Biblische Trinitätslehre

1. Gott offenbart sich als mehrpersonaler Gott

Seit Apostelzeiten an weiß die Kirche aufgrund der apostolischen mündlichen Überlieferung innerhalb der geschichtlichen Realität, dass Gott dreipersonal ist. Das wird von einigen protestantischen Glaubensgemeinschaften, z.B. Zeugen Jehovas und Der Weg, unter Berufung auf die Bibel verneint. Gott sei nur eine Person. Doch ist es gerade die Bibel, die uns Gott als den Dreifaltigen offenbart, oder besser gesagt, in der sich Gott selbst als der Dreifaltige offenbart, als ein einziger Gott in drei Personen. Die erste Offenbarung Gottes begegnet uns daher schon auf den ersten Seiten der Bibel. Hier sagt Gott:

“und (Gott) sprach: ‘Lasset uns Menschen machen nach unserem Bilde und unserer Ähnlichkeit …’ Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde …” (1 Mo. 1,26-27)

An dieser Stelle spricht der eine und einzige Gott von “uns”:

“Lasset uns Menschen machen nach unserem Bilde und unserer Ähnlichkeit …”

Gott spricht hier also von sich selbst in der Mehrzahl, von “uns”, und enthüllt somit, dass ER, der Eine und Einzige, mehrpersonal ist. Dagegen sind mir zwei protestantische Behauptungen seitens der Anti-Trinitarier bekannt, mit denen man die Aussage Gottes über sich selbst auszuhebeln versucht:

1.) Mit “uns” habe Gott nicht sich selbst als einen mehrpersonalen Gott gemeint, sondern habe damit auch seinen Sohn (Jesus Christus), der ein Geschöpf sei, mit einbezogen: Er habe gemeinsam mit seinem geschaffenen Sohn den Menschen erschaffen wollen.

2.) Das “uns” sei nichts anderes als ein Majestätsplural.

Auf diese zwei protestantische Behauptungen will ich nun eingehen:

Zu 1:

Im Hinblick auf die Behauptung Punkt 1 wird in der Bezeichnung “Gott” in 1 Mo. 1,26 der himmlische Vater betrachtet, der zu seinem Sohn, den er geschaffen habe, gesagt habe:

“Lasset uns Menschen machen nach unserem Bilde und unserer Ähnlichkeit“.

Daraufhin habe der VATER durch seinen erschaffenen Sohn den Menschen geschaffen:

Vers 27: “Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde” – durch seinen Sohn!

Man bezieht sich bei dieser Argumentation, bei der dem Vers 27 einfach “durch seinen Sohn” hinzugefügt wird, unter anderem auf Joh. 1,3, wo es heißt:

“Alles ist durch dasselbe (das Wort Gottes = Christus) geworden …”

Wenn also alles durch den Sohn – Gottes Wort – geschaffen wurde, dann selbstverständlich auch der Mensch. Die Richtigkeit dieser Argumentation ist, da sie biblisch ist, nicht von der Hand zu weisen: Der Vater schuf den Menschen durch seinen Sohn. Der Irrtum besteht jedoch darin, dass der Sohn nicht Gott, sondern Geschöpf sei. Diese Behauptung, dass der Sohn Geschöpf sei, widerlegt die Bibel, wenn gesagt wird, dass ausschließlich Gott den Menschen schuf, und sonst niemand:

“Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde …” (1 Mo. 1,27)

“Da bildete Gott, der Herr, den Menschen aus Lehm der Erde und hauchte in sein Angesicht den Odem des Lebens, und der Mensch ward ein lebendes Wesen.” (1 Mo. 2,7)

“Da sandte Gott, der Herr, einen tiefen Schlaf auf Adam, und als er entschlafen war, nahm Gott eine von seinen Rippen und füllte die Stelle mit Fleisch. Und Gott, der Herr, baute aus der Rippe, die er von Adam genommen, ein Weib und führte es Adam zu.” (1 Mo. 2,21-22)

Das sind deutliche Aussagen:

Gott schuf den Menschen, und niemand anderes, und zwar, indem ER, ER allein, den Mann “aus Lehm der Erde” bildete und ihm daraufhin “den Odem des Lebens” einhauchte, und indem ER, ER allein, die Frau “aus der Rippe” des Mannes baute. So steht es in der Bibel!

Somit bezeugt die Bibel, dass nicht nur der Vater Gott ist, sondern auch sein Sohn, wobei der göttliche Vater den Menschen durch seinen göttlichen Sohn schuf.

