Die Kirche Gottes nach dem Neuen Testament

Innerhalb des Protestantismus gibt es die Ansicht, dass die Kirche Gottes unsichtbar sei. Glieder der Kirche gäbe es unsichtbar in jeder Konfession.

Hier möchte ich betrachten, was die Bibel über die Kirche Gottes sagt, und wie sie zur Zeit der Apostel aufgebaut war.

Ein Begriff für zwei verschiedene Realitäten

Im evangelikalen Protestantismus wird die in den Schriften des Neuen Testaments verwendete Bezeichnung „ekklesia“ ausnahmslos mit „Gemeinde“ übersetzt, worunter dann ausschließlich die Gesamtheit aller gläubigen Christen als Leib Christi verstanden wird, so, wie es in Paulus’ Briefen immer wieder gelehrt wird:

Ihr seid der Leib Christi und, als Teile betrachtet, seine Glieder.“ (1 Kor. 12,27)

Jetzt freue ich mich inmitten der Leiden für euch und ergänze in meinem Fleisch, was an den Drangsalen Christi noch mangelt, für seinen Leib, das ist die ‘Gemeinde’.“ (Kol. 1,24)

Die katholische Kirche hingegen übersetzt „ekklesia“ im Neuen Testament mit „Kirche“, verwendet das Wort aber nicht nur zur Bezeichnung der Gesamtheit aller Gläubigen als mystischer Leib Christi, sondern auch für den real existierenden geistigen „Raum“, in dem die Gesamtheit aller Gläubigen, auch „Volk Gottes“ bezeichnet, lebt. Dabei bezieht sie sich auf biblische Bezeichnungen und Bilder, die diesen geistigen „Raum“ als Kirche Gottes zum Ausdruck bringen:

Die Kirche Gottes als „Schiff“

Alles, was Jesus Christus gemäß den Evangelien während seiner Missionszeit tat, war nicht zufällig, sondern von ihm selbst bewusst gesteuert, um so auch durch bloße Taten eine Botschaft zu vermitteln. So wird in den Evangelien immer wieder bezeugt, wie Jesus mit seinen Jüngern ein Schiff besteigt, um dort oder von dort aus oder mit dem Schiff bestimmte Dinge zu tun. So heißt es z.B. in Mt. 8,23-27, dass Jesus und seine Jünger ein Schiff bestiegen; und alsdann, während Jesus im Schiff schlief, „ein großer Sturm auf dem See“ aufkam, „so dass das Schiff bedeckt wurde von den Wogen.“ Die Jünger gerieten in Panik und meinten, sie würden nun zugrunde gehen. Deshalb weckten sie Jesus auf, damit er die von ihnen befürchtete Katastrophe verhindert. Daraufhin stand Jesus auf, „gebot den Winden und dem See, und es war große Stille.“

Das Schiff, in dem sich Jesus und seine Jünger befanden, steht für die Kirche. Die Jünger, die sich auf dem Schiff befanden, stehen für die Gläubigen in der Kirche, in der sich auch Jesus befindet, was auf die Realpräsenz Christi im Allerheiligsten Altarsakrament hindeutet, womit wiederum die katholische Kirche als Kirche Gottes angezeigt wird. Der Sturm bedeutet stürmische Zeiten für die Kirche, der sie immerfort ausgesetzt sein würde. Die Wellen, die von dem Sturm erzeugt wurden, stehen für die konkreten Dinge, die die Kirche und die Gläubigen in ihr im Verlauf der Zeiten erschüttern und bedrohen würden, z.B. die Folgen der „Reformation“, oder die Verfolgungen während der Französischen Revolution oder durch den Kommunismus und den Sozialismus, oder durch den Modernismus, Liberalismus und Progressismus in der Kirche in jüngerer Zeit. Dass Christus auf den Hilferuf seiner Jünger den Sturm und die Wellen bändigt, bedeutet, dass er seine Kirche zu allen Zeiten von den „Stürmen“ und „Wellen“ errettet.

