25 Texte mit biblischen Erkenntnissen über Maria

INHALT

1.  Wie Protestanten zu Maria stehen

2. Maria – Ein Hindernis zwischen uns und Gott?

3. Hat denn Maria nicht Jesus abgelehnt?

4. Hatt nicht Jesus seine Mutter abgelehnt?

5. Maria in der Bibel als Stein des Anstoßes prophezeit

6. Der Ursprung des Antimarianismus

7. Berichtet die Bibel wirklich wenig über Maria

8. Die Bedeutung Mariens für Paulus und Elisabeth

9. Maria – Ausgesondert aus allen Frauen

10. Maria, die Größte aller Menschen

11. Maria, die Himmelskönigin

12. Maria, die Lade des Neuen Bundes

13. Marias Unbefleckte Empfängnis und ihre Sündenlosigkeit

14. Maria mit Leib und Seele im Himmel

15. Marias außergewöhnlicher Glaube

16. Marias biblisch-theologisches Wissen

17. Marias mystische Gnadengaben

18. Maria als immerwährende Jungfrau

19. Maria, die Gottesmutter

20. Maria – Mittlerin und Fürsprecherin

21. Die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel

22. Maria, unsere Mutter

23. Der Rang der Mutter in der frühen Kirche

24. Die Beziehung der ersten Christengeneration zu ihrer Mutter

25. Die ersten Christen redeten Maria, ihre Mutter, direkt an

26. Wie Maria einen Atheisten zu Christus führte

27. Wie Christus durch seine Mutter einen Bekannten heilte

28. Wie Maria mich von Dämonen befreite

 

1. Wie Protestanten zu Maria stehen

Maria, die Muttergottes, ist das liebenswürdigste Geschöpf, voller Liebe, Güte und Barmherzigkeit. Und doch wird sie im Protestantismus weitestgehend gehasst, verachtet, abgelehnt, bekämpft und bis hin zur Unbedeutendheit erniedrigt, während Martin Luther als Antisemit, Behindertenhasser und Verbrecher als großer Lehrer betrachtet und aufs höchste Podest gestellt und sogar gefeiert wird. Während also der Verbrecher Martin Luther erhoben wird, wird die liebe Gottesmutter, die sich keines Verbrechens schuldig gemacht hat, erniedrigt.
Bei manchen Protestanten und protestantischen Glaubensgemeinschaften mag es zwar so erscheinen, als hätten sie eine grundsätzlich positive Einstellung zu Maria, etwa wenn sie über sie sagen, sie sei eine gläubige, fromme und ehrwürdige Frau gewesen, doch trügt der Schein, wenn man bedenkt, dass sie das äußerst selten sagen, und wenn sie das sagen, dann nur in den Momenten, wenn sie die Marienverehrung angreifen. Das zeigt sich auch daran, dass Maria von denselben Protestanten und protestantischen Glaubensgemeinschaften sonst völlig ignoriert und bis hin zur Unbedeutendheit erniedrigt wird, und man sogar Jesus in den Evangelien heranzieht, um sie zu erniedrigen. Folglich halten diese Protestanten und protestantischen Glaubensgemeinschaften genauso wenig etwas von Maria, wie die anderen, die das offen sagen. In Wahrheit können sie alle, bis auf einige Ausnahmen, die sich größtenteils in der EKD und in der Anglikanischen Kirche finden, Maria überhaupt nicht leiden. Um das zu verdeutlichen, will ich vier prägnante Beispiele nennen, die für den Protestantismus typisch sind:
Erstes Beispiel
Vor mehreren Jahren las ich ein Buch zweier protestantischer Autoren, in welchem sie sich als Sympathisanten Mariens profilieren, um auf diese Weise ihren Antimarianismus zu verbergen, den sie sogleich dadurch offenbaren, dass sie Maria bedeutungslos machen, während sie den Verbrecher Martin Luther erheben.
Zweites Beispiel
Vor geraumer Zeit war ich mit einem katholischen Bekannten und zwei Evangelikalen in der Stadt spazieren. Während des Spaziergangs erwähnte der katholische Bekannte Gottes heilige Engel. Das hatte zur Folge, dass einer der Evangelikalen äußerst wütend wurde und in aller Öffentlichkeit voll Abscheu, Hass und Aggression gerade heraus schrie: “Weg mit den Engeln! Was sollen wir mit den Engeln? Wir brauchen nur Jesus Christus!” (Vgl. Offb. 16,3 u. Hebr. 12,22-24) Das hatte sogar mir, einst Nicht-Christ, einen Schock versetzt! Wie nun hätte der Evangelikale wohl reagiert, wenn der katholische Bekannte statt Gottes heilige Engel die heilige Maria erwähnt hätte? – Er hätte mindestens genauso wütend, aggressiv und hasserfüllt reagiert, weil solche Protestanten die heilige Maria für weit schlimmer halten als die heiligen Engel; und zwar hätte er mit denselben Worten geschrien: “Weg mit Maria! Was sollen wir mit Maria? Wir brauchen nur Jesus Christus!”
Drittes Beispiel
Einige Jahre später lernte ich eine Protestantin kennen, die in der weitgehend unbekannten protestantischen Glaubensgemeinschaft Der Weg war. Als ich mit ihr eines Tages über Maria diskutierte und dabei die marianische Bibelstelle Lk. 1,28 zitierte, sagte sie: “Hör bitte auf damit! Ich bekomme einen Brechreiz!” Sehr bemerkenswert und aufschlussreich: Extreme Übelkeit wegen des Wortes Gottes, weil es marianisch ist!
Viertes Beispiel
Ein katholischer Bekannter berichtete mir vor einigen Jahren über dieselbe Protestantin und ihre protestantische Schwester, wie sie reagiert hatten, als er ihnen von der Heiligen Schrift her über die hl. Maria erzählte. Ihre Gesichter verzerrten sich, sie empfanden nach eigenen Angaben extremen Ekel und wurden äußerst aggressiv. Sie drohten dann damit, den Bekannten nie wieder zu besuchen, wenn er nochmal über Maria reden und in seiner Wohnung weiterthin den Rosenkranz beten würde.
Diese vier Beispiele sollen aufzeigen, wie der Protestantismus zu Maria wirklich steht. Er ist durchweg antimarianisch! Im Protestantismus kann man Maria weitestgehend nicht leiden, man hat eine Abneigung gegen sie, die bis hin zu offenen Hassausbrüchen führen kann. Und dies steht in direktem Widerspruch zur Heiligen Schrift, die sagt:
Und der Engel trat zu ihr (Maria) hinein und sprach: ‚Sei gegrüßt, Gnadenvolle, der Herr ist mit dir!“ (Lk. 1,28)
Die Heilige Schrift, Gottes Wort, sagt, dass Gott mit Maria ist. Während nun Gott mit Maria ist, sind nahezu alle Protestanten gegen sie. Sie tun also etwas anderes als das, was Gott tut, und stehen ihm somit entgegengesetzt. Anders wir Katholiken: Wir stehen Gott nicht entgegengesetzt, sondern sind mit ihm eines Sinnes, indem auch wir mit Maria sind, wie er. Und das wünsche ich auch Euch, liebe Protestanten! Ich wünsche Euch, dass auch Ihr mit Gott eines Sinnes seid, indem ihr mit Maria seid, wie er und wir mit Maria sind!

 

2. Maria – Ein Hindernis zwischen uns und Gott?

Im Protestantismus ist man grundsätzlich der Meinung, dass Maria Gottes Konkurrentin sei; sie würde mit Gott konkurrieren und daher zwischen ihm und uns einen Keil treiben und somit ein Hindernis darstellen. Deshalb sei Maria äußerst gefährlich. Man müsse sich vor ihr hüten. Beachten wir, was im Hebräerbrief steht:

Ihr seid vielmehr hingetreten … zum himmlischen Jerusalem, zu ungezählten Engeln … zu Gott … zu den Geistern der vollendeten Gerechten …“ (Hebr. 12,22-23)

Der Katholik ist also hingetreten “zu den Geistern der vollendeten Gerechten” im Himmel, also auch zu Maria, weil auch sie eine vollendete Gerechte ist, da sie sich nach Offb. 12,1 im Himmel befindet. Somit ist jeder Katholik auch zu ihr hingetreten, außer die meisten Protestanten, da sie willkürlich annehmen, dass sie zwischen uns und Gott ein Hindernis darstellt! Diese Annahme macht ein Hintreten zu Maria, der vollendeten Gerechten im Himmel, unmöglich. Deshalb trifft Gottes Wort Hebr. 12,22-23 nicht auf diese Protestanten zu.

Hebr. 12,22-23 gibt uns über diesen Sachverhalt weitere Auskunft: Es heißt, dass wir nicht nur zu Gott hingetreten sind, sondern auch zu den vollendeten Gerechten im Himmel, und somit auch zu Maria. Das Hintreten sowohl zu Gott als auch zu den Heiligen im Himmel wird in einem Zuge genannt und schließt jedes Hindernis zwischen uns und Gott durch die Heiligen und somit durch Maria aus. Diese Hebräerstelle verneint also die protestantische Idee, dass die Heiligen, allen voran Maria, ein Hindernis zwischen uns und Gott wären. Was speziell Maria betrifft, wird das in den Evangelien nach Lukas und Johannes bestätigt:

1.) Nach Lk. 1,26-27 sandte Gott seinen Engel zu Maria, um ihr anzukündigen, dass sie die Mutter seines Sohnes, des Messias, werden sollte. Maria stellte sich dem Willen Gottes nicht in den Weg, sondern sagte: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn! Mir geschehe nach deinem Wort!“ (Lk. 1.38)

2.) Nachdem Maria zugestimmt hatte, eilte sie gemäß Lk. 1,39 zu Elisabeth. Als sie in das Haus eintrat, begrüßte sie Elisabeth (Lk. 1,40). Durch die Stimme und den Gruß Mariens erfüllte der Heiland Elisabeth und ihr Ungeborenes mit Heiligem Geist (Lk. 1,41.44).

3.) Nachdem Elisabeth von Heiligem Geist erfüllt worden war, pries sie Maria: „Gebenedeit bist du unter den Frauen“ (Lk. 1,42). Maria beließ es aber nicht bei der eigenen Ehre, die ihr von Elisabeth durch den Heiligen Geist zuteilwurde, sondern sie pries ihrerseits Gott: „Hochpreist meine Seele den Herrn …“ (Lk. 1,46-55)

4.) Nach Joh. 2,1 fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt. Maria, Jesus und seine Jünger waren dort. Als der Wein zu Ende war, sorgte Maria dafür, dass ihr Sohn, Jesus Christus, eingriff und durch ein Wunder half. Dies führte dazu, dass die Jünger an Jesus glaubten (Joh. 2,11).

5.) Als Jesus seinen Leidensweg ging, um den Menschen die Erlösung zu verschaffen, stellte sich Maria, seine Mutter, dem nicht in den Weg, wie das etwa Petrus im Namen der anderen Jünger versucht hat.

Nach dem zweiten und vierten Zeugnis wird uns Maria als Mittlerin enthüllt, nach dem dritten Zeugnis als jemand, der die Ehre, die ihm zuteilwird, an Gott weitergibt, und nach dem ersten und fünften Zeugnis als jemand, der sich der Erlösung der Menschheit durch Christus nicht in den Weg stellt.

Alle fünf biblischen Zeugnisse bezeugen uns also, dass Maria keineswegs Gottes Konkurrentin ist, sondern seine treue Magd, dass sie keinen Keil zwischen uns und Gott treibt und kein Hindernis darstellt. Die gegenteilige Behauptung ist eine protestantische Idee, die von Euch, liebe Protestanten, abzulegen wäre, damit auch Ihr, wie wir Katholiken, Maria liebt und so in und durch diese Liebe zu Ihr, der vollendeten Gerechten, hintretet, um so Gottes Wort Hebr. 12,22-23 zu erfüllen.

 

3. Hat denn Maria nicht Jesus abgelehnt?

Diese Frage stellen sich manche Protestanten, indem sie zur Beweisführung auf Mk. 3,20-21 in folgender Übersetzung verweisen:
„Und er kommt in ein Haus. Und wieder kommt die Volksmenge zusammen, sodass sie nicht einmal Brot essen konnten. Und als die Seinen/seine Angehörigen es hörten, gingen sie los, um ihn zu (er)greifen; denn sie sagten: ‚Er ist von Sinnen.’“ (Mk. 3,20-21)
Sie sagen, gemäß dieser Stelle hätten die Angehörigen Jesu – nach Mk. 3,31 seine Mutter und seine Brüder – ihn ergreifen wollen, weil sie gemeint hätten, er sei “von Sinnen”, verrückt, ein psychiatrischer Fall. Maria sei dem Zeugnis dieser Bibelstelle zufolge also Gegnerin ihres Sohnes, des Messias, gewesen. Deshalb müsse sie unbedingt abgelehnt werden.
Das allerdings kann nicht sein, und zwar, weil Lukas in seiner Prallelstelle zu Mk. 3,31-32 einen anderen Grund dafür nennt, warum Maria und die Brüder nach ihm suchten:
“Es kamen zu ihm seine Mutter und seine Brüder; sie konnten aber nicht hineinkommen zu ihm wegen der Menge des Volkes. Da wurde ihm gemeldet: ‘Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen dich sehen.” (Lk. 8,20)
Demnach suchten sie nach Jesus, um ihn zu sehen, und nicht, um ihn zu ergreifen. Das stimmt auch so mit dem griechischen Text, wo von “hoi par autou” die Rede ist, was weder “seine Angehörigen” noch “die Seinen” bedeutet, sondern gemäß dem Bibelprogramm Interlinear Scripture Analyzer 3 beta und der Konkordante Übersetzung “die bei ihm” oder “die neben ihm”. Der ganze Text Mk. 3,20-21 lautet daher:
„Und er kam in ein Haus. Wieder kam die Volksmenge zusammen, so dass sie nicht einmal Brot essen konnten. Die bei ihm waren, kamen heraus, um sie zu halten, denn sie sagten, dass er von Sinnen sei.“
Nicht also Jesu Mutter und seine Brüder dachten über Jesus, er sei “von Sinnen”, sondern die Volksmenge, die sich zusammenfand. Und nicht sie wollten Jesus ergreifen, sondern die bei ihm waren, wollten die Volksmenge halten. Maria und die Brüder Jesu kamen nur, um ihn zu sehen, aus keinem anderen Grund.
Folglich gibt es keinen Grund Maria abzulehnen, weil sie Jesus nicht abgelehnt hat.

