Christus – Gott und Mensch

1. Verneinung der Menschwerdung Gottes

Manche Protestanten, die die Gottheit Christi leugnen, sagen, dass Gott nicht Mensch werden könne, weil er sonst seine Unendlichkeit verlieren würde. Aus diesem Grund sei Jesus Christus nicht Gott. Doch das ist eine menschliche, philosophische Überlegung, die keine biblische Basis besitzt. Sie gründet auf der menschlichen Annahme, dass Gott nicht allmächtig sei, er also nicht in der Lage sei, Mensch zu werden und gleichsam seine Unendlichkeit zu behalten. Diese Protestanten lehren also einen Gott, der nicht allmächtig ist, also einen falschen Gott, einen Gott, den es nicht gibt. Der Erzengel Gabriel und Jesus Christus hingegen lehren einen Gott, der allmächtig ist:

“Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.” (Lk. 1,37)

“… bei Gott ist alles möglich.” (Mk. 10,27)

Da Gott also alles möglich ist, so kann er durchaus Mensch werden, ohne seine Unendlichkeit zu verlieren. Das beweist nicht erst Joh. 1,1.14, wo bezeugt wird, dass Gott Mensch wurde, sondern schon das erste Buch Mose, wo es im 18. Kapitel heißt:

“JHWH erschien ihm (Abraham) … erschienen ihm drei Männer.” (18,1-2)

Weiter heißt es in 18,3-8, dass der hier bezeugte dreipersonale Gott JHWH, der hier Abraham erschienen war, seine Füße wusch, Milch trank und Brot, Kuchen, Sahne und Fleisch aß, er also vorübergehend einen menschlichen Leib angenommen hatte, um Abraham zu erscheinen! Dasselbe begegnet uns im 32. Kapitel. Dort steht geschrieben, wie ein Mann dem Patriarchen Jakob erscheint und mit ihm einen Ringkampf führt. Nach dem Kampf sagt der Mann zu Jakob:

“… denn du hast mit Gott und mit Menschen gerungen und dabei den Sieg errungen.” (1 Mo. 32,29)

Mit diesen Worten bekundet der Mann, dass er Gott und Mensch zugleich war und als Mensch mit Jakob gerungen hat. Dass es sich bei dem Mann tatsächlich um eine der drei göttlichen Personen gehandelt hat, der Jakob in Menschengestalt erschien, bezeugt noch 1 Mo. 32,31:

“Jakob nannte dieses Ortes Namen ‘Penuel’ (Gottes Angesicht); denn ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, und mein Leben ist doch erhalten geblieben.” (1 Mo. 3,31)

Jakob erkannte also, dass es sich bei dem Mann um Gott gehandelt hat. Somit wird deutlich, dass hier Gott kurzfristig einen menschlichen Leib angenommen hatte, um Jakob in dieser Form von Angesicht zu Angesicht zu erscheinen, damit er am Leben bleiben konnte. Der Ringkampf, den Jakob mit ihm führte, enthüllt, dass Gott für Jakob tatsächlich materiell greifbar war, Gott also tatsächlich Mensch war – ohne Vater und Mutter. Doch am Ende der Zeiten hat er sich entschlossen, als Mensch empfangen und geboren zu werden: “Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.” (Joh 1,1) “Und Gott war das Wort”, heißt es, “und das Wort” – Gott – “ist Fleisch geworden” – aus Maria, der Jungfrau – “und hat unter uns gewohnt”. (Joh. 1,14)

Wir sehen:

Gott kann, da er allmächtig ist, sehr wohl Mensch werden, ohne seine Unendlichkeit zu verlieren, und ist auch Mensch geworden, ohne seine Unendlichkeit verloren zu haben! Man kann diese Tatsache zwar mittels eigener menschlicher Logik verneinen, die keine Relevanz hat, aber das Ergebnis stimmt dann nicht mit der Heiligen Schrift, Gottes Wort, überein, weshalb uns Christen solche Ergebnisse auch nicht interessieren!

