Die Zehn Gebote und ihre richtige Aufteilung

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Die Sabbatarier-Päpste – Gottes Statthalter und Stellvertreter auf Erden – haben dogmatisch festgelegt, wie die Zehn Gebote aufzuteilen wären, weshalb sie dieser ihrer Aufteilung das Siegel “ORIGINAL” verpassen:

DAS ORIGINAL

1. Gebot: „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

2. Gebot: „Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.“

3. Gebot: „Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.

4. Gebot: „Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.“

5. Gebot: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.

6. Gebot „Du sollst nicht töten!

7. Gebot „Du sollst nicht ehebrechen!“

8. Gebot „Du sollst nicht stehlen!

9. Gebot „Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

10. Gebot „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Rind, Esel, noch alles, was dein Nächster hat.

Doch schauen wir uns das BIBLISCHE ORIGINAL 2 Mo 20,3-17 an:

2 Mose 20 

3 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. 4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: 5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, 6 aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. 7 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. 8 Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst. 9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. 10 Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. 11 Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn. 12 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird. 13 Du sollst nicht töten. 14 Du sollst nicht ehebrechen. 15 Du sollst nicht stehlen. 16 Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. 17 Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.”

Im BIBLISCHEN ORIGINAL ist, wie wir sehen, keine Aufteilung der zehn Gebote in “1. Gebot”, “2. Gebot”, “3. Gebot” etc. enthalten. Weder hier noch woanders in der Schrift wird mitgeteilt, welche Verse das 1. Gebot, das 2. Gebot, das 3. Gebot etc. sind. Das heißt, dass die Päpste der Sabbatarier-Kirchen hier ihr von ihnen dogmatisch festgelegtes SOLA SCRIPTURA verlassen und sich erdreisten, eigenmächtig zu bestimmen, welche Verse in 2 Mo 20,3-17 welche Gebote wären; denn sie tun ja hier etwas, was Gott in der Bibel selbst nicht tut, wodurch sie aufgrund ihres eigenen Dogmas SOLA SCRIPTURA Gott widerstreben und sich dadurch gemäß den eigenen Maßstäben, die sie setzen, als Antichrist entpuppen. Für uns Katholiken trifft das nicht zu, weil wir das antibiblische Dogma SOLA SCRIPTURA nicht vertreten, sondern das biblische Dogma SCRIPTURA + TRADITION, worunter dann das kirchliche Lehramt steht, das unter der Inspiration des Heiligen Geistes SCHRIFT und TRADITION auslegt. Deshalb präsentiert die katholische Kirche die folgende richtige Aufteilung der Zehn Gebote:

1. Gebot: „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.“

2. Gebot: „Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.” 

3. Gebot: „Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.“

4. Gebot: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.” 

5. Gebot „Du sollst nicht töten!” 

6. Gebot „Du sollst nicht ehebrechen!“

7. Gebot „Du sollst nicht stehlen!”

8. Gebot „Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.”

9. Gebot „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib.” 

10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus, Acker, Knecht, Magd, Rind, Esel, noch alles, was dein Nächster hat. 

In 2 Mo 20 kommt das Gebot, des Nächsten Weib nicht begehren zu sollen, nach dem Gebot, des Nächsten Haus nicht begehren zu sollen. In 5 Mo 5,21 zeigt uns Gott, wie die korrekte Reihenfolge in 2 Mo 20,17 ist:

“Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau! Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten, noch seinen Acker, seinen Knecht, seine Magd, seinen Ochsen, seinen Esel, noch irgend etwas, was deinem Nächsten gehört!”

Hier legt Gott dar, dass die Frau dem Haus ihres Mannes vorgeht, und nicht umgekehrt. Da nun die katholische Kirche weiß, dass die Frau eines Mannes nicht dessen Hab und Gut ist, wie z.B. sein Haus oder Acker, und nicht auf derselben Stufe mit einem Esel steht, so hat sie erkannt, dass das Gebot “Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau!” ein eigenständiges Gebot ist, weshalb ihre Ordnung wie folgt aussieht:

9. Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau!

10. Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut (Haus, Acker, Knecht, Magd, Rind, Esel, etc.)!

Aus dieser absolut richtigen Aufteilung und Ordnung ergibt sich automatisch, dass das Götterbildergebot nicht das 2. Gebot ist, sondern Teil des ersten Gebots, weshalb sich die folgende richtige Aufteilung ergibt:

1. Gebot: Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.[, wozu das Götterbilderverbot gehört].

2. Gebot: Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.

Weil die Sabbatarier-Kirche, anders als die katholische Kirche, die Frau eines Mannes zu dessen Hab und Gut zählt und sie auf dieselbe Stufe mit einem Esel stellt, und sie auf diese Weise diskriminiert, was unerhört ist, betrachtet sie 2 Mo 20,17 als ein einziges Gebot, weshalb sie dann gezwungen ist, 2 Mo 20,4-6 von Vers 3 abzutrennen und zu einem eigenständigen Gebot zu machen:

1. Gebot: Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

2. Gebot: Das Götterbildergebot.

Dass das Götterbildergebot, wie aufgezeigt, jedoch Teil des 1. Gebots ist, zeigt sich noch wie folgt: Das erste Gebot beginnt mit den Worten:

“2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. 3 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.”

Und weil man keine anderen Götter neben Gott haben soll, erfolgt sogleich das Götterbilderverbot:

“Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: 5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott …”

Deshalb, weil man neben Gott keine anderen Götter haben soll, soll man sich keine Götterbilder machen um sie anzubeten. Wir sehen, dass die Verse 4-6 die einleitenden Worte Verse 2-3 lediglich präzisieren. Auch aus diesem Grund sind 2 Mo 20,4-6 nicht das zweite Gebot, sondern Teil des ersten Gebots.

Und so zeigt sich wiedermal, dass es die katholische Kirche ist, die als einzige die korrekte Aufteilung der Zehn Gebote präsentiert. Die Lutheraner sind ihr schon nahe dran, weil sie 2 Mo 20,4-6 ebenso wie die katholische Kirche als Teil des ersten Gebots erkennen. Doch auch sie machen dann den Fehler, das Haus eines Mannes seiner Ehefrau vorzuziehen, und sie auf dieselbe Stufe mit seinen Gütern und somit mit einem Esel zu stellen, weshalb ihre Aufteilung der zehn Gebote wie folgt aussieht:

1. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben[, zu denen ja die Götterbilder gehören, da man im Heidentum solche als Götter betrachtete.] 2. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.
3. Du sollst den Tag des Herrn heiligen.
4. Du sollst Vater und Mutter ehren.
5. Du sollst nicht töten.
6. Du sollst nicht ehebrechen.
7. Du sollst nicht stehlen.
8. Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen.
9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau und Güter.

Das funktioniert so nicht! Denn das eigene Haus geht der eigenen Frau nicht vor; und die Frau steht nicht auf derselben Stufe mit den Gütern ihres Mannes, noch steht sie auf derselben Stufe mit seinem Esel, der hier zu den Gütern des Mannes gezählt wird!

Es wäre daher ratsam, als Protestant und als Orthodoxer in die Demut zu gehen und die richtige katholische Aufteilung der Zehn Gebot anzunehmen. Das wäre denn auch ein kleiner Schritt zur vollkommenen Einheit der Christenheit hin, die Jesus Christus nach Joh 17,22 will!

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