Christi und der Glaube an ihn:

Fleisch Christi = Sehen/Erkennen Christi

Blut Christi = der Glaube an Christus.

Diese Zusammenstellung und Gleichsetzung ist wiederum nicht biblisch, weil die Bibel nirgendwo sagt, dass das Sehen/Erkennen Christi sein Fleisch und der Glaube an ihn sein Blut wäre. In der Bibel ist das Sehen und Erkennen Christi das Sehen und Erkennen Christi, der Glaube an Christus der Glaube an Christus, das Fleisch Christi das Fleisch Christi und das Blut Christi das Blut Christi, weshalb nach wie vor gilt: „Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise“, und nicht das Sehen oder Erkennen Christi, „und mein Blut ist wirklich ein Trank“, und nicht der Glaube an ihn.

 

Neunte protestantische Behauptung gegen die Eucharistie

Andere protestantische Lehrer behaupten, dass „Fleisch essen“ und „Blut trinken“ in Aramäisch, der Sprache Jesu, „verfolgen“ oder „angreifen“ bedeute. Das heißt, Jesus habe uns, seine Anhänger, die Christen, dazu aufgefordert, ihn zu verfolgen und anzugreifen, als er sprach:

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr nicht Leben in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.“ (Joh. 6,52-53)

Das hieße also:

“Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Menschensohn nicht verfolgt und ihn nicht angreift, habt ihr nicht Leben in euch. Wer mich verfolgt und mich angreift, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.”

Auch seine Apostel habe er dazu aufgefordert, ihn zu verfolgen und anzugreifen, da er zu ihnen sprach:

„nehmt und esst, das ist mein Leib“, „Trinkt alle daraus, das ist mein Blut“.

Das hieße: “kommt und verfolgt mich”, “greift mich an”.

Wahnsinniger geht es nun wirklich nicht mehr!

Diesen protestantisch-antichristlichen Unsinn können wir also getrost von uns weisen, denn absurder geht’s wirklich nicht, schließlich sind wir Christen nicht Feinde und Verfolger, sondern Freunde (Joh. 15,15) und Geschwister Jesu Christi (Hebr. 2,11), weshalb weiterhin gilt: „Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank.“

 

Zehnte protestantische Behauptung gegen die Eucharistie

Gerne wird von Seiten mancher Protestanten behauptet, dass die katholische Verwandlung von Brot und Wein in den Leib und in das Blut Christi Zauberei, Magie sei. Diese Kritik leiten wir gerne an den Herrn Jesus Christus weiter, der gemäß Paulus und den Evangelien das Brot und den Wein in seinen Leib und sein Blut “gezaubert” hat:

“Während sie nun aßen, nahm Jesus Brot, sprach den Segen, brach es und gab den Jüngern mit den Worten: ‚Nehmt hin und esst, das ist mein Leib.‘ Und er nahm einen Kelch, sagte Dank, gab ihnen und sprach: ‚Trinket alle daraus, denn das ist mein Blut …’“ (Mt. 26,26-28)

Doch das war nicht das einzige Mal, dass Christus “gezaubert” hat:

„Es standen sechs steinerne Wasserkrüge dort … Und Jesus sprach zu ihnen: ‚Füllt die Krüge mit Wasser!‘ Und sie füllten sie bis oben. Und er sagte ihnen: ‚Schöpft nun und bringt dem Tafelmeister!‘ Und sie brachten ihm.‘ Als aber der Tafelmeister das zu Wein gewordene Wasser kostete … rief der Tafelmeister den Bräutigam und sagte zu ihm: ‚Jedermann setzt zuerst den guten Wein vor und, wenn sie trunken sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein aufgehoben bis jetzt.“ (Joh. 2,6-10)

Und nochmal:

