Die christliche Lehre wurde mündlich überliefert!

Kannten die Christen der biblischen Zeit das protestantische Prinzip Sola Scriptura? Dieser Frage werden wir jetzt nachgehen. Stellt sich heraus, dass sie Sola Scriptura nicht kannten, ist diese protestantische Doktrin passé. Fangen wir also an:

Jesus Christus, der Herr, übergab seinen Aposteln seine Lehre mündlich, nicht schriftlich. Das hervorzuheben ist sehr wichtig, weil der Herr damit enthüllt, dass er keine schriftliche Überlieferung seiner Lehre wollte, sondern die mündliche. Aus diesem Grund hat er auch keinem seiner Apostel aufgetragen, irgend etwas von dem, was er gelehrt hat, seinerzeit aufzuschreiben. Auch hat er ihnen nicht aufgetragen, dies später, nach der Geistausgießung, zu tun. Deshalb sagt Gottes Wort Röm 10,17:

„So kommt der Glaube vom Hören; was aber gehört wird, kommt durch das Wort Christi.“

Der Glaube kommt also nicht von der schriftlichen Überlieferung der Apostel, sondern von ihrer mündlichen Überlieferung, die wiederum ihren Ausgang in der mündlichen Überlieferung Christi hat. Die Apostel übergaben den Christen die Lehre, die sie von Christus mündlich mitgeteilt bekommen haben, also mündlich weiter, was Christus ihnen auch aufgetragen hat:

„Geht darum hin und macht alle Völker zu Jüngern, indem ihr sie tauft … und sie lehrt, alles zu halten, was ich euch aufgetragen habe …“ (Mt 28,19-20)

Das Neue Testament bezeugt also, dass es selbst nicht Vermittler der Lehre Christi und seiner Apostel ist, weil sie von den Aposteln mündlich, nicht schriftlich überliefert wurde. Dies bezeugt das Neue Testament auch in Apg 2,42:

„Sie verharrten in der Lehre der Apostel …“

Hier wird das vom Neuen Testament bisher Gesagte bestätigt: Die allerersten Christen, von denen hier die Rede ist, hatten im Jahre 30 n. Chr. keine christlichen Schriften – keine Evangelien, keine Apostelgeschichte, keine Briefe und keine Johannesoffenbarung -, weil sie sie nicht benötigten; und sie benötigten sie nicht, weil die Lehre vom Hören kommt, und nicht vom Lesen, weshalb die Apostel ihnen die Lehre mündlich überlieferten. Bereits zu dieser Zeit war also nur die apostolische Tradition mit ihrer Fülle der Lehre und der Sakramenten- und Glaubenspraxis da! Es galt also Sola Traditio, und nicht (Sola) Scriptura!

Das Neue Testament hatte man also gar nicht benötigt! Man wusste ALLES ohne die neutestamentlichen Schriften, und das nicht nur in den 30ern, sondern noch in den 50ern! Als 54/55 n. Chr. 22 neutestamentliche Briefe fehlten, kannten die Christen auch zu diesem Zeitpunkt die GANZE Lehre, wie Gottes Wort Röm 6,17 bezeugt:

„Ihr waret Sklaven der Sünde, wurdet aber gehorsam von Herzen dem Bilde der Lehre, auf die hin ihr überantwortet wurdet“ (Röm 6,17)

Auch den Christen in Rom wurde die Lehre mündlich überliefert, und zwar schon zu Beginn der 40er Jahre, als die Gemeinde in Rom entstanden ist, so dass sie zum Zeitpunkt 54/55 n. Chr. weder die zu diesem Zeitpunkt vorhandenen Briefe an die Galater und Thessalonicher und vielleicht des Jakobus und der Korintherbriefe benötigten, noch diesen an sie adressierten Brief. Diese Briefe waren bzgl. der Kenntnis der darin aufgegriffenen und ihnen bereits durch die mündliche Überlieferung bekannten Punkte der Lehre völlig überflüssig! Beachten wir diesbezüglich auch Gottes Wort 2 Tim 2,2 aus dem Jahr 66/67 n. Chr.:

„Was du von mir vor vielen Zeugen gehört hast [also die mündliche Unterweisung], vertraue zuverlässigen Menschen an, die geeignet sind, auch andere zu lehren“ (2 Tim 2,2)

Nicht also das von Paulus und anderen Schreibern des Neuen Testaments bis 66/67. n. Chr. Geschriebene sollte Timotheus zuverlässigen Menschen anvertrauen, sondern das, was er von Paulus 51 n. Chr. mündlich überliefert bekommen hat – die Lehre. Auch Timotheus benötigte also keine neutestamentlichen Schriften, um die Lehre zu kennen, nichteinmal den zu der Zeit (51 n. Chr.) vorhandenen Galaterbrief, und auch den Jakobusbrief nicht, den es zu diesem Zeitpunkt vielleicht auch schon gegeben hat, was aber nicht sicher ist. Diese und die übrigen Schriften waren bzgl. der Kenntnis der Lehre wiederum völlig überflüssig.

Dass die gesamten bis 66/67 n. Chr. geschriebenen neutestamentlichen Schriften, insgesamt 21 von 27 an der Zahl, bzgl. der Weitergabe der Lehre völlig überflüssig waren, zeigt sich hier besonders an der Tatsache, dass Timotheus die ihm von Paulus mündlich übermittelte Gesamtlehre an zuverlässige Menschen weitergeben sollte, „die geeignet sind, auch andere zu lehren“, also an die Bischofsanwärter. Timotheus tat dies also ohne die bis dahin bekannten 21 neutestamentlichen Schriften, weil er ohne sie alles wusste! Er hat sie für die Weitergabe der Gesamtlehre an die Bischofsanwärter überhaupt nicht verwendet; und er sollte es nach Paulus auch nicht, was noch einmal zeigt, dass nicht die Schriften des Neuen Testaments das Mittel zur Weitergabe der Lehre waren, sondern ausschließlich die mündliche Überlieferung!

Diese Tatsache wird von der Schrift weiterhin dadurch aufgezeigt, dass die Bischofsanwärter, wenn sie künftig Bischöfe wären, die ihnen von Timotheus mündlich überlieferte Lehre ihrerseits wiederum nicht durch die zu dieser Zeit bekannten neutestamentlichen Schriften, etwa 22 an der Zahl, an ihre ihnen dann zugewiesenen Kirchengemeinden weitergeben sollten, sondern mündlich. Die neutestamentlichen Schriften waren zur Vermittlung der Lehre auch hier wieder absolut überflüssig, weil sie dafür überhaupt nicht gedacht sind! Die Bischöfe wussten ohne sie alles! Dasselbe sehen wir bei den Korinthern. Paulus schreibt ihnen 55 n. Chr.:

Darum habe ich Timotheus, meinen lieben und treuen Sohn im Herrn, zu euch gesandt. Er soll euch an meine Lehre in Christus Jesus erinnern, wie ich sie überall in jeder Gemeinde verkünde.“ (1 Kor 4,17)

Es war Paulus, der 51/52 n. Chr. die Gemeinde von Korinth gegründet hat. Er vermittelte den Korinthern „seine Lehre“, die die Lehre Christi ist. Er tat dies also wiederum mündlich. Timotheus sollte nun die Korinther bei seinem Aufenthalt bei ihnen zum Zeitpunkt der Abfassungszeit dieses ersten Korintherbriefes an die ihnen von ihm mündlich überlieferte Lehre erinnern, was zeigt, dass diesbezüglich sowohl dieser, als auch der zweite Korintherbrief, wie auch die zu diesem Zeitpunkt vorhandenen Briefe an die Galater und Thessalonicher wiederum überflüssig waren, da Timotheus die Korinther an Paulus‘ Lehre erinnert hat – mündlich!

Und es geht ja noch weiter! Paulus erklärt, dass er „überall in jeder Gemeinde“ die Lehre mündlich verkündet, was nocheinmal zeigt, dass alle seine Briefe an diese von ihm gegründeten und geleiteten Gemeinden (Korinth, Galatien, Ephesus, Kolossä, Philippi, Thessaloniki u. a.), sowie alle übrigen neutestamentlichen Briefe, für sie und von ihnen bzgl. der Kenntnis der Lehre nicht benötigt und nicht verwendet wurden. Wiederum waren sie diesbezüglich völlig überflüssig!