4. Hat nicht Jesus seine Mutter abgelehnt?

Wenn man als Katholik die Muttergottes gegenüber Protestanten verteidigt, bekommt man von diesen ständig zu hören, dass Jesus, anders als wir Katholiken, seine Mutter abgelehnt habe, und verweisen dabei auf drei bestimmte Bibelstellen. Sie wollen damit sagen, dass Marienverehrung aufgrund Jesu angeblich negativen Reaktionen auf seine Mutter unzulässig sei. Um zu sehen, was an diesen protestantischen Behauptungen gegen Maria und unsere Marienverehrung dran ist, lohnt es sich, diese Bibelstellen genau zu betrachten und zu analysieren. Die vorgetragenen Bibelstellen sind folgende:
1. Bibelstelle
“Am dritten Tag war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war dort. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit geladen. Da es an Wein fehlte, sagte die Mutter Jesu zu ihm: ‘Sie haben keinen Wein!” Jesus aber sprach zu ihr: “Frau, was habe ich mit dir zu schaffen? Noch ist meine Stunde nicht gekommen.” (Joh. 2,1-4)
2. Bibelstelle
“Während er noch redete, geschah es, da erhob eine Frau aus dem Volk ihre Stimme und sagte zu ihm: ‘Selig der Leib, der dich getragen, und die Brüste, die dich genährt haben.’ Er aber sprach: ‘Vielmehr selig, die das Wort Gottes hören und es bewahren.” (Lk. 11,27-28)
3. Bibelstelle
“Und es kamen seine Mutter und seine Brüder, blieben draußen stehen und schickten zu ihm, um ihn rufen zu lassen. Es umlagerte ihn eine Menge Volk, als man ihm sagte: ‘Siehe, deine Mutter und deine Brüder sind draußen und suchen dich.’ Er antwortete ihnen: ‘Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?’ Und er blickte auf die rings um ihn Sitzenden und sprach: ‘Seht, meine Mutter und meine Brüder! Denn wer den Willen Gottes tut, der ist mir Bruder, Schwester und Mutter.” (Mk. 3,31-35)
Bevor ich nun auf diese gegen Maria vorgetragenen Bibelstellen einzeln analytisch durchgehe, zunächst einige allgemeine Worte dazu:
1. Nach dem erstgenannten Bibelvers habe Jesus seine Mutter verabscheut, zurückgewiesen und abgelehnt, nach dem zweiten Vers habe er die Seligsprechung seiner Mutter durch jene Frau verneint, sie nicht zu jenen gezählt, die Gottes Wort hören und bewahren, und sie somit öffentlich vor allen Leuten als Unselige und Ungläubige bloßgestellt; und nach dem dritten Vers habe er erneut seine Mutter, mit der er nichts zu tun haben wollte, verabscheut, abgelehnt und abgewiesen und sie so vor allen anwesenden Leuten bloßgestellt. Diese protestantische Deutung hat dazu geführt, dass ein mir bekannter Atheist von Jesus, der ohne Grund so bösartig mit seiner eigenen Mutter umging, nichts wissen will. Zumindest diesem einen Atheisten haben die besagten Protestanten mit ihrer Deutung der drei zitierten Bibelverse den Weg zu Christus versperrt. Das zum einen. Zum anderen: Die protestantische Unterstellung, dass Jesus so dermaßen böse mit seiner Mutter umgegangen ist, bedeutet, dass er das vierte Gebot, Vater und Mutter zu ehren, gebrochen hat. Und hat er dieses Gebot gebrochen, so war er ein Sünder. Das heißt, diese Protestanten stellen Jesus als einen Sünder hin.
2. Stellen wir die oben zitierten Worte Jesu jedoch in den gesamtbiblischen Kontext, nach welchem Gott gebietet, die eigene Mutter zu verherrlichen (2 Mo. 20,12), und nach welchem Jesus ohne Sünde war (Hebr. 4,15) und somit die Gebote Gottes erfüllt hat (Mt. 5,17), dann stehen seine Worte in eben diesem Zusammenhang und bekommen somit nicht die antimarianisch-protestantische Bedeutung, sondern eine gegenteilige: Im Kontext des Gebotes Gottes 2 Mo. 20,12 und der biblisch bezeugten Tatsache, dass Christus ohne Sünde war (Hebr. 4,15) und alle Gebote Gottes erfüllt hat (Mt. 5,17), hat Er seine Mutter folglich nie verabscheut, abgelehnt, erniedrigt, zurückgewiesen, öffentlich bloßgestellt und somit entehrt, sondern gemäß Gottes Gebot immerfort verherrlicht. Seine Worte sind daher nicht antimarianisch, protestantisch, sondern pro-marianisch zu verstehen.
Ich gehe jetzt die einzelnen Stellen durch, wobei man Punkt 1.) und Punkt 2.) im Hinterkopf behalten sollte:
Erstgenannten Bibelstelle:
“Am dritten Tag war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war dort. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit geladen. Da es an Wein fehlte, sagte die Mutter Jesu zu ihm: ‘Sie haben keinen Wein!” Jesus aber sprach zu ihr: “Frau, was habe ich mit dir zu schaffen? Noch ist meine Stunde nicht gekommen.” (Joh. 2,1-4)
1. Wir sehen, dass Maria hier nichts Böses getan hat, das einer ablehnenden, entehrenden Reaktion von Seiten ihres Sohnes entsprochen hätte. Vielmehr praktizierte sie Nächstenliebe und bezeugte hier ihren Glauben an ihren Sohn, den Messias, von dem sie glaubte, dass nur er in dieser ausweglosen Situation helfen könne. Diese beiden Reaktionen Mariens auf die Krise – Nächstenliebe und Glaube -, verlangten daher Anerkennung und Hochachtung. Schon allein aus diesem Grund konnte Jesus seine Mutter mit seinen Worten nicht abgelehnt und entehrt und somit das Gebot Gottes gebrochen haben, es sei denn wir unterstellen, dass er einfach bösartig war.
2. Wenn wir nicht unterstellen, dass Jesus bösartig und somit Sünder war, dann ist “gunai”= “Frau” nicht abwertend und entehrend gemeint, wie besagte Protestanten behaupten, sondern verherrlichend. Jesus Christus dachte also, als er seine Mutter nicht mit “Mutter” anredete, sondern mit “Frau”, nicht primitiv, profan, weltlich, sondern biblisch, im höheren Sinn. Er dachte, als er seine Mutter mit „Frau“ anredete, an die von Gott im ersten Buch Mose verheißene Frau: „Da sprach Gott, der Herr, zur Schlange: … Feindschaft werde ich stiften zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen …“ (1 Mo. 3,14-15) Jesus, da er biblisch dachte, erhebt seine Mutter also über ihre bloße Mutterschaft hinaus zur großen Frau der Verheißung, die in einer einmaligen Feindschaft mit Satan steht. Er bezeichnet sie als die Frau, die neue Eva, die das wieder gut machte, was Eva verbrochen hat. Und in eben dieser Bezeichnung “Frau” ist nach 1 Mo. 3,15 die Mutterschaft Mariens inbegriffen, weil sie dort als die Mutter ihres “Samens”, die Mutter des Messias, bezeugt ist.
3. Wie korrespondiert das alles jetzt mit der Aussage “was habe ich mit dir zu schaffen?” – Überhaupt nicht! Denn das hat Jesus nie zu seiner Mutter, der Frau, der neuen Eva, gesagt! Diese Worte hat man nämlich auf Griechisch gedeutet und in dieser griechischen Bedeutung dem Herrn in den Mund gelegt! Tatsächlich sagte Christus zu seiner Mutter: “ti emoi kai soi gunai!”, und das heißt wörtlich übersetzt: “Was mir und dir, Frau!” Die Redewendung “Was mir und dir” hat nun keine griechische Bedeutung, sondern eine biblische, jüdische, da Jesus kein Grieche war, sondern Jude und daher in jüdischen und biblischen Kategorien dachte. Und nach jüdischen und biblischen Kategorien hatte besagte Redewendung folgende Bedeutungen: So z.B. benutzte sie der Hethiter Ephron gegenüber Abraham, dem er äußerst positiv gesinnt war:
“Nicht doch, mein Herr, höre mich an! Ein Stück Land, das 400 Silberstücke wert ist, was mir und dir?” (1 Mo. 23,15)
Auch der Prophet Elias benutzte diese Redewendung gegenüber Elischa, den er soeben zu seinem Jünger berief, ebenfalls positiv:
“Als er er (Elias) von dort weggegangen war, traf er Elischa … Elias trat zu ihm heran und warf seinen Mantel über ihn (er berief ihn zu seinem Jünger). Sogleich … eilte er Elija nach und sagte: ‘Ich möchte nur noch meinem Vater und meiner Mutter den Abschiedskuss geben, dann will ich dir folgen. Jener antworte ihm: ‘Kehre um, denn was mir und dir.?’ Dann wandte er (Elischa) sich um und ging weg … Dann machte er sich auf, folgte Elias nach und wurde sein Diener.” (1 Kön. 19,19-21)
In anderen Fällen wurde die Redewendung wiederum negativ und ablehnend verwendet, wie z.B. vom Propheten Elischa gegenüber dem König von Israel:
“Elischa aber sprach zum König von Israel: ‘Was mir und dir? Geh zu den Propheten deines Vaters und deiner Mutter!’ Doch der König von Israel antwortete ihm: ‘Nicht doch! …” (2 Kön. 3,13)
Alle diese Bibelstellen zeigen, dass die besagte Redewendung gegenüber jenen, denen gegenüber man positiv eingestellt war, positiv gemeint war, und negativ und ablehnend jenen gegenüber, gegenüber denen man negativ eingestellt war. Das bedeutet, dass der Herr diese Redewendung gegenüber seiner Mutter positiv gemeint hat, wie Ephron gegenüber Abraham und Elias gegenüber Elischa.
Zweitgenannte Bibelstelle:
“Während er noch redete, geschah es, da erhob eine Frau aus dem Volk ihre Stimme und sagte zu ihm: ‘Selig der Leib, der dich getragen, und die Brüste, die dich genährt haben.’ Er aber sprach: ‘Vielmehr selig, die das Wort Gottes hören und es bewahren.” (Lk. 11,27-28)
Christus hätte mit diesen Worten die Seligsprechung des Mutterleibes und der Brüste seiner Mutter verneint und nur die selig gesprochen, “die das Wort Gottes hören und es bewahren”, was dann so verstanden wird, dass Maria das Wort Gottes nicht gehört und es nicht bewahrt habe. Jesus sei also ein Sünder gewesen, da er den Leib, der Ihn trug, und die Brüste, die Ihn nährten, entehrt und seine Mutter auch mit seinen übrigen Worten öffentlich, vor allen Leuten, als Ungläubige bloßgestellt habe. Dazu ist zu sagen:
Das griechische Wort “menoun” ist nicht verneinend, sondern bejahend und bedeutet “tatsächlich”. Vers 28 lautet also richtig übersetzt: “Er aber sprach: ‘Ja/Tatsächlich, doch selig, die das Wort Gottes hören und es bewahren.” Der Herr war also nicht bösartig, sondern gut! Er bestätigt die Seligsprechung des Mutterleibes und der Brüste seiner Mutter durch jene Frau! Ihr Mutterleib, der Jesus trug, und ihre Brüste, die ihn nährten, sind also selig! Und das konnten sie ja erst dadurch werden, dass Maria dem Willen Gottes, dass sie die Mutter seines Sohnes sein sollte, zustimmte: “Siehe, ich bin die Magd des Herrn! Mir geschehe nach deinem Wort!” (Lk. 1,38) Weil Maria also Gottes Wort – übermittelt vom Engel – hörte, es bewahrte und ihm zustimmte, wurden ihr Mutterleib und ihre Brüste gesegnet, und nicht nur ihr Mutterleib und ihre Brüste, sondern sie als ganzer Mensch: “Selig, die geglaubt hat, dass in Erfüllung gehen wird, was ihr gesagt worden ist vom Herrn.” (Lk. 1,45) Wenn also Jesus dann noch sagt: “doch selig, die das Wort Gottes hören und es bewahren”, dann schließt er seine Mutter mit in diesen Personenkreis ein!
Drittgenannte Bibelstelle:
“Und es kamen seine Mutter und seine Brüder, blieben draußen stehen und schickten zu ihm, um ihn rufen zu lassen. Es umlagerte ihn eine Menge Volk, als man ihm sagte: ‘Siehe, deine Mutter und deine Brüder sind draußen und suchen dich.’ Er antwortete ihnen: ‘Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?’ Und er blickte auf die rings um ihn Sitzenden und sprach: ‘Seht, meine Mutter und meine Brüder! Denn wer den Willen Gottes tut, der ist mir Bruder, Schwester und Mutter.” (Mk. 3,31-35)
Auch mit diesen Worten hätte Jesus seine Mutter als Mutter abgelehnt, erniedrigt und vor allen Leuten bloßgestellt und somit entehrt, weil er hier nicht seine Mutter als Mutter bestätigte, sondern umstehende Frauen, die den Willen Gottes taten. Da der Herr ohne Sünde war und daher die Gebote Gottes erfüllte, einschließlich das vierte Gebot, so hat er seine Mutter auch hier nicht abgelehnt, erniedrigt, bloßgestellt und entehrt! Vielmehr redet der Herr hier ganz konkret von seinen anwesenden Jüngern und Jüngerinnen um ihn herum, um jene Anwesenden, die nicht zu seiner Jüngerschar gehörten, anhand dieser seiner Jünger und Jüngerinnen zu lehren, in ihre Fußstapfen zu treten, also ihm zu folgen, wie sie, seine Jünger zu werden und infolgedessen “den Willen Gottes” zu tun und ihm so Bruder, Schwester und Mutter zu werden (vgl. Lk. 7:36-50, Joh. 12,1-8, 10:38-42). Mit einer Ablehnung und Entehrung seiner Mutter hatte das alles nichts zu tun!
Wir sehen also, dass an der protestantischen Meinung, Jesus habe seine Mutter abgelehnt, nichts dran ist, da er immer, ohne Ausnahme, das vierte Gebot gehalten hat, in welchem es dem hebräischen Text nach heißt, dass man die eigenen Eltern nicht bloß nur zu ehren hat, sondern sogar zu verherrlichen. So also, wie Jesus seine Mutter verherrlicht hat, so müssen es auch wir in seiner Nachfolge tun, da wir seine Brüder und Schwestern sind, mit dem wir somit dieselbe Mutter haben.
5. Maria in der Bibel als Stein des Anstoßes prophezeit
Für die meisten Protestanten ist Maria ein Stein des Anstoßes. Sie lehnen sie ab und erniedrigen sie bis hin zur Unbedeutendheit. Und genau das ist von der Heiligen Schrift, genau genommen vom Propheten Simeon, prophezeit worden; er sprach zu Maria:
„(34)Siehe, dieser ist gesetzt zum Fall und zum Aufstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird. (35)Aber auch durch deine Seele wird eine Klinge dringen. Damit sollen die Gedanken aus vielen Herzen enthüllt werden.“ (Lk. 2,34f.)
Die letzten beiden Sätze besagen, dass „die Gedanken aus vielen Herzen“ dadurch enthüllt würden, dass durch die Seele Mariens eine Klinge dringt, also eine Klinge, die das Herz Mariens zutiefst verwundet. In Verbindung mit dem letzten Satz bedeutet das, dass ihr das durch die Lieblosigkeit vieler Menschen zuteil würde. Deren Lieblosigkeit verwundet Mariens Seele wie eine Klinge.
Nun wird Vers 35 immer wieder bewusst so falsch übersetzt, dass der letzte Satz keinen Bezug mehr zu Maria hat, entweder dadurch, dass der vorletzte Satz willkürlich in Klammern gesetzt oder als Einschub gekennzeichnet wird, oder willkürlich zum letzten Satz gemacht wird:

„Siehe, dieser ist gesetzt zum Fall und zum Aufstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird. (Aber auch durch deine Seele wird eine Klinge dringen.) Damit sollen aus vielen Herzen die Erwägungen enthüllt werden.“ (Konkordantes Neues Testament – Protestantisch)

„Siehe, dieser ist bestimmt zum Fall und zum Aufstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird – auch deine eigene Seele wird ein Schwert durchdringen -, damit offenbar werden die Gedanken aus vielen Herzen.“ (Katholische Bibel – Hamp, Stenzel, Kürzinger)

„Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird. Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen.“ (Einheitsübersetzung)

Das sieht ganz danach aus, als würde man Maria vom eigentlich letzten Satz bewusst ausklammern wollen. Das ist der Antimarianismus, der nicht nur im Protestantismus herrscht, sondern seit dem 19. Jh., vor allem aber infolge des Zweiten Vatikanums mit seiner Annäherung an den Protestantismus längst auch in die katholische Kirche eingedrungen ist und sich daher auch in “katholischen” Bibelübersetzungen niederschlägt. In Wahrheit aber steht in Vers 35 einfach:
„Aber auch durch deine Seele wird eine Klinge dringen. Damit sollen die Gedanken aus vielen Herzen enthüllt werden.“
Dies ergibt auch einen anderen Sinn, als die oben angeführten Fehlübersetzungen. Dem Bibeltext nach sollte nicht nur Jesus Christus Stein des Anstoßes sein, sondern auch Maria, seine Mutter, da die Lieblosigkeit Vieler wie eine Klinge ihre Seele durchdringen würde. Diese Prophezeiung erfüllt sich im Protestantismus, dessen Eigenschaft es ist, grundsätzlich antimarianisch zu sein. Sehr viele Protestanten greifen Maria unentwegt an. Sie lehnen sie ab und hassen, verachten, schmähen, beleidigen, erniedrigen und bekämpfen sie ohne Grund! Deshalb sandte Gott sie 1926 nach Pontevedra zur Fatima-Seherin Schwester Lucia, um durch sie die fünf Herz-Mariä-Sühnesamstage zu fordern. Auf die Frage eines Paters, warum gerade fünf Sühnesamstage verlangt würden, gab der Herr, der seine Mutter liebt, in einer Erscheinung zur Antwort:
„Meine Tochter, der Grund ist einfach. Es gibt fünf Arten von Beleidigungen und Lästerungen, die gegen das Unbefleckte Herz Mariens begangen werden:
1. Die Lästerungen gegen die Unbefleckte Empfängnis.
2. Die Lästerungen gegen ihre immerwährende Jungfräulichkeit.
3. Die Lästerungen gegen ihre Gottesmutterschaft, wobei man sie zugleich als Mutter der Menschen ablehnt.
4. Die Lästerungen jener, welche versuchen, in den Herzen der Kinder öffentlich die Gleichgültigkeit, Verachtung oder gar Hass gegen die unbefleckte Mutter zu säen.
5. Die Beleidigungen jener, welche sie in ihren heiligen Bildern beschimpfen.“
Diese fünf Arten der Lästerungen und Beleidigungen, die gegen Maria begangen werden, ist die Klinge, die ihre Seele durchdringt und ihr tiefstes Leid zufügt und so die lieblosen Gedanken aus den Herzen Vieler enthüllt – aus den Herzen der meisten Protestanten! Somit ist neben Jesus Christus auch seine Mutter Maria von Gott zum Stein des Anstoßes gesetzt worden, an der sich die Geister scheiden. So, wie Gott die Menschen durch Jesus Christus, der nach Mt. 26,26-28 Brot und Wein in seinen Leib und sein Blut gewandelt hat, scheidet, so scheidet er die Christen durch Maria; er scheidet sie in marianische Christen, die Maria nach Gottes Gebot lieben und nach Hebr. 12,22-23 zu ihr hingetreten sind, und in nicht- bzw. antimarianische „Christen“, die Maria nicht lieben und daher nicht zu ihr hingetreten sind.
Achten wir also darauf, dass wir zu jenen Christen, den echten, gehören, die Maria lieben und sie in unser Eigenes aufnehmen, in unser Herz und in unser Leben, wie das der hl. Apostel Johannes in der Nachahmung Jesu, seines Herrn und Meisters, getan hat.
6. Der Ursprung des Antimarianismus
Der Protestantismus ist in dieser Welt der einzige Feind der Gottesmutter. Es gibt keine andere inner- und außerchristliche Gruppierung, die es auf Maria abgesehen hätte, nichteinmal atheistische und satanistische Gruppierungen. In 1 Mo. 3,14-15 lesen wir:
„Da sprach Gott, der Herr, zur Schlange: … Feindschaft werde ich stiften zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen …“
Dieser Vers ist, was Maria und den Antimarianismus betrifft, der ihr nach Lk. 2,34f. die Klinge durch ihre Seele stößt, sehr bedeutend. Gott spricht von „der Frau“ und ihrem Samen, wobei Er die Frau als Satans Feindin bezeichnet. Diese Frau wird nun von vielen Protestanten als die sog. „Gemeinde“ aufgefasst, obwohl biblisch gesehen nichts darauf hindeutet. Sie unterstellen das einfach! Was sagt aber die Bibel, wer diese Frau, Satans Feindin, ist? – Die Offenbarung nach Johannes greift 1 Mo. 3,15 auf und enthüllt uns:
„(1)Ein großes Zeichen erschien im Himmel: eine Frau, mit der Sonne umkleidet, der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen.
(2)Sie war gesegneten Leibes … (5)Und sie gebar ein Kind, einen Knaben, der alle Völker hirten wird mit eisernem Stabe. Doch es wurde ihr Kind entrückt zu Gott und zu seinem Thron …
(7)Da erhob sich ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen, und auch der Drache und seine Engel kämpften. (8)Doch sie richteten nichts aus, und es blieb kein Platz mehr für sie im Himmel. (9)Gestürzt wurde der Drache, die alte Schlange, die den Namen Teufel und Satan trägt, der den ganzen Erdkreis verführt; er wurde hinabgestürzt auf die Erde, und seine Engel wurden mit ihm gestürzt …
(13)Als der Drache sah, dass er auf die Erde gestürzt war, verfolgte er die Frau, die den Knaben geboren hatte. (14)Der Frau aber wurden die zwei Flügel des großen Adlers gegeben, so dass sie in die Wüste fliegen konnte, an ihren Ort, wo sie Unterhalt bekommt eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit, weit weg von der Schlange.
(15)Und die Schlange schleuderte aus ihrem Rachen hinter der Frau Wasser her, gleich einem Strom, um sie vom Strom wegschwemmen zu lassen; (16)doch die Erde kam der Frau zu Hilfe: die Erde öffnete ihren Mund und verschlang den Strom … (17)Da wurde der Drache zornig über die Frau und machte sich auf, Krieg zu führen mit den übrigen ihres Samens, mit denen, die Gottes Gebote erfüllen und festhalten am Zeugnis Jesu …“

Nach Offb. 12 ist die Frau aus 1 Mo. 3,15 diese sonnengehüllte und sternengekrönte Frau, die nach Offb. 12,13-16 mit Satan in Feindschaft steht. Ihr Same, von dem in 1 Mo. 3,15 die Rede ist, ist ihr Sohn in Offb. 12,5-6, sowie der Rest ihres Samens in Offb. 12,17, die Christen, die, „die Gottes Gebote erfüllen und festhalten am Zeugnis Jesu“. Schon hier wird deutlich, dass es sich bei der Frau nicht um die sog. „Gemeinde“ handelt, weil die „Gemeinde“ hier in Vers 17 vergeben ist. Die „Gemeinde“ ist der Rest des Samens der Frau, nicht die Frau.

Auch wenn hier 1 Mo. 3,15 aufgegriffen und entfaltet wird, wird immer noch nicht direkt mitgeteilt, wer die Frau ist. Doch das wird über andere Bibelstellen ersichtlich. Lassen wir deshalb die Bibel selbst sprechen: Nach Offb. 12,5 gebiert die Frau einen Sohn, der alle Völker hirten wird mit eisernem Stabe, und ihr Sohn, der alle Völker hirten wird mit eisernem Stabe, ist nach Offb. 19,11-15 der Logos, und der Logos ist nach Joh. 1,1-14 Jesus Christus, und Jesus Christus ist nach Mt. 1,16 von Maria, seiner Mutter, empfangen und geboren worden. Und somit schließt sich der Kreis. Des Weiteren bezeichnet der Apostel Johannes in Offb. 12,1 die schwangere himmlische Frau, die Christus gebiert, als “großes Zeichen” und knüpft so an Jes. 7,14 an, wo eben diese schwangere Frau wiederum als “Zeichen” bezeichnet wird, und der Apostel Matthäus diese Stelle in der schwangeren Maria erfüllt sieht (Mt. 1,22-23). Auch hier schließt sich der Kreis!