Beachten wir auch Mt. 13,2-3:

Und es versammelten sich große Volksmengen zu ihm, so daß er in ein Schiff stieg und sich setzte; und die ganze Volksmenge stand am Ufer. Er redete viel zu ihnen in Gleichnissen …“

Auch dies ist ein vom Herrn initiiertes Geschehen, mit dem er ein prophetisches Zeichen setzen wollte: Das Schiff steht wieder für seine Kirche. Das versammelte Volk steht für die Menschen aller Zeiten, die gerettet werden sollen, und sich außerhalb der Kirche befinden. Dass Christus ihnen nicht vom Land her predigt, sondern vom Schiff her, bedeutet, dass es seine Kirche sein würde, von der aus er den Menschen die göttliche Wahrheit verkünden werde, und nicht von außerhalb seiner Kirche.

Die Kirche Gottes als „Gehege“

Nach Joh. 10,1 sagte Jesus:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht zur Tür hineingehet in das Gehege, sondern steiget anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein Mörder.“

Das Gehege, von dem der Herr spricht, bedeutet wiederum die Kirche. Die Schafe, die im Gehege leben, sind wieder die Gläubigen, die in der Kirche leben. Die „Diebe“ und „Mörder“, die ins Gehege eindringen, sind alle, die den Schafen im Gehege, d.h. den Gläubigen in der Kirche, Schaden zufügen wollen. Zur Zeit der „Reformation“ waren das die „Reformatoren“, und in unseren Tagen sind das die Modernisten, Liberalen und Progressisten.

Die Kirche als Reich Gottes

Nach Dan. 2 wurde dem König Nebukadnezar von Gott ein Traum zuteil, in dem ihm Gottes Reich auf Erden, versinnbildlicht durch einen kleinen Stein, gezeigt wurde, welcher zu einem großen Berg wurde, welcher die ganze Erde erfüllen würde. Dieses Reich ist die Kirche, die anfangs sehr klein war und in Jerusalem begann, sich aber im Verlauf der Zeit über die ganze Erde ausbreitete und sie eines Tages gänzlich erfüllen wird. In diesem Reich, dem Reich Gottes, der Kirche, leben nun die Gläubigen als Volk Gottes.

Die Kirche Gottes ist also das „Schiff“, das immer wieder in „Stürme“ gerät und von dem aus den Menschen die göttliche Wahrheit verkündet und vermittelt wird, sowie der Stall für die Schafe und Gottes Reich auf Erden, in dem Gottes Volk lebt.

Der innere Aufbau der Kirche

Wenn wir die Schriften des Neuen Testaments bezüglich des inneren Aufbaus der Kirche, des Reiches Gottes auf Erden, durchgehen, dann stellen wir fest, dass sie schon zur Zeit der Apostel sichtbar und hierarchisch aufgebaut war:

Ganz unten lebte die Herde Gottes, über die Hirten gesetzt waren, denen Petrus schrieb:

Weidet die euch anvertraute Herde Gottes und wachet über sie …“ (1 Petr. 5,2)

Die Herde nun lebte verstreut in den verschiedenen Gebieten und Städten innerhalb des Römischen Reiches, so dass sie dort in Gemeinden aufgeteilt war:

Von allem anderen abgesehen, war der tägliche Andrang zu mir, die Sorge um alle Gemeinden.“ (2 Kor. 11,28)

Als „Gemeinde“ bezeichnet war die Gesamtheit der Gläubigen einzelner Städte, nie aber größerer Gebiete; hier zwei Beispiele:

an die Gemeinde Gottes in Korinth“ (1 Kor. 1,2)

und alle Brüder bei mir an die Gemeinden von Galatien (Gebiet in Kleinasien).“ (Gal. 1,2)

Es heißt also nicht: „an die Gemeinde von Galatien“, sondern: „an die Gemeinden von Galatien“, die folglich einzelne Städte Galatiens umfassten.