Wiederum dasselbe gemäß dem zweiten Johannesbrief: Hier wird in den Versen 8 – 10 ebenfalls ausdrücklich geschrieben, dass die betreffende Kirchengemeinde die Lehre Christi bereits kennt, so dass dieser zweite Brief zur Übermittlung irgendeines Teils der Lehre seitens der betreffenden Gemeinde absolut nicht benötigt wurde. Dieser Brief war für diesen Zweck ebenfalls völlig überflüssig.

Die Lehre wurde also überall ausschließlich mündlich überliefert! Keine einzige neutestamentliche Schrift wurde zur Übermittlung der Lehre oder bestimmter Teile der Lehre verwendet – in keiner einzigen Gemeinde und für keine einzige Gemeinde! Alle Gemeinden kannten die Lehre ausschließlich von der mündlichen Überlieferung der Apostel und der ihnen zugewiesenen Bischöfe!

Was hat es vor dem Hintergrund dieser biblisch bezeugten Tatsache nun mit den folgenden neutestamentlichen Aussagen auf sich?:

„So stehet denn fest, Brüder! und haltet fest an den Überlieferungen, die ihr gelehrt worden seid, sei es durch Wort oder durch unseren Brief.“ (2 Thess 2,15)

Dies aber, Brüder, habe ich auf mich und Apollos gedeutet um euretwillen, auf daß ihr an uns lernet, nicht über das hinaus zu denken, was geschrieben ist, auf daß ihr euch nicht aufblähet für den einen, wider den anderen.“ (1 Kor 4,6)

Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nütze zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, auf daß der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werke völlig geschickt.“ (2 Tim 3,16-17)

Mit diesen Bibelstellen hat es bzgl. der Übermittlung der Lehre nichts auf sich, da sie sich nicht auf die Übermittlung bzw. Vermittlung der Lehre beziehen:

1 Kor 4,6 bezieht sich nicht auf die Bibel, und zwar aus vier Gründen:

1. Grund: Als Paulus im Jahr 55 diesen Brief schrieb, besaßen die Korinther die Lehre seit den Jahren 51/52. Sie wurde ihnen, wie wir gesehen haben, in dieser Zeit von Paulus mündlich überliefert, und Timotheus war 55 bei ihnen, um sie an sie zu erinnern (1 Kor 4,17), weshalb sich 1 Kor 4,6 nicht auf die Schrift beziehen kann, da Paulus dann in Anbetracht 1 Kor 4,17 nach dem Motto 2 Joh 9 geschrieben hätte: „nicht über die Lehre hinauszugehen“.

2. Grund: Die Bibel war im Jahr 55 noch gar nicht vollendet, weshalb die Korinther hätten gar nicht über die Bibel hinaus gehen können.

3. Grund: Das Neue Testament selbst definiert die Schrift als AT + Lk. Da nun die übrigen Schriften über AT + Lk weit hinausgehen, wären sie tabu, einschließlich 1 Kor.

4. Grund: Die besagte Passage in 1 Kor 4,6 bezieht sich gemäß dem nachfolgenden Satz auf die ab Kap 1 bis 4,6 schriftlich behandelte Thematik, bei der es darum geht, dass keiner den einen, z.B. Paulus, gegen den anderen, z.B. gegen Petrus, in Position bringt (vgl. 1 Kor 1,11-13).

Auch 2 Tim 3,16-17 bezieht sich nicht auf die Bibel, weil sich die Bezeichnung „Alle Schrift“ in Vers 16 auf das einen Vers davor genannte AT bezieht: „du kennst von Kindheit an die Heiligen Schriften, die dich weise zu machen vermögen …“ Die Schriften des Neuen Testaments sind in 3,16-17 folglich nicht gemeint. Die Schriften des Alten Testaments, von denen hier also die Rede ist, waren und sind nützlich zur Belehrung über die von Christus ausgegangene und durch die Apostel und Bischöfe mündlich überlieferte christliche Lehre, die Lehre des Neuen Bundes. Sie waren und sind nützlich zu ihrer Erhellung! Denn in ihrem prophetischen Licht wird die christliche Lehre klar und somit gut verstehbar, begreifbar und nachvollziehbar. Das ist alles, was 2 Tim 3,16-17 aussagt!

