Die Krankensalbung

Die Krankensalbung ist in der katholischen Kirche eines der sieben Sakramente, das von Jakobus in seinem Brief bezeugt wird:

„Ist jemand unter euch krank? Dann rufe er die Presbyter der Gemeinde zu sich. Sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.“ (Jak. 5,14-15)

Die Tatsache, dass die Krankensalbung „im Namen des Herrn“ zu geschehen hat, deutet darauf hin, dass es sich dabei um einen Auftrag Christi an die Apostel handelt (vgl. Apg. 1,2). Dass die Spender der Krankensalbung nicht einfache Gläubige, sondern die Unterbischöfe, heute einfach Priester genannt, sind, zeigt an, dass es sich bei der Krankensalbung um keinen charismatischen Akt handelt, sondern um ein Sakrament, dass nur von den Bischöfen und Priestern gespendet werden kann.

Spender der Krankensalbung sind also die Priester und Bischöfe, die im 1. Jh. noch unterschiedslos “presbyter”, “Bischöfe” und “Vorsteher” genannt wurden. Empfänger ist der kranke Getaufte, was mit den Worten „unter euch“ angezeigt wird, und der somit in der Lehre der Kirche steht. Der Ritus besteht in der Salbung mit Öl mit begleitendem Gebet. Wirkungen sind die Rettung und Aufrichtung des Kranken und, falls erforderlich, seine Sündenvergebung.

Das Sakrament der Krankensalbung ist in derselben Kirche bis heute von Generation zu Generation weitergetragen worden. Die Vollmacht zur Spendung dieses Sakraments erhalten die Priester und Bischöfe durch ihre Priester- und Bischofsweihe.

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