Wenn also der göttliche Vater die Worte “Lasset uns Menschen machen nach unserem Bilde und unserer Ähnlichkeit …” sprach, dann sprach er sie zu seinem göttlichen Sohn, sowie zu noch mindestens einer weiteren göttlichen Person. Letzteres geht daraus hervor, dass der göttliche Vater nicht Lass uns Menschen machen …” sprach, sondern Lasset uns Menschen machen …” Dieses “Lasset” ist ja kein Singular, sondern ein Plural, der neben einer zweiten Person noch mindestens eine weitere göttliche Person beinhaltet.

Zu 2:

Der besagte Majestätsplural wurde nur im Heidentum, nicht auch im Judentum, verwendet und ist daher biblisch nicht bezeugt, und ist daher auch in 1 Mo. 1,26 nicht vorhanden.

Wenn wir also allein die Bibel zur Grundlage unserer Forschungen nehmen, dann ergibt sich zu 1 Mo. 1,26 nur eins: Gott allein schuf den Menschen!

Beachten wir daher folgendes: Gott sprach:

“Lasset uns Menschen machen nach unserem Bilde” (1 Mo. 2,26)

Gleich im darauffolgenden Vers 27 wird dann ausdrücklich gesagt, dass der Mensch, der “nach unserem Bilde” geschaffen werden sollte, nach dem Bilde Gottes geschaffen wurde:

“Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde”

Wenn Gott in Vers 26 von unserem Bilde” spricht, und in Vers 27 dann von seinem Bilde” gesprochen wird, dann bezieht sich gemäß Vers 27 das “uns” in Vers 26 auf Gott allein, so, wie es in Vers 27 mitgeteilt wird.

Das “uns” bezieht sich auf Gott selbst, mit dem sich Gott, der EINE und EINZIGE, als mehrpersonal offenbart. Alles, was darüber und über die Bibel hinausgeht, sind lediglich protestantische (oder auch islamische) Gedanken, Phantasien und Hinzufügungen und deshalb ohne Bedeutung!

2. Die Schöpfungsgeschichte offenbart den dreifaltigen Gott

Im Text oben sahen wir, dass sich Gott in 1 Mo. 1,26-27 als mehrpersonal offenbart. Er offenbart uns im selben Kapitel auch die Anzahl seiner Personen: DREI:

“Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.” (1 Mo. 1,1)

Sogleich danach heißt es:

“Die Erde aber war wüst und leer, und Finsternis war über dem Abgrund, und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.” (1 Mo. 1,2)

An der Erschaffung war demnach der Heilige Geist beteiligt. Im darauffolgenden Vers lesen wir:

“Da sprach Gott: ‘es werde Licht!”

“Gott” ist hier der göttliche Vater, weil er spricht, weil sein Sprechen auf sein Wort, seinen göttlichen Sohn, hindeutet, durch den er alles geschaffen hat:

Alles ist durch dasselbe (das Wort Gottes = Christus) geworden, und ohne dasselbe ist nichts geworden, was geworden ist.” (Joh. 1,3)

Gott, der Vater, sprach, und es wurde – durch sein Wort, seinen göttlichen Sohn, “durch den er auch die Welten schuf.” (Hebr. 1,2)

Wenn nun gemäß 1 Mo. 1,1 Gott Himmel und Erde schuf und dabei – gemäß 1 Mo 1 – ausschließlich der Vater und der Sohn und der Heilige Geist als Beteiligte bezeugt werden, dann sind diese DREI dieser eine in 1 Mo. 1,1 genannte Gott, wobei Gott Vater zu den anderen beiden göttlichen Personen sprach:

“Lasset uns Menschen machen nach unserem Bilde und unserer Ähnlichkeit …” (1 Mo. 1,26)

Die Behauptung der eingangs im ersten Text oben bezeichneten protestantischen Glaubensgemeinschaften, dass der Sohn und der Heilige Geist nicht Gott wären, ist daher nichts anderes als ein Phantasieprodukt. Diese protestantische Lehre gibt der biblische Schöpfungsbericht einfach nicht wieder.

So wissen wir anhand des biblischen Schöpfungstextes, wen Gott in 1 Mo. 1,26 mit “uns” gemeint hat: Gott Vater und Sohn und Heiliger Geist!