So enthüllt uns die Bibel selbst, wer die Frau in Offb. 12 ist: Maria, die Mutter des Herrn, und nicht die sog. „Gemeinde“ oder gar etwas anderes. Maria ist also die in 1 Mo. 3,15 genannte Frau. Von ihr sagt Gott, dass sie Satans Feindin ist; und weil sie in feindlicher Opposition zu Satan steht, verfolgt dieser sie:
„Als der Drache sah, dass er auf die Erde gestürzt war, verfolgte er die Frau, die den Knaben geboren hatte. Der Frau aber wurden die zwei Flügel des großen Adlers gegeben, so dass sie in die Wüste fliegen konnte, an ihren Ort, wo sie Unterhalt bekommt eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit, weit weg von der Schlange. Und die Schlange schleuderte aus ihrem Rachen hinter der Frau Wasser her, gleich einem Strom, um sie vom Strom wegschwemmen zu lassen; doch die Erde kam der Frau zu Hilfe: die Erde öffnete ihren Mund und verschlang den Strom …“ (Offb. 12,13-16)
Satan hasst Maria und versucht sie durch den „Wasserstrom“ aus seinem Rachen wegzuschwemmen, und zwar, weil sie seine Feindin ist, weil sie ihm sehr gefährlich ist. Aus seinem Inneren, aus seinem Wesen, kommt also dieser „Wasserstrom“, um Maria zu vertilgen. Dieser „Wasserstrom“ aus Satans Inneren ist nun nichts anderes als der Protestantismus, der einzige Feind der Gottesmutter in dieser Welt. Satan versucht Maria durch den Protestantismus „wegzuschwemmen“; denn Maria ist als Satans Feindin die Siegerin in allen Schlachten Gottes.
Jene Protestanten, die Maria hassen, verachten, ablehnen, schmähen, beleidigen, bekämpfen, bis zur Unbedeutendheit erniedrigen und jeden Gedanken an sie ausmerzen wollen, stehen also direkt im Dienste Satans, des Vaters des Antimarianismus. Sie sind mit ihm gegen Maria, die große Frau, eines Sinnes! Sie stehen mit ihm gegen Maria, seine Feindin, im Bunde! Doch Satan und seine protestantischen Mitstreiter werden ihr Ziel, Maria „wegzuschwemmen“, nicht erreichen; denn symbolhaft heißt es, dass die „Erde“ ihren „Mund“ auftun und den Antimarianismus „verschlingen“ wird:
„… doch die Erde kam der Frau zu Hilfe: die Erde öffnete ihren Mund und verschlang den Strom …“ (Offb. 12,16)
Das bedeutet das Ende des Protestantismus und den Triumph Mariens über Satan, ihren Feind! Das ist zugleich der Triumph der katholischen Kirche, dem aber nach Offb. 12,17ff. ein neuer Kampf folgt, der ab Kapitel 13 beschrieben wird!
Wenn Sie Protestant sind, dann achten Sie darauf, auf welcher Seite Sie stehen, auf der Seite Satans gegen Maria, oder auf der Seite Mariens gegen Satan!
7. Berichtet die Bibel wirklich wenig über Maria?
Jene Protestanten, die Maria hassen, verachten, ablehnen, schmähen, beleidigen, bekämpfen und bis hin zur Bedeutungslosigkeit erniedrigen, weisen darauf hin, dass das Neue Testament insgesamt nicht viel über Maria sagt. So heißt es in einer protestantischen Kleinschrift:
„Wenn man alles zusammennimmt, ist es in der Tat wenig, was über sie gesagt wird.“
Und auf einer evangelikalen Webseite liest man:
“Die biblische Lehre über Maria ist äußerst knapp, denn außer in den ersten beiden Kapiteln von Lukas und Matthäus und in Johannes Kapitel 2,1-2 (Hochzeit zu Kana) wird sie nur noch fünfmal kurz erwähnt (zzgl. vier parallele Berichte). Das letzte mal wird Maria beiläufig in Apostelgeschichte 1,14 beim gemeinsamen Gebet mit den Jüngern erwähnt. Man kann gar nicht von einer besonderen “Lehre” der Bibel über Maria sprechen, da über sie keine Lehre aufgestellt, sondern nur einige Szenen aus ihrem Leben berichtet werden.”
Das ist die oberflächliche Sicht von Protestanten, die Maria hassen, verachten, ablehnen, bekämpfen und bis hin zur Unbedeutendheit erniedrigen.
Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass die Apostel in ihren Briefen zwar immer wieder auf andere Heilige als Vorbilder im Glauben und in der Lebensführung verweisen, aber nie auf Maria.
Wenn man also alles zusammennimmt, würde das bedeuten, dass Maria für die ersten Christen keine Größe war, sie für sie keine Bedeutung hatte. Ist das wirklich so?
Um den ersten Sachverhalt richtig zu beurteilen, müssen wir an die Themensetzungen der Apostelgeschichte und der neutestamentlichen Briefe denken. Wenn ich, ein Marienverehrer, mir vornehme, ein Buch über die Heilige Eucharistie zu schreiben, dann ist voraussehbar, dass ich, obwohl Marienverehrer, in diesem Buch Maria nicht zur Sprache bringe. Und wenn dann weitere Bücher von mir über andere spezielle Themen folgen, dann ist ebenso davon auszugehen. Daraus dann zu schlussfolgern, dass Maria für mich bedeutungslos wäre, ginge völlig an der Realität vorbei. Und so verhält es sich auch mit der Apostelgeschichte und den Briefen.
Die Apostelgeschichte handelt über die Verbreitung des christlichen Glaubens und Paulus’ Gefangennahme, so dass demzufolge auch die Beschreibung des Gemeindelebens viel zu kurz kommt. Die Briefe hingegen befassen sich hauptsächlich mit Glaubenskorrekturen einiger Gemeinden und die Stärkung der Gemeinden in zentralen Themen des überlieferten Glaubens, der immer wieder durch Irrlehrer bedroht war, so wie mit Themen, die die Schreiber gegenüber ihren Addressaten näher beleuchten mussten. Hinzu kommen die Briefe des hl. Paulus an Timotheus und Titus, die die pastorale Thematik beinhalten. Im Brief des Paulus an Philemon geht es um den entlaufenen christlichen Sklaven Onesimus, für den Paulus bei seinem Herrn, ebenfalls Christ, Fürsprache hält.
So wird also deutlich, warum in der Apostelgeschichte und in den Briefen nicht Maria, die Mutter des Herrn, Thema ist.
Auch der zweite Sachverhalt, wonach zwar auf andere Heilige als Vorbilder verwiesen wird, nie aber auf Maria, sollte ganz realistisch beurteilt werden:
Maria ist in den neutestamentlichen Briefen nicht deshalb unerwähnt, weil sie keine Größe und kein Vorbild gewesen wäre, sondern weil man aus ganz sachlichen Gründen mit Maria nicht argumentieren konnte. Denn zur Argumentation wurde die damalige Bibel verwendet, in der die historische Maria nicht vorkommt; denn die Bibel bestand damals ausschließlich aus den Büchern des Alten Testaments. Aus diesem Grund nahm der hl. Apostel Petrus gegenüber den gläubigen Frauen, an die er seine Worte richtete, nicht Maria als Vorbild im Glauben und für die weibliche Lebensführung, sondern Abrahams Frau Sara, die größte heilige Frau des Alten Testaments:
„So gehorchte Sara dem Abraham, da sie ‚Herr‘ zu ihm sagt. Deren Kinder seid ihr geworden, wenn ihr das Gute tut und euch von keinerlei Furcht beunruhigen lasst.“ (1 Petr. 3,6)
Denn es musste ja, wie 2 Tim. 3,16 zeigt, die Schrift „zur Belehrung, Widerlegung, Zurechtweisung und zur Erziehung in der Gerechtigkeit“ benutzt werden, weil, wie es dort heißt, die Schrift dafür nützlich sei. Aus diesem Grund wird in den Briefen kein Bezug auf Maria genommen, außer ein einziges Mal von Paulus im Zusammenhang mit der Menschwerdung des Sohnes Gottes:
„Als aber die Fülle der Zeit kam, sandte Gott seinen Sohn, geworden aus einer Frau …“ (Gal. 4,4)
In diesem Fall konnte sich Paulus auf Maria, die Mutter des Herrn, beziehen, weil sie in diesem Zusammenhang im Alten Testament, der damaligen Bibel, vorkommt:
„Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären …“ (Jes. 7,14)
Vor diesem Hintergrund war es also nicht möglich, sich auch in den anderen Fällen auf Maria zu beziehen. Außerdem wäre das in bestimmten Fällen auch gar nicht möglich gewesen, da die darin vorkommenden Aspekte auf sie nicht zutreffen. Als Beispiel verweise ich auf den Hebräerbrief, der auf den hl. Priester Melchisedek Bezug nimmt. An die Stelle des Priesters Melchisedek hätte Maria nicht gesetzt werden können, weil sie keine Priesterin war. Im Hebräerbrief heißt es ja:
„Wie er (Gott) auch an anderer Stelle sagt: ‚Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks.‘ [Ps. 110,4]“ (Hebr. 5,6)
Es hätte also nicht stehen können:
„Wie er (Gott) auch an anderer Stelle sagt: ‚Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Marias.‘“ (Hebr. 5,6)
Wenn wir das Neue Testament also ganz realistisch betrachten, dann sehen wir, dass Maria in der frühen Kirche keineswegs bedeutungslos war, nur weil sie in der Apostelgeschichte und in den Briefen kein Thema ist und dort insgesamt nur zwei Mal ganz kurz genannt wird. An der Apostelgeschichte und den Briefen können wir Maria also nicht bemessen. Wir können sie nur anhand jener Bibelstellen bemessen, die von ihr sprechen. Und diese Bibelstellen teilen uns sehr viel über Maria mit. Sie sagen uns, wer sie war und wer sie ist und offenbaren uns ihre Größe, Erhabenheit, Einzigartigkeit und Bedeutung.
8. Die Bedeutung Mariens für Paulus und Elisabeth
Der Apostel Paulus berichtet in seinen neutestamentlichen Schriften ein einziges Mal über Maria:
„Als aber die Fülle der Zeit kam, sandte Gott seinen Sohn, geworden aus einer Frau …“ (Gal. 4,4)
Wenngleich er also innerhalb seiner zahlreichen Briefe Maria nur dieses eine Mal nennt, so zeigt dieses eine einzige Mal doch, dass er sie als sehr bedeutend einstufte; der Grund: er musste sie in diesem Vers im Zusammenhang mit ihrem Sohn, dem Herrn Jesus Christus, nicht erwähnen, wie das auch der hl. Apostel Johannes nicht getan hat, als er schrieb:
„Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt …“ (Joh. 1,14)
Daher hätte der hl. Paulus nach diesem Muster einfach schreiben können:
„Als aber die Fülle der Zeit kam, sandte Gott seinen Sohn, Fleisch geworden und geboren unter der Ordnung des Gesetzes“
und nicht:
„Als aber die Fülle der Zeit kam, sandte Gott seinen Sohn, geworden aus einer Frau und geboren unter der Ordnung des Gesetzes …“

Indem Paulus Maria hier aber trotzdem mit einbringt, obwohl er das nicht hätte tun müssen, enthüllt er, wie er zu Maria wirklich gestanden hat: Sie war ihm sehr wichtig, so wichtig, dass er sie unbedingt erwähnen wollte, und das nicht einfach mal so nebenher, sondern ganz zentral und in einem ganz „messianischen“ Sinn.

Noch deutlicher zeigt sich Mariens Bedeutung nun in den Aussagen der hl. Elisabeth, der Mutter des Täufers. Doch diese Aussagen Elisabeths in Bezug auf Maria werden von den antimarianischen Protestanten nicht beachtet, weil sie aus unerfindlichen Gründen Elisabeth gering schätzen. Vielleicht liegt das daran, dass Elisabeth in der Bibel nur einmal, und das auch nur ganz kurz erwähnt wird. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass Martin Luther und andere Pseudo-Reformatoren der Frau eine äußerst minderwärtige Stellung verleihen. Es könnte (zugleich) auch daran liegen, dass Elisabeth zu Maria ein sehr enges Verhältnis hatte, was den antimarianischen Protestanten aufgrund ihres Antimarianismus äußerst unsympathisch ist. So schreibt einer von ihnen in einem Internetforum über Elisabeths marienbezogene Aussagen:

„Was Elisabeth sagt, ist unerheblich!“
Jedenfalls ist diese Einstellung der hl. Elisabeth gegenüber nicht gerechtfertigt; denn sie war eine große Heilige, die dem hl. Paulus, den Protestanten so hoch halten und sogar unbegründet über die anderen Apostel stellen, in nichts nachsteht. Als große Heilige wird sie von der Heiligen Schrift selbst bezeichnet, wenn sie sie in Lk. 1,6 als „gerecht vor Gott“ und als „untadelig [wandelnd] in allen Geboten und Satzungen des Herrn“ bezeugt. Wieso ihre Worte daher unerheblich sein sollen, oder warum sie weniger bedeutend sein sollen, als z.B. die des hl. Paulus, will sich einem Katholiken nicht erschließen. Außerdem war die hl. Elisabeth nach Lk. 1,41 von Heiligem Geist erfüllt, als sie zu Maria sprach:
„Gebenedeit bist du mehr als alle anderen Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes! Woher geschieht mir dies, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?! …“ (Lk. 1,42-45)
Weil also Elisabeths Worte vom Heiligen Geist eingegeben sind, sind sie genauso wahr, richtig, bedeutend und erheblich, wie die des Paulus in seinen Briefen. Zwischen den marianischen Worten Elisabeths und den Worten des Paulus besteht also kein Unterschied; beide sind Gottes Wort. Deshalb nehmen wir Katholiken Elisabeths Worte, die Gotteswort sind, genauso ernst, wie die Worte des Apostels Paulus, die ebenso Gottes Wort sind. Deshalb zitiere ich sie nochmal, um dann auch auf Elisabeths Verhältnis zu Maria überzugehen:
„Gebenedeit bist du unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes! Woher geschieht mir dies, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?! …“ (Lk. 1,42-45)
Mit den Worten des ersten Satzes preist Elisabeth Maria und Jesus im Heiligen Geist. Sie ist also die erste Marienverehrerin. Und ihre Marienverehrung ist vom Heiligen Geist gezeugt. Deshalb ist jede Marienverehrung vom Heiligen Geist gezeugt, der uns in unseren Herzen dazu drängt, Maria zu preisen und so zu verehren. Im zweiten Satz bezieht sich Elisabeth auf die Ehre, die Ihr dadurch zuteil geworden ist, dass Maria, die Mutter Gottes, zu ihr kam, womit sich Elisabeth, vom Heiligen Geist inspiriert, unter Maria stehend erkennt. Wenn also schon Elisabeth als Heilige, als vollendete Gerechte, Maria als größer erkennt, dann müssen auch wir, die wir keine Heiligen sind, sie als größer erkennen. Wer sie nicht als größer erkennt, der ist nicht von Heiligem Geist erfüllt, da der Heilige Geist denjenigen sonst zu derselben Erkenntnis führen würde, zu der er auch die hl. Elisabeth geführt hat.
9. Maria – Ausgesondert aus allen Frauen
Die hl. Elisabeth preist Maria mit den Worten:
„Gebenedeit bist du unter den Frauen“ (Lk. 1,42)
Diese heiligen Worte, die Elisabeth, vom Heiligen Geist inspiriert, zu Maria sprach, erheben Maria über alle Frauen, und somit auch über alle heiligen Frauen. Diese einzigartige Stellung, die ihr der Heilige Geist durch Elisabeth zuspricht, ist beim Evangelisten Lukas noch an einer anderen Stelle verzeichnet, und zwar in seiner Apostelgeschichte, wo wir lesen:
„Diese alle (die Apostel) verharrten einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern.“ (Apg. 1,14)
Wenn wir diese lukanische Textstelle aufmerksam lesen, dann stellen wir fest, dass Lukas, vom Heiligen Geist inspiriert, wie Elisabeth, die Gruppe der gläubigen Frauen nennt, Maria aber gesondert erwähnt. Da gibt es also auf der einen Seite die Gruppe der gewöhnlichen gläubigen und heiligen Frauen, und auf der anderen Seite Maria, die nicht zu ihnen gehört. Das erinnert an Lk. 1,42:
„Gebenedeit bist du unter den Frauen …“
Weil Maria also gebenedeit ist unter den Frauen, zählt der Heilige Geist sie in Apg. 1,14 nicht zu den gewöhnlichen gläubigen und heiligen Frauen. Er lässt sie in ihrer Gruppe nicht untergehen, wie z.B. Maria Magdalena, nimmt sie deshalb aus ihrem Kreis heraus, erhebt sie auf diese Weise über sie und bezeichnet so ihre Größe, Einzigartigkeit und Besonderheit.
Demzufolge ist Maria ein einzigartiges leuchtendes Juwel, das Gott aus allen Frauen ausgesondert und herausgenommen und über sie hoch erhoben und platziert hat, so dass Elisabeth im Heiligen Geist ausrufen konnte: “Woher geschieht mir, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?!”, oder in einer anderen Übersetzung: “Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?!”
Das sollten sich alle protestantischen Frauen zu Herzen nehmen und sich gegenüber Maria wie Elisabeth verhalten, sich ihr demütig unterordnen, da sie gemäß der Schrift größer und bedeutender ist!
10. Maria, die Größte aller Menschen

Nach Mt. 11,11 bezeichnet Jesus Christus, der Herr, den hl. Johannes den Täufer als den Größten der Propheten. Somit übertrifft er in seine Größe sogar Abraham, Moses und Elias, die drei größten Heiligen des Alten Testaments bzw. des Alten Bundes. Doch was nur wenige wissen, ist, dass der Täufer seine überragende Größe durch Maria, die Mutter Christi, erhalten hat. Es heißt in Lk. 1,15 über ihn:

„… denn er wird groß sein … und mit Heiligem Geist wird er erfüllt werden schon vom Schoß seiner Mutter an.“ (Lk. 1,15)

Diese Worte sprach der Erzengel Gabriel zu Zacharias, dem Vater des Täufers. „Vom Schoß seiner Mutter an“ würde Johannes „mit Heiligem Geist … erfüllt werden“. Diese angekündigte Situation teilt uns die Heilige Schrift mit, wenn sie berichtet:

„Maria aber machte sich in diesen Tagen auf und ging eilends in das Gebirge in eine Stadt Judas. Sie trat in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, da hüpfte das Kind (Johannes) in ihrem Leib, und Elisabeth wurde erfüllt von Heiligem Geist, erhob ihre Stimme und rief: ‚… Denn siehe, als der Klang deines Grußes an meine Ohren kam, hüpfte das Kind frohlockend in meinem Leib.“ (Lk. 1,39-44)

Das ist die Situation, in der Johannes, wie prophezeit, von Heiligem Geist erfüllt wurde, da er als ungeborenes Kind beim Gruß Mariens hüpfend frohlockte. Es heißt ausdrücklich, dass dies beim Gruß Mariens geschehen war.

Durch Maria also empfing Johannes vom Heiland die Gnade und somit seine Größe, die die Größe aller Propheten überragt. Das zeigt, dass Maria weit über Johannes, den Größten der Propheten, steht und ihn überragt; denn im Hebräerbrief lesen wir:

„Ohne allen Zweifel wird das Geringere vom Größeren gesegnet.“ (Hebr. 7,7)

Und so Johannes, der Größte, von Christus durch seine Mutter, deren Stimme und Wort er benutzte, um Johannes mit Heiligem Geist zu erfüllen. Hier wird also angezeigt, dass Maria, durch die der Segen erteilt wurde, noch größer ist, als der durch sie gesegnete Täufer und somit als alle Propheten und Heiligen vor ihm, weshalb sich auch Elisabeth selbst als unter ihr stehend erkennt. Maria ist somit nicht nur die Größte aller Frauen, sondern auch die größte Person innerhalb des Alten Bundes bzw. des Alten Testaments. Wenn wir nun annehmen, dass Abraham, Moses, Elijas und Johannes als die größten Propheten größer sind, als irgend ein Mensch seit Bestehen des Christentums, dann wäre Maria auch größer als jeder Christ, größer als die Apostel und größer als jeder andere Heilige, und somit größer als jeder andere Christ. Denn mir ist kein Apostel, kein Heiliger, kein Christ bekannt, der die Größe Abrahams, Moses’, Elias’ und Johannes’ übertreffen würde, welche wiederum nur von der bezeugten Größe Mariens übertroffen werden, weil Maria ja das Mittel war, durch das Christus den Täufer, den Größten der Propheten, gesegnet hatte.

 

11. Maria, die Himmelskönigin

Die antimarianischen Protestanten mukieren sich darüber, dass die katholische Kirche Maria als die Himmelskönigin verehrt. Um diese Lehre von Maria als der Himmelskönigin in ein schlechtes Licht zu stellen, haben sie sich ausgedacht, die katholische Kirche willkürlich des Heidentums zu bezichtigen, indem sie ihr unterstellen, sie habe die Himmelskönigin aus Jer. 7,18 und 44,17-19, die als Göttin verehrt wurde, auf Maria übertragen.

Die Wahrheit ist, dass die katholische Kirche die heidnische Himmelskönigin aus den Jeremias-Stellen nicht auf Maria übeträgt, sondern die Information, dass Maria Himmelskönigin ist, aus dem Judentum des Alten Bundes und der Bibel bezieht.

1. Jeder Protestant, der die Bibel kennt, weiß, dass Jesus Christus nach Lk. 1,32 der Sohn Davids ist und als Sohn Davids der letzte und ewige davidische König ist. Nun war es von Gott gegebene etablierte jüdische Tradition, dass alle davidischen Könige, wie z.B. Salomon, eine Königin an ihrer Seite hatten, und zwar nicht etwa ihre eigene Frau, sondern ihre eigene Mutter, die zu ihrer Rechten thronte. Im Falle Salomons war dies seine Mutter Bathseba:

“Bathseba ging dann zum König Salomo, um mit ihm Adonias wegen zu sprechen. Da erhob sich der König, ging ihr entgegen und verneigte sich vor ihr. Dann setzte er sich auf seinen Thron und ließ auch für die Königinmutter einen Thron hinstellen. Sie setzte sich zu seiner Rechten.” (1 Kön. 2,19-19)

Die katholische Kirche geht im Heiligen Geist davon aus, dass Christus, der letzte und ewige davidische König, diese bezeugte sehr schöne jüdisch-monarchische Tradition, die dem 4. Gebot, Vater und Mutter zu verherrlichen, bestens entsprach, nicht gebrochen, sondern, als Thronfolger Davids, sie übernommen und so – ebenfalls das 4. Gebot erfüllend – seine Mutter zur Königin an seine Seite genommen hat, die zu seiner Rechten sitzt, wie auch die Mütter der übrigen davidischen Könige als Königinnen zu ihrer Rechten saßen. Deshalb, so die Kirche, sei Maria die Königin.

