11 Strategien der Bibelfälscher

Die Protestanten sind in 10.000de Glaubensgemeinschaften zerspalten und zersplittert. Der Grund sind die entsprechend vielen widersprüchlichen “biblischen” Lehren, die diese Glaubensgemeinschaften vertreten und propagieren.

Es ist, wenn man genau hinschaut, so, dass die zahlreichen protestantischen Lehrer einfach nur Menschenlehren propagieren. Um nun diesen Menschenlehren eine Daseinsberechtigung zu verschaffen, passen sie mit allen möglichen Tricks die Bibel an deren Lehren an, um sie auf diese Weise als biblisch und somit als wahr zu behaupten. In 11 Punkten zeige ich nun auf, wie das bei ihnen funktioniert:

1. Sie übersetzen Bibelstellen, die ihren einzelnen protestantischen Lehren nicht entsprechen, bewusst falsch in die jeweiligen eigenen Sprachen. Beispiel: Manche protestantische Lehrer, die nach eigenem Wunschdenken die Heilsnotwendigkeit der Taufe leugnen, übersetzen das griechische Wort “kai” in Joh. 3,5 bewusst falsch mit “ebendieser”, anstatt richtig mit “und”, um mit dieser falschen Übersetzung die in diesem Vers bezeugte Heilsnotwendigkeit der Wassertaufe scheinbiblisch zu widerlegen. So machen sie aus “Wasser und Geist” einfach nach ihrer eigenen Vorstellung und Lehre “Wasser, ebendieser Geist”, um auf diese Weise, mit diesem Trick, das natürliche Wasser aufzuheben und so daraus die Geisttaufe zu machen.

2. Sie fügen einzelnen Bibelstellen, die nicht ihren Lehren entsprechen, einfach Wörter hinzu, die dort nicht vorhanden sind. Beispiel: Die protestantischen Lehrer, die Luthers Irrlehre “Allein aus Glauben” vertreten, fälschen die Bibelverse Röm. 3:28, Röm. 5:1, Gal. 3:24 und Eph. 2:8, indem sie dort gedanklich, mündlich oder schriftlich das Wort “allein” hinzufügen, so dass dort nicht mehr von “aus Glauben”, sondern von “aus Glauben allein” die Rede ist. Auf diese Weise verpassen sie ihrer Sola-Fide-Lehre einen biblischen Anschein, um ihr eine Daseinsberechtigung zu verschaffen.

3. Sie stellen einzelne biblische Sätze um, und zwar so, dass solche umgestellten Sätze ihre eigene Lehre stützen oder vermitteln und katholische Lehren aufheben. Beispiel: In Röm. 9,5 wird die katholische Lehre von der Gottheit Christi wie folgt wiedergegeben: “… der Christus dem Fleische nach, der über allem ist, Gott, gepriesen in Ewigkeit. Amen.” (Röm. 9,5) Weil dies der Lehre einiger protestantischer Glaubensgemeinschaften widerspricht, wonach Christus nicht Gott sei, stellen einige ihrer Lehrer den biblischen Satz wie folgt um und fügen noch zwei Wörter hinzu (unterstrichen), damit’s dann auch hundertprozentig passt: “… der Christus dem Fleische nach abstammt: Gott, der über allem ist, sei gesegnet immerdar. Amen.”

4. Sie entfernen aus der Bibel Wörter, ja sogar ganze Sätze und Abschnitte, wenn diese ihren protestantischen Lehren nicht entsprechen. Beispiel: Manche Anti-Trinitarier unter den Protestanten entfernen aus Mt. 28,19 den zweiten Teil, weil er die Trinitätslehre bestätigt, andere Protestanten aus dem Matthäus-Evangelium die Verse 16,18-19, weil sie das päpstliche Lehramt bestätigen, andere Protestanten die Verse Joh. 20,22-23, weil sie das Beichtsakrament bestätigen, und wieder andere Protestanten Mk. 16,9-20, weil hier die Heilsnotwendigkeit der Taufe und charismatische Gaben bezeugt werden.

5. Des Weiteren haben sie ganze Bücher, die ihren Lehren widersprechen, aus der Bibel, die Christus und seine Apostel verwendeten (Septuaginta), entfernt: Judit, Tobit, 1 Makkabäer, 2 Makkabäer, Baruch, Weisheit Salomons, Jesus Sirach und die Anhänge zum Buch Ester und zum Buch Daniel. Luther wollte sogar die neutestamentlichen Bücher Hebräer, Jakobus, Judas und Offenbarung aus der Bibel verbannen, weil sie seinen protestantischen Ansichten und Lehren widersprechen, hielt sich dann aber doch damit zurück. Es ist aber schon richtig diabolisch, es überhaupt im Sinn gehabt zu haben!

6. Des Weiteren radieren sie, wenn biblische Lehren und Fakten ihren eigenen Lehren nicht entsprechen, das Alte Testament aus der Bibel, z.B. wenn dort belegt wird, dass Gott den von den Protestanten abwertig so bezeichneten “Prunk” liebt, oder wenn dort belegt wird, dass die Herstellung heiliger Bilder vor Gott erlaubt ist, oder wenn es darum geht, dass das Alte Testament durchaus ein von Gott erlaubtes Sprechen zu “Toten” kennt, und und und. In Diskussionen habe ich daher immer wieder erlebt, wie Protestanten dann nur noch das Neue Testament gelten lassen. Diese Protestanten, die das AT auf besagte Weise aus der Bibel rausschmeißen, vertreten dann nicht mehr “Sola Scriptura”, sondern “Sola Neues Testament”. Auch hier, wie bei Punkt 4 und 5 oben, kommt somit Offb. 22,19 voll zur Geltung! Natürlich wird dies nicht immer so plump getan, sondern häufig mit ausgedachten theologischen Systemen argumentiert. Das Ergebnis bleibt in der Praxis jedoch dasselbe.