3. Der dreifaltige Gott offenbart sich Abraham

Manche Bekenner des dreifaltigen Gottes sind der Ansicht, dass sich Gott im Alten Testament in seiner Dreifaltigkeit noch nicht klar zu erkennen gegeben habe. Doch ist es gerade das erste Buch Mose, in welchem sich Gott dreipersonal offenbart, wie wir gesehen haben, und zwar bereits in der Schöpfungsgeschichte, aber auch im 18. Kapitel der Genesis, wo wir lesen:

“JHWH aber erschien ihm (dem Abraham) im Tale Mambre … Und als er seine Augen erhob, erschienen ihm drei Männer …, und da er sie sah, lief er ihnen … entgegen und neigte sich bis zur Erde.” (1 Mo. 18,1-2)

Hier wird ausdrücklich gesagt, dass dem Abraham JHWH, Gott, erschien. Das kann also nicht weggeredet oder wegargumentiert werden; das steht da. Das ist Bibelwort! Und gleich im zweiten Satz heißt es, dass ihm, Abraham, drei Männer erschienen, vor denen er “sich bis zur Erde” neigte. So enthüllen uns die ersten beiden Verse dieses Kapitels, dass Gott dreipersonal ist, da JHWH hier als drei Männer erscheint.

Und als Abraham sie erblickte, sprach er zu ihnen:

Herr, habe ich Gnade in deinen Augen gefunden, so gehe nicht an deinem Knechte vorüber. Ich will ein wenig Wasser bringen, lasset eure Füße waschen und ruhet aus unter dem Baume …” (18,3-5)

Abraham spricht die drei Personen mit dem Gottestitel “Herr” an und bekennt sie auf diese Weise als den einen Gott, den Herrn, der ihm nach 18,1 erschien. Beachten wir auch:

Abraham sprach die Drei nicht mit “Herren” an, im Plural, was man ja im Hinblick auf drei Personen erwarten würde, sondern mit “Herr”, im Singular. Das bedeutet: Die drei Männer sind der Herr, Gott, so, wie es in 18,1-2 kundgetan wird: “JHWH (Gott) erschien ihm … erschienen ihm drei Männer”, die Abraham dann mit dem Gottestitel “Herr” anredete, um dann sogleich hinterher den e i n e n Herrn, wiederum mit “sie” anzusprechen: Herr, habe ich in deinen Augen Gnade gefunden … lasset eure Füße waschen …” Das heißt: Der eine Gott, JHWH, ist dreipersonal, und die drei göttlichen Personen sind der eine Herr und Gott!

Natürlich wird von den Leugnern des dreifaltigen Gottes aus dieser Sackgasse, in die die Bibel, Gottes Wort, sie hineinführt, ein Ausweg gesucht – und dieser scheinbar auch gefunden:

1.) Die drei Männer, die Abraham besuchten, besaßen einen menschlichen Körper, da sie nach 18,4 ihre Füße wuschen und ausruhten und nach 18,5-8 Milch tranken und Brot, Honig und Fleisch aßen. Die drei Männer könnten daher nicht Gott gewesen sein, weil Gott Geist ist und keinen materiellen Körper besitzt.

2.) Sie weisen auch darauf hin, dass im folgenden Kapitel, dem 19., mitgeteilt würde, dass es sich bei mindestens zwei der drei Männer, die Abraham erschienen, um Engel gehandelt habe: “Die beiden Engel aber kamen nach Sodoma zur Abendzeit …” Es sei also nicht Gott gewesen, der Abraham erschien, sondern Engel.

Zu 1:

Die Verse 18,1-2 sagen ausdrücklich, dass JHWH, also Gott, dem Abraham als drei Männer erschien. Also ist das so, und nicht anders! Die Verse 4-8 kann man daher nicht dagegen ausspielen, um dann gegen die Verse 1-2, also gegen Gottes Wort, zu behaupten, dass das Gott nicht gewesen sein konnte. Vielmehr war es, wie die Verse 1-2 sagen, Gott, der Abraham dreipersonal erschien, der aber gemäß den Versen 4-8 vorübergehend menschliche Leiber angenommen hat, um Abraham zu erscheinen, da kein Mensch Gott so, wie er in seiner Realität ist, sehen kann, ohne dabei am Leben zu bleiben (vgl. 1 Mo. 32,23-31).