2. Wenn wir den Hebräerbrief aufmerksam lesen, dann stellen wir fest, dass sein Verfasser sofort am Anfang in Vers 1,8-9 Psalm 45,7-8 zitiert und erklärt, dass sich dieser Psalm 45 auf Jesus Christus bezieht:

„Zum Sohn aber [sprach Gott, der Vater]: ‚Dein Thron, o Gott, steht in alle Ewigkeit‘ und:
‚Der Stab der Gerechtigkeit ist dein Herrscherstab; du liebtest das Recht, verhasst war dir der Frevel; darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl vor deinen Genossen‘“ (Hebr. 1,8-9)

Ab Vers 10 ist dann von der Königin die Rede, die zur Rechten Jesu Christi, des Königs, steht:

„Die Königstochter steht da in Deiner Herrlichkeit, die Königin zu Deiner Rechten in Ofirgold …“

Auf der Basis, wonach jeder davidische König seine Mutter als Königin an seiner Seite hat, wird die hier genannte Königin, die zur Rechten Jesu Christi, des Königs, steht, von der Kirche als Maria erkannt. Der Vollständigkeit halber hier der ganze marianische Psalmtext, der Maria, die Königin, besingt und verehrt:

„Die Königstochter steht da in Deiner Herrlichkeit, die Königin zu Deiner Rechten in Ofirgold, umgeben von bunter Pracht! Höre Tochter, und siehe, und neige Dein Ohr und vergiss Dein Volk und Deines Vaters Haus. Der König verlangt nach Deiner Schönheit, denn er ist der Herr, Dein Gott, und ihn betet man an. Die Töchter von Tyrus bemühen sich um Deine Gunst, alle Reichen des Volkes. Ganz Herrlichkeit ist die Königstochter im Innern, mit goldenem Saume geziert, ist sie mit bunten Kleidern angetan. Hinter ihr her führt man Jungfrauen zum König; ihre Genossinnen bringt man zu Dir! Sie werden herzugeführt unter Freude und Jubel, hineingeleitet in den Palast des Königs.“ (Ps. 45,10-16)

Ein wunderbarer und wunderschöner marianischer Psalmtext, der uns sehr viel über die Königin Maria sagt. Sie steht im Himmel da in der Herrlichkeit und Glorie ihres Sohnes Jesus Christus, des Königs, ist „mit goldenem Saume geziert“ und „mit bunten Kleidern angetan“ und „von bunter Pracht“ umgeben. Die Herrlichkeit ihres Sohnes Jesus Christus umgibt sie. Man bemüht sich um ihre Gunst; und ihre Genossinnen, die Jungfrauen, führt man hinter ihr her; sie sind ihr Gefolge, das man zu Christus, dem König, und in seinen himmlischen Palast führt und bringt, und zwar „unter Freude und Jubel“.

3. In Offb. 12 taucht sie dann wieder auf, wo sie auch als die Mutter Christi buchstäblich bestätigt wird:

„Und es erschien ein großes Zeichen im Himmel: eine Frau, mit der Sonne umkleidet, der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von 12 Sternen, und sie war gesegneten Leibes und schrie in Wehen und Schmerzen des Gebärens … Und der Drache stellte sich vor die Frau, um ihr Kind zu verschlingen, wenn sie gebären würde, und sie gebar ein Kind, einen Knaben, der alle Völker hirten wird mit eisernem Stabe.“ (Offb. 12,1-5)

Die ganze Herrlichkeit, in der nach Psalm 45 Maria, die Himmelskönigin, dasteht, ist nach Offb. 12,1 die Sonne, von der sie im Himmel, wo Johannes sie sieht, umkleidet ist; und diese Sonne, dieses Licht, das sie umhüllt bzw. umkleidet, ist Gott selbst; „denn Gott, der Herr, ist Sonne und Schild“ (Ps. 84,12) Ihre Krone, die aus Sternen besteht, weist sie als die Königin des Himmels aus.

So sehen wir Maria in ihrer ganzen königlichen Herrlichkeit und Majestät als die Königin des Himmels, die zur Rechten ihres Sohnes Jesus Christus, des Königs, thront.

Deshalb möchte ich Euch, liebe Protestanten, empfehlen, Euch vor Eurer Königin zu verneigen und nach Ps. 45,13 ihre Gunst zu suchen – und, seit auch Ihr ihr Gefolge, um von ihr zu Christus, dem König, geführt zu werden!

 

12. Maria, die Lade des Neuen Bundes

Maria wird von uns Katholiken auch als die Lade des Neuen Bundes verehrt. Am Ende des 11. Kapitels der Johannes-Offenbarung lesen wir:

„Da wurde der Tempel Gottes im Himmel aufgetan, und die Lade seines Bundes war zu sehen in seinem Tempel, und es folgten Blitze und Donner, Beben und starker Hagel.“ (11,19)

Hier ist von der Lade des Bundes Gottes die Rede, die sich im himmlischen Tempel befindet. Manche protestantische Ausleger sind der Meinung, dass dies die Lade des Alten Bundes sei. Sie sei, als sie zur Zeit des Propheten Jeremia verschwand, von Gott in den Himmel entrückt worden und befände sich nun im himmlischen Tempel. Andere meinen, sie befände sich noch an einem unbekannten Ort auf der Erde, würde aber erst in der Zukunft in den himmlischen Tempel entrückt werden.

Beide protestantische Ansichten sind falsch, erstens weil die alte Lade zum Alten Bund gehört, nichts mit dem Neuen Bund zu tun hat und sich daher nicht im himmlischen Tempel des Neuen Jerusalems, des Jerusalems des Neuen Bundes, befinden kann und befinden wird, und zweitens weil man nach Jer. 3,16 ihrer nicht mehr gedenkt, sie vergessen ist, Offb. 11,19 uns aber an sie immer erinnern würde, wenn hier von dieser Lade die Rede wäre. Bei der himmlischen Lade handelt es sich folglich um die Lade des Neuen Bundes, von der es scheint, als würden wir in der Johannes-Offenbarung nichts weiter über sie erfahren, weil direkt nach Offb. 11,19 das 12. Kapitel kommt, welches fälschlicherweise suggeriert, dass jetzt ein Bericht über gänzlich andere Dinge folgen würde. Doch der Schein trügt, weil die Kapiteleinteilung nicht Teil der Heiligen Schrift ist. Der Konvertit Scott Hahn erklärt:

„Wir dürfen allerdings nicht vergessen, daß die Kapiteleinteilungen im Buch der Offenbarung – wie in allen Büchern der Bibel – künstlich vorgenommen wurden … In der ursprünglichen Fassung der Apokalypse des Johannes gab es keine Kapitel; es war eine fortlaufende Erzählung. Die Spezialeffekte am Ende von Kapitel 11 sind daher ein unmittelbares Vorspiel für das Bild, das jetzt zu Beginn von Kapitel 12 erscheint.“ (Die Königin des Himmels, S.48f.)

Das heißt, das, was Johannes in 11,19 begonnen hat, zu enthüllen, führt er anschließend weiter fort und enthüllt die Lade des Neuen Bundes:

„(11,19)Da wurde der Tempel Gottes im Himmel aufgetan, und die Lade seines Bundes war zu sehen in seinem Tempel, und es folgten Blitze und dröhnender Schall, Beben und starker Hagel. (12,1)Und es erschien eine Frau, mit der Sonne umkleidet, der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen. (2)Sie war gesegneten Leibes … (5)Und sie gebar ein Kind, einen Knaben, der alle Völker hirten wird mit eisernem Stabe.“

Offb. 12,1ff. enthüllt, dass es sich bei der himmlischen Bundeslade um eben diese Frau handelt, über die wir bereits erfahren haben, dass sie Maria ist. Maria, die Mutter des Herrn, ist also die in Offb. 11,19 genannte Bundeslade Gottes. Sie ist die Lade des Neuen Bundes, die wir, Gottes Volk des Neuen Bundes, besitzen, wie Gottes Volk des Alten Bundes die Lade des Alten Bundes besessen hat.

Viele Katholiken können sich nun unter der Bundeslade nichts vorstellen. Und manchee haben noch nie etwas von einer Bundeslade gehört. Was ist die Bundeslade und was bedeutet sie? Hier daher das Grundsätzliche, das die Bibel über die Lade des Alten Bundes mitteilt:

Gott beauftragte seinen Propheten Moses, eine Lade des Bundes herstellen zu lassen. Dabei handelte es sich um eine Truhe, die nach 2 Mo. 25,20 aus Akazienholz, dem wertvollsten Holzmaterial, hergestellt, nach 25,11 von innen und von außen mit Gold überzogen und nach 25,12-15 mit zwei Tragebalken, die in goldenen Ringen stecken sollten, versehen werden sollte. Nach 25,11 befand sich oberhalb der Truhe eine Leistenkrone aus Gold. Nach 25,17 war die Lade 2,5 Ellen lang, 1,5 Ellen breit und 1,5 Ellen hoch. Eine große Elle betrug 52,5 cm, und eine kleine 45,8 cm. Die Lade war demzufolge etwa 131,5 x 78,75 x 78,75 cm oder 114,5 x 68,7 x 68,7 cm groß. Auf ihr lag nach 2 Mo. 25,17.21 eine aus Gold verfertigte Deckplatte, auch „Sühneplatte“ und „Gnadenthron“ genannt. Auf der Deckplatte thronten nach 25,18ff. zwei aus Gold gefertigte Kerubim-/Engelstatuen, „die ihre Flügel nach oben hin ausbreiten, indem sie mit ihren Flügeln die Deckplatte überdachen“, wobei „ihre Antlitze .. gegeneinander gekehrt“ sind. Nach 25,21 befand sich in der Lade das Gesetz, das Gott den Israeliten gegeben hat, d.h. die zwei Steintafeln mit den zehn Geboten, als Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk Israel (1 Kön. 8,9). Später kamen ein goldener Krug mit dem Manna darin und Aarons Priesterstab hinzu. Und nach 25,22 offenbarte sich Gott den Israeliten von der Mitte der Deckplatte, von dem Punkt „zwischen den beiden Kerubim“.

Wenn wir nun die Lade des Neuen Bundes Maria verstehen wollen, müssen wir die Lade des Alten Bundes kennen, und wissen, was es mit ihr auf sich hatte, weil sie die Lade des Neuen Bundes typologisch vorausbezeichnet. Schauen wir uns daher anhand der irdischen Bundeslade die Funktion der himmlischen Bundeslade Maria an:

1. So, wie Gott die Lade des Alten Bundes durch die israelitischen Handwerker schuf, so schuf er selbst die Lade des Neuen Bundes Maria. Sie ist sein persönliches Werk, das von den antimarianischen Protestanten bis hin zur Unbedeutendheit erniedrigt wird.

2. So, wie die Lade des Alten Bundes Gottes Gegenwart präsentierte, weil Gott nach 3 Mo. 16,2 „in der Wolke über der Deckplatte auf der Lade“ erschien, und zwar nach 1 Sam. 4,4 über den Kerubimstatuen, und er nach 1 Mo. 25,22 von der Deckplatte her zu den Israeliten redete, so präsentiert auch Maria, die Lade des Neuen Bundes, Gottes Gegenwart in einer noch vollkommeneren Art und Weise, da nach Offb. 12,1 Gottes Herrlichkeit sie ganz umhüllt, während die Wolke der Herrlichkeit Gottes die alte Bundeslade nur überschattete. Wenn wir also marianisch sind, dann ist die Bundeslade Maria immer bei uns, so, wie die alte Bundeslade bei den Israeliten war. Und mit der Bundeslade Maria ist dann Gott bei uns, so, wie Gott mit der Lade des Alten Bundes bei den Israeliten war.

3. Auf der Lade des Alten Bundes war die Deckplatte aus reinem Gold aufgesetzt, auch „Sühneplatte“ genannt. Sie symbolisiert Christus, den Herrn, der an seinem Leib für unsere Sünden Sühne geleistet hat. So, wie diese heilige Platte auf der Bundeslade gesetzt und so mit ihr eng verbunden war, so, als ob die Lade und die Platte eins wären, so ist auch Christus mit unserer Bundeslade Maria verbunden, mit ihr eins. So wie die Sühneplatte von der Lade und die Lade von der Sühneplatte nicht getrennt ist, so ist auch Jesus von Maria und Maria von Jesus nicht getrennt. Sie gehören wesentlich zusammen. Die antimarianischen Protestanten hingegen trennen in ihrem Glauben Jesus von Maria und Maria von Jesus und enthüllen so, dass sie einen falschen Glauben haben. Denn dies wäre so, wie wenn die Israeliten die Sühneplatte von der alten Bundeslade und die alte Bundeslade von der Sühneplatte getrennt und so Gottes Zorn über sich entfacht hätten.

4. In der Lade des alten Bundes befanden sich nach Hebr. 9,4 die beiden Gesetzestafeln mit den zehn Geboten, das Himmelsbrot (Manna) und Aarons Priesterstab. Nach 1 Kön. 8,1-11 blieben letztlich nur noch die beiden Gesetzestafeln übrig. Das Manna, mit dem Gott die Israeliten vom Himmel her gespeist hat, symbolisiert nach Joh. 6,35-58 das Himmelsbrot des Neuen Bundes, Jesus Christus (vgl. Joh. 6,30-58). Der Priesterstab Aarons symbolisiert das Priestertum Jesu Christi. So, wie sich in der Lade des alten Bundes das Gesetz befindet, so befindet es sich auch in der Lade des Neuen Bundes Maria, in ihrem Unbefleckten Herzen. Es ist in ihr Unbeflecktes Herz von Beginn ihrer Existenz an eingeschrieben. So, wie sich in der Lade das Manna und Aarons Priesterstab befanden, so befand sich in der Lade des Neuen Bundes – Maria – Christus, der Priester und das Himmelsbrot des Neuen Bundes, nachdem sie ihn empfangen hatte. Und so, wie aus der alten Lade das Manna und Aarons Priesterstab wieder entfernt wurden, so hat Gott auch Christus aus dem Mutterschoß Mariens gezogen (vgl. Ps. 22,10). So also, wie in der alten Lade nur noch das Gesetz übrig blieb, so blieb nach der Geburt Christi das Gesetz auf einzigartige Weise in der neuen Bundeslade Maria, in ihrem Unbefleckten Herzen, übrig.

5. Die Lade des alten Bundes war das Zeichen für den Bund Gottes mit dem Volk Israel. So, wie die Lade des Alten Bundes das Zeichen für den Bund Gottes mit dem Volk Israel war, so ist Maria, die Lade des Neuen Bundes, das Zeichen für den Neuen Bund Gottes mit uns, seinem Volk des Neuen Bundes.

6. Der eigentliche Platz der Lade des Alten Bundes war das Allerheiligste im Bundeszelt und später im Tempel von Jerusalem. So, wie der eigentliche Platz der alten Bundeslade das Allerheiligsten des Bundeszeltes und des Tempels von Jerusalem war, so ist nach Offb. 11,19 der eigentliche Platz der Lade des Neuen Bundes Maria das Allerheiligste des himmlischen Tempels im himmlischen Jerusalem.

7. Als die Lade des Alten Bundes nach 1 Sam. 4 und 5 im Besitz der Philister, Israels Feinde, war, wurde sie in den Tempel ihres Gottes Dagon gebracht, wo sie neben der Dagon-Statue aufgestellt wurde. Doch in ihrer Gegenwart stürzte die Götzenstatue und zerbrach (1 Sam. 5,3-4), so dass die Bewohner der Stadt sagten: „Die Lade des Gottes Israels darf nicht bei uns bleiben; denn seine Hand drückt uns und unsern Gott Dagon schwer!“ (1 Sam. 5,7) So, wie in Gegenwart der Lade des Alten Bundes die “Götzen” fallen und zerbrechen, so fliehen Satan und seine Dämonen, die in den “Götzen” angebetet werden, vor der Lade des Neuen Bundes Maria, und werden entmachtet. Sie ist unser Schutz vor den bösen Mächten und Gewalten und unsere Hilfe gegen sie.

8. Die Lade des Alten Bundes half den Israeliten auch gegen ihre Feinde, die ihre Existenz bedrohten. Moses betete im Angesicht der Lade: „Erhebe dich, Herr, auf dass deine Feinde zerstieben und fliehen vor dir deine Gegner!“ (4 Mo. 10,35) So, wie Gott durch die Lade des Alten Bundes den Israeliten gegen ihre Feinde half, so hilft er uns, dem Volk Gottes des Neuen Bundes, gegen unsere Feinde, die uns bedrohen, durch die Bundeslade Maria. Sie ist die Siegerin in allen Schlachten Gottes, sowohl in den geistigen als auch in den irdischen. Als Europa 1571 durch die Muslime (Osmanen) bedroht war, haben wir Christen im Rosenkranzgebet unsere Bundeslade um Hilfe gerufen. Die Schlacht von Lepanto stand bevor, bei der die katholische Flotte der islamischen militärisch weit unterlegen war und daher keine Chance hatte, zu gewinnen. Europas Zukunft hing auf seidenem Faden. Doch in der Gegenwart der Lade des Neuen Bundes, die im Rosenkranzgebet um Hilfe gerufen wurde, besiegte die weit unterlegene katholische Flotte die islamische, und Europa wurde gerettet. Wenn also wir und unsere Kirche von unseren und ihren Feinden bedroht sind, müssen wir insgesamt aufstehen und als Ganzes unsere Bundeslade Maria „holen“, sie um Schutz und Hilfe anrufen. Dann wird sie kommen, uns helfen und unsere Feinde und die Feinde der Kirche zerstreuen.

9. Doch die Lade des Alten Bundes half den Israeliten nicht immer gegen ihre Feinde, entweder weil Gott keine kriegerischen Unternehmungen wollte, oder weil man in Sünde war und nicht umkehren wollte. Und das gilt auch für uns, das Volk des Neuen Bundes: Gott wird uns, seinem Volk, durch seine Bundeslade Maria solange nicht helfen, bis wir uns von unseren bösen Wegen – der Abkehr von seiner heiligen Tradition, dem Glaubensabfall, der Abwendung von der kirchlichen Lehre, der Anpassung an die Welt und den Zeitgeist und von unseren Abirrungen zu fremden Sitten, Bräuchen und Lehren – abwenden und uns wieder auf den vorkonziliaren, einzigen katholischen Weg begeben. Doch Gott hat es uns noch viel einfacher gemacht, als er 1926 und 1929 seine Lade des Neuen Bundes Maria zu Schwester Lucia sandte, um durch sie von uns, dem Papst und den Bischöfen folgendes zu verlangen:

(a) die Einhaltung der fünf Herz-Mariä-Sühnesamstage und

(b) die Weihe Russlands an das Unbefleckte Herz Mariens durch den Papst und die Bischöfe,

damit sich Russland bekehre, es Friede sei und das Unbefleckte Herz Mariens, unserer Bundeslade, in der Welt für Christus, ihren Sohn, triumphiere.

Bis heute haben die Päpste, Bischöfe, Priester, Ordensleute und wir diese beiden einfachen Forderungen nicht erfüllt.

Ich habe hier anhand der Lade des Alten Bundes aufgezeigt, was es mit Maria, der Lade des Neuen Bundes, auf sich hat. Sie ist das persönliche Werk Gottes. Gott hat sie geschaffen, so wie sie ist. Sie ist mit Gottes Herrlichkeit bekleidet, und Gottes Gesetz ist in ihr Unbeflecktes Herz einzigartig eingeschrieben. Da, wo sie ist, ist Gott; und Gott spricht durch sie, d.h. alles was Maria, die Lade des Neuen Bundes, sagt, ist Gottes Wort. Sie ist das Symbol des Neuen Bundes und einzigartig heilig, weshalb sie sich im himmlischen Jerusalem im Allerheiligsten des Tempels befindet. Sie ist, wie die alte Bundeslade, unberührt, sie ist immerwährende Jungfrau. Sie schützt vor Satan und den Dämonen, die vor ihr fliehen und von ihr entmachtet werden. Sie schützt auch vor den irdischen Feinden und hilft gegen sie und zerstreut sie. Mit ihr siegen und triumphieren wir in Christus Jesus, ihrem Sohn! Ohne sie nicht!