Über jede der einzelnen Gemeinden, welche also eine einzelne Stadt umfasste, wurden Presbyter als Hirten eingesetzt:

Die Presbyter unter euch mahne ich als Mitpresbyter und Zeuge der Leiden Christi wie auch als Mitgenosse der Herrlichkeit, die sich enthüllen wird: Weidet die euch anvertraute Herde Gottes und wachet über sie …“ (1 Petr. 5,1-2)

Da beschlossen die Jünger, es solle jeder von ihnen, wie er in der Lage wäre, etwas senden zur Unterstützung der in Judäa wohnenden Brüder. Das taten sie auch und schickten es an die Presbyter durch die Hand des Barnabas und Saulus.“ (Apg. 11,29-30)

Ich ließ dich dazu in Kreta zurück, dass du das Fehlende ordnest und in den einzelnen Städten Presbyter einsetzest …“ (Tit. 1,5)

kehrten sie zurück nach Lystra, Ikonium und Antiochien … Sie erwählten für sie in jeder Gemeinde Presbyter …“ (Apg. 14,21-23)

Als sie in Jerusalem eintrafen, wurden sie von der Gemeinde und den Aposteln und Presbytern empfangen …“ (Apg. 15,4)

Von Milet aus sandte er nach Ephesus und berief die Presbyter der Gemeinde zu sich.“ (Apg. 20,17)

Da es also mehrere Presbyter waren, die über eine Gemeinde gesetzt waren, so bedeutet das, dass die jeweilige Gemeinde der jeweiligen Stadt in mehrere Zellen aufgeteilt war, über welche jeweils ein Presbyter als Hirt gesetzt war. Diese einzelnen Zellen nennt man heute “Pfarreien”.

Die Presbyter nun sind gemäß dem Neuen Testament Bischöfe und Vorsteher der einzelnen Gemeindezellen:

Von Milet aus sandte er nach Ephesus und berief die Presbyter der Gemeinde zu sich. Als sie bei ihm eingetroffen waren, sagte er zu ihnen: „… Tragt nun Sorge für euch und für die gesamte Herde, in der euch der Heilige Geist zu Bischöfen bestellt hat, die Gemeinde Gottes (von Ephesus) zu leiten, die er sich erworben hat durch sein eigenes Blut.“ (Apg. 20,17-28)

Ich ließ dich in Kreta zurück, dass du das Fehlende ordnest und in den einzelnen Gemeinden Presbyter einsetzest, wie ich es dir auftrug: Ein solcher sei unbescholten, Mann einer einzigen Frau und Vater gläubiger Kinder, denen nicht Ausschweifung nachgesagt wird oder Unbotmäßigkeit. Denn der Bischof soll als Hauswalter Gottes untadelig sein …“ (Tit. 1,5-7)

Presbyter, die gute Vorsteher sind, halte man doppelter Ehre wert …“ (1 Tim. 5,17)

Wir bitten euch aber, Brüder, anerkennt jene, die sich unter euch mühen, die eure Vorsteher sind im Herrn …“ (1 Thess. 5,12)

Gedenkt eurer Vorsteher, die euch das Wort Gottes verkündet haben …“ (Hebr. 13,7)

Und als Bischöfe und Gemeindezellenvorsteher hatten sie gegenüber der Gemeinde Autorität:

Gehorcht euren Vorstehern und ordnet euch unter; denn sie wachen über eure Seelen …“ (Hebr. 13,17)

Die einzelnen Kirchengemeinden standen also eindeutig unter ihren Presbytern, welche gegenüber den einzelnen ihnen zugewiesenen Gemeindezellen Autorität besitzen, wie der Hirte gegenüber den Schafen. Die Autorität der Presbyter bzw. Bischöfe zeigt sich besonders gut in Apg. 15, wonach sich die Presbyter der Jerusalemer Kirchengemeindezellen zusammen mit den Aposteln zum Konzil versammelten, um „in dieser Frage klarer zu sehen.“ (15,6).