 

2. Die Bibel lehrt: Jesus Christus ist Gott

Die Bibel offenbart uns Jesus Christus mehrfach als Gott. Manche dieser Bibelaussagen werden von den protestantischen Lehrern, die die Gottheit Christi leugnen, totgeschwiegen, andere Bibelstellen verdreht und verfälscht, und wieder andere einseitig als angeblicher Beweis für die Richtigkeit ihrer eigenen Lehre, Christus sei nicht Gott, sondern Gottes Geschöpf, angeführt. Wer alle diese Bibelstellen, die Christus als Gott offenbaren, nicht kennt, könnte von den Irrlehrern, z.B. von den Zeugen Jehovas oder von Adventisten, schnell aufs Glatteis geführt werden. Deshalb gehe ich die einzelnen biblischen Stellen, die uns die Gottheit Christi buchstäblich offenbaren, durch:

1. Bibelstelle:

“Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dieses war im Anfang bei Gott.” (Joh. 1,1)

Die Phrase “Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott” zeigt an, dass das Wort (Christus) und Gott zwei verschiedene Personen sind. Hier wird deutlich, dass es sich bei Gott, bei dem das Wort (Christus) war, um den göttlichen Vater handelt, bei dem das Wort auch nach 1 Mo. 1,3 war: “Da sprach Gott: ‘Es werde Licht!’ …”. Gleich hinterher wird auch enthüllt, dass “Gott .. das Wort” war: “und Gott war das Wort.” Die Rede ist hier also von Gott Sohn, dem Wort, und von Gott Vater, der das Wort spricht, also zeugt. Der Sohn Gottes wird hier also eindeutig als Gott bezeichnet, und nicht als Geschöpf. Weil das der Wachturmgesellschaft der Zeugen Jehovas nicht passt, fügt sie dem Bibeltext noch ein Wort (unten grün und fett markiert) hinzu, um so zum gewünschten Ergebnis zu kommen:

“und das Wort war ein Gott.”

Das heißt, von der Wachturmgesellschaft wurde aus “Gott” – “ein Gott” gemacht, um dann auf der Basis dieser Bibelfälschung auf Joh. 10 zu verweisen, wo sich Jesus als eben diesen einen Gott zu verstehen gäbe, indem er gegenüber den Pharisäern und Schriftgelehrten auf Psalm 82,6 verweist, wo es über die jüdischen Richter heißt: “Ich habe gesagt: ‘Ihr seid Götter’.” Auf dieser konstruierten Basis erklärt die Wachturmgesellschaft dann, dass sich weder Jesus selbst in Joh. 10, noch dass ihn Johannes in Joh. 1,1 als Gott bezeichnet habe, sondern als einen der im Psalm gemeinten geschöpflichen “Götter”. Sicherlich war Christus in seiner Menschheit im Sinne des zitierten Psalms und auch im Sinne von 2 Mo. 4,16 ein rein menschlicher “Gott”, aber nach Joh. 1,1 ist er auch der ewige Gott, da dort nicht von ein Gott” die Rede ist, sondern von “Gott”:

“und Gott war das Wort” – (griech.: “kai [und] theos [Gott] en [war] ho [das] logos [Wort]”)!

Eine weitere Fälschung stammt von den Übersetzern von “Konkordantes Neues Testament”:

“… und wie Gott war das Wort.”

Während die Wachturmgesellschaft der Bibel das Wort “ein” (“ein Gott”) hinzufügt, um ihre Anti-Trinitätslehre zu stützen, fügen die Übersetzer des “Konkordantes Neues Testament” der Bibel das Wort “wie” (“wie Gott”) hinzu, nur um die biblische Aussage, dass Christus Gott ist, zu zerstören.

Halten wir also fest, was die Bibel sagt:

“Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.”

Gott ist also der Vater und Gott ist auch der Sohn! Punkt.

2. Bibelstelle:

“Wir wissen, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Einsicht gegeben hat, den Wahrhaftigen zu erkennen; und wir sind im Wahrhaftigen: in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott …” (1 Joh. 5,20)

Auch hier, wie in Joh. 1,1, unterscheidet Johannes zwischen Christus, dem Sohn Gottes, und seinem göttlichen Vater, dem Wahrhaftigen:

“… dass der Sohn … uns Einsicht gegeben hat, den Wahrhaftigen zu erkennen …”

Und ebenso wird dann gleich hinterher erklärt, dass der Wahrhaftige auch der Sohn, Jesus Christus, ist:

“… wir sind im Wahrhaftigen: in seinem Sohn Jesus Christus …”

So, wie nach Joh. 1,1 der Sohn und sein göttlicher Vater gleichsam Gott sind, so sind sie nach 1 Joh. 5,20 gleichsam der Wahrhaftige – Gott -, was dann gleich darauf nochmal im Hinblick auf den Sohn buchstäblich ausgesprochen wird:

“… und wir sind im Wahrhaftigen: in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott …”

Da die Wachturmgesellschaft auch hier kräftig ins Schleudern kommt, hat sie Vers 5,20 in ihrer Übersetzung wie folgt gefälscht (grün und fett markiert):

“Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist, und er hat uns verstandesmäßig befähigt, den Wahrhaftigen zu erkennen. Und wir sind in der Gemeinschaft mit dem Wahrhaftigen durch seinen Sohn Jesus Christus. Dies ist der wahre Gott …”

Dem Wort Gottes wurde also einfach hinzugefügt: “in der Gemeinschaft mit dem” und “durch”. In der Bibel aber steht:

kai [und] esmen [wir sind seiend] en [in] to [dem] alethino [Wahrhaftigen] en [in] to [dem] huio [Sohn] autou [seinem] iesou [Jesus] christo [Christus]”

Und gleich hinterher wird ausdrücklich gesagt, dass er, Jesus Christus, “der wahrhaftige Gott” ist:

houtos [dieser] estin [ist] ho [der] alethinos [wahrhaftige] theos [Gott]”

Jesus Christus ist also sowohl nach Joh. 1,1 als auch nach 1 Joh. 5,20 Gott! Und was die Bibel sagt, ist unerschütterlich! Selbst Fälschungen heben sie nicht auf! Man kann zwar mit diesen Bibelfälschungen Unwissende und Leichtgläubige täuschen, aber keine Christen!

3. Bibelstelle

“… der Christus dem Fleische nach, der da ist über allem, Gott, gepriesen in Ewigkeit. Amen.” (Röm. 9,5)

Auch diese Bibelstelle sagt ausdrücklich, dass Christus Gott ist, “der da ist über allem”, “gepriesen in Ewigkeit”.  Weil das wiederum der antichristlichen Lehre der Wachturmgesellschaft widerspricht, musste diese den Bibeltext in ihrer “Übersetzung” wie folgt fälschen:

“… der Christus dem Fleische nach [abstammt]: Gott, der über allem ist, [sei] gesegnet immerdar. Amen.”

Obwohl der griechische Text der Bibel hinter der Phrase “der Christus dem Fleische nach [abstammt]” keinen Doppelpunkt zulässt, wurde hier willkürlich ein Doppelpunkt gesetzt, um mit diesem Doppelpunkt zu suggerieren, dass jetzt ein eigenständiger Satz folgen würde.

Diese Satzkonstruktion wurde deshalb vorgenommen, damit die Bezeichnung “Gott” (nach dem Doppelpunkt) keinen Bezug mehr zu “Christus” (vor dem Doppelpunkt) hat.

In diesem Zusammenhang wird dem Bibeltext daher auch einfach das Wort “sei” hinzugefügt, damit es auch 100-prozentig ins eigene Zeugen-Jehovas-Schema passt:

“Gott … [sei] gesegnet immerdar”.

Auf diese Weise wird die biblische Aussage Röm. 9,5, dass Christus Gott ist, völlig zerstört.

Des Weiteren wird die Phrase “der über allem ist” hinter “Christus dem Fleische nach” entfernt und stattdessen hinter die Bezeichnung “Gott” gesetzt: “Gott, der über allem ist”, obwohl die Phrase “der über allem ist” dem Bibeltext nach direkt auf Christus folgt: “Christus dem Fleische nach, der über allem ist”. Das hat die Wachturmgesellschaft deshalb getan, weil die Phrase “der über allem ist” gleich hinter Christus Christus als Gott bezeugt, da nur Gott über allem ist, und kein Geschöpf.

Der ganze biblische Satzteil wurde komplett verdreht und verfälscht, um das biblische Zeugnis der Gottheit Christi zu zerstören.

4. Bibelstelle

“… zu harren auf die selige Hoffnung/Erwartung und das Erscheinen der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Retters Jesus Christus.” (Tit. 2,13)

Auch diese Übersetzung entspricht genau dem Bibeltext in Griechisch. Der Bibel zufolge ist Jesus Christus “unser großer Gott und Retter”. Auch hier versuchen einige, weil es ihrer Irrlehre nicht entspricht, es so zu drehen, dass die Aussage nicht mehr lautet, dass Jesus Christus unser Gott und Retter ist, sondern so, dass sich nur noch die Bezeichnung “Retter” auf Christus bezieht, nicht aber “Gott”:

“… zu harren auf die selige Hoffnung und das Erscheinen der Herrlichkeit unseres großen Gottes und des Retters Jesus Christus.”