Zu 2:

(a) Es ist nicht einzusehen, wie man nun behaupten kann, dass es sich bei den drei Männern um Engel gehandelt haben soll, da ja auch sie Geister sind, die keine menschlichen Leiber besitzen. Wie man daher auf der einen Seite behaupten kann, es könne sich nicht um Gott handeln, weil die drei Männer menschliche Leiber hatten, und auf der anderen Seite, es handele sich um Engel mit menschlichen Leibern, ist nicht nachvollziehbar. Das ist widersprüchlich! Des Weiteren ist nicht nachzuvollziehen, weshalb Engel menschliche Leiber annehmen könnten, während Gott dazu nicht in der Lage sei! Sind die Engel etwa mächtiger als Gott?! Auch daran ersieht man die Unsinnigkeit dieser Annahme!

(b) Es wird übersehen, dass es sich bei dem Wort “Engel” nur um eine Übersetzung des hebräischen Wortes “mal’ach” handelt, das grundsätzlich “Bote” bedeutet, wobei aber ein Bote – auch im biblischen Gebrauch – nicht immer ein Engel sein muss. Zur Beweisführung verweise ich auf Mal. 3,1, wo es heißt:

“Siehe, ich sende meinen mal’ach, dass er einen Weg vor mir bereite!”

Nach Mk. 1,2 handelt es sich bei diesem beim Propheten Maleachi angekündigten mal’ach nicht um einen Engel, sondern um Johannes den Täufer! Vor diesem biblischen Hintergrund müssen wir auf der Basis der biblischen Informationen der Kapitel 18 und 19 des ersten Buches Mose nach der Identität der Boten in 19,1 suchen:

Wir haben gesehen, dass 1 Mo. 18,1-2 ausdrücklich sagt, dass es sich bei den drei Männern um JHWH, um Gott, handelt. Folglich handelt es sich bei den beiden der drei Männer, die nach Sodom kamen, nicht um Engel, sondern um zwei der drei göttlichen Personen in Menschengestalt. Sie sind dem biblischen Zeugnis nach insofern Boten, als sie von der einen göttlichen Person, die nach 18,22 bei Abraham geblieben war, nach Sodom gesandt wurden:

“denn wir werden diesen Ort (Sodom) zerstören, weil das Geschrei über sie groß geworden ist vor dem Herrn, der uns gesandt hat, sie zu verderben.” (1 Mo. 19,13)

Diese zwei der drei göttlichen Personen wurden also von der anderen göttlichen Person gesandt, um Sodom zu zerstören, und waren insofern ihre Boten, während die andere göttliche Person nach dem Gespräch mit Abraham (18,22-33) nach Gomorrha ging, um Gomorrha zu zerstören (18,20-21). Denken wir an dieser Stelle daran, dass dies nichts Ungewöhnliches ist, heißt es auch in Gal. 4,4.6, dass Gott Vater seinen Sohn und den Heiligen Geist nochmals als seine Boten sandte:

“Als aber die Fülle der Zeit kam, sandte Gott seinen Sohn …” (Gal. 4,4)

“Weil ihr aber Kinder seid, so sandte Gott den Geist seines Sohnes in eure Herzen …” (Gal. 4,6)

Es ist also nichts Ungewöhnliches, dass Gott Sohn und Heiliger Geist von Gott Vater gesandt werden, sie also dessen Boten sind!

Nicht also von Engeln ist in 1 Mo. 19,1ff. die Rede, sondern von Boten, wobei es sich bei diesen Boten um die anderen beiden göttlichen Personen gehandelt hat, die zusammen mit der anderen Abraham erschienen: “JHWH erschien ihm … erschienen ihm drei Männer …”; und die sprach Abraham mit dem Gottestitel “Herr” an: “Herr, habe ich Gnade in deinen Augen gefunden, so gehe nicht an deinem Knechte vorüber …”.

Es ist also biblisch festzustellen, dass Gott nicht einpersonal, sondern dreipersonal ist. Er ist der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!

4. Der dreifaltige Gott in der Taufformel

Durch die ganze Bibel hindurch offenbart sich Gott als dreifaltig, wobei es in der Bibel Stellen gibt, die das ausdrücklich mitteilen, so auch in der berühmten Taufformel, die Christus, der Herr, formuliert hat:

“Gehet also hin und lehret alle Völker und tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes” (Mt. 28,19)

Der Täufling soll “im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes” getauft werden, also im Namen des dreifaltigen Gottes. Dass es sich beim Sohn und beim Heiligen Geist wie beim Vater um den einen Gott handelt, haben wir schon im ersten und zweiten Text oben gesehen. Diese Tatsache wird auch in der Taufformel angezeigt, da es nicht heißt:

“taufet sie in den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes”

oder:

“taufet sie im Namen des Vaters und im Namen des Sohnes und im Namen des Heiligen Geistes”,

sondern:

“taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes”, also in dem einen und demselben Namen, die der Vater und der Sohn und der Heilige Geist gemeinsam haben.

