Darf man den Papst “Vater” nennen?

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Der oberste Hirte der katholischen Kirche wird “Papst” = “Vater”, auch “Heiliger Vater”, genannt. Protestantische Lehrer und Prediger bezeichnen das als Gotteslästerung und berufen sich dabei auf Jesu Worte Mt 23,9:

“Auch Vater nennt niemanden auf Erden, denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel.”

Doch gleichzeitig machen die besagten Lehrer und Prediger eine Ausnahme: Man dürfe nur seinen leiblichen Vater “Vater” nennen. Diese Ausnahme machen sie allein aus dem Grund, weil sie selbst ihre leiblichen Väter “Vater” nennen und so nennen wollen, obwohl dies das Wort Jesu für sich genommen verbietet.

Dies zeigt, dass sie für sich selbst immer Ausnahmen schaffen, die sie anderen nicht zugestehen wollen, vor allem, wenn es sich um uns Katholiken handelt, was sich auch daran zeigt, dass sie uns vorhalten, wir würden Gebete verrichten, die buchstäblich nicht in der Bibel vorkommen, während sie selbst solche in der Bibel buchstäblich nicht vorkommenden Gebete verrichten. Dies zeigt sich z.B. auch daran, dass sie mit Röm 3,10-11 belegen wollen, dass Maria keine Gerechte gewesen sei, während sie diese Stelle hingegen auf sich selbst und auf ihre Gläubigen nie beziehen, sondern von sich und ihnen immer sagen, sie seien Gerechte.

Hier sieht man, dass es diesen Lehrern und Predigern überhaupt nicht um die Wahrheit und um die Bibel geht, sondern nur um das, was sie selber wollen. Dem entsprechend passen sie die Bibel ständig ihren eigenen Konzepten an, wie beim vorliegenden Thema, nur um ihre eigenen Menschenlehren hinter der Bibel zu verstecken, damit sie nicht als solche erkannt werden! Protestantischer Trick 17!

Fakt ist, dass des Herr sagt, dass man NIEMANDEN auf Erden Vater nennen darf, weil NUR Gott Vater der Vater ist. Hier gibt es keinen Spielraum, denn das Wort “NIEMAND” kennt keine Ausnahmen, so dass weder besagte Lehrer und Prediger ihre leiblichen Väter “Vater” nennen dürfen, noch wir unsere Päpste. Demzufolge sind auf dieser Basis sowohl sie Gotteslästerer, weil sie jemanden auf Erden “Vater” nennen, als auch wir. Stellen wir diese Aussage Jesu jedoch in den biblischen Kontext, dann sehen seine Worte ganz anders aus; denn es gibt in den Paulusbriefen eine Stelle, die diese Aussage des Herrn erklärt. Paulus schreibt:

“Daher beuge ich meine Knie vor dem Vater, von dem jede Vaterschaft [patria] im Himmel und auf Erden ihren Namen hat.” (Eph 3,14-15)

Von Gott, dem Vater, kommt also JEDE Vaterschaft im Himmel und auf Erden, und somit nicht nur die leibliche Vaterschaft, sondern auch die geistliche. Gott, der Vater, lehrt uns also, dass er der Vater im absoluten Sinn ist, während alle Väter im Himmel und auf Erden, ob leibliche oder geistliche, ihre Vaterschaft von ihm, dem einzig wahren Vater, haben. Das heißt: Wenn Jesus, der Herr, also anordnet, NIEMANDEN auf Erden “Vater” zu nennen, dann meint er auf dieser biblischen Basis, NIEMANDEN auf Erden “Vater” im absoluten Sinn zu nennen, weder den eigenen leiblichen Vater, wie das beispielsweise die Atheisten tun, noch einen geistlichen Vater. Da wir Katholiken unsere Väter nie “Vater” im absoluten Sinn nennen, so entsprechen wir den biblisch gemeinten Worten Jesu! Ob dies besagte protestantische Lehrer und Prediger auch so tun, wie wir, wissen wir nicht! Wenn nicht, dann sind sie Gotteslästerer!

Nun zur geistlichen Vaterschaft: Der Apostel Johannes schreibt:

“Es gibt für mich keine größere Freude, als zu hören, daß meine Kinder in der Wahrheit wandeln.” (3 Joh 4)

Die Apostel und ihre in der Schrift nachgewiesenen Nachfolger, die Bischöfe, sind demzufolge geistliche Väter ihrer ihnen von Gott anvertrauten Gläubigen. Diese ihre geistliche Vaterschaft haben sie von Gott, dem Vater, empfangen, weshalb sie geistliche Väter sind. Somit sind unser sichtbares Kirchenoberhaupt, unsere Bischöfe und unsere Priester unsere geistlichen und heiligen Väter, während wir ihre geistlichen und heiligen Kinder sind, da wir und sie als Christen in der Heiligen Schrift als “Heilige” bezeichnet werden:

“Als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte zieht also an herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Sanftmut und Langmut.” (Kol 3,12)

Und so darf jeder Vater seine Kinder “Kinder” und jedes Kind seinen Vater “Vater” nennen, solange sie das nicht im absoluten Sinn tun. Und so lösen sich alle auf Mt 23,9 bezogenen Aussagen besagter protestantischer Lehrer und Prediger in Nichts auf! Alles ist, wie gehabt, nichts weiter als protestantische Irrlehre!

Weiterführender Text mit noch mehr bedeutenden und wichtigen Aspekten: Ist es schriftwidrig, einen Menschen „Vater“ zu nennen? : https://www.philso.uni-augsburg.de/institute/philosophie/Personen/Lehrbeauftragte/neidhart/Downloads/VaterNennen.pdf

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