“Danach fuhr Jesus weg über das Meer an der Stadt Tiberias in Galiläa. Und es zog ihm viel Volks nach, darum daß sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus aber ging hinauf auf einen Berg und setzte sich daselbst mit seinen Jüngern. Es war aber nahe Ostern, der Juden Fest. Da hub Jesus seine Augen auf und siehet, daß viel Volks zu ihm kommt, und spricht zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, daß diese essen? Das sagte er aber, ihn zu versuchen; denn er wußte wohl, was er tun wollte. Philippus antwortete ihm: Für zweihundert Pfennig Brot ist nicht genug unter sie, daß ein jeglicher unter ihnen ein wenig nehme. Spricht zu ihm einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus: Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; aber was ist das unter so viele? JEsus aber sprach: Schaffet, daß sich das Volk lagere! Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich bei fünftausend Mann. JEsus aber nahm die Brote, dankete und gab sie den Jüngern, die Jünger aber denen, die sich gelagert hatten; desselbigengleichen auch von den Fischen, wieviel er wollte. Da sie aber satt waren, sprach er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, daß nichts umkomme! Da sammelten sie und fülleten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die überblieben denen, die gespeiset worden.” (Joh. 6,1-13)

Es ist wirklich nicht nett, Jesus der Zauberei/Magie zu bezichtigen, weil er Wasser in Wein, Brot und Wein in seinen Leib und sein Blut und aus einigen Broten und Fischen über 5000 “gezaubert” hat. Ob es von Seiten dieser Protestanten noch christusfeindlicher geht?

 

Fazit

Wir haben gesehen, dass keine der zehn protestantischen Behauptungen gegen die Heilige Eucharistie biblisch ist. Sie sind allesamt ausgedacht, menschlich und protestantisch und somit ohne jede Bedeutung. Die symbolische Deutung der eucharistischen Worte hat, da sie unbiblisch ist, also keine Relevanz. Die Heilige Schrift hingegen bezeugt die Eucharistie und fordert auf, das Fleisch Christi in der Gestalt des Brotes zu essen und sein Blut in der Gestalt des Weines zu trinken, um so mit Christus vereinigt und verbunden zu werden und in ihm das ewige Leben zu empfangen:

„Ich bin das lebendige Brot … Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt … Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr nicht Leben in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm“ (Joh. 6,51-56)

Während man das im Protestantismus ablehnt, hält die katholische Kirche daran fest. Und jeder Protestant guten Willens sollte das auch tun und katholisch werden, um den Leib und das Blut Christi zu empfangen, um so mit Christus, unserem Leben, vereinigt und verbunden zu werden; denn wer das nicht tut, wird mit Christus nicht vereinigt und verbunden werden; und er hat daher das ewige Leben nicht, und der Herr wird ihn am letzten Tag nicht auferwecken (zum ewigen Leben).

 

Die Vereinigung mit dem Eucharistischen Herrn

Wenden wir uns nun von den protestantischen Konstrukten und Menschenmeinungen gegen die Heilige Eucharistie und die Bibel ab und weiterhin dem Wort der Bibel zu! Christus sagt: „mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel“ (Joh. 6,32), und erklärt: „Ich bin das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.“ (Joh. 6,41) Jesus Christus selbst ist also die vom Himmel herabgekommene Speise; und weil jede Speise gegessen wird, sagt er weiter:

„Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.“ (Joh. 6,54)

Damit wir also das ewige, göttliche Leben haben, müssen wir diese Speise essen und ihr Blut trinken; denn „ich bin … das Leben.“ (Joh. 14,6)

Weil wir das Fleisch Christi, die Substanz seines Leibes, essen und sein Blut des Neuen Bundes trinken sollen, damit wir das ewige Leben haben, sagte der Herr bei der Einsetzung der Eucharistie zu den Aposteln:

„Nehmt und esst, das ist mein Leib.“ (Mt. 26,26)

„Trinkt alle daraus, das ist mein Blut“ (Mt. 26,28)

Mit diesen Worten forderte Christus seine Apostel auf, seinen Leib zu essen und sein Blut zu trinken. Und so taten sie es; sie aßen den Leib Christi und tranken sein Blut und nahmen so das (ewige) Leben, Christus, in sich auf; „denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm.“ (Joh. 6,55-56)

Christi Fleisch ist also wirklich eine Speise, es muss wirklich gegessen werden, und sein Blut ist wirklich ein Trank, es muss wirklich getrunken werden, damit man in Christus, im Leben, wirklich ist, und Christus, das Leben, wirklich in uns. Und weil das so ist und nicht anders, lesen wir über diese wirkliche Vereinigung mit Christus bei Paulus:

„Der Kelch des Segens, den wir (die Priester) segnen, ist er nicht die Vereinigung mit dem Blut Christi? Das Brot, das wir (die Priester) brechen, ist es nicht die Vereinigung mit dem Leib Christi?“ (1 Kor. 10,16)

Das griechische Wort „koinōnia“ bedeutet sowohl „Vereinigung“ als auch „Teilhabe“ und „Gemeinschaft“. Das bedeutet: Wenn wir den eucharistischen Kelch, das Blut Christi, nicht trinken, und das eucharistische Brot, den Leib Christi, nicht essen, findet keine Vereinigung mit dem Blut und Fleisch Christi statt, und man hat keine Gemeinschaft mit dem für uns hingegebenen Blut Christi und mit seinem für uns geopferten Leib; und so hat man keine (wirkliche) Teilhabe an seinem Blut und Leib.

Es ist also kein gewöhnlicher Wein und kein gewöhnliches Brot, das wir in der Heiligen Messe trinken und essen, sondern das Blut und der Leib Christi in der Gestalt des Weines und der Gestalt des Brotes, da wir uns nach 1 Kor. 10,16 sonst mit dem Blut und dem Leib Christi gar nicht vereinigen könnten. Wären es gewöhnlicher Wein und gewöhnliches Brot, dann würden wir uns nicht mit dem Blut und Leib Christi vereinigen, sondern mit Wein und Brot. Weil es aber kein (gewöhnlicher) Wein und kein (gewöhnliches) Brot ist, sondern durch den Priester in das Blut Christi gewandelter Wein und in den Leib Christi gewandeltes Brot, so vereinigen wir uns mit dem Blut und Leib Christi in der Gestalt des Weines und in der Gestalt des Brotes. Deshalb gilt das Wort Christi:

„Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm.“ (Joh. 6,56)

Weil das, was wir Christen in der Eucharistie essen und trinken, nicht (gewöhnliches) Brot und nicht (gewöhnlicher) Wein ist, sondern Leib und Blut Christi, lesen wir bei Paulus weiter:

 „Denn wer davon isst und trinkt, isst und trinkt sich das Gericht, weil er den Leib des Herrn nicht (von gewöhnlicher Speise [1 Kor. 11,20-22]) unterscheidet.“ (1 Kor. 11,29)

Das eucharistische Brot, der Leib Christi in der Gestalt des Brotes, und der eucharistische Wein, das Blut Christi in der Gestalt des Weines, müssen vom gewöhnlichen Brot und vom gewöhnlichen Wein unterschieden werden. Wer das nicht tut, der zieht sich, wie Paulus oben sagt, das Gericht zu, und „deswegen sind unter euch viele schwach und krank und nicht wenige sind schon entschlafen.“ (1 Kor. 11,30)

Im eucharistischen Mahl und Trank ist also Christus leibhaftig da; und wenn wir sein Fleisch unwürdig essen und sein Blut unwürdig trinken (1 Kor. 11,27), dann ziehen wir uns nicht Segen, Leben und Heil zu, sondern das Gericht! Und das wäre nicht möglich, wenn es sich dabei um gewöhnliches Brot und um gewöhnlichen Wein handeln würde.

 

Christus kommt fortdauernd im Fleische

Der Protestantismus zählt zwei Arten des Kommens Christi:

(a) sein Kommen durch seine Empfängnis und Geburt und

(b) sein Kommen in Herrlichkeit am Ende der Zeit.

Die katholische Kirche hingegen kennt drei Kommen Christi:

(a) sein Kommen durch seine Empfängnis und Geburt,

(b) sein fortdauerndes Kommen in der Heiligen Eucharistie und

(c) sein Kommen in Herrlichkeit am Ende der Zeit.