7. Wenn bestimmte Bibelstellen nicht in ihr protestantisches Konzept passen, dann benutzen sie andere Bibelstellen, um mit diesen jene Bibelstellen aufzuheben, so als ob die Heilige Schrift gegen sich selbst verwendet werden könnte. Beispiel: Jesus Christus erklärt nach Joh. 6,55: “Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank.” Um diese Worte des Herrn aufzuheben, weil sie die Heilige Eucharistie bezeichnen, stellen protestantische Lehrer das Wort des Herrn Joh. 15,15 entgegen: “Ich bin der wahre Weinstock”, und argumentieren: “So, wie Jesus kein Weinstock ist, so ist sein Fleisch keine Speise und sein Blut kein Trank.” Mit dieser Argumentation können alle biblischen Aussagen über Christus, etwa, dass er ein König, der Sohn Gottes und der Messias ist, vollständig aufgehoben werden. Er sei also weder König, noch der Messias, noch der Sohn Gottes, weil er kein Weinstock ist.

8. Wenn biblische Textpassagen mit ihren protestantischen Lehren nicht übereinstimmen, dann interpretieren oder denken die protestantischen Lehrer einfach etwas in diese Textpassagen hinein, was in ihnen überhaupt nicht vorkommt, oder sie deuten sie einfach entsprechend ihren eigenen Lehren um. Beispiel: Die Sola-Fidisten unter den Protestanten denken sich in Jak. 2,14-26 hinein, dass dort lediglich gesagt würde, dass wahrer Glaube automatisch zu guten Werken führe, die Werke aber zum Heile nichts beitrügen, wohingegen der gesamte Jakobus-Abschnitt sagt, dass der Glaube ohne Werke tot ist (Jak. 2,26) und man durch Werke gerechtfertigt wird, und nicht durch Glauben allein (Jak. 2,24).

9. Bibelstellen werden einseitig betrachtet bzw. aus dem jeweiligen biblischen Kontext oder dem biblischen Gesamtkontext gerissen, weil sie nur so ins eigene protestantische Schema passen. Beispiel: Protestantische Lehrer behaupten auf der Basis einiger Bibelstellen in den Evangelien, dass Jesus Christus seine Mutter abgelehnt und somit entehrt habe: Mk. 3:33-35, Lk. 11:27-28 und Joh. 2:4. Diese Bibelstellen werden aus dem biblischen Gesamtzusammenhang gerissen und in ihren Übersetzungen für sich allein betrachtet, wodurch man dann zu diesem gewünschten protestantischen Ergebnis kommt, nach dem Christus seine Mutter entehrt hätte. Stellen wir diese Bibelstellen jedoch in den gesamtbiblischen Kontext, nach dem Gott gebietet, die eigene Mutter zu verherrlichen (2 Mo. 20,12), und nach dem Jesus ohne Sünde war (Hebr. 4,15) und somit alle Gebote Gottes erfüllt hat (Mt. 5,17), dann stehen sie in diesem Kontext und bekommen so eine gegenteilige Bedeutung: Im Kontext des Gebotes Gottes 2 Mo. 20,12 und der biblisch bezeugten Tatsache, dass Christus ohne Sünde war (Hebr. 4,15) und somit alle Gebote Gottes erfüllt hat (Mt. 5,17), hat Er seine Mutter nie entehrt, sondern gemäß Gottes Gebot immer verherrlicht. Folglich sind besagte Bibelstellen anders zu verstehen und zu deuten, und nicht protestantisch und somit anti-marianisch!

10. Biblische Aussagen werden, wenn sie nicht ins eigene protestantische Konzept passen, philosophisch ausgehebelt und zunichte gemacht. Beispiel: Die Heilige Schrift sagt an verschiedenen Stellen, dass Christus Gott ist. Da das in das Konzept der Anti-Trinitarier unter den Protestanten nicht passt, philosophieren sie diese biblischen Aussagen weg, indem sie z.B. philosophieren: Wenn Christus Gott wäre, hätte er nicht von Satan versucht werden können (Mt. 4,1ff. ), folglich sei Christus nicht Gott.

11. Die protestantischen Lehrer sagen, dass wenn etwas nicht in der Bibel steht (oder angeblich nicht steht), dann sei dies eine biblische Verneinung dessen. Beispiel: Nirgends im NT wäre bezeugt, dass die ersten Christen Bilder verehrt hätten. Aus diesem Grund hätten sie sie nicht verehrt; und deshalb sei die Bilderverehrung für die Christen verboten. Doch in der Heiligen Schrift steht auch nicht, dass Maria, die Muttergottes, gestorben ist. Bedeutet das also, dass Maria nicht gestorben ist? Wir sehen, diese protestantische Bibelauslegungsmethode funktioniert nicht!

Diese in elf Punkten dargelegten antibiblischen Handlungen der protestantischen Lehrer entlarven sie als Betrüger und Feinde der Heiligen Schrift. Sie führen auf diese Weisen geschickt ihre Schäflein und andere Menschen in die Irre. Sie sind  Verführer, die durch ihren Betrug viele Menschen von der Kirche Jesu Christi und somit vom Heil trennen.

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