Die antimarianischen Protestanten wissen nun, wen sie in ihrem Antimarianismus zusammen mit Satan hassen, verachten, ablehnen, schmähen, beleidigen, bekämpfen und bis hin zur Unbedeutendheit erniedrigen: die Lade des Neuen Bundes. Es wird Zeit, dass sich das ändert! Es wird Zeit, Maria, die Lade des Neuen Bundes, anzunehmen, zu lieben und zu verherrlichen und sie im Kampf gegen die bösen Mächte und Gewalten, sowie gegen irdische Feinde in Anspruch zu nehmen. Sie wird unser Schutz und unsere Hilfe sein! Sie wird für Christus, ihren Sohn, und für uns, ihre übrigen Kinder, triumphieren!

 

13. Marias Unbefleckte Empfängnis und ihre Sündenlosigkeit

Maria ist die in der Bibel bezeugte Lade der Neuen Bundes. Erst durch die Identifizierung Marias als die Lade des Neuen Bundes können wir ihre persönlichen Eigenschaften als wahr erkennen, da Gott selbst sie nach seinem Ratschluss gemacht hat, und zwar einzigartig. Sie ist als die Lade des Neuen Bundes so einzigartig von Gott gemacht worden, dass sie alle seine übrigen Geschöpfe überragt. Dies hat die katholische Kirche im Heiligen Geist erkannt (Joh. 16,13); und sie hat im Heiligen Geist erkannt, dass Maria unbefleckt empfangen wurde, wobei sie sich hier zentral auf Lk. 1,28 verweist, wo der Erzengel Gabriel Maria mit dem ganz neuen Namen „Begnadete“ bezeichnet, welcher ihre ganze Identität von ihrer Empfängnis an enthüllt. Da ich im Altgriechischen nicht bewandert bin, kann ich das hier nicht näher beleuchten.

Jedoch ist Mariens Unbefleckte Empfängnis in der Lade des Alten Bundes und ihrer Erschaffung her sichtbar, die die Erschaffung der neuen Bundeslade Maria typologisch vorausbezeichnet. Schauen wir daher, wie die alte Bundeslade nach Gottes Anordnung gebaut werden sollte. Daraus können wir dann ersehen, wie Gott selbst seine neue Bundeslade Maria gemacht hat. Es heißt über den Bau der alten Bundeslade in 2 Mo. 25,10f.:

„Verfertige eine Lade aus Akazienholz … Überziehe sie mit reinem Gold von innen und außen …“

Die alte Bundeslade, die die neue vorausbezeichnet, sollte aus dem edelsten und wertvollsten Holzmaterial geschaffen werden, dem unverweslichen Akazienholz, und von innen und außen mit reinem Gold überzogen werden. Das weist auf Mariens Empfängnis hin, in deren Moment Gott sie, seine neue Bundeslade, gemacht hat. Das unverwesliche Akazienholz bezeichnet Marias unverwesliches menschliches Fleisch, aus dem ihr Leib – wie die alte Bundeslade aus Akazienholz – besteht. Das reine Gold, mit dem die Lade aus Akazienholz überzogen werden sollte, symbolisiert die Herrlichkeit Gottes bzw. das Licht, die Sonne, mit der Maria, die neue Bundeslade, nach Offb. 12,1 und Ps. 45,10 umkleidet ist:

„… eine Frau, mit der Sonne umkleidet …“ (Offb. 12,1)

„Die Königstochter steht da in Deiner Herrlichkeit, die Königin zu Deiner Rechten in Ofirgold.“ (Ps. 45,10)

Die „Sonne“ und „Herrlichkeit“ Gottes und das „Ofirgold“ sind identisch und entsprechen dem reinen Gold, mit dem die alte Bundeslade von außen überzogen werden sollte. So, wie die alte Bundeslade bzw. ihr Akazienholz bei ihrer Erschaffung mit reinem Gold von innen und außen (schützend) überzogen wurde, so wurde auch Maria bzw. ihr Fleisch im Moment ihrer Empfängnis, ihrer Erschaffung, von innen und außen mit Gottes Licht, Gottes Herrlichkeit, (schützend) „überzogen“, so dass die Erbsünde nicht an sie und ihren Leib herankommen konnte, „denn Gott, der Herr, ist Sonne und Schild!“, heißt es in Ps. 84,12 – Sonne und Schild ihres Leibes und ihres Fleisches! Und das ist ihre von der Heiligen Schrift bezeugte Unbefleckte Empfängnis!

Achten wir auch auf die Prophetie 1 Mo. 3,15, wo Gott nach dem Sündenfall, an dem Eva und Adam beteiligt waren, der Schlange die neue Eva und den den neuen Adam ankündigte:

“Feindschaft werde ich stiften zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zertreten und du wirst nach seiner Ferse schnappen.”

Hier werden die neue Eva und der neue Adam angekündigt, wobei Christus, der neue Adam, als Sohn der Frau, der neuen Eva, bezeichnet wird, die seine Mutter Maria ist. Daraus ergibt sich, dass Jesus als der neue Adam und Maria als die neue Eva ohne Sünde sein müssen, weil auch der alte Adam und die alte Eva ohne Sünde waren, bevor sie das erste Mal gesündigt hatten. So, wie die neue Eva das wieder gut machte, was die alte Eva verbrochen hat, so machte der neue Adam das wieder gut, was der alte Adam verbrochen hat. Nun wird Maria als die neue Eva von Gott als Satans einzigartige Feindin bezeichnet, weil ja die alte Eva zur Freundin Satans geworden war. Maria könnte aber nicht die einzigartige Feindin Satans sein, wenn sie von Sünde und Erbsünde befleckt gewesen wäre, weil (a) Satan der Vater jeder Sünde ist, und (b) Erbsünde und Sünde an Satan binden. So enthüllt uns auch diese Bibelstelle, dass Maria ohne jegliche Sünde war.

Die katholische Kirche hat das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis Mariens also nicht erfunden. Die Kirche wird nach Joh. 16,13 vom Heiligen Geist lediglich in die volle Wahrheit hineingeführt!

 

14. Maria mit Leib und Seele im Himmel

Auch das Dogma von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel wird von den Protestanten abgelehnt, weil es angeblich nicht von der Heiligen Schrift gedeckt sei. Sie sagen, dass in der Bibel nirgendwo berichtet wird, dass Maria leiblich in den Himmel aufgenommen worden wäre. Das wäre so, wie wenn man behaupten würde, dass in der Bibel nirgendwo berichtet wird, dass Maria gestorben ist, folglich sei sie nicht gestorben. Wir sehen, das funktioniert so nicht!

Um zu verstehen, dass Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde, ist es zunächst nötig, darauf hinzuweisen, dass die Bibel buchstäblich drei leibliche Aufnahmen in den Himmel bezeugt, die leibliche Aufnahme Jesu Christi, des Herrn, und die leibliche Aufnahme Henochs und Elias‘:

„Nachdem der Herr Jesus zu ihnen geredet hatte, wurde er hinaufgenommen in den Himmel …“ (Mk. 16,19)

„Henoch wandelte mit Gott, und dann war er nicht mehr; denn Gott hatte ihn entrückt.“ (1 Mo. 5,24)

„Während sie noch miteinander gingen und sprachen, erschien ein feuriger Wagen mit feurigen Pferden und trennte beide. Elias stieg im Sturm zum Himmel empor.“ (2 Kön. 2,11)

Wenn also schon Henoch und Elias mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurden, also zwei gewöhnliche Heilige, dann ist davon auszugehen, dass erst recht Maria von Gott dieses Privileg erhalten hat, da nicht einzusehen ist, weshalb die zweite göttliche Person, Jesus Christus, seine beiden Knechte Henoch und Elias seiner eigenen Mutter vorgezogen und sie in diesem Fall privilegierter gemacht haben sollte. Er wird seine Mutter nach dem 4. Gebot verherrlicht, und sie, wie Henoch und Elias, mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen haben. Das ist das Angemessenste, was der Sohn seiner Mutter gegenüber nach dem 4. Gebot tun konnte. Und im Himmel sehen wir sie nach Ps. 45,10ff.:

„Die Königstochter steht da in Deiner Herrlichkeit, die Königin zu Deiner Rechten in Ofirgold, umgeben von bunter Pracht! Höre Tochter, und siehe, und neige Dein Ohr und vergiss Dein Volk und Deines Vaters Haus. Der König verlangt nach Deiner Schönheit, denn er ist der Herr, Dein Gott, und ihn betet man an. Die Töchter von Tyrus bemühen sich um Deine Gunst, alle Reichen des Volkes. Ganz Herrlichkeit ist die Königstochter im Innern, mit goldenem Saume geziert, ist sie mit bunten Kleidern angetan. Hinter ihr her führt man Jungfrauen zum König; ihre Genossinnen bringt man zu Dir! Sie werden herzugeführt unter Freude und Jubel, hineingeleitet in den Palast des Königs.“

Im Himmel befindet sie sich zur Rechten ihres Sohnes, nimmt dort als die Königin die höchste Position ein, und steht dort somit weit über Henoch und Elias. Und tatsächlich sehen wir sie in der Johannes-Vision dort sogar leiblich gegenwärtig:

„Ein großes Zeichen erschien im Himmel: eine Frau, mit der Sonne umkleidet, der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen. Sie war gesegneten Leibes …“ (Offb. 12,1-2)

Tatsächlich sieht Johannes Maria mit ihrem Leib im Himmel, wenn auch schwanger. Dies hat eine doppelte Bedeutung, eine symbolische und eine historische, da sie ja auf Erden tatsächlich Christus geboren hat. Im Himmel ist sie, wie es Paulus auf Erden war, symbolisch schwanger; Paulus schreibt:

„Meine Kindlein, für die ich abermals Geburtswehen habe, bis Christus Gestalt wird in euch.“ (Gal. 4,19)

Maria ist mit Christus im Himmel symbolisch schwanger. Sie gebiert Christus auch symbolisch, geistig. Ihr Leib im Himmel wird ausdrücklich genannt. Das heißt, sie ist mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden, wo sie seither mit Leib und Seele weiterlebt.

Wie ich bereits aufgezeigt habe, ist Maria die neue Bundeslade, die sich im himmlischen Tempel befindet; sie wird von der Lade des Alten Bundes typologisch vorausbezeichnet. So wie die Bundeslade aus Akazienholz in den Tempel des irdischen Jerusalems gebracht wurde, so wurde die neue Bundeslade Maria aus Fleisch und Blut in den Tempel des himmlischen Jerusalems versetzt. Ihre leibliche Aufnahme in das himmlische Jerusalem ist also in der Überführung der alten Bundeslade aus Akazienholz in den Jerusalemer Tempel vorausbezeichnet.

Die Tatsache der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel geht auch daraus hervor, dass die Kirche zwar die Gräber und Leiber der Heiligen verehrt; doch gerade ihr Leib ist nicht da. Da die Kirche gerade der Gottesmutter die höchste Verehrung zollt, so müsste man doch erwarten, dass sie gerade Mariens Leib verehrt. Doch keine Spur davon! Mariens Leib existiert hier auf Erden nicht, weder in einem verwesten noch in einem unverwesten Zustand, da die Kirche ihn sonst als Reliquie schon seit dem ersten Jahrhundert verehren würde. Dasselbe betrifft ja den Leib des Herrn: dieser findet sich hier auf Erden ebenfalls nicht. Sowohl die Tatsache, dass kein toter Leib Mariens auf Erden existiert und verehrt wird, als auch die Tatsache, dass kein toter Leib Jesu auf Erden existiert, beweist, dass ihre Leiber im Himmel sind.

So beweist auf der einen Seite die Bibel und auf der anderen Seite die historische Realität, dass nicht nur Jesus Christus mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde, sondern auch seine Mutter Maria.

Weitere Ausführung dazu finden Sie unter dem folgenden Link unter Punkt 4: http://catholic-church.org/ao/ps/immaculata.html 

15. Marias außergewöhnlicher Glaube

Manche antimarianische Protestanten sagen, Maria habe keinen außergewöhnlichen Glauben besessen; sie habe einen gewöhnlichen Glauben besessen, der sich von dem Glauben eines gewöhnlichen Christen nicht unterscheide. Diese Protestanten, die solches Maria unterstellen und sie auf diese Weise erniedrigen, haben keine biblische Einsicht diesbezüglich.

Beachten wir: Als Gott Abraham einen Sohn verheißen hat, dessen Nachkomme der Messias sein würde, glaubte Abraham ohne Zögern, obwohl seine Frau Sara in hohem Alter und unfruchtbar war. Das heißt, dass Abraham glaubte, dass Gott seine Frau in so hohem Alter noch fruchtbar machen und ihm durch sie einen Sohn schenken werde; und eben dieser große Glaube wurde ihm zur Gerechtigkeit angerechnet:

„Denn was sagt die Schrift? – ‚Abraham glaubte Gott, und es wurde ihm angerechnet zur Gerechtigkeit.“ (Röm. 4,3)

Dass das keine Selbstverständlichkeit war, zeigt der Bericht über den Priester Zacharias, der später Vater des Täufers wurde:

„Da erschien ihm ein Engel des Herrn … und Zacharias erschrak … Der Engel aber sprach zu ihm: ‚Fürchte dich nicht; denn dein Beten wurde erhört und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, den sollst du Johannes nennen …‘ Da sprach Zacharias zum Engel: ‚Woran soll ich das erkennen? Bin ich doch ein alter Mann, und meine Frau ist vorgerückt in ihren Tagen.‘ Der Engel antwortete ihm: ‚Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und ich wurde gesandt, um zu dir zu sprechen und dir diese frohe Botschaft zu bringen. Siehe, du wirst stumm sein und nicht reden können bis zu dem Tag, da dies geschehen wird, weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die in Erfüllung gehen werden zu ihrer Zeit.‘“ (Lk. 1,11-20)

So nun, wie Abraham gerecht und untadelig war, so war das nach Lk. 1,6 auch Zacharias, und wie Sara im Alter vorgerückt und unfruchtbar war, so war das Zacharias’ Frau Elisabeth ebenso; und so, wie Gott Abraham und Sara einen leiblichen Sohn ankündigte, so kündigte er auch Zacharias und Elisabeth einen leiblichen Sohn an; und doch war Abrahams Glaube größer und stärker als der des Zacharias, weil Abraham Gott ohne zu zögern glaubte, während Zacharias ungläubig war. So sehen wir, dass es keine Selbstverständlichkeit war, dass Abraham der Zusage Gottes glaubte. Das heißt, dass Abrahams Glaube außergewöhnlich groß und stark war. Vergleichen wir nun seinen außergewöhnlich großen und starken Glauben mit dem Marias:

Gott hat durch den Engel Gabriel Maria einen Sohn zugesagt, den sie ohne einen Mann empfangen sollte. Dies war nun eine Zusage, die einen weit größeren Glauben abverlangte, als die Zusage eines Kindes, dessen Mutter alt und unfruchtbar ist. Aus diesem Grund war der Glaube Mariens bibelfaktisch und ganz konkret weit größer als der Glaube Abrahams. Deshalb konnte Elisabeth zu ihr im Heiligen Geist sagen:

„Selig, die geglaubt, dass zur Vollendung/Erfüllung kommt, was ihr vom Herrn gesagt worden ist.“ (Lk. 1,45)

Weil also Mariens Glaube faktisch größer war als der Glaube Abrahams, gilt Röm. 4,3 erst recht Maria:

„Maria glaubte Gott, und es wurde ihr angerechnet zur Gerechtigkeit.“

Und zwar zur größeren Gerechtigkeit als Abraham, weil von ihr größerer Glaube abverlangt wurde!

Doch Mariens großer, starker und unerschütterlicher Glaube, der den des Abraham weit überragt, ließ im Verlauf der Zeit nicht nach; denn die Heilige Schrift berichtet über Maria:

„Am dritten Tag war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war dort. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit geladen. Da es an Wein fehlte, sagte die Mutter Jesu zu ihm: ‚Sie haben keinen Wein!‘“ (Joh. 2,1-3)

Maria sah, dass die Hochzeitsfeier zu platzen drohte und der Gastgeber, der Bräutigam, sich daher in einer äußerst verzwickten und peinlichen Lage befand, da der Wein unerwartet zu Ende gegangen war. Der Gastgeber hatte für zu wenig Wein gesorgt! Das hätte im Nachhinein gewaltigen Klatsch und Tratsch ausgelöst! Das tat Maria leid, und da sie erkannte, dass nach menschlichem Ermessen das Problem nicht gelöst werden konnte, hatte sie nur einen im Sinn, von dem sie fest glaubte, dass er helfen könne: ihren göttlichen Sohn Jesus Christus, den Messias! Zu ihm sagte sie, damit er helfen wolle: „Sie haben keinen Wein!“ Und sogleich half er.

Dieser lukanische Bericht zeigt, dass Maria einen großen, starken und unerschütterlichen Glauben an ihren Sohn Jesus Christus, den Herrn, hatte, da sie als einzige glaubte, dass Er allein in der Lage sei, in dieser ausweglosen Situation zu helfen. Und ja, sie war sogar die einzige, die an ihren Sohn Jesus Christus glaubte, während seine Jünger es nicht taten; sie glaubten erst infolge des Weinwunders an ihn, das Maria in ihrer Nächstenliebe und in ihrem Christus-Glauben initiierte:

„Diesen Anfang der Zeichen machte Jesus zu Kana in Galiläa und offenbarte seine Herrlichkeit, und es glaubten an ihn seine Jünger.“ (Joh. 2,11)

Maria war also die erste gläubige Christin, deren Glaube an ihren Sohn so groß war, dass sie, anders als die Jünger, auch ohne Zeichen und Wunder glaubte. Und diesen ihren außergewöhnlichen Glauben behielt sie bis über den Tod ihres Sohnes hinaus:

„Es standen bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter … und Maria Magdalena.“ (Joh. 19,25)

Bis zum Schluss hielt sie fest am Glauben an ihren Sohn Jesus Christus, während der Glaube seiner Jünger und Jüngerinnenen mehr oder weniger zuschanden wurde, wie auch der biblische Auferstehungsbericht zeigt:

Jesus hatte den Seinen mehrmals seinen gewaltsamen Tod und seine Auferstehung am dritten Tag angekündig. Die Seinen wussten also, dass Er seinen eigenen Worten zufolge am dritten Tag nach seinem Tod auferstehen würde, und doch waren, wie die Bibel berichtet, alle seine Jünger ungläubig, selbst Maria Magdalena und die übrigen Frauen, außer seine Mutter; sie als einzige glaubte an die Worte ihres Sohnes, dass er am dritten Tage auferstehen würde. Schauen wir uns das einmal genau an:

„Am ersten Tag der Woche (dem dritten Tag nach Jesu Tod!), früh am Morgen, kamen sie (die Frauen) mit den Spezereien, die sie bereitet hatten, zum Grabe.“ (Lk. 24,1)

Die Jüngerinnen beabsichtigten, mit den Spezereien den Leichnam Jesu zu salben, und zwar an dem Tag, von dem sie von Jesus wussten, dass er von den Toten auferstehen würde. Sie glaubten also an die Auferstehung Jesu nicht, wie auch die Jünger es nicht glaubten (vgl. Mk. 16,9-11). Anders seine Mutter, denn sie als einzige Frau war nicht dabei, um sich an der Salbung des Leichnams ihres Sohnes zu beteiligen, weil sie als einzige an seine Auferstehung glaubte. Denn wozu den Leichnam Christi salben, da er aufersteht?

Mariens Glaube übertrifft den der gewöhnlichen Gläubigen und Heiligen also bei Weitem! Deren Glaube kann Mariens Glauben nicht einmal das Wasser reichen! Selbst Johannes der Täufer, der Größte aller gewöhnlichen Heiligen, geriet einmal in Zweifel:

„Da Johannes im Gefängnis vom Wirken Christi hörte, sandte er Botschaft durch seine Jünger und ließ ihm sagen: ‚Bist du es, der kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?‘“ (Mt. 11,2-3)

Doch Maria, die größer als Johannes ist, hat an Jesus, ihren Sohn, nie gezweifelt! Sie hat immer an ihn geglaubt!