Das Wort “des” wurde hier Gottes Wort einfach hinzugefügt, um den Sinn zu verändern, und zwar dahingehend, dass Christus zwar der Retter ist, nicht aber “unser großer Gott”, der er aber dem griechischen Text nach ist. Auch die Wachturmgesellschaft tut das, indem sie “des” in eckige Klammern setzt:

“während wir auf die beglückende Hoffnung und das Offenbarwerden der Herrlichkeit des großen Gottes und [des] Retters von uns, Christus Jesus, warten.”

Diesen Bibelfälschungen zufolge warten wir nicht auf das Erscheinen der Herrlichkeit des großen Gottes und Retters Jesus Christus, sondern auf das Erscheinen der Herrlichkeit Gottes einerseits und auf das Erscheinen der Herrlichkeit Christi andererseits. In Wahrheit aber sagt die Bibel:

“… ten [die] makarian [glückselige] elpida [Erwartung] kai [und] epiphaneiam [Erscheinung] tes [der] doxes [Herrlichkeit] tou [des] megalou [großen] theou [Gottes] kai [und] soteros [Retters] hemon [von uns] iesou [Jesus] christou [Christus]”

Die Bibel spricht also nicht einerseits vom Erscheinen der Herrlichkeit Gottes und andererseits vom Erscheinen des Retters Jesus Christus, sondern vom “Erscheinen der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Retters Jesus Christus”. Jesus Christus ist also unser großer Gott!

5. Bibelstelle

Nach der folgenden Bibelstelle sagt Jesus selbst, dass er Gott ist:

“Judas nun nahm die Kohorte und Leute von den Hohenpriestern und Pharisäern und begab sich mit Fackeln, Laternen und Waffen dorthin. Jesus, der alles wusste, was über ihn kommen sollte, trat heraus und fragte sie: ‘Wen sucht ihr?’ Sie antworteten ihm: ‘Jesus, den Nazoräer.’ Er sprach zu ihnen: “Ich bin”. … Als er nun zu ihnen sagte: ‘Ich bin”, da wichen sie zurück und fielen zu Boden.” (Joh. 18,3-6)

Jesus sprach zu den Schergen nicht, wie es in einigen Übersetzungen immer wieder heißt: “Ich bin es.”, sondern: “Ich bin.” Damit sagt er ausdrücklich, dass er Gott – “Ich bin” – ist, da Gott sich diese Bezeichnung für sich behält:

“Er (Gott) fuhr fort: So sollst du zu den Israeliten sprechen: Der ‘Ich bin’ hat mich zu euch gesandt.” (2 Mo. 3,14)

Jesus Christus ist als “der ‘Ich bin'”, Gott, der Ewige und Allmächtige! Er selbst sagt es über sich!

6. Bibelstelle

“Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe geworden, und ohne dasselbe ist nichts geworden, was geworden ist.” (Joh. 1,1-3)

Alles, was geworden ist, also alles Geschaffene, so heißt es, ist durch den Sohn, das Wort, geworden. Und weil alles Geschaffene gemäß Vers 3 durch den Sohn geworden ist, so befindet sich der Sohn dem Text nach folglich außerhalb alles Geschaffenen und ist somit selbst nicht Gewordener, sondern ungeworden, unerschaffen, und somit ewig seiend und somit Gott, durch den alles Gewordene geworden ist. Und so verstehen wir, warum die Bibel Christus als Gott bezeugt:

“… und Gott war das Wort …”

“… unseres großen Gottes und Retters Jesus Christus.”

“… der Christus dem Fleische nach, der da ist über allem, Gott …”

“… und wir sind im Wahrhaftigen: in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott …”

Sie können jetzt entscheiden, wem Sie folgen wollen: den Leugnern der Gottheit Christi, die die Bibel fälschen, um die biblischen Lehren von der Gottheit Christi zu zerstören und ihre eigenen Irrlehren auf diese Weise unter biblischem Anschein leuchten zu lassen, oder der Bibel, dem Wort Gottes, das uns die Gottheit Christi direkt und ohne Umschweife lehrt! Entscheiden Sie sich richtig, damit Sie nicht in die Hölle kommen!

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