Auch 2 Thess 2,15 ist ganz anders zu verstehen! In 1 Kor 4,17, so haben wir weiter oben gelesen, verkündete Paulus die Lehre in jeder Gemeinde, die er gründete, mündlich, und somit auch in der Gemeinde von Thessaloniki. Deshalb meint er in 2 Thess 2,15 keine schriftliche Vermittlung der Lehre oder eines Teils von ihr. Das zeigt auch die Formulierung, die besagt, dass den Thessalonichern die Überlieferungen, die sie von Paulus gläubig übernommen hatten, mündlich und schriftlich gelehrt wurden. Das heißt, sie wurden ihnen nach ihrer gläubigen Annahme mündlich und schriftlich erklärt, näher beleuchtet und dadurch begreifbarer gemacht, damit sie sich in ihnen verwurzeln konnten. Und dies wird wiederum dadurch bestätigt, dass Paulus nicht „sei es durch unser Wort oder durch unseren Brief“ schreibt, sondern „sei es durch Wort oder durch unseren Brief“, ohne das Wort „unser“ vor der Bezeichnung „Wort“.

Damit signalisiert Paulus, dass das mündliche „Wort“, mit dem die Thessalonicher die von ihnen gläubig angenommenen Überlieferungen gelehrt bekamen, nicht von ihm und seinen Mitarbeitern stammte, sondern von den dort eingesetzten Bischöfen, da jede Gemeinde Bischöfe als Hirten über sich stehen hatte, sowie möglicherweise dazu noch von Katecheten, die damals einfach als „Lehrer“ bezeichnet wurden. Zwei solcher „Lehrer“ bzw. Katecheten waren in der damaligen Zeit Aquila und seine Frau Prisca.

Paulus und seine Mitarbeiter Silvanus und Timotheus lehrten die Thessalonicher einen Teil der Überlieferungen hingegen durch ihren Brief, wie er erklärt, bei welchem es sich um den ersten Thessalonicherbrief gehandelt hat. Dieser Teil der von den Thessalonichern übernommenen mündlichen Überlieferungen war allerdings äußerst geringfügig, wie der Brief zeigt. Dieser geringfügige Teil der Überlieferungen wurde von Paulus und seinen beiden Mitarbeitern in dem Brief aufgegriffen und den Thessalonichern näher beleuchtet und erklärt.

Und genau diesem Zweck dienten alle neutestamentlichen Schriften! Sie greifen lediglich einige wenige wichtige und zentrale Punkte der allen Gemeinden bekannten mündlich überlieferten Gesamtlehre auf, zu dem Zweck, diese Punkte näher zu beleuchten und zu erklären, damit diese sich in den Herzen der Gläubigen festigen konnten. Mehr liegt an den Schriften des Neuen Testaments nicht!

Dass die Lehre nicht schriftlich übermittelt werden sollte, zeigt sich einfach an dem, was wir anfangs darlegten: Weder schrieb Christus selbst seine Lehre auf, noch trug er dies zu diesem Zeitpunkt seinen Aposteln auf, oder für die Zeit nach der Geistausgießung, die er ihnen angekündigt hatte, was er aber hätte leicht tun können, wenn er die schriftliche Überlieferung seiner Lehre gewollt hätte. Er wollte sie aber nicht, weshalb dies auch nie geschehen ist! Die vollständige Lehre wurde mündlich überliefert!

Auch die Apostel kamen nie auf die Idee, die Lehre schriftlich niederzulegen. Sie hätten dies dann von vornherein, bereits Anfang der 30er Jahre, getan, und zwar systematisch und für jedermann klar und verständlich in Form eines Katechismus, und nicht in Form später aufgekommener verschiedener zeitlich voneinander fern liegender Briefe, die wild durcheinander und in oft unklaren Worten verschiedenste Themen aufgreifen und zudem nicht einmal an alle Gemeinden gerichtet waren. Ersteres wäre das sinnvollste und weiseste gewesen, wenn Gott gewollt hätte, dass seine Lehre schriftlich niedergelegt würde. Aber er wollte es nicht! Er wollte seine Lehre mündlich überliefert wissen!