16. Maria biblisch-theologisches Wissen

Von einigen antimarianischen Protestanten wird Maria als äußerst ungebildet betrachtet. Sie sei eine biblisch und theologisch ungebildete Frau gewesen. Es ist mir nicht bekannt, woher sie das entnehmen; in der Bibel findet sich das jedenfalls nicht; sie haben das offenbar erfunden, um Maria zu erniedrigen. Wenn wir die marianischen Bibelstellen in den Evangelien lesen, dann stellen wir jedenfalls fest, dass Maria ein ausgezeichnetes biblisches und theologisches Wissen besessen hat. Das belegt ihr Magnifikat, das sie in Gegenwart der hl. Elisabeth, des Täufers Mutter, formulierte; es lautet:

„Hochpreist meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlockt über Gott, meinen Retter; er schaute gnädig herab auf die Niedrigkeit seiner Magd; denn siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter. Großes hat an mir getan der Mächtige, und heilig ist sein Name. Sein Erbarmen gilt von Geschlecht zu Geschlecht denen, die ihn fürchten. Er übt Macht aus mit seinem Arm; er zerstreut, die hochmütig sind in ihres Herzens Sinnen. Gewalthaber stürzt er vom Thron und erhöht die Niedrigen. Hungrige erfüllt er mit Gütern, und Reiche schickt er leer davon. Er nahm sich Israels an, seines Knechtes, zu gedenken seines Erbarmens, wie er zu unseren Vätern sprach, für Abraham und seine Nachkommen auf ewig!“ (Lk. 1,46-55)

Diesem gesamten heiligen Text, den Maria mit etwa 13 Jahren formulierte, liegen etliche Bibelstellen zugrunde:

Maria: „Hochpreist meine Seele, den Herrn …“ ==> Ps. 34,2: „Preisen will ich den Herrn zu jeder Zeit …“

Maria: „… mein Geist frohlockt über Gott, meinen Retter ==>1 Sam. 2,1: „Mein Herz frohlockt im HERRN (Jahwe)“ – Ps. 35,9: „Dann wird meine Seele jubeln im Herrn“ – Hab. 3,18: „Ich aber will frohlocken im HERRN, will jubeln über Gott, meinen Retter!“

Maria: „er schaute gnädig herab auf die Niedrigkeit seiner Magd“ ==> 1 Sam. 1,11: „Herr der Heerscharen, wenn du das Elend deiner Magd ansiehst …“

Maria: „Großes hat an mir getan der Mächtige“ ==> 5 Mo. 10,21: „Er ist dein Ruhm, dein Gott, der an dir große und furchterregende Taten vollbrachte”

Maria: „und heilig ist sein Name“ ==> Ps. 111,9: „Heilig und verehrungswürdig ist sein Name.“

Maria: „Sein Erbarmen gilt von Generation zu Generation denen, die ihn fürchten.“ ==> Ps. 103,13: „so erbarmt der Herr sich derer, die ihn fürchten.“ – Ps. 103,17: „Doch ewig währt die Huld des Herrn über allen, die ihn fürchten, und seine Treue noch bei Kindeskindern“

Maria: „Er übt Macht aus mit seinem Arm; er zerstreut, die hochmütig sind in ihres Herzens Sinnen.“ ==> Ps. 118,15: „Die Rechte des Herrn wirkt Gewaltiges“ – Ps. 89,11: „(hast du) mit deinem starken Arm deine Feinde zerstreut.“

Maria: „Gewalthaber stürzt er vom Thron und erhöht die Niedrigen.“ ==> Sir. 10,14: „Den Thron der Stolzen stürzt Gott um und setzt an ihre Stelle die Bescheidenen.“

Maria: „Hungrige erfüllt er mit Gütern“ ==> Ps. 107,9: „Denn er hat die lechzende Seele mit Gutem gesättigt, die hungrige Seele mit Gutem erfüllt.“

Maria: „Er nahm sich Israels an, seines Knechtes, zu gedenken seines Erbarmens“ ==> Jes. 41,8: „Du aber Israel, mein Knecht, und Jakob, den ich erwählt …“ – Ps. 98,3: „Er gedachte seiner Huld und Treue gegen das Haus Israel“

Maria: „zu gedenken seines Erbarmens, wie er zu unseren Vätern sprach, für Abraham und seine Nachkommen auf ewig!” – 2 Sam. 22,51: „Er … erwies seinem Gesalbten Huld, David und seinen Nachkommen auf ewig.“

Fast der gesamte Text besteht aus insgesamt 16 Bibelstellen (Septuaginta/Altes Testament), was anzeigt, dass Maria ein ausgesprochen großes Bibelwissen besaß, da sie aus dem Stegreif 16 Bibelstellen auswählte und aus diesen einen neuen theologisch richtigen Text formulierte. Letzteres deutet darauf hin, dass sie die entsprechenden Bibelstellen und überhaupt die Heilige Schrift (Septuaginta) offenbar nicht nur auswendig kannte, sondern auch die biblische Theologie verstanden hat. Das beweist besonders die Abraham-Stelle in ihrem Magnifikat, in dem sie auf der Vorlage 2 Sam. 22,51 statt “David” “Abraham” sagt und so gemäß 1 Mo. 17,2-8 Abraham und seine Nachkommen in den Kontext mit dem Messias stellt, den sie in ihrem Mutterleib trug.

So sollte man sich schleunigst von dem Gedanken trennen, Maria sei biblisch und theologisch ungebildet gewesen.

17. Marias mystische Gnadengaben

Wenn wir die Evangelien lesen, dann scheint es so, als würden sie uns nichts über irgendwelche mystischen Gnadengaben Marias berichten. Das liegt daran, dass wir daran gewöhnt sind, dass uns in der Bibel alles direkt und unmittelbar mitgeteilt wird. Jedoch gibt es Bibelstellen, die uns vieles auch zwischen den Zeilen mitteilen. So ist es auch mit einigen biblischen Berichten, die uns zwischen den Zeilen mystische Gnadengaben Marias zeigen. Im Bericht über die Hochzeit zu Kana heißt es:

Am dritten Tag war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war dort. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit geladen. Da es an Wein fehlte, sagte die Mutter Jesu zu ihm: ‚Sie haben keinen Wein!‘ Jesus aber sprach zu ihr: ‚Frau, was mir und dir? Noch ist meine Stunde nicht gekommen.‘ Seine Mutter sagte zu den Dienern: ‚Was er euch sagt, das tut!‘ Es standen sechs steinerne Wasserkrüge dort, entsprechend der Reinigungssitte der Juden; davon fasste jeder zwei oder drei Maß. Und Jesus sprach zu ihnen: ‚Füllt die Krüge mit Wasser!‘ Und sie füllten sie bis oben hin. Und er sagte zu ihnen: ‚Schöpft nun und bringt dem Tafelmeister!‘ Und sie brachten ihm. Als aber der Tafelmeister das zu Wein gewordene Wasser kostete, ohne zu wissen, woher er kam – die Diener, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es -, rief der Tafelmeister den Bräutigam und sagte zu ihm: ‚Jedermann setzt zuerst den guten Wein vor und, wenn sie trunken sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein aufgehoben bis jetzt.‘ Diesen Anfang der Zeichen machte Jesus zu Kana in Galiläa und offenbarte seine Herrlichkeit, und es glaubten an ihn seine Jünger.“ (Joh. 2,1-11)

Der Bericht gibt zu erkennen, dass Maria als eingeladener einfacher Hochzeitsgast, der sich unter den übrigen Gästen befand, wusste, dass der Wein zu Ende gegangen war, während nichts darauf hindeutet, dass der Tafelmeister und die für den Wein zuständigen Diener etwas davon gewusst hätten. Der zuständige Tafelmeister war nur darüber verwundert, dass der Gastgeber den besseren Wein für später aufgehoben hätte. Nichts deutet also darauf hin, dass es über den fehlenden Wein irgendwelche Unruhe gegeben hätte. Des Weiteren geht aus den Worten des Tafelmeisters, die er an den Gastgeber, den Bräutigam, richtete, hervor, dass er tatsächlich nichts vom fehlenden Wein gewusst hat, da er sich die Aufhebung des besseren Weins für den falschen Zeitpunkt durch den Gastgeber dachte. Und was die Diener betrifft, so hätten sie, wenn sie gewusst hätten, dass der Wein zu Ende gegangen war, den Tafelmeister darüber informiert.

Wenn also der zuständige Tafelmeister und die zuständigen Diener, die ständig aus den Weinkrügen schöpften, nicht wussten, dass der Wein fehlte, dann stellt sich automatisch die Frage, woher das Maria wusste, die als einfacher Hochzeitsgast mit dem Wein nichts zu tun hatte und sich daher feiernd unter den übrigen Gästen befand. Meine Schlussfolgerung: Auf natürlichem Wege konnte sie als einfacher Hochzeitsgast vom fehlenden Wein nichts gewusst haben, da nichteinmal die für den Wein Zuständigen etwas davon wussten. Das heißt, Maria muss es von Gott offenbart bekommen haben; sie hatte ganz offensichtlich die Gabe der Weissagung, mit der Gott sie auf den fehlenden Wein aufmerksam gemacht hatte, um durch sie als der Mittlerin der Gnaden die Mission Jesu einzuleiten und die Jünger zum Glauben an ihn zu führen und sie so als die neue Eva, derer er sich bedient, hervorzuheben. Aus diesem Grund nennt Jesus, der neue Adam, sie, seine Mutter, in dieser Situation “Frau”, um auf sie als die in 1 Mo. 3,15 prophezeite neue Eva zu verweisen.

In diesem historischen Zeugnis des Apostels Johannes wird Maria also nicht nur als die von Gott bestellte Fürsprechein und Mittlerin bezeugt, sondern zwischen den Zeilen auch als Inhaberin der Gabe der Weissagung.

Eine weitere mystische Gnadengabe wird im Lukasevangelium bezeugt: Nachdem der Erzengel Gabriel bei Maria war und sie durch das Wirken des Heiligen Geistes schwanger geworden war, ging sie zu ihrer Base Elisabeth. Nach Lk. 1,40 betrat sie das „Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, da hüpfte das Kind in ihrem Leib, und Elisabeth wurde erfüllt von Heiligem Geist, erhob laut ihre Stimme und rief: ‘Gebenedeit bist du unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes! Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, als der Klang deines Grußes an meine Ohren kam, hüpfte frohlockend das Kind in meinem Leibe …“ (Lk. 1,41-44)

Genau bei Mariens Grußwort wurden, so der Bibeltext, Elisabeth und ihr Ungeborenes von Heiligem Geist erfüllt – durch Mariens Wort also. Gott wirkte also durch ihr Wort etwas Übernatürliches.

Un das im vorhergehenden Text erwähnte Magnifikat enthüllt uns noch eine weitere mystische Gabe Mariens. Ich will es an dieser Stelle nochmal zitieren:

Hochpreist meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlockt über Gott, meinen Retter; er schaute gnädig herab auf die Niedrigkeit seiner Magd; denn siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter. Großes hat an mir getan der Mächtige, und heilig ist sein Name. Sein Erbarmen gilt von Geschlecht zu Geschlecht denen, die ihn fürchten. Er übt Macht aus mit seinem Arm; er zerstreut, die hochmütig sind in ihres Herzens Sinnen. Gewalthaber stürzt er vom Thron und erhöht die Niedrigen. Hungrige erfüllt er mit Gütern, und Reiche schickt er leer davon. Er nahm sich Israels an, seines Knechtes, zu gedenken seines Erbarmens, wie er zu unseren Vätern sprach, für Abraham und seine Nachkommen auf ewig!“ (Lk. 1,46-55)

Um an diesem Text, den Maria formulierte, eine außergewöhnliche mystische Gabe zu entdecken, die sie besaß, ist es notwendig, nochmal darauf hinzuweisen, dass diesem Text 16 Bibelzitate des AT’s, der damaligen Bibel, zugrundeliegen: Ps. 34,2, 1 Sam. 2,1, Ps., 35,9, Hab. 3,18, 1 Sam. 1,11, 5 Mo. 10,21, Ps. 103,13.17, Ps. 118,15, Ps. 89,11, Sir. 10,14, Ps. 107,9, Jes. 41,8, Ps. 98,3 und 2 Sam. 22,51.

Aus diesen 16 Bibelstellen formulierte Maria aus dem Stegreif und innerhalb von Sekunden einen neuen theologisch richtigen Text. So etwas ist dem menschlichen Geist und Verstand von Natur aus nicht möglich. Probieren Sie das einmal aus: Lernen Sie 16 biblische Verse auswendig und formulieren Sie dann mit ihnen aus dem Stegreif innerhalb von Sekunden einen neuen theologisch richtigen Text! Ich versichere Ihnen: Sie werden das nicht schaffen! Aber Maria hat das geschafft, obwohl sie sich die 16 Bibelstellen vorher nichteinmal zurechtgelegt hatte. Sie hat das an sich Unmögliche durch die Gabe des Heiligen Geistes geschafft!

Mariens außerordentliche mystische Gnadengaben zeichnen sie aus, und enthüllen ihre außergewöhnliche Größe, die ihr Gott verliehen hat.

 

18. Maria als immerwährende Jungfrau

Die katholische Kirche lehrt, dass Maria immerwährende Jungfrau ist. Da diese Lehre angeblich nicht biblisch sei, wird sie von den Protestanten abgelehnt. Sie beziehen sich, um sie zu wiederlegen auf fünf Bibelaussagen:

1. Lk. 2,22: „Und als die Tage ihrer Reinigung sich nach dem Gesetz des Moses erfüllten, brachten sie ihn nach Jerusalem hinauf, um ihn dem Herrn darzustellen, wie geschrieben steht im Gesetz des Herrn …”

Es wird behauptet, dass die im Gesetz Mose vorgeschriebene Reinigung, der sich Maria nach Lk. 2,22 unterzog, beweisen würde, dass sie bei der Geburt ihres Sohnes Jesu Christus ihre biologische Jungfräulichkeit verloren habe. Dagegen ist zu erwidern:

a) In der Bibel heißt es nach Mt. 3,13 auch, dass sich Jesus der johannäischen Bußtaufe unterzogen hat, so wie sich Maria, seine Mutter, der Reinigung unterzogen hat. Das heißt: So, wie aus der Bußtaufe Christi nicht zu schlussfolgern ist, dass er Sünder gewesen sei und deshalb die Bußtaufe benötigt hätte, so ist auch aus der Reinigung seiner Mutter nicht zu schlussfolgern, dass sie durch seine Geburt ihre biologische Jungfräulichkeit verloren habe und unrein geworden wäre und deshalb eine Reinigung benötigt hätte. Deshalb kann man schlussfolgern: So, wie sich Jesus als Sündenloser der Bußtaufe unterzog, um “alle Gerechtigkeit [zu] erfüllen”, so unterzog sich seine Mutter der vorgeschriebenen Reinigung, um alle Gerechtigkeit zu erfüllen.

b) In Jes. 7,14 lesen wir: „Siehe, die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären …“ (7,14) Diese Stelle bezieht der hl. Apostel Matthäus im Heiligen Geist auf Maria und Jesus: „Dies alles ist geschehen, damit erfüllt würde, was gesagt ist vom Herrn durch den Propheten: ‚Siehe, die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären …“ (Mt. 1,22-23) Nach Matthäus, der vom Heiligen Geist inspiriert war, besagt die zitierte Jesajastelle also, dass Maria, die Jungfrau, nicht nur empfangen, sondern auch geboren hat; sie war also Jungfrau bei der Empfängnis Christi und Jungfrau bei seiner Geburt. Das bedeutet: Ihre Jungfräulichkeit war bei der Empfängnis und Geburt Christi bewahrt!

2. Mt. 1,25: „Und er (Josef) erkannte sie nicht, bis sie einen Sohn gebar, und er gab ihm den Namen ‚Jesus‘.“

Man sagt, dass Josef gemäß dieser Stelle keinen Geschlechtsverkehr mit Maria gehabt habe, bis sie Jesus Christus gebar. Das würde bedeuten, dass Josef danach mit ihr Geschlechtsverkehr gehabt habe. Sie habe demzufolge ihre Jungfräulichkeit verloren. Doch das Wort „bis“ zeigt dem biblischen Sprachgebrauch zufolge einen Sachverhalt an, der sich ausschließlich auf den bezeichneten Zeitraum bezieht, über den hinaus keine gegenteilige Auskunft gegeben wird. Dazu einige biblische Beispiele:

a) Wenn es in 2 Sam. 6,23 heißt, dass Michal, die Tochter König Sauls, bis zu ihrem Tod kinderlos blieb, dann heißt das nicht, dass sie nach ihrem Tod Kinder bekam, es sei denn, wir folgen der protestantischen Argumentation, nach der Michal nach ihrem Tod wiedergeboren worden sein musste.

b) Wenn nach Psalm 110 Christus zur Rechten des Vaters sitzt, bis der Vater ihm seine Feinde unterworfen hat, dann heißt das nicht, dass er danach entmachtet wird.

c) Und wenn Christus nach Mt. 28,20 sagt, dass er alle Tage bis ans Ende der Welt bei seinen Aposteln bleibt, dann heißt das nicht, dass er sie nach dem Ende der Welt verlassen wird.

d) Oder wenn Paulus in Phil. 2,8 schreibt, dass Christus „bis zum Tod am Kreuz“ gehorsam war, dann heißt das nicht, dass er danach ungehorsam und somit Sünder wurde.

Genauso auch hier: Wenn es heißt, dass Josef seine Frau Maria während ihrer Schwangerschaft nicht erkannt hatte, bis sie einen Sohn – Jesus Christus – gebar, so bedeutet das nicht, dass er sie danach erkannte.

3.) Lk. 2,7: „… und sie (Maria) gebar ihren erstgeborenen Sohn …“

Da Jesus der erstgeborene Sohn Marias gewesen ist, habe Maria dieser Aussage zufolge noch mindestens einen Zweitgeborenen gehabt, sagen die Protestanten. Das trifft nicht zu, weil der Erstgeborene im Judentum diesen Titel auch dann hatte, wenn die Mutter nach ihrem Erstgeborenen keine weiteren Kinder bekam. Dies wird auch deutlich bei der Aussage Gottes in 1 Mo. 13,1: „Alle Erstgeborenen sind mein!“, also auch dann, wenn es keinen Zweitgeborenen gibt, da das Erstgeburtsrecht nicht von einem Zweitgeborenen abhängt.

