Darf man sich beim Gebet vor heiligen Dingen hinknien?

Wenn wir Katholiken in die Kirche gehen, dann knien wir uns dort vor heiligen Dingen hin, etwa vor Heiligenstatuen, Heiligenbildern, Reliquien und dem Altar, um dort so, nämlich kniend, zu Gott und zu seinen Heiligen und Engeln zu beten. Im Protestantismus behauptet man, dass diese Praxis eine anbetende Zuwendung zu diesen heiligen Dingen selbst sei. Die Wahrheit ist, dass wir hierbei nichts anderes tun, als das, was schon in biblischen Zeiten von den Gläubigen getan wurde:

“Josua aber zerriss seine Kleider. Er warf sich mitsamt den Ältesten Israels bis zum Abend vor der Lade des Herrn (mit den Kerubimstatuen) auf sein Angesicht nieder. Sie streuten Staub auf ihr Haupt. Da sprach Josua: ‘Ach, Herr, Herr! Warum ließest du dieses Volk den Jordan überschreiten …” (Jos. 7,6-7)

Die Priester warfen sich in ihren priesterlichen Gewändern vor dem Altar nieder und riefen zum Himmel empor …” (2 Makk. 3,15)

Dies veranschaulicht das, was wir Katholiken tun! Wie die Juden, etwa Josua, die Ältesten und Priester, knien wir Katholiken uns vor heiligen Dingen nieder, um wie sie, nicht diese Dinge anzubeten, sondern zu Gott zu beten (und durch seine Engel und Heiligen), ob still oder laut. Machen wir also weiter so! Mit der Bibel voran!

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