Somit stimmt die katholische Kirche mit der Heiligen Schrift überein, weil sie neben dem Kommen Christi durch seine Empfängnis und Geburt und seinem Kommen in Herrlichkeit am Ende der Zeit noch sein fortdauerndes Kommen im Fleische kennt, das die Bibel an mindestens fünf Stellen bezeugt:

Joh. 1,9ff.
Joh. 6, 32f..50
1 Kor. 11,26
Hebr. 10,37
2 Joh. 7

In Joh. 1,9ff. lesen wir:

„Das (Wort) war das wahrhaftige Licht, das, in die Welt kommend, jeden Menschen erleuchtet. Er war in der Welt … Er kam in das Seine.“

Hier bezeugt Johannes zwei Kommen Christi! An das eine Kommen Christi glaubt sowohl der Protestantismus als auch die Kirche, an das andere glaubt nur die Kirche, nicht aber der Protestantismus:

(a) „Er kam in das Seine“ und „war in der Welt“ als das wahrhaftige Licht: hier ist das Gekommensein Christi durch Seine Empfängnis und Geburt bezeugt

(b) „in die Welt kommend“: hier steht das Verb „kommen“ im Partizip Präsenz, das eine fortdauernde Handlung bezeichnet: Christus, das Licht, kommt fortdauernd in die Welt!

Diese beiden Arten des Kommens Christi begegnen uns auch im ersten und zweiten Brief des Apostels Johannes:

„Jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, ist aus Gott.“ (1 Joh. 4,22)

„… sie (die Antichristen und Verführer) bekennen Jesus Christus nicht im Fleisch kommend“ (2 Joh. 7)

Während das Wort „kommen“ in 1 Joh. 4,2 im Partizip Aorist steht, steht dasselbe Wort in 2 Joh. 7 im Partizip Präsenz wie in Joh. 1,9. Im Unterschied zum Partizip Präsenz bezeichnet das Partizip Aorist eine einmalige, punktuelle Handlung. Wenn Johannes in 1 Joh. 4,2 das einmalige, punktuelle Kommen Christi in der Vergangenheit bezeugt, dann handelt es sich auch hierbei um das Gekommensein Christi durch seine Empfängnis und Geburt, da dieses Kommen ein einmaliges, punktuelles und kein permanentes Geschehen war.

In 2 Joh. 7 wird das Wort hingegen im Partizip Präsenz verwendet, das ein andauerndes, lineares bzw. ständig wiederholtes Kommen Christi im Fleisch bezeichnet. Es gibt also das einmalige, punktuelle Kommen Christi im Fleisch (Empfängnis und Geburt) und ein andauerndes, ständig wiederholtes Kommen Christi im Fleisch, an das die Protestanten nicht glauben. Das korrespondiert mit Hebr. 10,37 im Zusammenhang mit dem Opfer Christi:

„Denn nur eine kurze Zeit und der Kommende wird kommen …“

Auch hier steht das Wort „Kommende“ im Partizip Präsenz: Der Kommende ist Christus, der fortdauernd im Fleische kommt. Christus, der fortdauernd im Fleische kommt, wird kommen. Die Aussage „wird kommen“ kündigt sein künftiges Kommen zum Jüngsten Gericht an.

Es gibt gemäß der Heiligen Schrift also tatsächlich die genannten drei Arten des Kommens Christi:

(a) sein punktuelles Gekommensein durch Empfängnis und Geburt,

(b) sein fortdauerndes Kommen im Fleisch und

(c) sein künftiges punktuelles Kommen zum Jüngsten Gericht als Richter!

Nun stellt sich die Frage, wo der Herr fortdauernd im Fleische kommt. Gemäß der Heiligen Schrift gibt es dafür nur ein Ereignis:

„Der Herr Jesus nahm in der Nacht, in der er verraten wurde, Brot, sagte Dank, brach es und gab es den Jüngern mit den Worten: ‚Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis!‘“ (1 Kor. 11,23-24; Mt. 26,26)

Der Herr ordnete seiner Kirche an, dies künftig in seiner Vollmacht zu tun, also Brot zu nehmen, zu danken, es zu brechen und zu sprechen: „Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ Und in diesem Moment, in dem „das ist mein Leib“ ausgesprochen ist, ist es nicht mehr Brot, sondern, wie es da steht, Leib Christi. Und hier kommt der Herr fortdauernd im Fleische – in jeder Heiligen Messe.