4. Mt. 13,55-56 / Mk. 6,3: „Und seine Brüder Jakobus, Josef, Simon und Judas? Und sind nicht seine Schwestern bei uns?“ / „Ist er nicht … der Bruder des Jakobus, Joses und des Judas und Simon? Und sind nicht seine Schwestern bei uns?“

Diesen Bibelstellen zufolge habe Jesus, so die Protestanten, leibliche Brüder und Schwestern gehabt. Maria sei demnach keine immerwährende Jungfrau. Dagegen ist zu erwidern:

a) Die Bibel spricht nirgendwo davon, dass die Brüder und Schwestern Jesu seine leiblichen Brüder und Schwestern waren.

b) Das Neue Testament spricht an keiner Stelle von „Kindern“ oder von „Söhnen und Töchtern Marias“, sondern ausnahmslos von Brüdern und Schwestern oder von Geschwistern Jesu. Es ist also neutestamentlich nicht belegt, dass Maria neben Jesus Christus noch weitere leibliche Kinder hatte.

c) Vor diesem Hintergrund kann es sich bei den Brüdern und Schwestern Jesu dem biblischen und jüdischen Sprachgebrauch zufolge um Cousins und Cousinen oder um andere Verwandte gehandelt haben. Hier ein biblisches Beispiel: Nach 1 Mo. 13,8 war Lot, der Neffe Abrahams, sein Bruder: „Es soll doch kein Streit sein zwischen mir und dir, zwischen meinen und deinen Hirten, denn wir sind ja Brüder!“ Obwohl Lot der Neffe Abrahams war, nannte ihn Abraham dennoch Bruder. Wenn also die Heilige Schrift nie von Söhnen und Töchtern Mariens spricht, aber von Brüdern und Schwestern Jesu, dann ist es so, dass es sich nach dem jüdischen Sprachgebrauch bei den Brüdern und Schwestern Jesu um entferntere Verwandte gehandelt haben muss.

d) Tatsächlich werden zwei der genannten vier „Brüder“ Jesu, nämlich Jakobus und Josef/Joses in Mt. 27,56 und Mk. 15,40 als Söhne einer anderen Maria genannt: „Unter ihnen (den Frauen) war Maria Magdalena, Maria, die Mutter des Jakobus und Josef …“; „Auch Frauen schauten von weitem zu, unter ihnen Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus des Jüngeren und des Joses …“ In Joh. 19,25 wird diese andere Maria als die „Schwester“ Mariens, als die Frau des Klopas, identifiziert: „Es standen bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria Magdalena.“ Demzufolge handelte es sich bei Jesu Brüdern Jakobus und Josef/Joses tatsächlich um seine Cousins.

e) Übrig bleiben somit Jesu Brüder Judas und Simon und seine Schwestern. Wer waren sie? In Joh. 19,26f. lesen wir: „Als nun Jesus seine Mutter sah und neben ihr stehend den Jünger, den er liebte, sprach er zur Mutter: ‚Frau, siehe, dein Sohn!‘ Darauf sprach er zum Jünger: ‚Siehe, deine Mutter!‘ Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger in sein Eigenes.“ In Anbetracht seines anstehenden Todes übergab Jesus seine Mutter seinem Lieblingsjünger Johannes zur Obhut. Das belegt, dass Maria neben Jesus keine weiteren Söhne hatte, weil diese Aufgabe, die Jesus seinem Jünger erteilte, in der damaligen Zeit im jüdischen Kulturkreis diesen Söhnen zugefallen wäre. Wären also Judas und Simon leibliche Brüder Jesu, dann hätten sie sich nach Jesu Tod um Maria gekümmert. Das bedeutet: Auch Simon und Judas, die anderen beiden der vier Brüder Jesu, waren nicht seine leiblichen Brüder. Maria hatte also keine anderen Söhne. Jakobus, Josef/Joses, Simon und Judas hatten andere Mütter.

f) Auch der lukanische Bericht Lk. 2,41-52 zeigt, dass Maria keine Kinder hatte, außer Jesus, da hier bezeugt wird, dass nur Maria, Josef und Jesus jährlich zum Paschafest gingen. Keine Spur von weiteren Kindern Marias. Hätte Maria nach dem 12. Lebensjahr Jesu weitere Kinder bekommen, wären diese zur Zeit Jesu Mission unter 19 Jahre gewesen, also weit jünger als Jesus. Da die sog. “Brüder Jesu” gemäß den Evangelien eine bevormundende Stellung gegenüber Jesus einnahmen, so zeigt das, dass sie älter als Jesus waren, weil im Judentum nur ältere Geschwister den Jüngeren bevormundend waren, nicht umgekehrt.

g) Übrig bleiben die Schwestern Jesu, bei denen es sich ebenso nicht um leibliche Kinder Mariens handelt, weil die Bibel keine Töchter Mariens kennt. Beachten wir, was Maria in Lk. 1,34 sagt: Nachdem der Erzengel Gabriel ihr einen Sohn – den Messias – verheißen hat, fragt sie ihn: „Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkennen werde?“ Das griechische Wort „ginōskō“ („erkennen“) steht hier in Präsenz Durativ und bezeichnet einen Zustand, der auch in der Zukunft so bleibt, wie er jetzt ist. Da dies in deutscher Sprache nicht zum Ausdruck gebracht werden kann, ist das Wort hier in diesem Zusammenhang in Futur übersetzt, weil es, dem griechischen Text gemäß, in Futur den bleibenden Zustand besser zum Ausdruck bringt. Mit ihrer Aussage erklärt Maria also, dass sie sich im Stand sexueller Enthaltsamkeit befinde, in dem sie auch in Zukunft verbleibt, also in ihrer Ehe mit Josef und darüber hinaus. Dies besagt also, dass sie, noch bevor der Engel zu ihr kam, beschlossen hatte, ihr Leben lang sexuell enthaltsam, also Jungfrau, zu bleiben. Da die gläubigen Juden bei allem, was sie taten, biblisch dachten, so weiß man, dass die Jüdin Maria, die zudem noch die Magd Gottes war, nach dem mosaischen Gesetz Gott, ihrem Herrn, ein Keuschheitsgelübde gelobt hat:

„Gelobt eine weibliche Person dem Herrn etwas, oder legt sie sich ein Keuschheitsgelübde auf, solange sie noch ledig im Hause ihres Vaters lebt, so sind ihre Gelübde gültig …, doch muss ihr Vater von dem Gelübde und ihrer Enthaltung … erfahren und dazu schweigen. Wehrt der Vater an dem Tage, da er davon hört, so haben alle ihre Gelübde und Keuschheitsgelübde … keine Gültigkeit … Und wenn sie etwa die Frau eines Mannes wird, während ihre Gelübde auf ihr lasten …, so haben ihre Gelübde und ihre Enthaltung … Gültigkeit, doch muss ihr Mann an dem Tage, da er davon erfährt, schweigen. Wehrt ihr Mann an dem Tage, da er davon erfährt, so macht er das Gelübde … ungültig …“ (4 Mo. 30,4-9)

Das heißt: Entweder hat Maria um des Himmelreiches willen noch zu Lebzeiten ihres Vaters oder danach, aber noch vor ihrer Verlobung mit Josef, Gott ein Keuschheitsgelübde gelobt. Hat sie das Gelübde zu Lebzeiten ihres Vaters Gott gelobt, so muss ihr Vater, da er davon gehört hat, dazu geschwiegen haben, und ihr Gelübde war gültig. Als sie sich dann mit Josef verlobt hat, hat sie ihm gemäß 4 Mo. 30,4-9 von ihrem Gelübde erzählt, und auch er schwieg, und das Gelübde war von nun an für immer gültig. So hat es sich gemäß 4 Mo. 30,4-9 zugetragen, weil Maria, als sie mit Josef verlobt war, dem Engel mit aller Sicherheit sagen konnte, dass sie allzeit keinen Mann erkennt.

Wir sehen, Maria selbst bekundet, dass sie immerwährende Jungfrau ist. Sie hatte folglich außer Jesus Christus keine Kinder. Deshalb spricht das Neue Testament an keiner Stelle von Kindern oder von Söhnen und Töchtern Mariens.

5.) Ps. 69,22: „Entfremdet bin ich meinen Brüdern und ein Fremder geworden den Söhnen meiner Mutter.“

Protestanten führen nun diesen Psalm an, um zu beweisen, dass Jesus sehr wohl leibliche Brüder gehabt hätte, weshalb Maria keine immerwährende Jungfrau sein könne. Sie beziehen diesen Psalm deshalb auf Jesus, weil er in Mt. 27,34.48 auf ihn bezogen wird. Was ist dazu zu sagen?

In Ps. 69,22 können die Söhne Mariens aus jenen unter 4.d-g genannten Gründen nicht ihre leiblichen Söhne sein. Die Bibel gibt uns daher eine Alternative, nämlich in Offb. 12,17:

“Da wurde der Drache zornig auf die Frau und machte sich auf, Krieg zu führen mit ihren übrigen Kindern, mit denen, die Gottes Gebote halten und fehalten am Zeugnis Jesu.”

Nach Offb. 12,17 hat Maria also in der Tat Söhne, nämlich Jesu Jünger, denen Jesus während und nach seiner Passion ein Fremder geworden war, und sie deshalb nicht an seine ihnen von ihm selbst prophezeite Auferstehung von den Toten glaubten, auch dann nicht, als ihnen die Frauen vom Auferstandenen berichteten. So sehr ist ihnen Jesus fremd geworden.

Die immerwährende Jungfräulichkeit Mariens ist also biblisch bezeugt. Als Gottes Magd hat Maria Gott, ihrem Herrn, nach dem mosaischen Gesetz um des Himmelreiches willen ein Keuschheitsgelübde gelobt, und Gott hat ihr ihre biologische Jungfräulichkeit bei der Geburt ihres Sohnes Jesus Christus bewahrt.

Weiterführende Texte zum Thema mit genauerer Untersuchung und weiteren Erkenntnissen: https://www.philso.uni-augsburg.de/institute/philosophie/Personen/Lehrbeauftragte/neidhart/Downloads/BruederJesuMaria.pdf

 

19. Maria, die Gottesmutter

Wir Katholiken verehren Maria als die Mutter Gottes, weil sie die zweite göttliche Person empfangen und geboren hat, also Gott. Protestanten verneinen das, weil sie irrglauben, dass nur der >Mensch< Jesus im Mutterleib seiner Mutter gewesen sei, nicht auch der Gott Jesus. Der Gott Jesus habe sich demnach anscheinend außerhalb des Mutterleibes befunden. Deshalb sei Maria nicht Gottesmutter.

Das ist eine Lehre, die wir in der Bibel nirgendwo finden! Nirgendwo lehrt die Bibel, dass Christus zweipersonal sei, er also zwiegespalten sei, er auf der einen Seite eine göttliche Person und auf der anderen Seite eine menschliche Person sei, wobei sich seine menschliche Person im Mutterleib und seine göttliche Person außerhalb des Mutterleibes befunden hätte. Die Zwei-Personen-Lehre ist eine protestantische Irrlehre.

1. Christus ist nicht zwei Personen, sondern eine einzige Person. Und seine Person ist nicht menschlich, sondern göttlich. Weil Maria nun die zweite göttliche Person durch das Wirken des Heiligen Geistes empfing, sie in ihrem Mutterleib trug und schließlich gebar, so ist sie die Mutter der zweiten göttlichen Person, die Mutter Gottes!

2. Weil Maria die zweite göttliche Person, also Gott, empfing, in ihrem Mutterleib trug und schließlich gebar, so trieb der Heilige Geist, die dritte göttliche Person, Elisabeth an, Maria als die Mutter des Herrn zu bezeichnen: “Woher geschieht mir dies, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?!” (Lk. 1,43) Der Heilige Geist erleuchtet Elisabeth so, dass sie sagen konnte, dass sich im Mutterleib Mariens ihr Herr, Gott, befand!

3. Gleich zu Beginn seines Evangeliums teilt uns der hl. Apostel Johannes mit, dass Jesus Christus, das Wort, Gott ist: „Im Anfang war der Logos – das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“ (Joh. 1,1) Das Wort – der Sohn Gottes – ist also Gott. Das wird noch dadurch bestätigt, dass Johannes gleich darauf über ihn sagt: „Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dieses geworden, und ohne es wurde auch nicht eines von dem, was geworden. (Joh. 1,2-3) Es heißt, dass durch das Wort alles geworden ist, was geworden ist, der Sohn Gottes, des Vaters, sich also selbst außerhalb alles Gewordenen befindet, Er also nicht geworden, sondern ewig, Gott, ist. Und dann heißt es in Vers 14: „Und das Wort (die zweite göttliche Person) ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt …“ Ausdrücklich sagt Johannes, dass das Wort, die zweite göttliche Person, „Fleisch geworden“ ist, und zwar nach Gal. 4,4 aus einer Frau – aus Maria. Auch hier bezeugt die Bibel also Mariens Gottesmutterschaft, da Gott in und aus ihr Fleisch wurde, er also keineswegs außerhalb ihres Mutterleibes war, als er Fleisch wurde, da er, Gott, ja sonst nicht hätte Fleisch werden können, ohne sich in ihrem Mutterleib und in seinem eigenen Fleisch zu befinden.

Weder die bis jetzt genannten Bibelstellen, noch andere Bibelstellen, sagen, dass Jesus eine zweite, nämlich menschliche Person hätte. Er ist ausschließlich eine göttliche Person, die in der Welt im Mutterleib Mariens empfangen und getragen und dann nach 9 Monaten geboren wurde.

 

20. Maria – Mittlerin und Fürsprecherin

Maria als Mittlerin und Fürsprecherin wird in der Bibel nicht in Form einer ausgebreiteten Lehre bezeugt, sondern in Form ausgewählter Beispiele, an denen wir sie als Mittlerin und Fürsprecherin erkennen sollen, als welche sie von Gott erwählt, bestimmt und gebraucht wird.

Als Mittlerin und Fürsprecherin im einmaligen Sinn erscheint sie auf der Hochzeit zu Kana, wo Gott sie auf übernatürlichem Wege auf den fehlenden Wein aufmerksam machte, um so durch sie als die Vermittelnde Jesu Mission einzuleiten, seine Herrlichkeit zu offenbaren und Jesu Jünger zum Glauben an ihn zu führen. Sie hat so das Weinwunder, den Beginn von Jesu Mission, die Offenbarung seiner Herrlichkeit und den Glauben seiner Jünger durch ihre Fürsprache und Vermittlung bewirkt.

Als Mittlerin erscheint sie auch im Lukasevangelium, wo wir lesen:

Sie trat in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, da hüpfte das Kind in ihrem Leib, und Elisabeth wurde erfüllt von Heiligem Geist … Denn siehe, als der Klang deines Grußes an meine Ohren kam, hüpfte frohlockend das Kind in meinem Leibe.“ (Lk. 1,40-44)

Elisabeth und Johannes empfingen den Heiligen Geist beim Gruß Mariens, folglich durch ihre Stimme und ihr Wort, derer sich die zweite göttliche Person zu diesem Zweck bediente. Sie ist also die von Gott auserwählte, gemachte und gebrauchte Mittlerin der Gnaden. Er hat hier durch seine Mutter etwas Übernatürliches gewirkt, durch sie den Heiligen Geist geschenkt.

Auch dadurch, dass Gott Maria zur Mutter seines Sohnes gemacht hat, ist sie die Mittlerin der Gnaden, indem er durch ihr Fiat und durch sie das Heil, Christus, in die Welt bringen wollte. Durch sie kam das Heil, Christus, in die Welt, durch sie empfingen Elisabeth und ihr Kind den Heiligen Geist, durch sie begann Christus sein Heilswirken, und durch sie glaubten die Jünger an Jesus Christus:

Maria sprach: “Mir geschehe nach deinem Wort!” – und es wurde: die Inkarnation der zweiten göttlichen Person!

Maria sprach den Gruß an Elisabeth – und es wurde: die Erfüllung Elisabeths und ihres ungeborenen Kindes mit Heiligem Geist!

Maria sprach auf der Hochzeit zu Kana – und es wurde: das Wunder, die Initiierung der Heilsmission Christi und der Glaube der Jünger an Christus!

Mit diesen drei prägnanten biblischen Beispielen wollte Gott Maria als die von ihm erwählte Mittlerin und Fürsprecherin offenbaren.

Von daher verstehen wir, warum die Kirche Maria als die Mittlerin und Fürsprecherin verehrt – weil sie das gemäß der Heiligen Schrift ganz einfach ist!

21. Die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel

Auch das Dogma von der leiblichen Aufnahme Marias in den Himmel wird im Protestantismus bgelehnt, weil es angeblich nicht von der Heiligen Schrift gedeckt sei. Sie sagen, dass in der Bibel nirgendwo berichtet wird, dass Maria leiblich in den Himmel aufgenommen worden wäre. Also sei sie leiblich nicht in den Himmel aufgenommen worden. Doch in der Bibel wird auch nirgendwo berichtet, dass Maria gestorben sei. Heißt das also, dass sie nicht gestorben ist? Wir sehen, diese protestantische Bibelauslegemethode funktioniert nicht.

Um zu verstehen, dass Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde, ist es zunächst nötig darauf hinzuweisen, dass die Bibel buchstäblich zwei leibliche Aufnahmen in den Himmel bezeugt, die leibliche Aufnahme Henochs, und die leibliche Aufnahme Elias‘:

„Henoch wandelte mit Gott, und dann war er nicht mehr; denn Gott hatte ihn entrückt.“ (1 Mo. 5,24)

„Während sie noch miteinander gingen und sprachen, erschien ein feuriger Wagen mit feurigen Pferden und trennte beide. Elias stieg im Sturm zum Himmel empor.“ (2 Kön. 2,11)

Wenn also schon Henoch und Elias mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurden, also zwei gewöhnliche Heilige, dann ist davon auszugehen, dass erst recht Maria von Christus dieses Privileg bekommen hat, da er auf Basis des 4. Gebots seine beiden Knechte Henoch und Elias seiner eigenen Mutter sicherlich nicht vorgezogen und sie entgegen dieses Gebots privilegierter gemacht haben dürfte. Die logische Folge, die sich aus dem 4. Gebot ergibt, ist, dass er seine Mutter nach diesem Gebot verherrlicht, und sie, wie Henoch und Elias, mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen haben muss. Denn welcher gute Mensch würde andere Menschen seinen eigenen Eltern vorziehen, vor allem, wenn er das 4. Gebot vor Augen hat? Ich würde es jedenfalls nicht tun. Wenn aber ich, als Sünder, dies nicht tun würde, dann doch erst recht nicht Jesus Christus, da ich doch nicht besser bin als er!

Dadurch, dass Christus seine Mutter gemäß dem 4. Gebot allen anderen Menschen vorgezogen und verherrlicht hat, so sehen wir sie nach Ps. 45,10ff. im Himmel nach Christus die höchste Position einnehmen:

„Die Königstochter steht da in Deiner Herrlichkeit, die Königin zu Deiner Rechten in Ofirgold, umgeben von bunter Pracht! Höre Tochter, und siehe, und neige Dein Ohr und vergiss Dein Volk und Deines Vaters Haus. Der König verlangt nach Deiner Schönheit, denn er ist der Herr, Dein Gott, und ihn betet man an. Die Töchter von Tyrus bemühen sich um Deine Gunst, alle Reichen des Volkes. Ganz Herrlichkeit ist die Königstochter im Innern, mit goldenem Saume geziert, ist sie mit bunten Kleidern angetan. Hinter ihr her führt man Jungfrauen zum König; ihre Genossinnen bringt man zu Dir! Sie werden herzugeführt unter Freude und Jubel, hineingeleitet in den Palast des Königs.“

Im Himmel befindet sie sich zur Rechten ihres Sohnes, nimmt dort als die Königin die höchste Position ein, und steht dort somit weit über Henoch und Elias. Und tatsächlich sehen wir sie in der Johannes-Vision dort sogar leiblich gegenwärtig:

„Ein großes Zeichen erschien im Himmel: eine Frau, mit der Sonne umkleidet, der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen. Sie war gesegneten Leibes …“ (Offb. 12,1-2)

Tatsächlich sieht Johannes Maria mit ihrem Leib im Himmel, wenn auch schwanger. Dies hat eine doppelte Bedeutung, eine symbolische und eine historische, da sie ja auf Erden tatsächlich Christus empfangen, getragen und geboren hat. Im Himmel ist sie, wie es Paulus auf Erden war, hingegen symbolisch schwanger; Paulus schreibt:

„Meine Kindlein, für die ich abermals Geburtswehen habe, bis Christus Gestalt wird in euch.“ (Gal. 4,19)

Maria ist mit Christus im Himmel symbolisch schwanger. Sie gebiert Christus auch symbolisch, geistig. Ihr Leib im Himmel wird ausdrücklich genannt. Das heißt, sie ist mit Leib und Seele im Himmel.

Wie ich bereits aufgezeigt habe, ist Maria die neue Bundeslade, die sich im himmlischen Tempel befindet; sie wird von der Lade des Alten Bundes typologisch vorausbezeichnet. So wie die Bundeslade, die aus Akazienholz besteht, in den Tempel des irdischen Jerusalems gebracht wurde, so wurde die neue Bundeslade Maria mit Leib und Seele in den Tempel des himmlischen Jerusalems versetzt. Ihre leibliche Aufnahme in das himmlische Jerusalem ist also in der Überführung der alten Bundeslade aus Akazienholz in den Jerusalemer Tempel vorausbezeichnet.

Die Tatsache der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel geht auch daraus hervor, dass die Kirche zwar die Gräber und Leiber der Heiligen verehrt; doch gerade Marias Leib ist nicht da. Da die Kirche gerade der Gottesmutter die höchste Verehrung zollt, so müsste man erwarten, dass sie gerade Mariens Leib verehrt. Doch keine Spur davon! Mariens Leib existiert hier auf Erden nicht, weder in einem verwesten noch in einem unverwesten Zustand, da die Kirche ihn sonst als Reliquie schon seit dem ersten Jahrhundert verehren würde. Dasselbe betrifft ja auch den Leib des Herrn: auch dieser findet sich hier auf Erden nicht.

Sowohl die Tatsache, dass kein toter Leib Mariens existiert und verehrt wird, als auch die Tatsache, dass kein toter Leib Jesu existiert, beweist noch zusätzlich, dass ihre Leiber im Himmel sind.

So beweist auf der einen Seite die Bibel und auf der anderen Seite die historische Realität, dass nicht nur Jesus Christus mit Leib und Seele in den Himmel aufstieg, sondern auch seine Mutter Maria.