Der Vater und der Sohn und der Heilige Geist haben also nicht jeweils einen eigenen Namen, jeder für sich, sondern einen einzigen Namen gemeinsam. Wenn nach Mt. 28,19 also der Sohn und der Heilige Geist nun denselben Namen haben wie der Vater, dann sind sie Gott, da der Vater ja einen Namen hat:

“Da antwortete Gott Moses: ‘Ich bin, der ich bin.’ Und er sprach: ‘So sollst du zu den Söhnen Israels sagen: JHWH hat mich zu euch gesendet.’ .. das ist mein Name in Ewigkeit …” (2 Mo. 3,14-15)

Das heißt also: Zusammen mit dem Vater haben auch der Sohn und der Heilige Geist den göttlichen Namen “JHWH”, was bedeutet, dass sie, wie der Vater, tatsächlich Gott sind, weshalb JHWH dem Abraham nicht einpersonal, sondern dreipersonal erschienen war:

“JHWH aber erschien ihm im Tale Mambre … Und als er seine Augen erhob, erschienen ihm drei Männer …”

Nämlich der Vater und der Sohn und der Heilige Geist – JHWH -, in dessen Namen getauft werden soll!

5. Der dreimal heilige Gott

Es ist immer wieder erstaunlich, wie Gott in der Heiligen Schrift dreipersonal offenbart wird, manchmal ganz offensichtlich, wie z.B. in 1 Mo. 18,1-2, und manchmal ein wenig versteckt. So rufen die vier Sepraphim in Jes. 6,3 und Offb. 4,8 nicht: Heilig ist JHWH Zebaoth”, und: Heilig ist der Herr”, sondern: Heilig, heilig, heilig ist JHWH Zebaoth”, und: Heilig, heilig, heilig ist der Herr”. Auf diese Weise bezeugen die Seraphim Gott als dreimal Heiligen und weisen somit auf seine Dreipersonalität hin.

Jedes der drei “heilig” bezieht sich auf jeweils eine der drei göttlichen Personen: Das erste “heilig” bezieht sich auf den Vater, das zweite “heilig” auf den Sohn und das dritte “heilig” auf den Heiligen Geist, auch dann, wenn in Offb. 4 der auf diese Weise angedeutete dreipersonale Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist, auf den ersten Blick wie eine einzige Person erscheint:

“… und auf dem Thron saß einer, und der darauf saß, war wie Jaspis und Sardisstein anzusehen …” (Offb. 4,2-3)

Hier wird nämlich nicht eine Person erblickt, wie behauptet wird, sondern der eine Gott, der nicht “heilig”, sondern “heilig, heilig, heilig”, dreimal “heilig” ist, weil er dreipersonal ist: Vater (heilig) und Sohn (heilig) und Heiliger Geist (heilig). “Einer” in Offb. 4,2-3 bezieht sich daher nicht auf eine einzige Person, sondern auf den einen einzigen Gott, der dreipersonal und somit dreimal heilig ist.

Wenn also Johannes sagt, dass auf dem göttlichen Thron einer saß, dann bezieht er sich auf den einen einzigen Gott, nicht auf eine einzige Person. Wenn dann die vier Seraphim den einen einzigen Gott dann als dreimal Heiligen offenbaren, so muss Johannes den EINEN auf dem Thron dreipersonal gesehen haben wie Abraham:

JHWH [einer] aber erschien ihm … Und als er seine Augen erhob, erschienen ihm drei [!] Männer -…” (1 Mo. 18,1-2)

Und diese drei Männer sprach Abraham nach 1 Mo. 18,3 dann mit “Herr” (Singular) an und bekannte sie auf diese Weise als den EINEN, wie ihn Johannes auf dem Thron sah:

“… und auf dem Thron saß einer …”

Und dieser eine Herr ist dreipersonal: “Und als er seine Augen erhob, erschienen ihm drei Männer”, die nicht “heilig”, sondern dreimal heilig – “heilig, heilig, heilig” – sind.

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