Jeder Protestant sollte sich nun bewusst machen, was das für ihn bedeutet und welche Konsequenzen das für ihn haben wird, wenn er das fortdauernde Kommen Christi im Fleische (in der Eucharistie) leugnet und aufgrund seines Unglaubens Christi Fleisch nicht isst und sein Blut nicht trinkt!

Jedenfalls wollen wir Katholiken unserem Herrn treu bleiben, indem wir daran glaubend festhalten, dass er fortdauernd in der Heiligen Messe durch den Priester, der hier an Christi Statt waltet (1 Kor. 11,24/25; 2 Kor. 5,20), im Fleisch vom Himmel kommt – bis er wiederkommt in Herrlichkeit am Ende der Zeiten:

„Denn sooft ihr das Brot (Himmelsbrot) esst und aus dem Kelch (sein Blut) trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn bis er kommt.“ (1 Kor. 11, 26)

Dieses Wort des hl. Paulus zeigt an, dass die Heilige Messe, und somit die Katholische Kirche, die sie feiert, fortbestehen wird, bis Christus in seiner Herrlichkeit als der Richter kommt; denn die Pforten der Unterwelt werden die Kirche und damit ihr Heiliges Messopfer nicht erschüttern und überwältigen, weil Christus sie auf dem petrischen Felsen, dem päpstlichen Lehramt, baut: „Du bist Fels (griech. „petros“) und auf diesem Felsen (griech. „petra“) werde ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“ (Mt. 16,18)

 

Das Mahl im Reiche Gottes

Wie wir in Lk. 22,29f. lesen, hatte der Herr angekündigt, dass seine Apostel, die Bischöfe, in seinem Reiche an seinem Tische essen und trinken werden. In Lk. 14,15 erklärt der Herr alle selig, die „im Reiche Gottes Brot essen.“ Weil es sich also beim Essen und Trinken am Tische um ein Essen und Trinken im Reiche Gottes handelt, so handelt es sich bei dem Tisch in diesem Reich um keinen profanen Tisch, wie ihn sich manche Protestanten in ihren Gedanken ausmalen. Ebenso handelt es sich aus demselben Grund beim Essen und Trinken  nicht um gewöhnliches Essen und Trinken, „denn das Reich Gottes besteht nicht aus Essen und Trinken“ nach weltlicher Art (Röm. 14,7), weil das Reich Gottes „nicht von dieser Welt“ ist (Joh. 18,36), sondern von der himmlischen Welt (Mt. 3,2).

Weil also das Reich Gottes nicht von dieser Welt ist, sondern von der himmlischen Welt, so handelt es sich bei dem Mahl im Reiche Gottes um kein irdisches Mahl, sondern um ein himmlisches Mahl, das in Offb. 19,9 als „Hochzeitsmahl“ bezeichnet wird. Im ersten Korintherbrief wird es als „Herrenmahl“ bezeichnet (11,20.33), von der gewöhnlichen Speise unterschieden (11,21f.) und als Opfermahl des Neuen Bundes dargestellt (11,14-21), bei dem wir das „Brot vom Himmel“, „das Brot des Lebens“, Jesu Christi Fleisch essen und sein kostbares Blut trinken (Joh. 6,27-56; Lk. 22,19f.). Darüber schreibt Paulus in 1 Kor. 10,16-21:

“Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist er nicht die Vereinigung mit dem Blut Christi? Und das Brot, das wir brechen, ist es nicht die Vereinigung mit dem Leib Christi? Weil es ein Brot ist, sind wir ein Leib als die vielen; denn wir nehmen alle teil an dem einen Brot. Seht auf das Israel dem Fleische nach! Haben nicht jene, die vom Opfer essen, teil am Opferaltar? Was sage ich damit? Sage ich, dass ein Götzenopfer etwas sei? Oder dass ein Götze etwas sei? Nein, vielmehr, dass die Heiden das, was sie opfern, den Dämonen opfern und nicht Gott. Ich will aber nicht, dass ihr Gemeinschaft habt mit den Dämonen. Ihr könnt nicht den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen. Ihr könnt nicht Anteil haben am Tisch des Herrn und am Tisch der Dämonen.“