22. Maria, unsere Mutter

Die katholische Kirche lehrt, dass Maria unsere Mutter ist. Das lehnen die meisten Protestanten für sich ab, weil sie sie nicht als Mutter haben wollen. In 1 Petr. 3,6 lesen wir:

„So gehorchte Sara dem Abraham, da sie ‚Herr‘ zu ihm sagt. Deren Kinder seid ihr geworden, wenn ihr das Gute tut und euch von keinerlei Furcht beunruhigen lasst.“

Petrus schreibt, dass Sara, Abrahams Frau, unsere Mutter, die Mutter der Christen ist. Warum ist Sara unsere Mutter? Das ist ganz einfach: Weil Sie die entfernte Mutter Christi und Christus unser Bruder ist:

„Es stammen ja der Heiligende (Jesus Christus) und die zu Heiligenden (die Christen) alle von einem (Gott Vater). Aus diesem Grund schämt er sich nicht, sie Brüder zu nennen …“ (Hebr. 2,11)

In und durch Christus ist Sara also unsere Mutter. Wenn also schon Sara in und durch Christus unsere Mutter ist, dann ist es Maria, seine Mutter, erst recht. Während Sara nur von Ferne unsere Mutter ist, ist das Maria von Nahem. Dadurch, dass Christus nach Hebr. 2,11 unser Bruder ist, ist sein Vater – Gott – auch unser Vater, seine entfernte Mutter Sara auch unsere Mutter und seine unmittelbare Mutter Maria auch unsere Mutter, so wie es in Offb. 12,17 heißt:

„Da wurde der Drache zornig über die Frau und machte sich auf, Krieg zu führen mit den übrigen ihres Samens, mit denen, die Gottes Gebote erfüllen und festhalten am Zeugnis Jesu …“

Die, “die Gottes Gebote erfüllen und festhalten am Zeugnis Jesu”, sind wir Christen, die wir gemäß diesem Vers Maria, die Frau aus Offb. 12 und 1 Mo. 3,15, als Satans Feindin zur Mutter haben. Sie ist unsere große Mutter, die uns, ihre geistigen Kinder liebt. Da wir Maria, die Mutter unseres Herrn Jesus Christus, unseres Bruders, zur Mutter haben, sind wir nach Gottes viertem Gebot verpflichtet, sie zu lieben und zu verherrlichen:

Verherrliche deinen Vater und deine Mutter!“ (2 Mo. 20,12)

Die meisten Protestanten tun jedoch das Gegenteil, weil sie Maria ablehnen und sie nicht lieben wollen. Deshalb gehören sie nicht zu dem Kreis derer in Offb. 12,17, die Marias Kinder sind. Sie gehören nicht zu uns Marienkindern, die wir mit Christus, unserem Bruder, zu den Nachkommen Marias in 1 Mo. 3,15 gehören. Als Kinder Marias, der in 1 Mo. 3,15 angekündigten Frau, stehen wir in den Fußstapfen des Apostels Johannes:

„Es standen bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria Magdalena. Als nun Jesus seine Mutter sah und neben ihr stehend den Jünger, den er liebte, sprach er zu seiner Mutter: ‚Frau, siehe, dein Sohn!‘ Darauf sprach er zum Jünger: ‚Siehe, deine Mutter!‘ Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger in sein Eigenes.“ (Joh. 19,25-27)

So, wie der Apostel Johannes Maria, seine Mutter, in sein Eigenes, in sein Herz und in sein Leben aufgenommen hat, so nehmen auch wir, seine Brüder, Maria, seine und unsere Mutter, in unser Eigenes, in unser Herz und in unser Leben auf und erfüllen so das vierte Gebot! Schade, dass sich die meisten Protestanten aus unserem Kreis und somit aus dem Kreis der in 1 Mo. 3,15 genannten Nachkommenschaft der Frau ausschließen!

23. Der Rang der Mutter in der frühen Kirche

Die meisten Protestanten projizieren ihre eigene antimarianische Einstellung auf die ersten Christen und sagen deshalb, dass Maria unter ihnen völlig bedeutungslos gewesen wäre. Die Heilige Schrift jedoch offenbart uns, dass Maria, die Mutter der Christen, von Beginn an nach ihrem Sohn, dem Herrn Jesus Christus, den höchsten Rang einnahm. Wir lesen in Joh. 2,12:

„Darauf zog er (Jesus) hinauf nach Kapharnaum, er und seine Mutter und seine Brüder und Jünger …“ (Joh. 2,12)

Wenn wir diese vom Heiligen Geist inspirierte Stelle genau betrachten, dann sehen wir eine Rangordnung verzeichnet: Zuerst wird Christus, der Herr, genannt, dann seine Mutter und dann „seine Brüder und Jünger“. Christus nimmt also den ersten Rang ein, Maria, die Mutter, den zweiten, und den dritten und letzten Jesu Brüder und Jünger. Das bedeutet, dass Maria hinter Christus, aber vor der Jüngerschaft steht, oder anders ausgedrückt, unter Christus und über der Jüngerschaft; sie erhält nach Christus die erste Position, nicht die Brüder und Jünger. Dasselbe begegnet uns in Joh. 19,25-26:

„Es standen bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria Magdalena. Als nun Jesus seine Mutter sah und neben ihr stehend den Jünger, den er liebte, sprach er zu seiner Mutter: ‚Frau, siehe, dein Sohn!‘“

Die erste Stelle wird wieder vom Herrn besetzt; als zweites wird seine gläubige Mutter genannt, und dann kommt die Jüngerschaft: Jesu Tante, Maria Magdalena und Johannes. Das korrespondiert also mit Joh. 2,12. Der Heilige Geist zeigt uns mit Joh. 2,12 und Joh. 19,25f. die Rangordnung innerhalb der Kirche:

1. Christus

2. Maria

3. die Jüngerschaft

Wenn nach Apg. 1,14, sowie nach Apg. 2,42ff. die Apostel die erste Stelle einnehmen, und nicht Maria, ihre Mutter, dann steht das keineswegs im Widerspruch zu dem, was wir bisher vom Heiligen Geist in der Bibel über Maria, unsere Mutter, und ihre Größe und Einzigartigkeit vernommen haben; denn die Apostel werden nach der Himmelfahrt Jesu deshalb an den ersten Platz gesetzt, weil sie ab jetzt Jesus Christus, den Apostel des Vaters, auf Erden stellvertreten:

„Daher sind wir Gesandte an Christi Statt, als ob Gott durch uns zuspräche …“ (2 Kor. 5,20)

Wenn also in der Apostelgeschichte vom Leben der Jerusalemer Kirchengemeinde berichtet wird, ohne von Maria zu sprechen, dann spielt letzteres keine Rolle, weil die Bibel Mariens Einzigartigkeit und ihre herausragende Stellung und Größe bezeugt und hervorhebt: Maria, die Mutter, stand einzigartig ausgesondert über der Gesamtheit der Christen, ihrer Kinder! Das heißt: Die Kirchengemeinde von Jerusalem hatte in sich eben die vom Heiligen Geist in der Bibel bezeichnete Rangordnung zu verzeichnen:

– Zuerst Christus bzw. seine ihn stellvertretenden Apostel in ihrem Apostelamt,

– dann seine Mutter

– und dann seine gläubige Verwandtschaft und seine Jüngerschaft!

Wenn also etwa Apg. 2,42-47 allgemein von den Gläubigen spricht, ohne Maria, die Mutter, zu nennen, dann ist hier diese Rangordnung gewahrt. Man muss sie sich beim Lesen der Stelle bibelbasierend denken. Maria stand als Mutter des Herrn und als unsere Mutter in der frühen Kirche zur Zeit der Apostel über der Gemeinschaft der Gläubigen, über ihren Kindern.

 

24. Die Beziehung der ersten Christengeneration zu ihrer Mutter

Maria, die Mutter der Christen, nimmt nach ihrem Sohn, dem Herrn, den ersten Rang ein, was andeutet, dass sie von den ersten Christen hoch geehrt wurde. Sie sind mit ihr nicht umgegangen wie mit ihresgleichen, sondern erkannten ihr ihren höheren Rang als Gottesmutter und Mutter der Christen zu und traten ihr dementsprechend voller Liebe, Respekt, Wertschätzung und Hochachtung gegenüber, so wie es das vierte Gebot verlangt:

„Verherrliche … deine Mutter!“ (2 Mo. 20,12)

„Denn das ist“ ja „die Liebe zu Gott, dass“ der Christ „seine Gebote“ hält. (1 Joh. 5,3) Zudem lesen wir in Lk. 1,46-48:

„Meine Seele preist die Größe des Herr, und mein Geist frohlockt über Gott, meinen Retter; er schaute gnädig herab auf die Niedrigkeit seiner Magd; denn siehe, von nun an werden mich glückselig preisen alle Generationen. “ (Lk. 1,46-48)

Das ist genau das, was wir von der Bibel bereits vernommen haben, dass Gott unsere Mutter aus ihrer niedrigen gesellschaftlichen Stellung auf Platz 1 versetzt hat, weshalb „von nun an … alle Generationen“ sie preisen würden. Es ist die Rede von „allen Generationen“, von allen, ohne Ausnahme. Das bedeutet, dass schon die erste Generation der Christen sie gepriesen hat, dass dies von Anfang an praktiziert wurde, von den Aposteln und den Kirchengemeinden, die sie unter sich hatten.

Es ist also nicht so, wie die meisten Protestanten denken, dass Maria in der Urkirche völlig bedeutungslos gewesen wäre. Die Heilige Schrift, Gottes Wort, sagt das Gegenteil! Maria, die Mutter, stand über ihren Kindern, den Gläubigen, und wurde von ihnen auf Basis des 4. Gebots geliebt, gepriesen, geehrt und verherrlicht! Diesen Ruhm nahm ihr die katholische Kirche nicht weg, sondern bewahrt ihn bis auf den heutigen Tag.

25. Die ersten Christen redeten Maria, ihre Mutter, direkt an

Maria wurde von ihren Kindern, den ersten Christen, glückselig gepriesen. Sie sagten also nicht einfach zum Schein: “Wir preisen sie glückselig!”, ohne es dann aber getan zu haben; denn diese Aussage – “Wir preisen sie glückselig!” – wäre ja dann nur ein Bekunden eines Aktes gewesen, der aber tatsächlich nicht praktiziert worden wäre! Wenn also der Akt bekundet wird, so wurde der Akt von den ersten Christen auch wirklich durchgeführt. Und diesen Akt, der bekundet wird, und den schon die erste Generation der Christen durchgeführt hat, möchte ich am Beispiel der hl. Elisabeth vorführen, damit wir uns ihn vor Augen führen:

“… und Elisabeth wurde erfüllt von Heiligem Geist, erhob laut ihre Stimme und rief: ‘Gebenedeit bist du unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes!” (Lk. 1,41-42)

In dieser Form wurde Maria von der ersten Generation der Christen also gepriesen, mit direkter Anrede! Was wäre das wohl für ein Lobpreis Gottes, wenn wir bloß sagten: “Gott sei gepriesen!”? Das wäre kein Preisen Gottes, sondern ein Ausdruck unseres Wunsches, dass Gott gepriesen sei! Und was wäre das wohl für ein Lobpreis Gottes, wenn wir bloß sagten: “Wir preisen Gott!”? und tun es nicht! Was wäre das also für ein Preisen Marias gewesen, wenn die ersten Christen nach dieser Art gesagt hätten: “Maria sei glückselig gepriesen!” oder “Wir preisen Maria glüclkselig!”? Das eine ist weder ein anbetendes Preisen Gottes noch das andere ein verehrendes Preisen Marias! Das Preisen Gottes und Marias geschieht nur in direkter Anrede, so dass die ersten Christen Gott und Maria auf diese Weise gepriesen haben, da es keine andere Weise des Preisens gibt, als mit direkter Anrede! Alles andere ist, wie aufgezeigt, entweder nur ein Bekunden dieses Aktes, den man tut, oder eine Äußerung des Wunsches, dass dieser Akt praktiziert würde!

Lk. 1,42 prophezeit also, dass die erste Generation der Christen Maria gepriesen und somit direkt angesprochen hat, sowohl dann, als sie auf Erden lebte, als auch dann, als sie schon im Himmel war. Denn die ersten Christen wussten, wie auch Hebr. 12,22ff. zeigt, dass sie von den Bewohnern des Himmels nicht getrennt, sondern in Christus mit ihnen verbunden waren.

Die Protestanten, die Maria ablehnen, sollten sich daher ein Beispiel an den ersten Christen nehmen und, wie sie, Maria lieben, sie als Mutter annehmen, sie ehren, verherrlichen und preisen und so direkt anreden.

 

26. Wie Maria einen Atheisten zu Christus führte

Ich wohnte viele Jahre mit meinem Freund, der Atheist und Kirchenfeind war, in einer WG zusammen. Eines Tages stellte ich in das oberste Regal seines Bücherschrankes eine Marienstatue auf, die er aufgrund seiner atheistischen und kirchenfeindlichen Gesinnung nicht leiden konnte. Da ich aber sein bester Freund war, duldete er sie.

Als ihm dann August 2006 eine unheilbare, todbringende Krankheit diagnostiziert wurde, war ich erschüttert. Ein Gedanke jagte den anderen: Er wird furchtbar leiden, ich werde meinen einzigen Freund verlieren und er wird in die Hölle kommen, wenn er sich bis zum Moment seines baldigen Todes nicht bekehrt! Doch ich hatte die Rechnung ohne die Gottesmutter gemacht!

Als er Oktober 2007 wegen einer Lungenentzündung im Krankenhaus lag, rief mich seine Mutter an und trug mir die Bitte vor, ihm jene Marienstatue ins Krankenhaus zu bringen, da er sie gerne bei sich haben wolle! Ich konnte es nicht fassen! Ich dachte: „Er will eine Statue in seinem Krankenzimmer haben, die er nie leiden konnte?“

Am nächsten Tag brachte ich sie ihm und er nahm sie freudestrahlend entgegen.

Aus mir unbekannten Gründen hatte sich mein Freund also der Gottesmutter zugewandt, zu der er innerhalb eines einzigen Tages eine kindliche Liebe hatte. Und dies brachte ihm Segen über Segen:

1.) Als er Maria als seine Mutter angenommen hat, wurde er von einer anderen schweren Krankheit befreit, gegen die die Ärzte jahrzehntelang nichts tun konnten.

2.) Er begann einen Menschen zu lieben, den er bis dahin hasste, und schloss Frieden mit ihm.

3.) Im Verlauf der folgenden zwei Monate begann er an Jesus Christus und Gott zu glauben.

4,) Anfang Januar 2008 bekannte er Gott erstmals seine Sünden und bat ihn um Vergebung.

5.) Dies führte dazu, dass er im selben Augenblick von den schweren Krämpfen befreit wurde, unter denen er litt.

6.) In den folgenden dreieinhalb Monaten hat ihm der Herr drei Mal das Leben verlängert:

An einem Morgen Mitte Januar, nach der Erstversorgung, die ich meinem Freund leistete, wollte ich, wie an den übrigen Tagen auch, außer Haus gehen, um bis zum Abend fort zu bleiben. Doch da war so ein Gefühl in mir, daheim bleiben zu sollen, was ich dann auch tat. Als ich schon längst außer Haus gewesen wäre, bekam er plötzlich einen Erstickungsanfall. Da ich auf jenes Gefühl gehört hatte und daheim geblieben war, konnte ich ihm das Leben retten.

Ab dem folgenden Tag hatte ich das Gefühl, fortan wieder täglich nach der Erstversorgung außer Haus gehen zu können, bis jenes Gefühl an einem Tag Mitte Februar wieder da war, weshalb ich auch diesmal daheim blieb. Als ich längst außer Haus gewesen wäre erfolgte der nächste Erstickungsanfall. Und wieder konnte ich meinem Freund das Leben retten, weil ich jenem Gefühl gefolgt bin.

Ab dem darauf folgenden Tag hatte ich erneut das Gefühl, unbesorgt außer Haus gehen zu können, bis jenes Gefühl an einem Tag Ende März erneut in mir aufkam, so dass ich auch diesmal zu Hause blieb. Und es erfolgte ein dritter Erstickungsanfall, vor dem ich meinen Freund das Leben retten konnte.

Da das Gefühl, fortan unbesorgt außer Haus gehen zu können, nicht mehr da war, blieb ich fortan täglich bei ihm, außer an jenen Tagen, an denen seine Mutter da war.

Noch heute denken seine Eltern und Verwandten, die überzeugte Atheisten und Kirchenfeinde sind, dass seine Bekehrung mein Werk gewesen sei! Doch sie ist ohne mein Zutun geschehen! Mein liebster Freund bekehrte sich ohne Zutun irgendeines Menschen, da kein Mensch da war, der ihn hätte bekehren können. Die, die ihn bekehrt und vor dem ewigen Verderben gerettet hat, ist die liebe Gottesmutter! Das, was ihm widerfuhr, war ganz allein ihr Werk! Hier hat sich erfüllt, was die liebe Gottesmutter in Fatima versprochen hat:

“Wer die Andacht zu meinem Unbefleckten Herzen übt, dem verspreche ich das Heil.” (13. Juni 1917)

Schwester Lucia, eine Seherin von Fatima, erklärte:

„Die heiligsten Herzen Jesu und Mariä wünschen die Andacht zu Ehren des Unbefleckten Herzens, denn sie wollen sich ihrer bedienen, um Seelen zu retten. Unser Herr sprach zu mir: ‘Es ist mein sehnlichster Wunsch, dass die Verehrung und Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariens verbreitet wird, weil dieses liebende Herz der Magnet ist, der die Seelen zu mir hinzieht, der Feuerherd, der die Strahlen meines Lichtes und meiner Liebe über die ganze Erde hin aussendet, und die unversiegbare Quelle, welche die lebendigen Wasser meines Erbarmens auf die Erde herabströmen lässt.’“

Zwar hat mein lieber Freund keine Andachtsübungen zum Unbefleckten Herzen Mariens praktiziert, da er davon nichts wusste, aber er hat das Herz Mariens sehr geliebt. Dieses wunderschöne Mutterherz, das er liebte, war für ihn wahrlich der Magnet, der seine Seele zu Christus, dem Heil, geführt hat.

Als dann mein geliebter Freund Mitte März 2009 starb, wollte ich die Marienstatue als Andenken an ihn und seine wunderbare Bekehrung für mich behalten und sie in besonderen Ehren halten. Doch seine Mutter wünschte, dass wir ihm die Marienstatue in seine Hände legen! So wurde er dann beerdigt, mit der Statue jener in seinen Händen, die er so sehr liebte, die ihn vor der Hölle rettete!

Danke, liebe Gottesmutter! Gelobt und gepriesen seist Du in Ewigkeit! Amen.

27. Wie Christus durch seine Mutter einen Bekannten heilte

Es war an einem Sonntag im April des Jahres 2010, als ich den ganzen Tag mit meinen Gedanken bei Maria, unserer himmlischen Mutter war. Ich redete zu Ihr über alles, was in meinem Herzen aufkam. Für die Abendmesse verabredete ich mich mit zwei Bekannten. Als ich schon in der Kirchenbank saß, kamen sie dazu. Der Bekannte, der an den Folgen von Schlaganfällen litt, setzte sich links neben mich. Als wir so einige Zeit da saßen, sah ich von der Seite, wie sich dieser Bekannte ständig zu mir drehte und mich anschaute, bis er sich zu mir neigte und sagte: “Ich sehe Mariens Schutzmantel um dich herum! Es ist ein bläulicher Schleier, der dich umgibt!” Es vergingen dann einige Minuten, als er mir ganz außer sich vor Freude mitteilte, dass von dem Schutzmantel Mariens, der um mich herum war, eine angenehme Wärme ausging, seinen Körper durchdrang und ihn von den Schmerzen und Verkrampfungen befreite. So bediente sich Christus seiner Mutter, um durch sie den Bekannten von den Folgen seiner Schlaganfälle zu befreien!

28. Wie Maria mich von Dämonen befreite

Es war Ende April des Jahres 2009, als ich zu einer charismatischen Veranstaltung ging, und mir Vorne den charismatischen “Segen” abholte. Nach dieser Veranstaltung wurde ich monatelang jede Nacht von Dämonen angegriffen und gequält. Ich bat Gott bzw. Jesus Christus um Befreiung, doch er half mir nicht. Dann wandte ich mich im Oktober desselben Jahres mit dem Rosenkranz an seine Mutter, die Feindin Satans, was zur Folge hatte, dass die dämonischen Attacken für genau 2 Wochen aufhörten. Nach diesen 2 Wochen begannen sie von neuem, so dass ich mich erneut mit dem Rosenkranz an Maria wandte. Seit diesem zweiten Rosenkranz sind die Attacken endgültig vorbei. Hier zeigt sich, dass gemäß 1 Mo. 3,15 Christus seine Mutter nicht umsonst als Satans Feindin eingesetzt hat, durch die er wirken will.

 

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