Sola Scriptura ist daher nichts anderes als Luthers Phantasieprodukt, das darauf abzielte, sich von der Kirche und somit von der apostolischen Lehre abzukapseln und auf der Basis seiner eigenen Gelüste sein eigenes Ding zu drehen. Aus demselben Grund wird dieses antibiblische, protestantische Dogma Sola Scriptura im größten Teil des Protestantismus weiterhin beibehalten. Man will dort einfach nur sein eigenes Ding drehen, was sich daran zeigt, dass die Protestanten aufgrund von Millionen widersprüchlicher Lehren in über 47.000 Glaubensgemeinschaften zerspalten und zersplittert sind. Hier erfüllt sich erstmals in der Geschichte der Christenheit 2 Tim 4,3-4:

„Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach eigenen Gelüsten sich Lehrer zusammensuchen und aufhäufen, weil sie nach Ohrenkitzel verlangen. Von der Wahrheit werden sie das Ohr abkehren und sich den Fabeleien zuwenden.“

Es geht im Protestantismus, vor allem bei den Freikirchlern, um die Erfüllung eigener Gelüste, und nicht um die Bibel. Sie biegen und drehen sie sich so, wie sie es gemäß ihrer Gelüste wollen, und picken sich aus ihr nur das heraus, was ihren eigenen Gelüsten entspricht! Und wenn ihnen wegen ihrer eigenen Gelüste bestimmte Bibelstellen, die ihnen andere zur Widerlegung vortragen, nicht in den Kram passen, nehmen sie andere Bibelstellen, und bewerfen mit ihnen den Gegner; sie schmeißen mit den kostbaren und heiligen Perlen der Heiligen Schrift herum! Sie haben keinen Respekt und keine Achtung vor ihnen, weil sie keinen Sinn für das Heilige haben, und es sie auch nicht interessiert! Die Bibel ist für sie nur ein Spielzeug! Kein anderes Buch der Welt wird von ihnen so mies behandelt, wie die Heilige Schrift!

Aber selbst wenn es ihnen um die Bibel ginge, wäre sie für die Kenntnis der gesamten christlichen Lehre ungeeignet, weil sie sie nicht enthält, nur äußert geringfügige Elemente aus ihr. Die Lehre besitzt nur die katholische Kirche, die seit den Aposteln von Generation zu Generation in ihr einfach mündlich weitergetragen und im Verlauf der Zeit vom Heiligen Geist gemäß Joh 16,12-13 entfaltet und schließlich in Konzilsdokumenten und Katechismen niedergelegt wurde. Und diese ist dann das, was die Protestanten nicht wollen, weshalb sie von ihr sagen, sie sei unbiblisch, was sie natürlich nicht ist. Sie haben lediglich einen äußerst geringen Teil der Lehre im Neuen Testament stehen, den sie im Großen und Ganzen entweder ablehnen und ihn sich daher ihren Gelüsten entsprechend zurechtbiegen und damit fälschen oder ihn schlichtweg falsch verstehen und daraus dann ganze Geschichten machen, die sie in Schriften, Internetseiten und Foren niederlegen, die sie der Schrift dann an die Seite stellen und mit dieser Handlung an ihrem eigenen Sola Scriptura selbst nicht festhalten!

Weiterführender Text zum Thema: Dr. Ludwig Neidhart: Mündliche Tradition, kirchliches Lehramt und die Lehre von den sieben Sakramenten: Was lässt sich biblisch begründen? : https://www.philso.uni-augsburg.de/institute/philosophie/Personen/Lehrbeauftragte/neidhart/Downloads/TraditionSakramente.pdf

Vorheriger Beitrag
Darf man den Papst „Vater“ nennen?
Nächster Beitrag
Heiligenverehrung = Totenkult?
Menü