Bei dem „Tisch der Dämonen“ handelt es sich um den heidnischen Opferaltar, und bei dem „Tisch des Herrn“ somit um den christlichen Opferaltar:

“Wir haben einen Opferaltar, von dem zu essen die keine Vollmacht haben, die dem Stiftszelt Gottesdienst darbringen.”  (Hebr. 13,10)

Der Tisch im Reiche Gottes ist also unser christlicher Opferaltar, und das Mahl im Reiche Gottes das eucharistische Mahl, die Heilige Kommunion, die wir Christen von unseren Priestern empfangen, nachdem wir uns gemäß 1 Kor. 11,27 durch das Beichtsakrament gereinigt haben.

Das alles, was die Bibel hier beschreibt, haben die Protestanten nicht, weil sie das alles als Götzendienst betrachten. Deshalb sollten sie sich besinnen, zur Bibel zurückkehren, auf sie hören und katholisch werden, damit auch sie im Reiche Gottes das Brot vom Himmel essen können, um ewiges Leben zu haben.

 

Prophezeiung des Heiligen Messopfers

Das Heilige Messopfer, das die Heilige Schrift verkündet, ist im Alten Testament auch prophezeit worden:

„Denn vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang wird mein Name groß sein unter den Völkern, und an jedem Ort wird meinem Namen Rauchopfer dargebracht und reine Opfergabe; denn groß wird mein Name unter den Völkern sein‘, spricht der Herr der Heerscharen.“ (Mal. 1,11)

Die Rede ist von den Völkern, unter denen „mein Name groß sein“ wird. Zu dieser Zeit, als die Prophezeiung gemacht wurde, noch undenkbar, aber wahr geworden durch Jesus Christus und seine Kirche:

„doch werdet ihr Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch herabkommt, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und in Samaria und bis an die Grenzen der Erde.“ (Apg. 1,8)

Also bis an die Grenzen der Erde würde die Kirche Christi seine Zeugin sein, weshalb unter den Völkern der Name Gottes groß sein würde. Diese Prophezeiungen haben sich nicht etwa zur Zeit der Apostel erfüllt, sondern nach ihnen im Verlauf der folgenden zwei Jahrtausende, als die katholische Kirche ihre Missionare in alle Welt ausgesandt hatte. So hat sich die Kirche weltweit ausgebreitet, so dass heute unter den Völkern der Name Gottes groß ist.

Aber man denke nicht, dass hier die ganze sog. Christenheit angekündigt sei, nein, sondern nur die katholische Kirche. Die Ostkirchen sind in diesen Prophezeiungen ausgeschlossen, weil sie, jede für sich, auf den Osten Europas, des Nahen Ostens und einen ganz kleinen Teil Afrikas beschränkt sind. Übrig bleiben somit der Protestantismus, der weltweit unter den Völkern präsent ist, und die katholische Kirche. Wenn wir die Maleachi-Prophezeiung weiterbetrachten, dann sehen wir, dass auch der Protestantismus ausgeschlossen ist, weil es ja heißt:

„und an jedem Ort wird meinem Namen Rauchopfer dargebracht und reine Opfergabe

Nun aber bringt der Protestantismus Gott keine (reine) Opfergabe dar, weil er keine solche hat, und somit auch keinen Opferaltar hat. Und mit dem Rauchopfer hat der Protestantismus auch nichts zu tun. Übrig bleibt somit die katholische Kirche, die, wie prophezeit, Gott „unter den Völkern“ „und an jedem Ort“ eine „reine Opfergabe“ darbringt; und diese Opfergabe ist die einzige, die das Christentum hat, nämlich Jesus Christus, das Opferlamm des Neuen Bundes!

So wird also deutlich, dass die Bibel die katholische Kirche mit ihrem Heiligen Messopfer prophezeit; und wir gläubigen Katholiken können stolz darauf sein, in dieser biblischen Prophezeiung als einzige, die Gottes Namen verherrlichen und Gott die reine Opfergabe Jesus Christus darbringen, erwähnt und angekündigt worden zu sein.

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