Die katholische Kirche und Sklaverei


Behauptung:

Die Kirche unterstützte die Sklaverei, da Katholiken selbst Sklaven besaßen und die Päpste / die Kirche nichts gegen die Sklaverei entgegensetzten.



Richtigstellung:

Die Behauptung, die Kirche akzeptierte die Sklaverei wird von den vielen Papstdokumenten, die die Sklaverei und den Sklavenhandel verurteilen, leicht widerlegt. Die Sklaverei war das eigentliche Fundament des kaiserlichen Roms, und seine Ausrottung war erst möglich, nachdem das Imperium zusammengebrochen war. Nachdem dies geschehen war und die Kirche die dominierende Einrichtung im westlichen Leben wurde, gab es keine Sklaverei mehr.

Nach der Entdeckung der Neuen Welt im späten 15. Jahrhundert folgten die Versklavung der Ureinwohner und später der afrikanische Sklavenhandel. Von 1435 bis 1890 verurteilte eine Reihe von Päpsten die Sklaverei heftig und wies die Argumente zurück, mit denen sie moralisch gerechtfertigt wurde.

Die Päpste setzten auch häufig die schwerste kirchliche Bestrafung – Exkommunikation – an diejenigen, die Sklaven verkauften oder kauften. Es ist komisch, dass die Kirche fälschlicherweise der Sklaverei beschuldigt wird, wenn die umfassende Versklavung von Christen durch Muslime, insbesondere die osmanischen Türken, vom 16. bis zum 18. Jahrhundert fast ignoriert wird.

Es ist unaufrichtig, das unmoralische Verhalten einzelner Katholiken gleichzusetzen mit offiziellen kirchlichen Lehren. Die Tatsache, dass einige Katholiken Sklaven besaßen oder am Sklavenhandel teilgenommen haben, ist keine Anklage gegen die Kirche, sondern vielmehr ein Beispiel dafür, dass Katholiken die klaren Lehren der Kirche manchmal ignorieren.


Fazit:

Die Kirche hat die Sklaverei also nicht unterstützt. Im Gegenteil – Päpste setzten häufig Exkommunikation an diejenigen, die Sklaverei förderten, oder selbst Sklaven besaßen. Also nur eine, von vielen Mythen und Lügen über die katholische Kirche.

Aus dem Buch:

📖The Real Story of Catholic History
[Antworten zu 20 Jahrhunderten antikatholischer Mythen] von Steve Weidenkopf

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