Über diesen Gemeindezellenbischöfen standen nun einzelne Überbischöfe, die ein größeres territioriales Gebiet zur Verwaltung unter sich hatten, welches später „Bistum“ und „Diözese“ genannt wurde. Das geht aus dem Titusbrief hervor, dem zufolge Titus ein solcher Überbischof war, der in seinem ihm zugewiesenen Gebiet über die einzelnen Gemeinden der einzelnen Gebietsstädte Unterbischöfe einzusetzen hatte:

Ich ließ dich dazu in Kreta zurück, dass du das Fehlende ordnest und in den einzelnen Gemeinden Presbyter einsetzest …“ (Tit. 1,5)

Auch Timotheus war ein solcher Überbischof, was 1 Tim. 5,19-20 zeigt:

Gegen einen Preybyter nimm eine Klage nur an bei zwei oder drei Zeugen. Die Fehlenden weise in Gegenwart aller zurecht, damit auch die übrigen Furcht bekommen.“

Somit stand Timotheus als Überbischof eindeutig über den Gemeindezellenbischöfen, die unter seiner Kontrolle standen.

Auch Timotheus hatte wie Titus als Überbischof Gemeindezellenbischöfe zu weihen und einzusetzen:

Lege niemand voreilig die Hände auf und werde nicht mitschuldig an fremden Sünden …“ (1 Tim. 5,22)

Mit diesen Worten erinnert Paulus den Timotheus als Überbischof an das, was er ihm zwei Kapitel vorher schrieb:

Der Bischof soll daher untadelig sein, eines einzigen Weibes Mann, nüchtern, besonnen, maßvoll, gastfreundlich, befähigt zum Lehren, nicht dem Trunke ergeben, nicht gewalttätig, sondern gütig, nicht zänkisch, nicht geldgierig, ein rechter Walter in seinem eigenen Hause, der Kinder in Zucht hält in aller Würde -, wenn einer in seinem eigenen Haushalt nicht zu walten weiß, wie soll er für die Gemeinde Gottes sorgen? Er soll kein Neubekehrter sein, damit er nicht überheblich werde und dem Gericht des Teufels verfalle. Er soll auch einen guten Ruf genießen bei den Außenstehenden, damit er nicht in üble Nachrede gerate und in die Fallstricke des Teufels.“ (1 Tim. 3,2-7)

Über den Überbischöfen wiederum standen damals die Apostel als Bischöfe, welche ihnen Aufträge und Anweisungen erteilten, was nochmals besonders deutlich wird in Tit. 1,5:

Ich ließ dich in Kreta zurück, dass du das Fehlende ordnest und in den einzelnen Städten Presbyter einsetzest, wie ich es dir auftrug.“

Auch zeigt sich das im ersten Petrusbrief, in dem der Apostel Petrus in Anbetracht seines baldigen Todes alle Presbyter/Bischöfe der Kirche Gottes mittels seiner apostolischen Autorität wie folgt ermahnt:

Die Presbyter unter euch mahne ich als Mitbresbyter und Zeuge der Leiden Christi wie auch als Mitgenosse der Herrlichkeit, die sich enthüllen wird: Weidet die euch anvetraute Herde Gottes und wachet über sie, nicht aus Zwang, sondern aus freiem Entschluss im Hinblick auf Gott, nicht aus Gewinnsucht, sondern aus Hingabe. Spielt nicht die Herren über die euch Anvertrauten, sondern seid Vorbilder für die Herde!“ (1 Petr. 5,1-3)

Und über allen Aposteln, Überbischöfen, Unterbischöfen und Gemeinden, also über die gesamte Kirche Gottes, stand Petrus als oberster Hirt, dazu im Beisein aller übrigen Apostel berufen von Jesus Christus:

Als sie nun gegessen hatten, sprach Jesus zu Simon Petrus: ‘Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese?’ er antwortete ihm: ‘Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe.’ Da sagte er zu ihm: ‘Weide meine Lämmer!’ Wiederum sprach er ein zweites Mal: ‘Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?’ Er sagte zu ihm: ‘Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe.’ Er sprach zu ihm: ‘Weide meine Schafe!’ Zum dritten Mal fragte er ihn: ‘Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?’ Da wurde Petrus traurig, weil er zu dritten Mal zu ihm sprach: ‘Liebst du mich?’, und er sagte zu ihm: ‘Herr, alles weißt du; du weißt es, dass ich dich liebe.’ Jesus sprach zu ihm: ‘Weide meine Schafe!’“ (Joh. 21,15-17)

Jesus Christus berief mit diesen Worten den Apostel Petrus zu seinen ihn auf Erden stellvertretenden obersten Hirten seiner gesamten Herde, einschließlich der übrigen Apostel, der Überbischöfe und der Unterbischöfe. Seine höchste Position in der Kirche Gottes zeigt sich daran, dass die Apostelgeschichte ihn als den führenden Apostel bezeugt: Er ordnet als der oberste Hirt die Wahl eines 12. Apostels an (Apg. 1,15-22), er ergriff unter den Aposteln am Pfingsttag das führende Wort (Apg. 2,14), sowie auch sonst, z.B. nach Apg. 3,4, er richtet als oberster Hirt Ananias und seine Frau (Apg. 5,1-10) und erhebt seine Stimme, als auf dem Apostelkonzil „viel Streit“ entstand (Apg. 15,7). Ihn suchte Paulus nach seiner Bekehrung in Jerusalem als ersten auf (Gal. 1,18) und legt den Aposteln, unter denen Petrus führend war, sein ihm von Christus geoffenbartes Evangelium vor, um es von ihnen auf seine Richtigkeit hin prüfen zu lassen (Gal. 2,2); ebenso bestimmten die Apostel Petrus, Jakobus und Johannes unter Petri Vorsitz, dass Paulus und Barnabas den Heiden das Evangelium verkünden sollten, während „sie zu den Beschnittenen“ gehen (Gal. 2,6-9). Ebenso trugen sie, unter Petri Vorsitz, Paulus und Barnabas auf, der Armen zu gedenken (Gal. 2,10). Dies alles zeigt, das der Apostel Paulus dem Apostel Petrus, sowie den übrigen der 12 Apostel, untergeordnet war. Des Weiteren richtet Petrus als der oberste Hirte der Kirche, der auf Erden Christus stellvertreten hat, in Anbetracht seines nahenden Todes ein mahnendes Hirtenwort an alle Ober- und Unterbischöfe im Hinblick der Führung ihrer ihnen zugewiesenen Herde (1 Petr. 5,1-3).

In derselben Kirche ist nach Petri Tod dieser innere Aufbau der Kirche Gottes so geblieben:

Es gibt seit Petri Tod weiterhin den obersten Hirten, „Papst“ genannt, der, wie Petrus, über die Herde insgesamt und über ihre Ober- und Unterbischöfe wacht. Der erste oberste Hirte nach Petri Tod war Linus (2 Tim. 4,21), der von 64/67 bis 79 n. Chr. in Rom amtierte. Weiterführende Literatur dazu: „Papstgeschichte“ von August Franzen und Remigius Bäumer.

Zur besseren Unterscheidung werden seit frühester Zeit schon die Oberbischöfe „Bischöfe“ und die ihnen unterstellten Unterbischöfe einfach „Priester“ genannt, die die Bischöfe in den ihnen zugewiesenen Gemeindezellen stellvertreten. Die Gebiete, über die die Bischöfe gesetzt sind, werden „Bistümer“ oder „Diözesen“ genannt. Die Gemeinde, welche nach dem Neuen Testament eine Stadt umfasste, ist in Pfarreien aufgeteilt, was den Gemeindezellen entspricht.

Wir sehen anhand des Neuen Testaments, dass die Kirche nicht unsichtbar ist, sondern für jedermann sichtbar, organisiert und hierarchisch aufgebaut. In ihr gibt es gute und schlechte Hirten und gute und schlechte Schafe, und das bereits zur Zeit der Apostel!

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